Oh Nein ... wie soll ich den Tag morgen nur überstehen??

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von susiiie018 05.09.06 - 19:37 Uhr

Hallo.

Mein Opa ist am Sonntag gestorben. Morgen ist Begräbnis. Schrecklich genug, oder????

Und dann kommt noch hinzu, dass meine Schwiegermutter auf Leonie aufpasst. #schmoll Geht ja nun mal nicht anders#gruebel. Denn meine Familie (die sich sonst immer total lieb um Leonie kümmern + aufpassen) sind ja beim Begräbnis!!
Ach man, meine Schwiegermutter kommt zwar hier her zu uns. Aber sie hat erst einmal kurz auf Leonie aufgepasst, weil sie überhaupt kein Interesse an Leonie zeigt. Sie ist so lieblos und ...... aaaaach ich weiß auch nicht. Ich finde, sie kann überhaupt nicht mit Kindern umgehn! Ich hab so Angst, wenn sie zB morgen mit Leonie raus geht, dass etwas passiert.
Denn nach dem Begräbnis ist noch die "Trauerfeier" und dort nimmt niemand die Kleinen mit.
Was soll ich denn nun machen?? Mein Freund meint immer nur: "Da passiert schon nix" Aber ich finde seine Eltern so zum kotz** ! Sorry, ist aber echt so! Es sagen viele Leute, dass die 2 komisch und soooo kalt sind!
Als Leonie noch ein Baby war, und ich denen oft die Möglichkeit gab auf unseren Sonnenschein aufzupassen, wurden wir immer nach spätestens 10 Min. angerufen, da meinte sie immer: "Leonie ist so verwöhnt, die bleibt doch eh bei niemanden, die schreit immer nur!" Die wusste sich absolut nicht zu helfen!! Keine Ahnung warum Leonie bei denen immer so geschrien hat!! #kratz Wahrscheinlich hat sie da schon gemerkt, dass sie dort nicht richtig lieg umsorgt wird!! #gruebel
Was soll ich jetzt denn nur machen? Ich hab richtig Angst! Bekomm heute sicher kein Auge zu.

#heul#heul#heul#heul#heul#heul#heul#heul#heul

Susi und #herzlichLeonie 04.05.05

Beitrag von kiki290976 05.09.06 - 19:43 Uhr

Hi,

als Mika etwas älter als 1 Jahr alt war, ist meine Oma gestorben und wir hatten halt ein ähnliches Problem. Meine Schwiegereltern kümmern sich zwar sehr liebevoll um die Kinder und lassen sie auch nicht schreien oder so, aber Mika konnte man in dem Alter nicht unbedingt abgeben, er war sehr auf uns fixiert und da er meine Schwiegereltern nicht soo oft gesehen hat, fand ich die Idee nicht gut, zumal das Begräbnis meiner Oma ca 60 km von uns entfernt war und wir nicht mal eben schnell wieder zuhause gewesen wären.

Wir haben Mika mitgenommen, auf die Trauerfeier habe ich dann halt (ein wenig schweren Herzens) verzichtet, aber dort waren auch keine Kinder, auch niemand, der Kinder hatte und entsprechend haben die Leute ja auch nicht unbedingt Verständnis für das Verhalten der Kleinen in einem Restaurant wenn es langweilig ist....

Für uns war das damals die beste Lösung. Vielleicht ja auch für Euch? Oder ihr nehmt sie mit, nehmt ihr Spielzeug und Malsachen mit und schaut, wie sie sich macht, klappt es nicht, könnt ihr ja immer noch gehen.

Liebe Grüße

Kerstin mit Mika ( 2 3/4) und Colin (16,5 Mo)

Beitrag von krisi79 05.09.06 - 20:39 Uhr

Hallo Susi,

wir hatten vor ein paar Wochen das gleiche Problem. Mein Onkel ist verstorben, wir hatten allerdings die Möglickhkeit, Finn in gute Hände zu geben.

Aber mein Cousin, konnte seine KLeine (( Monate) nicht unterbringen und er und seine Frau haben sie mitgebracht. Während der Kirche ist sie mit der Kleinen spazieren gegangen und als wir aus der Kirche kamen, ist sie zu uns gestoßen und das fanden wir alle sehr schön.

Zum Tee (wird bei uns so gemacht), war die kleine natürlich dann auch da und sie hat wirklich alles erleichtert und in dem Moment hat mir mein Kleiner so gefehlt.


Und da es ja auch der Uropa eurer Kleinen war, gehört sie doch dazu.

Falls du es möchtest nimm sie mit, sie gehört zum engeren Familienkreis und der bestimmt doch wie eine Trauerfeier abläuft (jedenfalls kenne ich das so)


Mein Beileid und ich wünsche dir morgen alle Kraft der welt, wenn du von deinem Opa abschied nimmst.

Lg Krisi
Keiner hat geguckt oder fühlte sich in seiner Trauer gestört, ich hatte wirklich das Gefühl das es alle schön fanden neben dem Verlust auch ein Neues Leben zu sehen.

Und

Beitrag von alexa81 05.09.06 - 21:26 Uhr

Hallo Susi,

ganz ehrlich - ich würde die kleine Maus mitnehmen!

Am 29. Juni ist meine Mama gestorben. Wir haben unsere Maus sowohl zur Trauerfeier als auch später zur Urnenbeisetzung mitgenommen. Zur Raue waren meine Geschwister und ich nicht - das war aber von Anfang an klar, eigentlich wollten wir gar nicht, dass eine stattfindet.

Zum einen gehören unsere Kleinen doch genauso zur Familie wie wir, zum anderen finde ich auch ein bisschen was Tröstliches daran, wenn die kleinen Schätze einem zeigen, dass es eben auch in so großer Trauer noch schöne Momente gibt.

Und wenn dann noch hinzu kommt, dass Du so ein schlechtes Gefühl dabei hast, Leonie bei Deinen Schwiegereltern zu lassen, würde ich gar nicht lange überlegen. du tust Dir keinen Gefallen, da Du Dir ständig Sorgen machst. Und Leonie tust Du doch auch keinen gefallen, wenn sie gar keinen richtigen Bezug zu ihrer Oma hat.

Ich wünsche Dir ganz doll, dass Du die ideale Lösung für Euch alle findest.

Viele Grüße, Alex

Beitrag von jollymax 05.09.06 - 21:32 Uhr

Liebe Susi,
am Freitag war die Beerdigung meiner Oma und mein Mann war geschäftlich in Finnland. Natürlich habe ich unsern Sohn mit zur Beerdigung genommen, es war doch auch seine Uroma. Ich hätte die Beerdigung ohne unsern Sohn (und schon gar nicht, wenn ich ihn in schlechten Händen abgegeben hätte) überstanden. Der Kleine war so lieb. Er hat gespürt, dass etwas anders war. Mit seinen kleinen Patschehändchen hat er mit während der Trauerfeier total liebevoll meine Tränen abgewischt. Er hat sich die Trauerfeier über alles genau angesehen und ab und zu natürlich auch mal gemeckert, aber das hat mir nichts ausgemacht. Liebevoll habe ich ihn an mich gedrückt und bald war er schon wieder leise. Wenn es störrt, dass er auf der Beerdigung mitgesungen und mitgeplappert hat, der hat eben Pech gehabt. Es war schließlich die Trauerfeier meiner Oma und die hat ihren Urenkel geliebt und hätte sich über sein kleines Stimmchen gefreut. Am Grab hat der die Blätter der Rosen, die ich in der Hand hielt abgerissen und auf den Boden gestreut. Alle Menschen, die da waren haben sich gefreut, dass ich Tim dabei hatte und haben bestättigt, dass es Oma auch gefallen hätte. Ich war sogar beide Tage zuvor jeweils mit meinem Schatz auf den Rosenkränzen, auch da war er super lieb.
Also mein Rat: Schließ Leonie nicht aus deinem Leben und deiner Trauer aus, sondern nimm sie einfach mit. Sie wird dir und den andern Trauernden ein großer Trost sein.
Liebe Grüße
Jollymax
PS: Das solltest du allerdings nur machen, wenn es dich nicht störrt, wenn die Kleine im Gottesdienst auch mal laut ist, da es sonst wahrscheinlich nicht so gut klappt. Du kennst das ja, je mehr man will dass die Kleinen leise sind, umso lauter werden sie. Nimm es einfach gelassen, so ist das Leben und Kinder gehören in die Kirche.