Brei in der Flasche, wie dosiere ich, Teil 2!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von flaschenkind05 06.09.06 - 21:37 Uhr

Hallo an alle die mir Ihre Meinung zukommen lassen,

erst einmal möchte ich klarstellen, daß ich mein Kind niemals zwingen würde etwas zu essen wofür sie nicht bereit ist. Für den Brei an sich ist sie bereit, sonst hätte sie am ersten Tag diesen nicht mit einem lächeln und ohne Probleme gegessen. Das einzige Problem ist der Löffel! Sie kennt ihn nicht und ich nehme stark an das deswegen dieses Würgen kam. Denn heute Abend habe ich ihr den Brei in der Flasche zubereitet und ohne Probleme hat sie die Flasche leer gemacht. Wenn sie nicht für den Brei bereit wäre, hätte sie sich auch bei der Flasche gestreubt. Außerdem ist mein Kind ein Spuckkind was mit dem Kinderarzt abgeklärt ist! Sie benötigt festere Nahrung bevor ständig alles hoch kommt.

Mit dem Löffel werde ich weiterhin üben, doch um meine Motte satt zu bekommen, werde ich ihr vorab weiterhin den Brei in der Flasche geben nicht damit sie nachts durchschläft, sondern einfach das sie gesättigt ist, denn am Schlaf liegt es nicht, seit sie 6 Woche alt ist schläft sie durch.

So!!

Danke für all eure Offenheit.

Beitrag von mutti06 06.09.06 - 21:57 Uhr

hi,ich nochmal, unsere schlief mit 3. monat durch.
wenn der kinderarzt das sagt ist es ja ok.
imemr wieder mti dem löffel üben oder mal spielen lassen vielleicht findet sie dann freude daran.
viel glück,manchmal ist meinung udn frage nicht so gefragt und man wird angemotzt kenne ich auch noch.
aber ich finde, alel hätten mit den antworten bissle freundlcher sein sollen, wir waren alle zu krass denke ich.
gruß und schönen abend noch

Beitrag von debuggingsklavin 06.09.06 - 22:03 Uhr

Ich glaub Du hast da was verwechselt.
Sie ist nicht beikostbereit, weil sie den Brei mit der Zunge aus dem Mund schiebt.
Das sind klare Anzeichen, dass Dein Baby keinen Brei möchte.

Das hat nix mit Übung zu tun, das ist ein Reflex, der sich irgendwann abschwächt.

Brei gehört auf den Löffel - nicht in die Flasche. Aber das willst Du wahrscheinlich eh nicht hören.

LG

Beitrag von lulu2003 06.09.06 - 23:10 Uhr

Hallo,

also Brei aus der Flasche geht ja mal gar nicht. Du kannst dir ja ab morgen auch mal dein Mittagessen pürrieren und aus dem Schnabelbecher schlürfen.
Sollte dein Kind dazu bereit sein Brei zu essen, wird sie es auch ganz normal vom Löffel nehmen.

>>>>Das einzige Problem ist der Löffel! Sie kennt ihn nicht und ich nehme stark an das deswegen dieses Würgen kam.

Hmm, ich würde sagen es liegt nicht daran das sie den Löffel nicht kennt sondern daran das sie definitiv noch nicht soweit ist.

Gruß
Sandra

Beitrag von hermiene 06.09.06 - 23:21 Uhr

Hi!

Brei gehört NICHT in die Flasche und Dein Kind ist eindeutig NICHT beiksotreif!!!

Dein schlauer KiA hätte Dich (oder vielleicht auch sich selbst) besser informieren sollen.

1. kann man das Spucken getrost ignorieren wenn das Kind ausreichend zunimmt (ich weiß wovon ich rede!)

2. nimmt man nicht einfach Brei wenn die Flaschennahrung dicker werden soll! Man dickt die Flaschenahrung an - z.B. mit Nestargel!

Du tust Deinem Kind mit dem Brei in der Flasche wirklich keinen gefallen!

LG,
Hermiene - die sich zufällig aus beruflichen Gründen damit auskennt

Beitrag von flaschenkind05 07.09.06 - 15:00 Uhr

In meinem Beitrag habe ich nicht gesagt das ich die Milch mit dem Brei andicke!!!!

Ich habe vom direckten Brei in der Flasche gegeben.

Über meinen Kinderarzt werde ich nicht weiter Kommentare abgeben.

Das Spucken sollte man nicht getrost ignorieren!Solltest Du wissen wenn Du dich beruflich damit auskennst!Mit dem Spucken kommt ständig Magensäure mit hoch das für die Speiseröhre alles andere als Gesund ist. Da diese extreme Ätzungen in der Speiseröhre verursachen kann.

Meine erste Tochter nahm den Brei mit dem Löffel, habe ich bereits auch schon erwähnt, komm mit jetzt nicht jedes Kind ist anders das weiß ich!

Ich persönlich habe bei meiner ersten Tochter ebenfalls sehr viele Bücher, Bröschüren,etc. gelesen sowie Ärzte und Hebammen, Kinderkrankenschwestern gefragt wie Brei gefüttert werden sollte.

Natürlich mit dem Löffel, doch niemand hatte damals (vor 2 Jahren) keinen Grund nennen können warum es nicht in der Flasche sein soll.

Also ein dauerzustand wird dies natürlich nicht bleiben, ich werde weiterhin mit dem Löffel arbeiten. Wenn sie den Brei nicht wollte hätte sie ihn ja nicht getrunken. Außreichend Flüssigkeit habe ich ihr auch angeboten, die sie angenommen hat. Sobald sie mit ihrer Zungen umgehen kann (das ist das viele Babys haben ihre Zungen in dem Alter noch nicht unter Kontrolle) wird sie den Brei komplett vom Löffel bekommen. Länger als 2 Wochen dauert so etwas in der Regel nicht.


Ein paar persönliche Worte noch:

Ich bin der Meinung das man über all solche Dinge diskutieren kann, eine richtige Meinung gibt es nicht. Selber Fachärzte, etc. habe andere Meinungen.

Jeder muß wissen wie es für das Baby persönlich am besten ist.

Genausogut könnte man sich über das Stillen auslassen,da gibt es auch verschiedene Ansichten.

Also lassen wir es beruhen, es gibt wie gesagt auch andere Themen.

Bis dann.

Beitrag von mutti06 07.09.06 - 18:54 Uhr

schadem,dass du keine visitenkarte angelegt hast,hätte gerne näher mti dir kontaktiert, im guten sinne.
ja dneke auch,da thema istg beendet und muss nicht weite rhoch geholt werden,pberall guibt e sheir themen aber bnrgends wird sich so ausgelassen wie hier.
ich habe kein spuckkind kann mri aber dneken,dass es sichelrich nciht toll ist wenn man das immerzu ansehen muss.
gruß

Beitrag von hermiene 07.09.06 - 21:31 Uhr

Muß jetzt nochmal antworten um einiges klar zu stellen!

Brei soll mit dem Löffel gefüttert werden da Brei anders zusammen gesetzt ist wie Flaschennahrung und die Verdauung bereits im Mund beginnt. Das wird überwiegend umgangen wenn man Brei mit der Flasche füttert!!!

Aus beruflichen und privaten Gründen weiß ich, dass man bei den meisten Spuckkindern das spucken wirklich ignorieren kann. Die allerwenigesten Kinder bekommen dadurch ne Schädigung der Speiseröhre.
Wenn es doch zum Problem wird dickt man die Flaschennahrung an und gibt keinen Brei mit der Flasche. So wird es seit Jahren in den meisten Kinderkliniken gehandhabt.

Das hat nicht das gleiche Niveau wie eine Stilldiskussion sondern nen med. Hintergrund!!!

Mach Du was DU willst - jeder klar denkende Kinderarzt würde über die Vorgehensweise die Hände überm Kopf zusammen schlagen.

Grüße,
Hermiene

Beitrag von uta27 07.09.06 - 08:34 Uhr

Guten morgen!

Du kannst doch deinem Kind nicht den Brei aus der Flasche geben! Das ist völlig falsch und ich glaube nicht, dass der Kinderarzt dir das geraten hat!

Spucken ist völlig normal und solange die Kinder trotzdem zunehmen, besteht überhaupt kein Grund zur Sorge.

Die Verdauung beginnt bereits im Mund! Enzyme im Speichel beginnen die Nahrung aufzuspalten und für den nächsten Verdauungsschritt im Magen vorzubereiten. Wenn das Kind die Nahrung im Mund nicht bewegen kann, dann fehlt dieser Verdauungsschritt und die Nahrung kann im Magen nicht richtig zersetzt werden! Bauchschmerzen sind dann als Folge das geringste Übel!

Dein Kind zeigt dir doch deutlich, dass es noch nicht beikostreif ist! Ignoriere das nicht!!!
Kinder sind kompetente kleine Menschen! Sie zeigen sehr deutlich, was sie brauchen und was nicht!
Es gibt zu viele essgestörte Menschen! Mit deiner Art der Nahrungsverabreichuing ist dein Kind auf dem besten Weg dorthin!

Kann ein 5 monate altes Baby mir durch Gesten zeigen, ob es Hunger hat oder satt ist? Wenn ein Kind Hunger hat, öffnet es den Muind und bewegt den Kopf nach vorne, wenn es den Löffel kommen sieht. Wenn es satt ist, dreht es den Kopf zur Seite und schliesst den Mund. So weiss die Mutter, dass Ihr Kind nichts mehr essen will. Wenn ein Kind noch zu klein ist, um deutlich zu zeigen, dass es satt ist, besteht die Gefahr, dass die Mutter, ohne es zu merken, dem Kind mehr essen gibt, als es wollte.
Da man nie, nie, nie ein Kind zum essen zwingen sollte, darf man ihm keinen Brei geben, ehe es in der Lage ist, das essen abzulehnen, wenn es keinen Hunger mehr hat.



Wann und wie mit Beikost beginnen?

In den ersten sechs Monaten ist der Organismus eines Babys auf eine ausschließliche Ernährung mit Milch (entweder Muttermilch oder als Ersatz künstliche Säuglingsnahrung) ausgerichtet.

Beikost sollte frühestens ab dem fünften Monate eingeführt werden und auch dann nur, wenn
das Kind deutlich signalisiert, dass es bereit für Beikost ist.
Anzeichen für die Bereitschaft des Babys für Beikost sind:
• es ist in der Lage aufrecht zu sitzen,
• der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem und herausschiebt, hat sich abgeschwächt,
• es zeigt Bereitschaft zum Kauen,
• es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken und interessiert
sich dafür,
• es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt.

Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so
wenigen später.

Die zu frühe Einführung der Beikost hat keine Vorteile, aber viele Nachteile.
es ist wirklich nicht so einfach, wenn die Beikost ansteht, denn das Angebot an Babynahrung in jeder Form ist unüberschaubar und von allen Seiten hagelt es Ratschläge.

Die Einführung der Beikost sollte langsam erfolgen. Es ist am günstigsten mit einem Nahrungsmittel zu beginnen, zunächst nur eine geringe Menge anzubieten (jeweils nur mit ein paar Löffeln beginnen) und diese dann langsam zu steigern. Am Anfang sollte nur eine neue Nahrung, ein- oder zweimal am Tag gegeben werden und etwa eine Woche gewartet werden, bevor wieder etwas Neues angeboten wird. (Also nur Karotte, nur Kartoffel, nur Banane, nur geriebener Apfel usw.).

Der Sinn dieser Vorgehensweise ist folgender: Falls sich eine allergische Reaktion zeigt, kann man auf diese Art leichter feststellen, was sie verursacht hat. Auch wenn das Risiko einer allergischen Reaktion nach dem ersten halben Jahr nicht mehr so groß ist, besteht die Möglichkeit dass eine Speise eine allergische Reaktion auslöst (Ausschlag, Durchfall, Erbrechen). Wurde immer nur ein neues Nahrungsmittel eingeführt, dann lässt sich leichter feststellen, welches Nahrungsmittel nicht vertragen wurde. Die betreffende Speise sollte dann aus dem Speiseplan gestrichen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder angeboten werden. Bereits eingeführte Nahrungsmittel, die gut vertragen werden, können miteinander gemischt werden.

Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden.

Im ersten Lebensjahr braucht ein Baby noch keine reichhaltige Speisekarte mit viel Abwechslung, weniger ist hier mehr.

Gerade Stillkinder verfügen über einen sehr guten Würgereflex, so dass die Gefahr, dass sie sich verschlucken relativ gering ist. Dennoch sollte ein Kind nie beim Essen alleine gelassen werden. Sie können Ihrem Baby durchaus ein Stück Brotrinde zum Kauen geben, aber bitte bleiben Sie dabei. Stückige Kost können Sie so anbieten, wie es sich bei Ihrem Kind anbietet, da hat jedes Kind seinen eigenen Zeitplan.

So lange Sie weiterhin zusätzlich zur Beikost nach Bedarf stillen, genügt auch die Muttermilch, ansonsten können Sie Ihrem Kind Wasser aus dem Becher anbieten. Wasser ist das optimale Getränk für Babys und ältere Kinder wie für Erwachsene. Eine Flasche mit Sauger ist nicht notwendig, es ist möglich ein Baby von der Brust an den Becher (mit oder ohne Trinklernaufsatz) zu gewöhnen.

Ob Selberkochen oder Gläschen ist eine Frage, die jede Mutter für sich selbst beantworten muss. Viele Mütter lösen es auch so, dass sie zum Teil selbst kochen und bei bestimmten Gelegenheiten auf Fertignahrung zurückgreifen. Was die Fleischkonzentrate angeht, so lesen Sie doch einmal die Zutatenliste auf dem Gläschen, dann dürfte schon klar sein, dass diese Gläschen nicht nur absolut überteuert sind.

Die Verbraucherzentrale Hamburg e.V. hat einen guten Ratgeber für die Ernährung im Babyalter herausgegeben. Er heißt „Gesunde Ernährung von Anfang an" und kann bei der Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 222, 20099 Hamburg bestellt werden. Dort finden Sie sehr viele gute Informationen für die Ernährung eines Babys und Kleinkind, die unabhängig von der Säuglingsnahrungsindustrie ist. Vor allem auch das Kapitel über das kritische Etikettenlesen der Fertignahrung ist sehr interessant und Sie finden auch Rezepte zum Selberkochen.


Liebe Grüße, Uta (mit Stillkind Klara 34monate)

Beitrag von ximaer 07.09.06 - 13:28 Uhr

Hallo,
ich habe den ersten Thread nicht gelesen, aber es ist mehr als offensichtlich, dass Dein Kind NICHT beikostreif ist. Wenn bei der Breigabe mit dem Löffel gewürgt wird - ist es noch nicht so weit.
Dein Kind kann nicht erkennen, ob es nun Milch oder Brei aus der Flasche bekommt - und kann den Brei aus der Flasche auch nicht ablehnen. (Erstaunlich, welche Fähigkeiten einem so jungen Baby schon zugetraut werden)

Ich habe 2 Kinder, bei denen ich vollkommen problemlos Beikost eingeführt habe - ohne würgen, ohne Breiflaschen oder sonstiges. Es ist im Grunde gar nicht schwer zu erkennen, ob ein Kind beikostreif ist - wenn man genau hinschauen will.
Und unser Sohn war auch ein starkes Spuckkind - und brauchte keinerlei Breiflaschen.

Ganz abgesehen von der unvollständigen Verdauung und der Tatsache, dass Dein Kind viele Inhaltsstoffe des Breies nicht verwerten kann, wenn es ihn aus der Flasche bekommt, lernt es nicht sein natürliches Sättigungsgefühl kennen - und das ist tatsächlich ein großes Problem und wird möglicherweise ein noch größeres Problem in der Zukunft werden.

Suse