Frage zu Metformin

Archiv des urbia-Forums Kinderwunsch.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kinderwunsch

Du möchtest schwanger werden? Hier kannst du Kontakte knüpfen und mit anderen über den Zeitpunkt deines Eisprungs diskutieren. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen und Expertenantworten. Neu: unser Kinderwunsch-Newsletter!

Beitrag von pucky30 05.09.06 - 15:26 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage zu Metformin . Ich nehme es wegen PCO. War heute auch zu einer weiteren Hormonuntersuchung, weil man wissen will, ob die männlichen Hormone vielleicht durch die Nebennierenrinde erzeugt werden. Ergebnis erfahre ich erst am nächsten Dienstag.
Aber nun zu meiner Frage. Nach dem ich Metformin einnehme ( Mitte April ) werden meine Zyklen immer länger. Ist doch nicht normal, oder ? Hat das auch jemand von Euch gehabt ?

Vielen Dank für eure Hilfe
pucky

Beitrag von silberlocke 05.09.06 - 15:58 Uhr

Hi Pucky
also eigentlich sollte das vor der Meteinnahme geklärt sein, woher die zu hohen männlichen Hormone kommen.

Wie lange waren Deine Zyklen denn und hast Du ggf. mal ZBs zum Ansehen, vielleicht kann ich dann mehr dazu sagen.

Bei mir wirkt Met super so wie es soll - ES, normale Zykluslängen, regelmäßig Mens.

LG Nita

Beitrag von dida160301 05.09.06 - 18:28 Uhr

Ich nehme Metformin weil ich Diabetikerin bin. Als ich vor Jahren das 1. mal schwanger werden wollte habe ich die Pille abgesetzt und bekam monatelang meine Tage nicht. Nun wurde zwischenzeitlich Diabetes festgestellt und ich nehme Metformin. Wir haben schon letztes Jahr die Pille abgesetzt und anderst verhütet und ich wunderte/freute mich noch daß ich so nen regelmäßigen Zyklus habe. Bis mir dann der Gyn sagte daß es vom Metformin kommt. Nehme es jetzt auch weiter in Verbindung mit Clomifen bis es zu einer Schwangerschaft kommt.

Beitrag von silberlocke 05.09.06 - 20:15 Uhr

Hi Du
also Du weißt ja, daß es in der Ärztezeitung empfohlen wird bis zur 20ssw das Met weiter zu nehmen? Und danach sehe ich ehrlich gesagt keinen Grund mehr (Baby ist ja bis auf "Fett zulegen" fertig), das Met abzusetzen.....

Ich geb Dir mal ein paar Links dazu und rate Dir auf alle Fälle mehrere Meinungen einzuholen. Ich finde immer Insulin spritzen ist mehr Risiko als Met, aber naja, meine Meinung zählt ja net wirklich. Und jede Frau muss sich mit der Behandlung dann wohl fühlen.

http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/01/21/010a1404.asp?cat=/news

Auszug hieraus
http://www.labor-schoenianharzer.de/m5.php?WEBYEP_DI=252
"Neuere Untersuchungen haben nun gezeigt, dass die Gabe von Metformin auch beim PCO-Syndrom in vielen Fällen zu einer Normalisierung der zuvor gestörten Monatszyklen führt und bei einem Teil der Patientinnen sogar ohne zusätzliche Maßnahmen eine Schwangerschaft eintritt.
Als sogenannter Insulinsensitizer führt es zu einer Verbesserung der Insulinwirkung (Verminderung der Insulinresistenz) sowie einer Abnahme der männlichen Hormone. Das Medikament ist jedoch für diese Anwendung z. Zt. noch nicht offiziell zugelassen (sog. „off-label“-Therapie). Eine Verordnung zu Lasten der Krankenkassen ist deshalb in dieser Situation nicht generell erlaubt, wenngleich der Nutzen von den medizinischen Fachgesellschaften nicht bezweifelt wird.

Nebenwirkungen:

Aufgrund der unzureichenden Datenlage wird derzeit noch von einigen Experten empfohlen, Metformin nach Eintritt einer Schwangerschaft abzusetzen, wenngleich es bisher keine Hin weise auf eine schädliche Wirkung auf die embryonale und fetale Entwicklung gibt.
Eine Schwangerschaft bei PCO-Syndrom ist jedoch mit einer höheren Fehlgeburtsrate belastet. Nach mehreren Studien führt dagegen die Fortsetzung der Metformin-Behandlung in der Schwangerschaft zur Normalisierung des Fehlgeburtsrisikos. Sie sollten sich deshalb diesbezüglich ggf. von Ihrem Arzt beraten lassen.


Und von hier http://www.endokrinologikum.com/index.php?cccpage=ae_diagnostik_informationen_detail&set_z_infoblaetter=25
"Einsatz von Metformin in einer Schwangerschaft bei Patientinnen mit PCO-Syndrom
Grundsätzlich muss man bisher noch das Absetzen von Metformin in einer Schwangerschaft empfehlen, da die Datenlage – unserer Meinung nach – eine generelle Gabe nicht zulässt.
Es muss jedoch mit den Patientinnen diskutiert werden, dass Metformin (in retrospektiven Studien) zu einer signifikanten Senkung des Abortrisikos geführt hat.
Daher kann die Indikation zur Weiterführung von Metformin in der Schwangerschaft bei Patientinnen mit vorangehenden Aborten (vor allem bei Fehlen anderer Ursachen) großzügiger gehandhabt werden. Dabei wird eine schriftliche Aufklärung der Patientin über folgende Punkte empfohlen:

- Die Effektivität von Metformin ist bisher nur in retrospektiven Untersuchungen zur Senkung der Abortwahrscheinlichkeit belegt.
- Es gibt noch keine prospektiven randomisierten Studien zu diesem Thema.
------ >>>Es gibt mehrere Studien, die einen Vorteil von Metformin belegen.
- Es gibt keine Daten, die einen Schaden für die Schwangerschaft belegen.
- Es fehlt eine Zulassung für Metformin bei PCO-Syndrom (off label use) und eine strenge Indikationsstellung für die Verschreibung von Metformin in der Schwangerschaft wird gefordert."

http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/04/14/068a0901.asp?cat=

So, jetzt hab ich Dich genug zugeschmissen - lies Dich schlau und dann entscheide mit Deinen Ärzten, wie Du Dich im Falle einer SS dann am wohlsten und am besten aufgehoben fühlst.
Leider habe ich den Link net gefunden, worin steht, daß SS-Metformin-Kinder genauso quitschfidel nur größer als ihre nicht-Met-Kumpels nach 6 Lebensmonaten waren.....

LG Nita