Trennung

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von blackrose22 06.09.06 - 20:58 Uhr

Hi,

ich habe mal eine Frage an euch. Ich habe mich von meinem Freund (Papa) getrennt. Meine Tochter ist jetzt 23 Monate und eigendlich sehr helle, sie bekommt natürlich mit wie es mir geht und tröstet mich auch usw. Jetzt habe ich eine Frage, wie sollen wir ihr das sagen? Einige aus meinem Freundeskreis sagen, das ich ihr es gar nicht sagen soll, weil sie merkt es ja so und für sie verändert sich ja eigendlich nichts (er holt sie ab ..) - was ich eigendlich für Schwachsinn halte..
Auf der anderen Seite hab ich nachgedacht, das es ja schon nen ziemlicher Schock für das kind sein muss, wenn man sagt, dass mama und papa sich nicht mehr lieb haben... und ich hab angst, dass sie dann irgendwas auf sich bezieht...

Habt ihr vielleicht einen Tip für mich?

WÜrde mich über ein paar Antworten freuen...

LG Inga, die am verzweifeln ist mit Johanna die tief und fest schläft :)

Beitrag von linusida1508 06.09.06 - 21:11 Uhr

hallo inga,
ich halte ein kind von 23 monaten für deutlich zu jung für solche gespräche. du schreibst wenig darüber, was sich für deine tochter verändern wird. aber was auch immer sich verändern wird: johanna wird entsprechend ihrer geistigen entwicklung und sprachfähigkeiten fragen stellen: wo ist papa? wann kommt er? oder vielleicht auch "bist du böse auf papa" können jetzt oder später dazugehören. gib ihr einfach antworten auf ihre fragen aber belastete sie nicht mit deinen sorgen. sie ist noch sehr klein und darf in den nächsten jahren auf keinem fall zu deinem "partnerersatz" heranwachsen. finde für deine sorgen freundinnen, leidgenossinnen oder auch professionelle hilfe und mache ihren papa niemals vor ihr schlecht. wenn ihr vater es schafft sich ebenso zu verhalten, hat sie die chance dennoch beide zu lieben und sich auch von beiden geliebt zu fühlen - das allerwichtigste für ein kind.

ihr wohl sollte euch beiden am meisten am herzen liegen.

liebe grüße
linusida1508

Beitrag von blackrose22 06.09.06 - 21:18 Uhr

Hallo,

ich bin ja auch deiner Meinung, aber ich weiß halt nicht, wie ich an die Sache rangehen soll... Also ich soll nur Ihre Fragen beantworten.... Hmm ich spreche mich bei Freunden aus, aber sie bekommt halt schon mit, dass ich nicht ganz "normal" bin. Ich stelle mich nicht zwischen sie und ihren vater... das habe ich von anfang an gesagt,....
(Aber da sie halt sehr aufmerksam ist, wird sie wohl irgendwann fragen, warum er so nicht da bleibt oder so, es ist ja schon anders und ich wüßte da jetzt so keine antwort drauf..)

naja, ich finde es im mom halt nur alles ein bißchen schwer...

Danke für deine Antwort. :)

LG Inga

Beitrag von linusida1508 06.09.06 - 21:50 Uhr

hallo inga,

das ist bestimmt auch sehr schwer. du wirst ja sicher gründe für die trennung haben und die kannst auch ihr ggfs auch kindgemäß sagen, WENN sie fragt.
das könnte z.B. etwas sein wie " wir vertragen uns nicht gut und streiten immer" oder " ich mag den papa, aber ich habe den..... viel mehr lieb" ...
Wichtig ist dabei, dass klar ist, dass sie nicht der grund ist und ihr sie beide lieb habt.
vielleicht wird sie wenn sie älter ist auch wünsche haben, wie z.B. zusammen mit euch etwas zu machen. Ich erlebe im kindergarten, dass die kinder oft mit 3,5 jahren anfangen sich stark mit dem thema zu beschäftigen. im moment habe ich ein kind, dass immer bilder für ihren papa malt, den sie nicht kennt - aber sie weiß von ihrer ma, dass alle kinder einen papa haben.

wenn du dich gut mit der trennung auseinandersetzt, kannst du das ganze auf dich zukommen lassen. kinder zeigen, was sie brauchen, wenn sie wissen, dass sie ernst genommen werden. darauf kannst du ganz bestimmt vertrauen!

alles gute für euch zwei!

Beitrag von kaeseschnitte 06.09.06 - 23:17 Uhr

hi
du kannst es ja auch positiv formulieren: mama und papa verstehen sich besser, wenn sie nicht zusammen wohnen, aber beide haben sie immer noch sehr lieb.
grüsse
kaeseschnitte

Beitrag von .claudi. 07.09.06 - 09:29 Uhr

Hallo!

Ich bin Allein erziehend und meine Tochter ist 2 3/4 Jahre. Ich würde auf alle Fälle mit deiner Tochter reden, da sie schon sehr viel mitbekommt und sonst gar nichts mehr versteht. Ich würde es aber sachlich (z.B. Dein Papa wohnt jetzt da und da, und er kommt regelmäßig...) erklären und nichts über Gefühle (wie z.B. Mama und Papa haben so viel gestritten und sie streiten nicht so viel wenn sie nicht zusammen wohnen...)sagen. Ich denke mit der Zeit werden dann von deiner Tochter Fragen kommen, warum Papa woanders wohnt... und du kannst ihr dann Antworten darauf geben, eben das Mama und Papa so viel gestritten haben...aber dann auch gleich wieder das positive hervorheben, wie z.B. aber Papa kommt ja morgen schon wieder uns besuchen... Bis dahin hat sich dann deine Tochter bißchen an die neue Situation gewöhnt und es fällt ihr sicherlich leichter damit umzugehen.

Ich würde auch nicht sagen, daß Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben, ich glaube das verstehen so kleine Kinder nicht, für sie ist das bestimmt schrecklich.

LG und alles Gute
Claudia

Beitrag von blackrose22 07.09.06 - 11:07 Uhr

Hi,

danke für eure Antworten, ich werde auf jeden Fall versuchen das keinerlei negativen Sachen zu Johanna rüber kommen...
Haben heute morgen mit ihm telefoniert, Johanna hat sich gefreut und alles war ok....

Danke nochmal :)


Inga, die etwas erleichtert ist & Johanna, die schon wieder schläft ;-)