Diskussion über Kindererziehung-noch dazu mit kinderlosem Paar!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von celia79 06.09.06 - 12:02 Uhr

Hallo!

Habe mich am WE über ein befreundetes Paar ein bisschen aufgeregt. Wir haben über Kindererziehung etc. gequatscht, wobei ich dazu sagen muss, dass die beiden noch gar keine Kinder haben. In einem Thema ging es darum, dass wir echt jeden Tag Fleisch essen und mein Mann und ich jetzt gesagt haben, dass wir dass ändern müssen-z.B. 3xFleisch, einmal Ei, einmal Fisch und die restlichen 2 Tage darf es ja auch mal Gemüsesuppe oder Eintopf oder was anderes sein. Wir möchten das machen, weil es für unsere Kleine auf jeden Fall gesünder ist.
Unsere Bekannten waren aber der Meinung, dass sie sich es nicht nehmen lassen würden, dann Fleisch zu essen, wann sie es wollen, auch nicht wenn ein Kind da wäre. #gruebel Das Kind müsste doch mit 20 Monaten in der Lage sein, nur Gemüse und Kartoffeln zu essen, während Papa oder Mama auch ein leckeres Stück Fleisch essen. Das wäre ja wohl reine Erziehungssache und desto früher man damit anfinge, desto besser :-[#kratz. Habe nachher die Diskussion gar nicht weitergeführt, da sie dann auch noch der Meinung waren, ich würde mich zu sehr auf mein Kind einstellen und dass das nicht gut wäre.
Na ja, ich denke, dass ich eine gute Mutter bin, wenn ich mich auf mein Kind einstelle. Sonst hätte ich ja gar keins bekommen müssen. Und konsequent bin ich auch, aber das fand ich wirklich die Härte und das hat für mich nichts mit Erziehung, sondern mit Egoismus zu tun.

Wie denkt ihr denn darüber? Wie würdet ihr es bei Euren Kindern machen. Vielleicht liege ich ja mit meiner Meinung auch völlig falsch, aber bis jetzt denke ich das eigentlich nicht.

Freue mich auf Eure Antworten, Celia mit Hannah (23.12.2004)

Beitrag von fiorii 06.09.06 - 12:07 Uhr

Hallo,

gut wir essen auch gerne Fleisch und würden wegen unsere Kinder nicht darauf verzichten.
Dann bekommen die Kinder halt keins.Nur Kartoffeln und Gemüse ist doch auch gesund,oder?
Wir essen eh nicht jeden Tag Fleisch und mein Sohn mag Fleisch total gern.

Versteh dein Problem nicht?#kratz
Was wäre wenn dein Kind nie Fleisch essen möchte würdet Ihr dann auch nie wieder welches essen nur weil Ihr dann was anderes auf den teller habt.


fiori#blume

Beitrag von celia79 06.09.06 - 12:17 Uhr

Hallo Fiori,

vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt-es geht mir ja gerade darum, dass wir alle, einschließlich meiner Tochter sehr gerne Fleisch essen. Und dass jeden Tag. Das Problem ist einfach, wenn Fleisch beim Essen dabei ist, rührt Hannah keine Kartoffeln und kein Gemüse mehr an. Darum haben wir gesagt, dass es ja auch 2x die Woche nur Kartoffeln und Gemüse oder Gemüsesuppe etc. geben kann. Gerade auch, weil der KIA meinte, dass 7 Tage Fleisch zuviel für die Kleinen sind.
Meine Bekannten waren aber der Meinung, dass wir doch weiterhin Fleisch essen könnten, während unsere Tochter daneben sitzt und nur Gemüse isst. Tut mir leid, aber das finde ich nicht in Ordnung. Entweder verzichten alle oder gar nicht.

Liebe Grüsse, Celia.

Beitrag von bibabutzefrau 06.09.06 - 12:19 Uhr

Das stimmt-entweder verzichten alle oder gar nicht.
So würde ich es auch machen!

Tina

Beitrag von fiorii 06.09.06 - 12:25 Uhr

Achso,na dann siehst ja anders aus.
Klar das würde ich auch nicht machen wir essen Fleisch und mein Sohn schaut zu und bekommt keins.

dann gibt es nur dieMöglichkeit das alle verzichten.

Habs vielleicht auch falsch verstanden.#hicks

fiori#blume

Beitrag von ayshe 06.09.06 - 13:57 Uhr

dann würde ich es insgesamt einschränken!

also für alle.


wer möchte denn schon gern zusehen müssen, wenn andere etwas essen, was man dann selber nicht bekommt???


irgednwann geht die fleischphase deiner tochter vllt auch zurück, war bei meiner jedenfalls nur eine phase,
allerdings gibt es bei uns eh nie so viel fleisch, aber wurst wollte sie dann immer.
jetzt ißt sie mehr käse.


lg
ayshe

Beitrag von katrinm77 06.09.06 - 12:14 Uhr

#schock #schock Mein Sohn (knapp 29 Monate) würde mir aber was erzählen, wenn er nur Kartoffeln und Gemüse bekäme und wir das Fleisch.

Ganz ehrlich: ich hab einen superlieben 2 jährigen zuhause, der sogar rücksichtsvoll ist, wenn Mama aufgrund von extremen Schwangerschaftserbrechen flach liegt, der eher zu oft bitte sagt, uns manchmal mit seinem "darf ich das" sogar fast nervt, aber beim Thema "Du bekommst kein Fleisch" wärs vorbei. Was soll der Quark denn auch? Entweder, ich bin der Meinung zu viel Fleisch ist ungesund, dann verzichten alle ab und zu oder ich will immer Fleisch essen und da kann ich kein Kleinkind aussen vor lassen. Bei Dingen, die für ein Kleinkind nichts sind (Alkohol, Cola, Kaffee, rohes Fleisch oder ähnliches) kann ich absolut hart bleiben bzw. das kommt nicht auf den Tisch in seiner Anwesenheit. Aber da kann ich ihm logisch auch erklären, warum er das nicht darf. Aber Du wirst keinem Kind beibringen können: Dienstags darfst Du Schnitzel essen, aber Mittwochs ist das nichts für Dich. ;-)


Ganz ehrlich: sag einfach nix mehr und freu Dich drauf, wenn die beiden mal ein Kind bzw. mehrere haben.

Katrin -mit dem Carnivoren Felix

Beitrag von bibabutzefrau 06.09.06 - 12:16 Uhr

Mit kinderlosen Paaren darf man nie über sowas reden.Sie haben einfach keinen Plan,sorry aber es ist so.
Im übrigen ist deine Fleischphilosophie ein bisschen komisch.
Ich bin Veggie,mein Mann isst max 1 mal die Woche Fleisch und Ida mag nichts ausser Veggiesalami und Putenbrust.

Und dennoch kann ich dir sagen dass hier alle supergesund sind-mein Eisenwert ist trotz Schwangerschaft immer noch bei 14,1! und das will doch was heissen.

Wenn man auf eine ausgewogene Ernährung achtet,viele Getreideprodukte zu sich nimmt und auf eisenhaltiges Gemüse/Obst achtet dann gehts auch wunderbar ohne Fleisch.

Aber das nur am Rande:-)

Und für die Zukunft diskutierst du einfach nicht mehr mit kinderlosen die einfach keine Planung haben:-)

Tina

Beitrag von celia79 06.09.06 - 12:26 Uhr

Hallo Tina,

danke für Deine Antwort- und Du wirst es nicht glauben, ich selbst bin bei "BIO-Eltern" gross geworden:-p, da gab es wenn überhaupt sehr selten Fleisch. Und da war ich auch sehr gesund. Ich selber glaube sogar, dass weniger Fleisch besser ist. Und früher mochte ich Fleisch auch gar nicht.

Aaaaaber, jetzt kommt es -mein Mann ist Metzgermeister:-p und seitdem er mir das Fleisch schmackhaft gemacht hat (er macht es wirklich so lecker, dass ich nicht widerstehen kann), bin ich fast ein richtiger Fan davon geworden, möchte es aber jetzt einfach ein bisschen zügeln. Und da mein Mann und meine Tochter niemals fleischlos leben würden;-), haben wir uns auf den Kompromiss mit Ei und Fisch und 2x gar nicht geeinigt.

Liebe Grüsse, Celia.

Beitrag von bibabutzefrau 06.09.06 - 12:42 Uhr

Ich finde es nicht schlimm Fleisch zu essen-ich selbst mag es nur nicht;-)

Und wenn ihr für euch einen guten Kompromiss gefunden habt ist das doch super!

Und wie gesagt:Nicht mit kinderlosen diskutieren (lass es dir irgendwo eintätowieren;-)

Tina

Beitrag von celia79 06.09.06 - 12:57 Uhr

Hihi, wie gut, dass Dein Mann kein Metzger ist... Vielleicht würde er Dich sonst auch verführen.;-)
Am Anfang, als wir uns kennenlernten, war ich fast ein Verfechter von Fleisch. Ich habe ihm immer gesagt, dass Fleisch für mich meistens so nach "TOT" schmeckt. #hicks Weiss nicht, ist irgendwie ein ganz komischer Geschmack. Er hat mich dann zwar für bekloppt erklärt, aber wir haben dann rausgefunden, dass es an der Art des Fleisches liegt. Der Geschmack kommt meistens durch die Haltung und die Nahrung der Tiere. Und auf die Sorte Fleisch.
Tja und seitdem er es so macht, wie ich es gerne hätte....... bin ich völlig verfallen.#schein

Beitrag von bibabutzefrau 06.09.06 - 13:04 Uhr

Ich weiss schon was du meinst-Bio Fleisch schmeckt immer besser.
Und wenn die Tiere bei ihrem Tod leiden schmeckt das Fleisch auch sehr komisch.

Ich möchte es aber aus ethischen Gründen nicht essen.
Ausserdem habe ich Probleme mit der Leber und sollte somit sowieso keine tierischen Fette zu mir nehmen.Naja auf sahne verzichten kann ich nicht immer

LG Tina

Beitrag von celia79 06.09.06 - 13:10 Uhr

Das kann ich verstehen-ich darf an die ethischen Gründe gar nicht denken, sonst würde ich es sofort einstellen. Verdränge diese Gedanken immer...

Das ist ja nicht so toll mit der Leber, dann darfst Du ja sicher auch keine Butter und Eis oder sowas essen.

Oh, meine Maus ist wach geworden, sie ruft mich durchs Babyfon "Maaaaaama, auf". Ist ja echt süss, wenn die anfangen zu begreifen, dass man sie dadurch hören kann. Werde sie mal holen.
Schönen Tag Euch noch,

LG Celia.

Beitrag von rain72 06.09.06 - 12:17 Uhr

Hallo Celia,
ja, ja, die Diskussionen mit den Kinderlosen sind immer die "ergiebigsten"....Was stellt man sich nicht alles vor, wenn alles noch "graue Theorie" ist, die Praxis sieht dann meistens anders aus. Leider kannst Du niemandem "theoretisch" vermitteln, wie das tatsächlich ist mit Kind, also hak diese Diskussionen einfach ab, denk dir deinen Teil (und freu dich diebisch, wenn genau diese Leute irgendwann mal doch KInder haben und plötzlich alles gaaanz anders ist :-p)
Ich finde übrigens Deine Einstellung richtig. Natürlich muss es auch mal möglich sein, dass ein Kind was anderes isst als Mama und Papa (wenn die mal einen Wein trinken, muss das ja auch gehen) aber ich finde, dass Erziehung vor allem durch das Vorbild der Eltern funktioniert, insofern ist es sicherlich richtig, wenn alle gesund essen. Hinzu kommt, dass es für Euch sicherlich auch gesünder ist, nicht jeden Tag Fleisch zu essen, aber das nur so nebenbei...
LG
rain72

Beitrag von birke77 06.09.06 - 12:20 Uhr

Hi Celia,

oh je... das leidige Thema... Auch ich hatte schon solche Diskussionen mit Kinderlosen geführt. Und Eins habe ich endlcih begriffen: das hat keinen Sinn! Denn so lange die Leute keine eigenen Kinder haben, werden sie beim besten Willen nicht verstehen und nachempfinden können, was du bereits an Erfahrung mitgenommen hast. Weißt du was? Auch ich habe als Kinderlose große Worte von mir gegeben und mich immer lustig gemacht über Eltern, die ja quasi aufhören für sich zu leben, wenn der Nachwuchst da ist. Und jeder von uns, Eltern, weiß aber doch mittelerweile, dass es nichts damit zu hat, die eigenen Interessen/Freizeit etc. zu vernachlässigen! SOndern viel mehr ist es so, dass die Kinder zu unserem Interesse und unserer Freizeit werden!! Und das nimmt man doch gerne alk Geschenk an und beschwert sich nicht, dass es so ist?!?! Schließlich entschließt man sich ja für ein Kind und weiß in etwa, dass sich das Leben ändern wird.
Aber ich sag's dir: schon diene Nerven und lass die Leute in ihrem Guaben, mit ihrer Meinung!
Ganz besonders harte Fälle meinen dann auch noch: "es wird sich an meiner Meinung sicher nichts ändern, wenn wir selbst Kinder bekommen! Ich lass mich doch nicht von meinem Kind verändern!!" #freu#heul#freu#heul JAA! SICHER!!! #huepf


Echt, ich könnte dir unendliche GEschichten erzählen, was ich schon alles an Diskussionen hatte (übrigens ist deine echt noch harmlos)... Aber ich spare es mir, denn dann bin ich schon wieder auf 180... jund das muss nicht sein an so einem schönen Tag #sonne


Liebe Grüße,

Vicky

P.S. DU machst nichts falsch! Weiter so und steh zu dem, was du tust! EInfach belächeln und weiter machen :-D

Beitrag von blucki 06.09.06 - 12:21 Uhr

hallo celia,

ich kann dich gut verstehen. da musst du aber drüber stehen. so dummschwätzer gibt es leider immer wieder.

ich hatte mal eine diskussion bei einem geschäftsessen meines mannes mit einem seiner kunden (männlich) über das entbinden. damals war ich schwanger und für mich stand fest, dass ich per ks entbinde. der hat mich vielleicht angemacht, hahahahaha. ich hab ihm dann meine meinung gesagt, was ihm auch nicht gepasst hat. mit einem mann über die geburt zu diskutieren ist wahrscheinlich genauso wie mit kinderlosen paaren über erziehungsfragen.

mach dich nicht verrückt. mache es so, wie du es für richtig hältst. das würde ich betonen. kannst denen ja sagen, dass sie ihren erziehungsstil ja dann beim ersten eigenen kind gerne anwenden können. du aber deinen für dich und dein kind bevorzugst.

auf sowas muss man ganz sachlich eingehen und sich nicht auf die palme bringen lassen. ich muss aber zugeben, dass ich selbst eher jemand bin, der sich dann nachts im bett noch stundenlang über sowas aufregt und nicht schlafen kann.

aber nimms dir nicht so zu herzen.

wie gesagt, die sollen erstmal selbst ein kind machen - dann können sie auch mitreden.

lg
anja und elijah (12.05.2004), der immer noch kein fleisch und brot isst und auf den ich mich jeden tag aufs neue einstelle

PS: zu meiner zeit als kind hat man uns noch gezwungen, den teller leer zu essen. kann mich noch gut daran erinnern, wie ich danach mitten ins wohnzimmer erbrochen habe. deswegen darf mein kind essen, was ihm schmeckt und so wenig (wie bei uns) oder viel wie er möchte. natürlich ausgewogen. aber da kann man immer improvisieren oder eine alternative anbieten.

Beitrag von didda79 06.09.06 - 12:23 Uhr

Hi,

wo ist das Problem bei der Diskussion?
Mein Kind isst das, was ich esse und fertig.
Wenn etws sehr scharf sein soll, nehme ich einen Teil zurück und meine Tochter bekommt es ungewürzt.
Ich achte darauf, wenn ich koche, dass es Fleisch oder Fisch ist, und zwei Beilagen also Nudeln, Kartoffeln, Gemüse, Wedges...
Davon isst jeder, soviel er mag. Fleisch gibt es drei Portionen, wenn meine Tochter nicht alles isst, dann teile ich es auf oder es bleibt eben stehen.
Eine Familie sein heisst doch auch, gemeinsam zu essen, und nicht jeder etwas anderes.
Aber es wird immer Leute geben, die anderer Meinung sind.
Das muss man akzeptieren.
Solange es nicht an die Gesundheit eines Kindes geht jedenfalls.
LG Birgit

Beitrag von bw1975 06.09.06 - 12:27 Uhr

Hallo Celia,

erstmal muss ich sagen, ich finde es gut, dass Ihr euren Fleischkonsum einschränken wollt, denn jeden Tag ist wirklichs ehr viel. Nicht nur für die Kleine, auch für Euch.

Und ich bin der Meinung gerade in der Erziehung läuft sehr viel über die Vorbildfunktion, deswegen macht Ihr das ganz richtig. Noch dazu ist es gesünder.#freu

Warte mal ab bis die beiden Kinder haben, "aus sicherem Hort lässt es sich ja bekanntlich gut raten..."#augen

gruß bw

Beitrag von katja_und_bernd 06.09.06 - 12:35 Uhr

Hallo Celia,
Kinderlose können das einfach nicht verstehen. ;-)
Erstmal würde ich es genauso machen wie ihr mit dem Fleisch. Schließlich schadet es auch einem Erwachsenen nicht, seine Ernährung umzustellen. ;-) Ein Kind, das gerade "richtig" zu essen anfängt, ist doch auch eine gute Gelegenheit, ein bisschen über seinen eigenen Lebenswandel nachzudenken. Ich habe mich schon manchmal gewundert, wenn die Mütter ins Reformhaus rennen und für die Kinder Bio-Gemüse oder irgendwelchen Getreidekram kaufen (und die sind dann richtig radikal!!) und sich selber von McDonalds ernähren. #gruebel
Wir versuchen alle miteinander uns einigermaßen ausgewogen zu ernähren und Julia bekommt das gleiche wie wir, und ich denke das ist "normales" Essen - z.B. ca. 3 Mal die Woche Fleisch, meistens Geflügel.
Ansonsten bringt es nix, mit Leuten ohne Kinder über sowas zu diskutieren. Ich habe meiner früheren besten Freundin mal zu erklären versucht, warum ich meine Tochter (da war sie noch ein Baby #baby) nicht abends ins Bett stecke und dann noch ein Stündchen in die Kneipe gehe - ohne Aufsicht, mein Mann soll ja mit. #schock
Ein anderer früherer sehr guter Freund von mir meinte nach einem Pizzeria-Besuch mit uns, er wolle NIEMALS Kinder haben - nach dem was er mit unserer Kleinen dort erlebt hat. :-( Julia hat damals eben ein bisschen gequengelt und ich musste sie neben dem Essen her beruhigen. Wir haben ein tendenziell liebes, braves Kind und sie hat sich an dem Tag wirklich nicht extrem verhalten. :-( Der Bekannte meinte einige Tage nach dem Essen am Telefon zu mir, ich würde ein Riesen Hick-Hack um mein Kind veranstalten, das wäre ja schlimm und ich hätte mich zum Negativen verändert. Auch ihm konnte ich das nicht begreiflich machen, dass ich wohl eine normale Mutter bin, wenn ich mein Kind nicht einfach in den Hochstuhl klemme und brüllen lasse und nebenher in Ruhe esse. #augen
LG Katja #sonne

Beitrag von celia79 06.09.06 - 12:50 Uhr

Hallo Katja,

genau das meine ich, unsere Bekannten sind auch irgendwie so wie Du Deine Bekannten beschrieben hast. Das finde ich wirklich schade, denn vorher haben wir uns immer super verstanden-ich meine, dass tun wir heute zwar auch noch, aber irgendwie anders.
Es macht mich traurig, dass Freunde über mich sagen, ich würde mich zu sehr auf mein Kind einstellen. Dabei bin ich keine Übermutter, wir gehen auch weiterhin zusammen raus, mal ins Kino oder Tanzen oder nur mal Essen mit Freunden.
Daraufhin meinten sie auch noch, wir würden aber auch alles nur noch zusammen machen.
Tja, so ist das nunmal, wenn man ein Kind hat, freut man sich eben auch auf die restlich verbliebenen Stunden als Paar. Und so extrem ist das ja auch nicht, manchmal gehen mein Mann oder ich in der Woche auch mal mit einem Freund/Freundin weg, während der andere zu Hause bleibt. Aber so oft macht man das eben nicht, weil ja auch die anderen Kinder haben. Nur eben das eine bekannte Paar noch nicht. Manchmal denke ich, sie sind vielleicht neidisch, weil alle um sie herum Kinder haben und sie eben noch nicht. Aber das ist ja auch so, weil sie es noch nicht will. Und dann soll sie uns doch nicht so anmachen.

Grüsse, Celia.

Beitrag von .claudi. 06.09.06 - 12:49 Uhr

Hallo!

Ich glaube wenn man selber noch keine Kinder hat, denkt man über viele Sachen anders und wenn dann die eigenen Kinder da sind, sieht man erst, daß die Meinung damals (von der man auch überzeugt war) falsch war. Ebenso stellt man sich vieles einfacher vor, denkt man verzieht sein Kind nicht etc. und wenn das Kind dann da ist, merkt man, das es eben anders ist.

Spätestens wenn deine Freunde ein Kind haben, merken sie, daß es nicht machbar und vor allem sehr egoistisch dem Kind gegenüber ist, selber Fleisch zu essen während das Kind "nur" Gemüse etc. essen darf.

LG Claudia

Beitrag von chrysalaki 06.09.06 - 12:50 Uhr

#pro
Ich teile Deine Meinung voll und ganz!
lg

Beitrag von ayshe 06.09.06 - 13:25 Uhr

ich lache mich gerade echt schlapp über eure bekannten.



setz dich mal mit einer tollen torte vor sie hin und esse genüßlich ein stück - sie dürfen natürlich nur zusehen ;-)
in ihrem alter sollte ihnen das ja nun wirklich nichts ausmachen *lol*


aaaalso:
1. meiner meinung nach ist tgl fleisch eh ungesund, sagst du ja selbst.
ich finde ein kind ist eine wunderbare und gute gelegenheit, um seine eigene ernährung zu überdenken und ggf. zu verbessern.
wir essen zb seitdem kaum noch süßigkeiten - ist doch toll!
eltern haben nunmal vorbildfunktion!
und ernährung ist nunmal wichtig.


2. weiß keiner, ob dein kind überhaupt soooo gern fleisch mag.
meine tochter ißt nur bestimmtes.


##
ich würde mich zu sehr auf mein Kind einstellen und dass das nicht gut wäre.
Na ja, ich denke, dass ich eine gute Mutter bin, wenn ich mich auf mein Kind einstelle.
##
genau das IST GUT!!!
alles, was man "im keim erstickt", unterdrückt, sich untertan macht, wirkt sich ggf bis ins späte erwachsenenalter aus und zwar NEGATIV (ist jedenfalls eine erfahrung von einigen kinderreichen psychologen und psychoanalyzikern aus privatem und praxis)

wenn du dafür bestätigung brauchst, lies jesper juul, carlos gonzales oder das buch "smart love"



lg
ayshe

Beitrag von maxi03 06.09.06 - 14:30 Uhr

Hallo Celia,

gibt es jemanden unter uns, der die kinderlosen Bekannten nicht hat, die meinem, das Kind tanzt einem auf der Nase herum?

Wir haben in unserem Bekanntenkreis auch so ein Paar. Er geschieden, 2 Kinder (13 und 10 die bei der Mutter leben), sie keine Kinder. Bei uns ist es das thema schlafen und weggehen.

Die beiden sind der Meinung, dass ein Kind in jeder Umgebung problemlos schlafen sollte. Wenn es nicht alleine einschläft, dann muss man es halt mal schreien lassen. Darüber haben wir schon unzählige Diskussionen geführt, ohne Ergebnis.

Ich lass mein Kind nicht in fremder Umgebung sich in den Schlaf schreien. Dann bleibe ich halt dabei, bis es eingeschlafen ist.

Wir sollten unser Kind doch öfter einfach mitnehmen, da einschlafen lassen, es dann aus dem Schlaf reißen, wenn wir fahren. Zuhause haben wir das Theater, dass sie dann nicht mehr schlafen kann.

Ich gehe doch nicht in die Kneipe und lass mein Kind bei Lärm und Rauch selig im Kiwa schlafen!:-[

Außerdem ist unser Kind verwöhnt, tanzt uns auf der Nase herum. Ich habe einfach keine Lust mit dem Kind essen zu gehen. Solange können die Kleinen einfach nicht still sitzen und ständig das Kind zu beobachten (tu dies nicht, mach das nicht) oder es am Rockzipfel zu haben, nee, darauf kann ich verzichten.

Ich / wir haben uns für das Kind entschieden und haben für das kind (ist ja nur für eine gewisse Zeit) liebgewonnene Gewohnheiten aufgegeben.

Wir fühlen uns dabei wohl, gehen aus, wenn wir eine Oma da haben (ist selten) und das genießen wir dann in vollen Zügen.
Das Ki nd fühlt sich wohl und ist recht ausgeglichen.

Wir haben damit kein Problem, es sind die anderen, die damit ein Problem haben. Natürlich verändert ein Kind das Leben total. Das haben kinderlose aber selten im Blick. Die haben andere Interessen und Ziele, die, zumindest bei uns, nicht immer übereinstimmen.

Schade ist nur, dass darunter die Freundschaft leidet, manchmal auch zu Ende geht.

Als Kinderlose habe ich auch anders gedacht. Ich verzichte auf nichts. Und jetzt? Jetzt kauf ich der Kleinen lieber Klamotten, Bücher oder Spielzeug und denke erst danach an mich.

Gibt es was schöneres als strahlende (und dankbare) Kinderaugen? #freu

LG Maxi

Beitrag von majuri 07.09.06 - 21:20 Uhr

Wie ich darüber denke?
Wer keine Kinder hat, weiß einen Scheiß!

Diese Menschen werden -genauso wie alle anderen Eltern- ihrem Kind mit Sicherheit nichts "vorfressen" können!

Du solltest das nächste Mal vielleicht gar nicht mit kinderlosen Menschen über so ein Thema diskutieren-denen fehlt die Grundlage der Diskussion (Kinder).

Wenn diese Menschen Kinder haben, werden sie schon noch eines Besseren belehrt, da musst Du keine Energie verschwenden!

Majuri