Krankengeld für's Stiefkind?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von nica76 06.09.06 - 15:02 Uhr

Hallo Ihr!

Kurze Erläuterung: Ich bin verheiratet und habe eine Tochter aus einer vorangegangenen Beziehung. Mein Ehemann ist also nicht der leibliche, sondern der Stiefvater. Marie und ich tragen jedoch beide seinen Namen.

Nun war Marie zwei Tage krank und musste daheim betreut werden. Da ich an einem dieser beiden Tage einen sehr wichtigen Termin auf der Arbeit hatte, ist mein Mann daheim geblieben.

Nun stellt sich für uns die Frage, inwieweit mein Mann Anspruch auf Krankengeld zur Betreuung eines Kindes hat. Meine Tochter und ich sind gemeinsam bei einer anderen KK versichert als mein Mann. Bei einer kurzen Nachfrage bei der KK meines Mannes bekam ich die lapidare Auskunft, es bestünde nur dann ein Anspruch, wenn das Kind adoptiert sei.

Dies wollte ich jedoch so nicht stehen lassen und habe versucht, mich im Internet ein bißchen schlau zu machen, da der § 45 SGB V zwar eindeutig ein Krankengeld regelt, den Begriff "Kind" aber nicht eindeutig definiert.

Dann habe ich folgenden Link gefunden:

http://www.stieffamilien.de/rund_g_1_02/rund1_02_info.htm

(hmm, irgendwie klappt das auf dem Rechner hier auf der Arbeit mit dem Verlinken nicht so ganz).

Des Weiteren habe ich auf der Homepage www.arbeitsrecht.de auch einen Newsletter gefunden, der dieses Thema behandelt. Dort steht auch ganz klar, dass als Kinder auch Enkel oder Stiefkinder gelten.

Mein Problem ist jetzt folgendes: Ich würde mit diesen Informationen natürlich gerne noch mal bei der Krankenkasse anrufen, habe aber natürlich keinen offiziellen Paragraphen oder einen Kommentar zu einem Gesetz zur Hand. Ich weiß nicht, ob die sich mit einem einfachen Ausdruck aus dem Netz zufrieden geben.

Außerdem bin ich mir auch nicht hundertprozentig sicher, ob es vielleicht daran liegt, dass Marie eben nicht bei ihm, sondern bei mir mitversichert ist.

Fragen über Fragen.... ich arbeite zwar selbst im Personalwesen, aber so einen Fall hatte ich hier bislang auch noch nicht (muss dazu sagen, dass mein Mann und ich beim gleichen AG arbeiten). Und auch keiner meiner Kollegen konnte mir eine eindeutige Antwort geben.

Vielleicht findet sich ja hier jemand, der aus beruflicher oder eigener Erfahrung berichten kann....

Vielen Dank schon mal!

Gruß, Nicola

Beitrag von kitty1234 07.09.06 - 12:49 Uhr

Hallo!
Erstmal brauchst Du ein Attest vom Arzt für das Kind (sozusagen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung-nicht der gelbe Zettel)-Da steht der Name des Kindes drauf, Diagnose und wie lange es vorraussichtlich krank sein wird. Das gibt man entweder bei AG ab oder bei der Krankenkasse. Hinten muß man Kontodaten eintragen.
Wenn ihr beide seinen Namen tragt ist es doch egal. In welchem Verhältniss ihr zueinander steht. Es ist völlig legitim bei einer anderen KK versichert zu sein. Einfach Bescheinigung abgeben und fertig.
Simone

Beitrag von nica76 07.09.06 - 13:30 Uhr

Hallo!

Die Vorgehensweise ist klar. Bescheinigung vom Arzt habe ich auch. Mein Problem war eben, dass die Krankenkasse es eben ein bißchen anders gesehen hat, dass es nicht egal ist, in welchem Verhältnis wir zueinander stehen.

Aber ich habe eben noch mal mit denen telefoniert und habe mich dabei auch nicht abwimmeln lassen, jetzt geht's auf einmal doch. Ärgerlich finde ich dabei einfach, dass jeder andere sich vielleicht mit der Aussage zufrieden gegeben hätte und es sich die Krankenkassen da doch sehr einfach machen. Erst mal nein sagen, man könnte ja Geld sparen....

Aber trotzdem danke für die Antwort....