Ich hab was intresantes gefunden - lest mal :-)

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von moonerl 06.09.06 - 01:10 Uhr

Aus einem Gesundheitsbuch aus dem Jahre 1978:

Grundsätzlich sollte ein Säugling in den ersten Monaten mit Muttermilch ernährt werden. Muttermilch gibt dem Baby alle Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung und Menge. Wenn sie nicht stillen, sollten sie die Fertigmilch verwenden, die ihr Baby in der Klinik bekam - denn viele Babys reagieren auf einen Wechsel mit Verdauungsstörungen !!
Ist eine Unstellung auf eine nährstoffreichere Milch notwendig, wird sie der Kinderarzt darauf aufmerksam machen. Sprechen sie ausführlich mit ihm über die Ernährung ihres Babys.

Das Loch im Sauger der Fläschchens sollte so groß sein, das die Milch tropfenweise herauskommt. Das Baby darf sich ruhig anstrengen - das fördert die Mund.- und Unterkiefermuskulatur. Die richtige Größe des Saugers werden sie durch genaue Beobachtung schnell herausbekommen. Außerdem brauchen sie ein Teefläschen, dessen Sauger kleiner ist: in diesem Fläschchen können sie dem Baby Fencheltee zur Beruhigung und bei leichten Verdauungsstörungen geben; später auch Obstsäfte und Karottensaft (Karottensaft sparsam verwenden, da er in größeren Mengen gesundheitsschädlich ist - Karotine).

Ab der 6. Lebenswoche sollten sie täglich einen Eßlöffel Obstsaft füttern, ab der 10. Woche einige Teelöffel Obstmus (z.B. Äpfel, Bananen, Pfirsiche, Birnen, Himbeeren usw.; gibt es in Gläschen zu kaufen) oder Gemüse- bzw. Salatbrei (ebenfalls als Fertigprodukt zu erwerben) Das gilt auch für Babys , die gestillt werden !!

Ab dem 3. Monat dürfen sie selbst einen Obstbrei (z.B. Bananen, Orangen, Aprikosen, Zwieback, feine Haferflocken) zubereiten. Am Ende des 3. Monats können sie abends das Fläschchen durch einen Obst-Zwieback-Milch-Brei ersetzen; hat das Baby Durst, zusätzlich etwas Fencheltee geben.

Ab dem 4. Monat sollten sie dem Baby bereites einmal täglich eine pürierte Fertignahrung im Glas (z.B. Leber mit Nudeln und Karotten oder Salat, Kalbfleisch und Kartoffeln) verabreichen. Ihr Kind braucht jetzt auch das hochwertige Eisen im Fleisch, da sein Eisenvorrat erschöpft ist !!
Etwas später ist auch ab und zu ein Zwieback zu empfehlen.

Ab dem 7. Monat können sie die pürierte Nahrung selbst zubereiten, jedoch keine Bohnenkerne oder Linsen !!

Füttern sie ihr Kind nicht mit zuviel Zwieback.- bzw. Gries-Milch-Brei, durch das Zuviel an Kohlehydraten wird es leicht übergewichtig und wird es dann als Erwachsener meist auch sein !!
Auf pürierte Fleisch-Gemüse-Nahrung ist nicht zu verzichten !!

Wann sie ihr Baby füttern oder stillen sollen, werden sie mit etwas Einfühlungsvermögen bald herausgefunden haben: wenn es aus Hunger schreit, klingt das anders, als wenn es die Windeln *voll hat* oder einfach nach Zuwendung schreit.
Füttern sie nicht nach festgelegten Uhrzeiten: Babys, die dann gefüttert werden, wenn sie wirklich Hunger haben, fühlen sich wohler; außerdem ist die Gefahr des Übergwichts geringer !!
Ißt das Baby an einem Tag weniger, machen sie sich keine Sorgen, am nächsten Tag holt es denn Rückstand wieder auf.

Beitrag von melle1974 06.09.06 - 07:25 Uhr

Wenn ich das lese:

Ab der 6. Lebenswoche sollten sie täglich einen Eßlöffel Obstsaft füttern, ab der 10. Woche einige Teelöffel Obstmus (z.B. Äpfel, Bananen, Pfirsiche, Birnen, Himbeeren usw.; gibt es in Gläschen zu kaufen) oder Gemüse- bzw. Salatbrei (ebenfalls als Fertigprodukt zu erwerben) Das gilt auch für Babys , die gestillt werden !!


bekomme ich die Vollkriese! So ein Mist! *Sorry*

Ich kann an dem Artikel gar nichts interessantes finden, für mich ist das ausgesprochener Blödsinn!

LG

Melle

Beitrag von moonerl 06.09.06 - 17:48 Uhr

Hallo,

drum finde ich den Artikel ja so intresant. Ernährungstechnisch hat sich *gottseidank* in den letzten 25 Jahren einiges verändert.

Übrigens sind mit diesem *Blödsinn* ganz viele Kinder groß geworden.

Vermutlich hat allerdings Tschernobyl einiges dazu beigetragen, das kein Salat oder Leber mehr so früh gegeben wird.

Was mich an dem Artikel eher beunruhigt hat, war das über das Stillen sehr wenig drin stand. Vermutlich wurden vor 25 Jahren relativ wenig Kinder länger als 6 Wochen gestillt.

Während man den letzten Absatz über das Essen nach Bedarf ruhig einigen Oma's unter die Nase halten darf: Schon vor 25 Jahren wurde angehalten, Kinder nach Bedarf und nicht nach der Uhr zu füttern.

Grüßle :-)


Beitrag von anastacia2004 06.09.06 - 07:49 Uhr

Hi,

finde ich interessant. Die Kinder sind auch groß geworden und haben die Beikost überlebt, obwohl sie sie vor Vollendung des 6. Monats bekommen haben :-D

Wir wurden auch immer blöd angeguckt, als wir mit 3,5 Monaten mit Beikost angefangen haben. Aber hätten wir unseren "Flaschenverweigerer" verhungern lassen sollen?!?!

Was früher gut war, kann heute kaum soooooo schlecht sein.

LG
anastacia + Ben (15.03.06 + 6 Wochen zu früh)

Beitrag von raleigh 06.09.06 - 10:49 Uhr

Naja, betrachte mal ide Kinder, die so groß geworden sind: Ein gewaltiger Teil ist massiv übergewichtig und leidet an sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Allergien. ;)

Ob das so alles sinnvoll und richtig war?

Beitrag von cldsndr 06.09.06 - 08:17 Uhr

besonders aufgefallen ist mir der Satz: >>sollten sie die Fertigmilch verwenden, die ihr Baby in der Klinik bekam<<......kein Wunder, daß die Vertreter sich sooo anstrengen die eigene Marke in der Klinik loszuwerden. Hat sich nicht viel verändert.

Frühere Beikosteinführung: naja, man war halt der Meinung, daß nur Milch nicht alle Vitamine und Mineralien enthält die das Kind braucht um optimal versorgt zu werden. Heute wissen wir es besser und in 25 Jahren erklären uns unsere Kinder, daß wir alles falsch gemacht haben.:-p

Beitrag von eowina 06.09.06 - 09:19 Uhr

Hallo,

ich bin 1978 geboren;-)...
Also sehr dünnen Baby (Geburtsgewicht 1700g), wollte ich von Anfang an nichts essen...besser gesagt trinken:-D
Am ganzen Tag trank ich manchmal nur 40 ml Milch, mehr nicht.
Meine arme Mama war fix und fertig...
Und ich war auch kein ruhiges baby - aktiv war da viel zu milde gesagt - ich konnte sehr schnell Kopf heben, mich drehen, hinsetzen, usw.
Ende des Liedes - ich bekam mit 3 Monaten ne banane und Dampfrührei - nur die beiden sachen wollte ich essen.;-)

Eo.

Beitrag von ella1967 06.09.06 - 11:28 Uhr

Also diese dinge kann ich nur bestätigen, denn mein erstes kind bekam ich 1986 und da wurde es so gegeben und ich fand es nicht schlecht, da gab es auch gläschen und flaschen mit karottensaft und anderes schon ab der 6 woche, und pre-nahrung gab es damals garnicht sondern gleich milumil 1 oder anderes und schmelzflocken haben meine kinder bereits mit 6 wochen bekommen und sie sind prächtig gewachsen und gesund sind sie auch. Wollte dies nur mal erwähnt haben.
LG Ella
Meine kinder wurden geboren:1986, 1989, 1992, 2006

Beitrag von ayshe 06.09.06 - 12:55 Uhr

auweia!!! 1978


da bin ich aber froh, daß meine mutter das schon damals für schwachsinn hielt :-)

Beitrag von nimueluna 07.09.06 - 16:16 Uhr

Ja, genau so wurden wir damals ernährt, mein Mann und ich und sämtliche Freunde etc. auch. Deswegen ist meine Schwiegermutter auch so entsetzt, dass ich noch keinen Möhrchensaft in die Flasche tue und unsere Tochter doch schon fast 5 Monate alt ist!!! Sie hätte laut meiner SchwieMu auch schon mit spätestens (!!!) sechs Wochen ihren ersten Brei haben sollen! Ich glaube allerdings nicht, dass diese Ernährungsweise so gut für die Babys ist.