Wer zahlt, wenn ich zu Hause bleibe?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von wir2casa 06.09.06 - 11:39 Uhr

Hallo an alle!

Vielleicht kann mir jemand von euch helfen. Ich bin jetzt in der 9.ssw und sitzte von meiner Firma aus, schon seit vier endlos langen Wochen zu Hause#gaehn. Ich bin Leiharbeiterin und in der Firma, wo ich vorher gearbeitet habe, war zuviel Chemie und Strahlung. Momentan bummel ich meinen Urlaub und die Überstunden ab. Doch mein Chef möchte, daß ich mir danach Beschäftigungsverbot geben lasse:-[. Dabei möchte ich sehr gerne weiterarbeiten, doch es gibt nur arbeit in der Produktion:-(. Doch da gibt es ja viele Dinge, die ich gar nicht mehr machen darf, laut Mutterschutzgesetz.

Meine Frage ist nun: Wer muß dann mein Gehalt zahlen, wenn ich jetzt monatelang Beschäftigungsverbot habe? Die Leihfirma oder nach einiger Zeit die Krankenkasse oder das Amt?#kratz

Ich freue mich ja total auf unser Wunschkind#huepf, doch in dieser Angelegenheit bin ich oft am Fluchen:-[. Denn ich war noch nie diejenige die untätig zu Hause sitzen kann. Kann doch jetzt nicht hier sitzen und warten, daß das Kind kommt.#gaehn#heul

#danke für eure Antworten.

Eure gelangweilte Caro mit Wunschpunkt (9. ssw)

Beitrag von muckel1204 06.09.06 - 11:43 Uhr

Hallo Caro,

also wenn Du ein Beschäftigungsverbot bekommst bekommst Du Dein volles Gehalt von Deinem Arbeitgeber wie bisher.
Von Der KK bekommst Du dann ab MuSchu, die teilen sich das dann mit Deinem AG.
Ich war auch seit der 8.Woche zu Hause #schmoll aber es hat sich gelohnt, denn ich musste mich schonen und durfte nichts machen.
Es ist gut, das Deine Firma eine zu sein scheint die sich ans MuSchuG hält #pro

LG Carina

Beitrag von pia_2005 06.09.06 - 11:45 Uhr

Hallo Caro !

Also ich hab seit Mai ein Beschäftigungsverbot ... und ich muss sagen, mir fehlt die Arbeit überhaupt nicht !! Vielmehr war es so, dass ich mich seit Beginn der Schwangerschaft eh nimmer so 100%ig konzentrieren konnte... und mir gehts auch schon längere Zeit nimmer so gut, also war das wirklich die beste Lösung.

Dein Gehalt zahlt bei einem Beschäftigungsverbot Dein Arbeitgeber zu 100% an Dich weiter. Er bekommt es dann evtl. von der Krankenkasse erstattet.

Liebe Grüsse und geniess einfach die Zeit !! Gibt doch auch soooo viel vorzubereiten !

Pia (38.SSW) #klee

Beitrag von susi3001 06.09.06 - 11:56 Uhr

Das ist ein interesantes Thema! Vieleicht kann mir jemand sagen bei welchem Job ein Beschäftigungsverbot sinnvoll ist.
Ich bin Verkäuferin in einem Textilgeschäft und arbeite 5 Stunden pro Tag aber eben immer im Stehen. Im moment bin ich krank weil ich mch am WE etwas übernommen habe:-(. was denkt ihr darüber?

LG Susi

Beitrag von pia_2005 06.09.06 - 12:03 Uhr

Hallo Susi !

Also es gibt da sehr viele Berufsgruppen wo das nötig oder sinnvoll ist. Bei mir war es wegen Lärmbelastung und Strahlung.

Ich glaub in Deinem Fall gibts so generell keine Bedenken - man darf glaub ich nicht länger als 5 Stunden stehen ... aber Du arbeitest ja nicht länger. Du darfst halt nicht schwer heben ... mehr als 5 kg sind das glaub ich.

Wenn es Dir allerdings nicht gut geht - und es aus ärztlicher Sicht Bedenken gibt, dass das Leben oder die Gesundheit von Mutter und Kind bei Fortführung der Beschäftigung gefährdet sind... dann kann der Arzt auch ein Beschäftigungsverbot ausstellen.

Liebe Grüsse

Pia

Beitrag von kitty_cat 06.09.06 - 12:11 Uhr

Hallo
Also bin selbst Einzelhandelskauffrau und habe mit meinem Sohn bis zu 2 Wochen vor Mutterschutz voll gearbeitet 38-40Std die Woche, also 9 Std + 1 Std Mittagspause. Dann habe ich auch Inventur gemacht und auch im Weihnachtsgeschäft war ich voll dabei. Ich habe keine Problemme gehabt mit dem Arbeiten, hat mir auch Spaß gemacht, aber klar war ich auch müde. Und wenn es so war, dann habe ich dann ein Stuhl genommen und dann mich auch gesetzt. Den Kunden hats nichts ausgemacht und die Chefin hat mich auch dazu aufgefordert. War auch meist alleine im Laden und hab auch alles geführt. Und es klappte suppi. Dazu hast Du das Recht und die Pflicht deinem Kind gegenüber. Aber deshalb würde ich kein Beschäftigungsverbot machen, das ist voller Quatsch, vor allem Zuhause zu sitzen wirst Du noch lang genug.
Bin jetzt SS mit zweitem Kind und ich weiß daß ich mich trotzdem auf meiner Arbeit mich bewiesen habe und die Chefin würde mich auch übernehmen, weil ich kein Faulpelz bin. Hat mir vor dieser SS auch die Arbeit wieder angeboten. Mußte leider abschlagen da mein Sohn so oft krank ist, das nutzt keinem.
Gruß
Marina

Beitrag von susi3001 07.09.06 - 09:58 Uhr

Das kenne ich bin auch mit dem 2. kind schwanger und kann dann auch nicht mehr arbeiten wegen der Arbeitszeiten. Ist echt schade weil die Arbeit auch Spass macht. Naja muss mich daran gewöhnen und werde jetzt so lange wie es geht arbeiten gehen.

LG Susi

Beitrag von kitty_cat 06.09.06 - 12:22 Uhr

Hallo Caro
Also ich hab da was anderes gehört. Weiß nicht ob das stimmt oder nicht, aber das macht ehe keinen Sinn daß der Arbeitgeber 100% bezahlt. Ich war in der erster SS ca 6,5 Wochen krank und wurde dann von AOK für die halbe woche bezahlt, aber nur zum Teil.
Ich habe von meiner Freundin gehört daß sie auch Beschäftigungsverbot erteilt bekommen hat und wurde von ihrer KK bezahlt aber nur zum Teil.
Ich finde es eine frechheit, daß der Arbeitgeber Dich abschieben möchte. Meine Kusine konnte dann irgendwann auch nicht mehr als Krankenschwester arbeiten, weil sie die Patienten nicht heben konnte und wurde in Büro versetzt. Und das war kein Problem. Wurde dann wieder genommen als sie von ihrem Erziehungsurlaub gekommen ist.
Dein Arbeitgeber hat kein Recht dazu, vor allem Du bist erst am Anfang. Das ist voller Quatsch. So was macht mich wütend. Er muß Dich in Deinem Fall in diese Arbeit versetzen wo Du momentan bist und basta. Vor allem, wenn Du andere Möglichkeiten hast, wird Dir kein Arzt der Welt einen Arbeitsverbot erteilen. Der will Dich nur abschieben. Aber das ist leider hier normal. Wenn die Frau Schwanger wird ist sie von dem moment an, vollzeit mami und nicht mehr beschäftigungsfähig.
Also laß Dich nicht unterkriegen. Wenn Du arbeiten willst, kann Dich keiner dazu zwingen. Wenn Du aufhörst, ist es ein Minuspunkt in Deiner nächster Bewerbung.
Gruß
Marina

Beitrag von berlin.anja 06.09.06 - 14:51 Uhr

Ich befinde mich selbst im Beschäftigungsverbot!

Du bekommst die laut Arbeitsvertrag (z.B. 35 Wochenstunden) mit deinem Stundenlohn zu 100% bis zum Ende der SS von deinem Arbeitgeber. Nix Krankenkasse.

berlin. anja + #baby inside 20+0 SSW