Fehlgeburt - Windei - Auschabung - Hab ANGST- Sorry, etwas lang -

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von batzischatzi 06.09.06 - 08:28 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

seit meinen FA Termin am Montag bin ich total fertig mit den Nerven.
War schon zum 2. mal da, und man konnte noch nichts ausser einer leeren Fruchthöhle sehen. War bei 6+2 da, und dann nochmal 7+2.

FA meinte, dass es sein könnte, daß sich mein Eisprung verschoben hat, und ich vielleicht noch nicht so weit bin. Das Problem: Ich weiß genau, wann #ei gewesen ist, da ich Ovustest benutzt habe. (Müßte am 28.07./29.07. gewesen sein!)

Sie meinte, es muss nicht sein, aber es könnte sein, daß es ein Windei ist. Sie hätte noch 4 weitere Patientinnen, wo noch nicht klar wäre, ob alles OK ist.... #heul#heul#heul

Wir haben nochmal Blut abgenommen, um zu sehen, ob das HCG gestiegen ist... Nur halte ich es is Donnerstag nicht mehr aus!!!!!!!!!! Ich hab gestern abend voll geheult, weil ich mir einfach so große Sorgen mache, daß es gleich bei der ersten SS schief geht.

Hatte das schonmal jemand? Wie seid ihr damit umgegangen? Was passiert denn dann im Krankenhaus?

Danke für Eure Meinungen und Tipps,
#herzlich Batzi (7+4? SSW)

Beitrag von helen73 06.09.06 - 08:58 Uhr

Hallo Batzi,

ich glaube, ich hatte Dir gestern schon geschrieben. Ich weiß genau, wie Du Dich jetzt fühlst. Im einen Moment ist man voller Hoffnung und im nächsten total am heulen. Das ging bei mir 2 Wochen lang so, bis endlich klar war, daß es ein Windei ist und ich ausgeschabt werden musste. Aber meine FÄ erklärte mir später (die war zu dieser schrecklichen Zeit im Urlaub, wußte also davon gar nichts), die Ärzte wollen auf Nummer Sicher gehen, bevor sie die SS beenden. Aber warte ab, mehr bleibt Dir leider nicht übrig. Was ich nicht verstehe, warum dauert es so lange, bis der HCG-Wert bestimmt werden kann? Bei mir ging das von einem Tag auf den anderen. Hast Du denn schon einen Wert? Wie groß ist denn die Fruchthöhle jetzt (in cm oder mm gemessen). An deren Wachstum kann man auch so ungefähr erkennen, in welcher Woche Du jetzt bist oder ob sie zeitgemäß weiterwächst. Wenn sie zu langsam oder gar nicht wächst, kann man es leider vergessen. Bei mir war es auch so, daß ich genau wußte, wann der Eisprung war (auch LH-Tests, Mittelschmerz, etc.). Ich hatte auch schon meinen genauen Geburtstermin (anhand des letzt Eisprungs und Mens, alles hat gepasst). Deshalb kam für mich die "sie wären aber erst 2 Wochen später dran"-Theorie gar nicht in Frage. Aber eines möchte ich Dir sagen, wenn es ein Windei sein sollte (was noch gar nicht feststeht), dann ist es eine Sache der "Natur" und man kann gar nichts gegen machen. Bei mir war es eine Störung bei der Zellteilung oder Einnistung, das ergab zumindest der Befund, der im Labor untersucht wurde. Die Ausschabung ist nicht schlimm. Du bekommst eine Narkose und schläfst ein. Vom Eingriff selbst merkst Du nichts. Nur die Angst, die ich vor dem Gang ins KH hatte, war schlimm. Ich hatte noch nie eine OP vorher und schon gar keine Vollnarkose. Aber es ist wirklich nicht schlimm, glaube mir. Ich bin der größe Angsthase auf Erden. Im Moment darfst Du an AS gar nicht denken. Vielleicht hockt ein kleines Würmchen irgendwo versteckt in Dir und wäre ganz traurig, wenn Du schon an so was denkst. Versuche Dich abzulenken. Mein Mann war in der Zeit ganz toll. Er hat mich immer getröstet und hat versucht mich abzulenken, selbst im KH.
Ich wünsche Dir, daß diese schwere und ungewisse Zeit durch einen kleinen Eckhocker belohnt wird. Sollte es nicht so sein, wünsche ich Dir viel Kraft, alles gut zu überstehen (körperlich und vor allem seelich). Denn danach geht es nur wieder bergauf, glaube mir!

Alles Liebe Helen

Beitrag von batzischatzi 06.09.06 - 09:10 Uhr

Hallo Helen,

ja, Du hast mir gestern auch schon geschrieben....

Der HCG Wert ist ordnungsgemäß gestiegen beim letzten mal. Darauf konnte sie feststellen, daß ich zwischen der 6 und 7. bin. Die Fruchthöhle war bei rechnerisch 6+2 bei 11,4 mm, und bei 7+2 auf jeden Fall gewachsen... Wie groß die aber letztendlich ist, weiß ich nicht....

Ich verstehe auch nicht, warum das so lange mit dem Ergebnis bei der FA dauert... #schmoll#heul#schmoll

Diese Ungewissheit macht mich wahnsinnig. Mein Mann ist auch super lieb und tröstet mich und macht uns Hoffnung. Solange nichts entscheidendes gesagt wird, soll ich die Hoffnung nicht aufgeben.

Irgendwie schaffe ich das nicht, mich abzulenken. Auf der Arbeit ist momentan auch tote hose, sonst könnte ich mich ja damit ablenken....

Trotzdem nochmal #danke für Deine aufbauenden Worte!

GANZ LIEBE GRÜßE
Batzi

Beitrag von helen73 06.09.06 - 10:26 Uhr

Na siehst Du! Solange der HCG-Wert steigt und die Fruchthöhle wächst ist noch nichts verloren, glaube mir. Es wird wohl ein kleiner Eckhocker sein. Du musst auch bedenken, daß das Baby ja nur wenige Millimenter große ist und ein US nur eine Momentaufnahme! Da ist es nicht immer leicht, gleich was zu sehen. Warte ab, Du wirst schon sehen! Ich drücke euch auf alle Fälle die Daumen - Wunder gibt es immer wieder!

LG Helen

Beitrag von barberina_hibbelt 06.09.06 - 10:29 Uhr

Liebe Batzi!

Zu allererst fühl Dich von mir #liebdrueck. Gib die Hoffnung keinesfalls auf!!!! Dein Arzt sagt, es kann MUSS aber nicht sein!!!!
Du fragst nach unserem Umgang mit dieser Ungewissheit und dem evtl. traurigen Ausgang....
Ich war in einer solch einer Situation.Du musst dies hier also nicht lesen.... ich würde es wirklich verstehen....

Positiver Test am 23.06., Befruchtung kann nur am 05.06.06 gewesen sein. Beim ersten FA Termin am 06.07. war alles zeitgerecht, daß man noch kein Herzchen sehen konnte war kein Problem. Am 17.07. war der nächste Termin. Ich bin fest davon ausgegangen, daß alles i.O. ist. Ich hatte sämtliche Anzeichen, mir war schlecht, ich konnte nur schlafen etc.... Leider hat sich dann herausgestellt, daß Zwergi nicht 11 Tage sondern nur 6 Tage gewachsen ist. Ein Herzschlag war auch nicht zu erkennen.

Der Arzt hat mir Blut abgenommen und mir eine 10% Chance bis Donnerstag gegeben. Unser Zwergi hat sie leider nicht genutzt.... Ich bin direkt am selben Tag ins KKH zur Vorbereitung auf die OP (Gespräch mit Anästhesisten etc). Auch dort wurde ich nochmal untersucht, die FÄ bestätigte mir, daß Zwergi viel zu klein sei. Ich wurde mit 2 Tabletten die den MuMu öffnen nach Hause geschickt und musste einige Blätter unterschreiben. Am nächsten Tag habe ich ein Beruhigungsmittel bekommen (ohne wäre ich durchgedreht) und dann war ich auch schon in Narkose. Nach 20 Minuten war ich wieder wach. Schmerzen waren auszuhalten. Nach weiteren 1,5 Stunden bin ich dann heimgeschickt worden.

Ich habe diese Woche wie in Trance erlebt, habe bereitwillig alles unterschrieben und hätte auch sonst alles mit mir machen lassen. Habe nur geweint und mich verkrochen.... Nach der OP kam erstmal die Erleichterung, denn die Vorstellung daß unser jetzt schon so geliebtes Zwergi nicht bei uns bleiben wollte, tot in meinem Bauch ist, hat mich kaputt gemacht. Als mir ein paar Tage nach der AS eine Bekannte erzählt hat, sie ist ss und der ET wäre 10 Tage nach unserem eigentlichen habe ich endlich richtig anfangen können zu trauern....

Mittlerweile geht es uns gut. Wir denken sehr oft an unser Sternchen, es brennt auch immer eine Kerze bei uns zuhause. Es hat wohl einfach sein sollen.... Wir freuen uns auch schon auf seine Geschwisterkinder, die hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lassen. Und die haben dann einen wunderbaren zusätzlichen Schutzengel....

Ich hoffe, Du verstehst meine Worte. Ich wünsche Dir von Herzen, daß Eure Geschichte gut ausgeht und Ihr bald Euer kleines Wunder im Arm halten dürft!!!

Alles Liebe
Barberina