Timo ist noch immer...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von babydollbell 06.09.06 - 18:36 Uhr

... im Bauch meiner Schwägerin!

Der kleine ist nun seid geschlagenen 5 Tagen TOT #heul und die haben Ihn immernoch nicht per Kaiserschnitt geholt!
Der Muttermund ist erst 1cm auf und !!! 14 !!! muss er haben, damit die da die Geburt einleiten!!

Die haben uns heute noch gesagt, bis zu 14 Tagen ist es nicht schlimm, wenn das tote Baby im Mutterleib ist!
Denken die überhaupt mal an die Mama und den Vater wie die sich dabei fühlen?

Ein Kaiserschnitt wäre mit vielen Risiken verbunden und meine Schwägerin will den kleinen auch normal zur Welt bringen.. falls der Muttermund sich endlich mal weiter öffnet!

Ich denke immernoch, das ich Träume und bald aufwache und der kleine schon gross ist und durch die gegend turnt!

Timo, wieso bist Du nicht mehr bei UNS???

#heul #heul #heul #heul #heul #heul #heul #heul #heul

Deine Tante Nadine und dein zukünftiger Onkel Patrick

Beitrag von hedele 06.09.06 - 19:48 Uhr

Kann man das Kind nicht per Kaiserschnitt rausholen? Das ist doch nur eine Qual für deine Schwägerin. Ist die Gefahr einer Vergiftung nicht sehr gross? mensch es tut mir so leid für deine Schwägerin, die muss durch die Hölle gehen#heul

Beitrag von heschen333 06.09.06 - 21:01 Uhr

Oh Gott das muß ja echt die Hölle sein für Dich und deine Familie...

Ich wünsche euch echt das sich der kleine bald auf den Weg macht...

ganz viel Kraft#liebdrueck

Beitrag von flinky 06.09.06 - 22:11 Uhr

Hallo Nadine,

habe deinen Thread mitverfolgt, wollte mich schon mehrfach melden, habe es aber bisher nicht geschafft....

Vor neuen Jahren war ich in der gleichen Lage, wie deine Schwägerin, auch bei mir ging in Geburt einfach nicht voran. Am dritten Tag wurde ich dann auf die Intensivstation verlegt und bekam durch den Tropf wehenfördernde Mittel. Ich kann deiner Schwägerin keinen Mut machen, es war die Hölle. Außer meinem Mann, noch nicht mal meine 2 anderen Kinder, ließ ich niemand an mein Bett. Ich lag nur da, legte meine Hände auf den Bauch, wollte mein Baby nicht hergeben. Nach zehn Stunden dann, war es endlich soweit. Mein Sohn hatte sich stranguliert mit der Nabelschnur. Kaiserschnitt konnte nicht durchgeführt werden, wegen der Vergiftungsgefahr für mich. Später sagte mir der Arzt, dass ich starke Wehenmittel bekam, aber ich einfach nicht bereit war mein Baby herzugeben.

Ich wünsche euch, dass ihr es bald schafft und dass deine Schwägerin das ganze verkraftet. Aus eigener Erfahrung möchte ich dir den Rat geben, immer ein offenes Ohr zu haben. Ich weiß, dass auch ihr leidet, ich habe meine Trauer bis heute noch nicht überwunden, obwohl ich ein Jahr später, genau an dem Tag als mein Sohn tot geboren wurde, eine Tochter bekam.

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft für alles was noch kommt. #liebdrueck

Alles Liebe
Karin

Beitrag von girl1986 06.09.06 - 22:34 Uhr

Das tut mir Leid!Eine #kerze auch für deinen kleinen Sohn!

LG Kathrin+Jolina

Beitrag von girl1986 06.09.06 - 22:34 Uhr

Ich verfolge auch eure Geschichte!Es tut mir so leid!#kerze Ich wünsche euch,dass ihr die Kraft habt das alles irgendwie zu schaffen!#liebdrueck

LG Kathrin+Jolina

Beitrag von eineve 07.09.06 - 07:28 Uhr

>>Ein Kaiserschnitt wäre mit vielen Risiken verbunden und meine Schwägerin will den kleinen auch normal zur Welt bringen.. falls der Muttermund sich endlich mal weiter öffnet!<<

das ist vollkommen richtig!

als schwangere mit totem kind im bauch - ist es nicht per knopfdruck machbar das kind gebären zu können. auch die "drohungen" der komplikationen helfen nicht - WEIL der körper auch selber richtig "verstehen" muss - es ist ok.

ich habe das selbe durch. 2 wochen nach der letzten routine untesuchung mit definitiven lebenszeichen - wurde beim 3-d der tot festgestellt - nach ultraschallerfassung festgestellter toteszeitpunkt: anzunehmend am selben tag der letzten untersuchung - spätestens am 2. tag. demnach verbradchte ich - ohne probleme oder vergiftungserscheinung - bis zu 14tage mit dem toten kind im bauch.


jeder meinte - sofort rausschneiden - und wollte mich damit entmündigen - bewustlos machen - damait ich nur janix davon mit bekomme... - ich konnte mich dagegen wehren und hatte das glück einen gyn zu haben, der schon seit jahren keine ops und entbindungen im kh ausübte. GOTT SEI DANK!

ich stellte mich einfach auf das ein was zu kommen hat - eine frühzeitige entbindung. und nur ich selbe wusste WANN es wirklich soweit ist. ich hatte noch einige dinge zu regeln, es war auch sehr wichtig für mich - was ist danach - beerdigung, was nehme ich mit, was ich DANACH mit nachsorge, mitteilung an das umfeld etcpp.

das sind alles dinge die ebenso zu regeln sind - abgesehen von der beerdigung - wie wenn ein kind lebend geboren wird - UND es ist immer noch das kind der schwangeren. das sollte bitte bedacht werden.

deine schwägerin macht nunmal eine grenzwertige lebenssituation durch - dann sollte ihr auch die entscheidung überlassen werden und ihr ihren körper immer noch gelassen werden. sie lebt in ihrem körper sie spürte als erste ihre entwicklung - und sie weiss am besten was ihr gut tut um damit zu leben.

hast du ihr wenigsten das buch von hannah lotrop besorgt? das ist eine gute hilfe jetzt. - weil während der ss das buch zu lesen - umgotteswillen... aber hannah lotrop hat als meines wissens erste frau ihre persönlichen erlebnisse in ein buch gefasst und dazu aussagen von weiteren eltern, wie sie es durchleben ihre kinder frühzeitig gehen lassen zumüssen.

deine schwägerin ist ein mensch - sie hat von allen zugetraut die ss bewältigt - dann trau ihr auch zu, das sie diesen gang auch schafft. sind zwar böse worte - aber:


es ist teil des lebens und gehört dazu.

und irgendwie tut mir deine schwäger extrem leid! ich hatte den luxus (so sehe ich das wenn ich deine klagen lese) das alles alleine zu bewältigen - ohne das mir irgend ein "ich weiss es besser" familienmitglied das gefühl vermittelte mit seinem verhalten - ich wäre aufeinmal unmündig mein leben zu leben - weil ja durch dieses geschehnis bewiesen ist - looser - unfähigkeit - jetzt gibt deinen gesunden menschenverstand ab und mach was ich nicht betroffene dir sage...


deine schwägerin einfach aufschneiden - wie du es meinst zufordern - ist körperverletzung - und das sie gerade einen extremen seelenschmerz durchlebt ist wohl für manche nicht genug...

Beitrag von frieda05 07.09.06 - 09:03 Uhr

konnte im Ausgangsposting keine Forderung nach KS erkennen.., sie schrieb lediglich, daß er mit Risiken verbunden sei. In einem Posting von gestern wurde geschrieben, daß Ihre Schwägerin gerne den Beistand ihrer Familie hätte - handelt sich hier wohl um eine "gewünschte Anteilnahme"? Die Schwägerin und ihr Körper setzen sich Ihren eigenen Zeitplan - ich hatte auch 2 Tage Zeit und fand dies ausgesprochen wertvoll mich von meinem toten Baby verabschieden zu können, d.h. nicht, daß ich die Anteilnahme anderer als unerwünschte Einmischung verstand. Da ist wohl jeder anders.
LG Irmi

Beitrag von mamajustine 07.09.06 - 08:37 Uhr

Hallo Nadine,

ich hab bis jetzt die geschichte mit Timo verfolgt und wollte dir nochmal mein Beileid aussprechen, ich wünsche deinem Bruder und seiner Frau viel Kraft für diese ganze Situation.

Aber ich muss dazu sagen, hast du deine Schwägerin gefragt ob es ihr denn wirklich soo schrecklich damit geht ihr baby noch im bauch zu haben? Ich z.B. Hätte meine kleine Tochter (auch wenn sie nicht mehr lebte) gerne noch ein bis zwei tage in meinem bauch behalten um mich so zu sagen nochmal nur für mich allein mit ihr zu unterhalten oder mich zu verabschieden. Doch mir wurde gesagt sie müssen gleich ins KH sofort die Geburt einleiten lassen.

Ach ja und bei mir hat sich nach 23 std auch noch nichts getan, da hat der arzt auch gemeint es kann noch 1-2 tage dauern obwohl ich schon alle 2 min extreme wehen hatte. Dann hat mich die Hebamme zu einer PDA überredet wofür ich jetzt richtig dankbar bin, da sich der MuMu innerhalb von 15 min vollständig geöffnet hatte (wahscheinlich da ich mich mit der leichten PDA etwas entspannen konnte). Vielleicht würde das bei deiner schwägerin auch helfen.

Ich wünsch euch auf jeden fall viel Kraft und für die Zukunft nur das allerbeste.

LG
mamajustine mit Lavinia an der Hand und #stern chen Anisha ganz fest im #herzlich

Beitrag von sparrow1967 07.09.06 - 23:15 Uhr

Ich denke, es ist für DICH/euch eine grausige Vorstellung, den Kleinen noch so lange mit sich rumtragen zu müssen- wo er doch schon nicht mehr lebt....
Aber wie ist es für sie? Hast du sie mal gefragt? Hast du sie gefragt, ob sie sich schon ausreichend verabschiedet hat?

JEDE Geburt ist ein loslassen. Und deine Schwägerin KANN ihren Kleinen noch nicht loslassen. Im Unterbewußtsein weiß sie: wenn sie ihn JETZT gebären würde- wäre alles vorbei und WIRKLICHKEIT. Verstehst du,was ich sagen will? Solange er noch in ihrem Bauch ist, ist es...hm... nicht greifbar.... wenn er aber auf der Welt ist, dann müssen sie ihn weggeben für immer....

Ich denke, sie muß Abschied nehmen auf ihre Weise- dann wird auch der Muttermund sich öffnen und er wird geboren werden...

Besorge vielleicht eine schöne Decke, in die er eingewickelt werden kann, falls sie sowas noch nicht hat.... und ein Schleifchen- ein blaues, für eine Locke, falls er schon Haare hat *mal eben Träne wegwisch* hilf ihr, viele Andenken an den Kleinen zu bekommen.... Fuß und Handabdrücke sollen gemacht werden... frag sie danach, organisiere es .... sie soll das gefühl haben, das etwas "Greifbares" von ihm bleibt, wenn er kommt um zu gehen....

viel Kraft,
sparrow