Vorzeitige Einschulung

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von sepia 06.09.06 - 14:04 Uhr

Hallo,

bin gerade in der Arbeit,möchte aber noch schnell was in´s Forum stellen,bevor ich los muß.
Schaue dann von daheim aus nochmal rein.

Hat hier jemand Erfahrung mit vorzeitiger Einschulung (wir leben in Bayern)?

Vom KiGa aus sind meine Zwillinge (Junge und Mädchen 14.05.2002) jetzt in der Vorschule.
Wenn sie nächstes Jahr in die Schule gehen sind sie 5,5 Jahre alt..Sie gelten vorerst (kein Test..)als hochbegabt.

Würde mich über Erfahrungsaustausch freuen,

#blume Danke im Voraus #blume ,

Olinka

Beitrag von ana78 08.09.06 - 08:52 Uhr

Ich selbst habe keine Erfahrung damit.
Allerdings ist bei meiner Tochter ein Sohn in der Klasse, der im Kiga auch immer super war und vorzeitig eingeschult wurde. In der Schule fingen die Probleme dann an ..., jetzt ist er in der 2. Klasse und kämpft noch immer.

Bekannte von uns waren in der gleichen Situation, haben sich dann aber dagegen entschieden. Dafür war das Mädchen dann in dem Jahr zum Gitarreunterricht und zum Tanzen, hatte also genug andere Fördermöglichkeiten. Ich persönlich fand diese Idee sehr gut, entscheiden musst Du letztendlich selbst.

Deswegen wird unser Sohn erst nächstes Jahr in die Schule gehen, von seinen Fähigkeiten her könnte er schon dieses Jahr gehen, aber ich denke, er sollte lernen sich länger zu konzentrieren und Ausdauer zu haben.

Beitrag von graupapagei4 08.09.06 - 17:10 Uhr

Zum Verfahrenkann ich Dir nichts sagen, soweit ich weiß, ist das in Bayern recht aufwendig.

Bei der Überlegung solltest Du aber vor allem daran denken, ob die Kinder auch die nötigen allgemeinen Voraussetzungen für den Schulbesuch haben. Sie müssen stillsitzen können, sich auf Dinge konzentrieren, zu denen sie vielleicht keine Lust haben, andere ausreden lassen, sich im Schulgebäude zurechtfinden, bltzschnell umziehen können, in der Lage sein, dringende Bedürfnisse nur in der Pause zu erledigen, sie müssen sich in eine Gruppe deutlich älterer Kinder integrieren, auf dem Schulkhof zurechtkommen und sie müssen mit einer Lehrerin klarkommen, die vielleicht nichts von einer Früheinschulung hält (und das sind die meisten) und das den Kindern auch deutlich zeigt, d.h. die an diese ganz jungen Kinder höhere Anforderungen in allen Bereichen stellen wird.

Sie sollten eine sehr gute Feinmotorik haben und eine gute Frustrationstoleranz. Motorisch sollten sie ebenfalls mit den normalen Schulanfängern mithalten können, denn Kinder achten gerade auf sowas.Sie müssen sich selbst organisieren können, die Sachen zusammenhalten und kennen, immer das Richtige aus- und einpacken. usw.

Diese Dinge sind am Anfang viel, viel wichtiger als das kognitive Wissen, wenn sie da mithalten können, ist eine Einschulung durchaus sinnvoll.

Ich habe einen 6jährigen jetzt in der 3.Klasse.

LG Martina