Babys auch mal weinen lassen

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Beitrag von mom_sara 06.09.06 - 19:57 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich muss euch mal einen Link schicken. Vielleicht kennen ihn einige von euch noch nicht. Ich finde ihn total schön und es würde mich mal sehr interessieren, was ihr davon haltet:

http://www.geburtskanal.de/index.html?mainFrame=http://www.geburtskanal.de/Wissen/S/Schreibabies_TranenreicheBabyzeit.php&topFrame=http://www.geburtskanal.de/Advertising/BannerTop_Random.html?Banner=

Kurz gesagt heißt es dort, dass man, wenn ein Baby weint, nicht immer gleich versuchen soll, es zu beruhigen, sondern es weinen lassen soll, weil es ja seinen Schmerz mitteilen will. Ablenkungsmaßnahmen sind nur vorübergehen gut, weil die Kleinen sich dann nicht mitteilen können und den Schmerz nicht ausleben, den sie empfinden. Man soll sein Baby gaaaanz fest im Arm halten und statt zu sagen:"Ist ja gut, Du musst nicht weinen" lieber sagen "Ich weiß, Du hast viel erlebt heute und bist ganz aufgebracht. Ich bin für Dich da. Du kannst Dich aussprechen". Ich finde das total schön #herzlich

Mein Finni war gerade sooo müde und ich konnte ihn einfach nicht beruhigen. Seit einer Stunde habe ich aller mögliche versucht. Dann habe ich mich an die Seite erinnert. Gerade hat er auf meinem Arm in einer gaaaanz engen Umarmung ca. 10 Minuten geweint, immer mit Unterbrechungen. Es hat sich gesteigert und wurde danach dann immer weniger bis er eingeschlafen ist. Dann habe ich ihn in sein Bettchen gelegt und jetz schläft er friedlich.

Das war eine total schöne Erfahrung. Ganz ganz innig und wunderschön :-):-) Er hat geweint und ich war für ihn da. Ach war das schön :-D

Was haltet ihr davon?
Viele liebe Grüße,
Sara

Beitrag von britt.01 06.09.06 - 20:04 Uhr

Hallo!

Ich bin auch der Meinung dass man ein Baby auch mal schreien lassen soll. Wenn man immer gleich hinrennt und es auf den Arm nimmt, wollen sie immer für jede Kleinigkeit getragen werden. Da bleibt man irgendwann dran #augen

Heute hat unser Tim auch total geweint und geschrien. Eigentlich weiß ich gar nicht warum. Bin dann mit ihm in sein Zimmer, habe mich mit ihm im Arm ans Fenster gesetzt ihn geknuddelt und ganz leise mit ihm gesprochen. Und irgendwann war es vorbei. Er hat dann noch ein paar ordentlich herzzerreißend geschluchzt und hat sich dann beruhigt.

Da ist auf jeden Fall was dran

Gruß, Anja + Tim *14.06.06

Beitrag von luise.kenning 06.09.06 - 20:09 Uhr

hallo britt,

du hast das falsch verstanden:

es gibt einen unterschied zwischen:

schreienlassen, weil das kind sonst bei jeder kleinigkeit auf den arm will

und

das kind in seinem schmerz und kummer ernst nehmen, bei ihm sein! und nicht einfach mit spielzeug ablenken.

ersteres ist ziemlich dumm, denn es ist kontraproduktiv. aus babys, die man schreien lässt, werden niemals selbständige kleinkinder und kinder, die sich der liebe ihrer eltern sicher sind, sondern kinder, die eben über-anhänglich sind und unsicher.

das zeigen alle studien, die es zu dem thema gibt.


Gruß

Luise

Beitrag von beni76 06.09.06 - 20:05 Uhr

Hallo Sara

Wenn Du bei Deinem Kind bist und es in seiner Trauer unterstützt, dann ist das für mich nicht weinen lassen!
Du hast ihn ja gehalten, ihm gesagt, dass er weinen darf, Du ihm zuhörst!
Sobald man aber ein Kind schreien lässt, weil es z.B. alleine schlafen soll, ist das für mich Vertrauensmissbrauch!!! (meine persönliche Meinung) Es kann ja nicht herkommen und sagen: Mama ich brauche Dich aber zum Schlafen, ich habe Angst alleine!!!

Ich finde diese Erklärung auch schön, wir reden uns ja auch Sorgen von der Seele!

Wieso also ein Baby nicht???
Ich finde es in Ordnung!!

LG
#blume beni

Beitrag von bountimaus 06.09.06 - 20:08 Uhr

huhu,

ich bin auch eina mama die ihr mäuschen auch mal weinen lässt.
Ich denke in gewissen situationen ist das auch ok.

Und ich lass mich nicht belehren von wegen ich habe meinem Schatz das Herz gebrochen.
Sie liebt mich,ich liebe sie und das ist auch gut so :-)

Liebe grüssle ...
Sabrina + #baby Jolina die friedlich schläft ohne schreien :-)

Beitrag von nickilouis 06.09.06 - 20:09 Uhr

Dem Baby Raum zum weinen geben
und sein Weinen akzeptieren
und respektieren
ohne ihm das Gefühl zu geben
alleine zu sein
sondern immer für ihn da zu sein!

.....ist eine wichtige Erfahrung, die ich auch gemacht habe.
Ich habe ihm zugehört (denn auch weinen bedeutet, Mitteilung)
und dann als ich das Gefühl hatte, er hat sich beruhigt, habe ich ihn in den Arm liebevoll genommen und seine Tränchen getrocknet.

Danach war er wir ausgewechselt!

Beitrag von nicmarkump 06.09.06 - 20:45 Uhr

Sorry, das ist für mich kein "Schreien lassen"!!!! So wie du das beschreibst ist das einfach nur richtig gewesen! Du bist für dein Kind da und das ist gut so! Von irgendwelchen Ablenkungsmanövern halte ich überhaupt nichts...

Außerdem würde ich mein Kind NIE schreien lassen, auch heute nicht wo sie schon bald ein Jahr alt wird!!!!!

LG Nicky

Beitrag von stehvieh 06.09.06 - 21:05 Uhr

Hallo!

Ja, ich kenn diese Seite auch seit ein paar Wochen, und uns fiel sie genau rechtzeitig in die Hände. Zwar schreit unsere zweite Tochter (6 Wochen) insgesamt deutlich weniger als die erste damals, aber auch sie hat ihre Schreizeiten. Ich denke, bei ihr hat es auch damit zu tun, dass sie manchmal einfach unsere ungeteilte Aufmerksamkeit einfordern muss, denn tagsüber läuft sie momentan meist noch so nebenher, weil die Große uns stark beansprucht. Da käme sie sonst einfach zu kurz. Und so finden wir, steht ihr auch ihre eine Stunde Geschrei am Tag zu, die sie fordert, in der wir ihr beistehen und zuhören. Und länger schreit sie dann auch nicht, weil sie ja dann ihren Frust losgeworden ist.

Ich denke manchmal, hätten wir die Seite doch bloß damals, als die Große ein Baby war, schon gekannt. Aber andererseits, wir hatten damals eine Nachbarin über uns, die bei jedem Geschrei sofort mit einem Hammer auf den Boden klopfte - also hätten wir das auch nicht wirklich umsetzen können damals. Heute wohnen wir woanders, die Nachbarn haben alle selbst Kinder und wenn Josephine meint, eine Stunde lang von ihrem Kummer erzählen zu müssen, dann darf sie das.

LG
Steffi + Caroline Johanna (29 Monate) + Josephine Marie (6 Wochen)

Beitrag von plumperquatsch1975 06.09.06 - 21:07 Uhr

hi sara ;-)
habe genau diese broschüre damals nach der geburt von meiner hebamme bekommen...
ich habe sie sehr genau gelesen und war begeistert.
sie hat mir sehr oft geholfen, wenn ich gerade mal am anfang unsicher war.
habe hannah also dann fest im arm gehalten und ihr "zugehört", es hat wunder gewirkt. als ganz kleines baby war hannah viel im tragetuch wenn sie bauchweh hatte.
ansonsten hat sie kaum geweint, wenn es am tag im durchschnitt 2 minuten waren, war es viel. sie ließ sich immer ganz schnell beruhigen.
auch heute ist es toll, wie schnell sich meine maus beruhigen läßt. wenn sie sich dochmal klemmt oder mal stößt, dann nehme ich sie auch fest in den arm und sage ihr ganz ruhig, dass aua gleich vorbei ist und die mama das ist. ruckzuck ist alles vorbei und sie will wieder zu dem "übel" hin ;-)
viele babys weinen sich dann erst richtig rein, wenn sie hochgenommen werden.
schön fand ich auch die beschreibung mit dem nuckel ;-)
von wegen einen nuckel reinstopfen, nur weil sie mal weinen und den vergeleich ob wir unseren partnern auch ne socke in den mund schieben, nur weil er mal zuhause dampf ablassen muß, weil er nen "scheisstag" hatte.
hannah hat keinen nuckel mehr. hatte sie 3 monate zum einschlafen. klar ist es manchmal sicher bequemer, nuckel rein und ruhe aber in meinen augen ist das eine art von "mundtotmachen"...
grüßle mandy