Ausschabung - Plazentarest - jemand schon mal erlebt?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von bine3002 05.09.06 - 19:15 Uhr

Lest das mal bitte: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&tid=557563

Und dann sagt mir bitte, ob das schon mal jemand erlebt hat. Wie ist das? Hat man anschließend Schmerzen? Wie lange dauert das? Ich weiß gar nichts, das war der absolute Stress-Tag. Mit Kind von A nach B, volle Windel, Hunger, keine Gelegenheit zum Stillen, Mega-Stress. Ich habe die Schnauze voll.

Beitrag von becca04 06.09.06 - 13:40 Uhr

Hallo Namensvetterin,

tja, ich hatte das (zweifelhafte) Glück, eine sehr dubiose Plazenta nach meiner ersten Geburt gehabt zu haben. Nachdem die superschlaue Assistenzärztin meinte, unbedingt an der Nabelschnur ziehen zu müssen (die Plazenta war noch nicht vollständig abgelöst - was sie aber nicht glauben wollte...) und die Plazenta als Laune der Natur (...) in sich zweigeteilt war (ansonsten ging's mir gut, ich hatte also keine extremen Blutungen oder so), standen ca. 15 Minuten nach der Geburt einige Ärzte um mein Bett herum und klärten mich über meine Plazenta auf und darüber, was man jetzt am besten machen könnte. Ich entschied mich total schnell für die Sofort-OP (also Nach-Curettage bzw. Ausschabung unter Vollnarkose), da die Alternative - nämlich einige Wochen später mit einem zu stillenden Winzling WIEDER ins KH zu müssen - für mich der Alptraum schlechthin war.

Ich wurde dann ca. 1 1/2 Stunden nach der Geburt vom Entbindungsbett direkt in den OP verfrachtet, bekam dann die Vollnarkose (die Anästhesistin hat mich nicht einmal gewogen, was ich extrem gruselig fand und mir echt Todesangst bereitet hat). Und wie einen Schnipps später bin ich wieder aufgewacht. Ich hatte KEINE Schmerzen - außer später vom Dammschnitt, der auch praktischerweise gleich unter der Narkose mitgenäht wurde, und ich konnte SOFORT danach stillen - ich meine, was heißt "stillen" - ich hatte zu diesem Zeitpunkt ja noch keinen Milcheinschuss.

Leider weiß ich bis heute nicht, ob diese ganze OP wirklich notwendig war, da sich die Ärzte ja nicht so sicher mit meiner Plazenta waren. Vielleicht war auch alles umsonst, aber so blieben mir wenigstens in jedem Fall spätere Schmerzen, Infektionen oder heftige Blutungen erspart.

Bei dir sieht das ja leider total anders aus: Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Mach' es mit Vollnarkose - mir ging es wirklich sehr gut danach, und ich hatte ja unmittelbar vorher noch 16 Stunden Geburt bewältigt...!

Dass Plazentareste Einfluss auf den Milchfluss haben, wusste ich nicht, vermutlich geht das vielen Ärzten und Hebammen so (eigentlich ein Skandal), aber sei froh, dass es so entdeckt wurde und dass sich diese Reste nicht in Deinem Bauch infiziert haben!

Ganz liebe Grüße und eine gute OP,
Sabi.

Beitrag von bine3002 06.09.06 - 18:52 Uhr

Bin wieder da. Es war nicht schlimm, keine Schmerzen, alles bestens.

Trotzdem hätte ich da direkt nach der Geburt überhaupt keinen Nerv zu gehabt. Meine Tochter kam um 15.45 Uhr, um 19 Uhr war ich zu Hause. Mit Ausschabung hätte ich sicher die Nacht im KH verbracht und das wollte ich auf gar keinen Fall. Insofern war es OK, dass es erst heute gemacht wurde.