Wer von euch nimmt Pränataldiagnostik in Anspruch?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von manu73 07.09.06 - 10:32 Uhr

War ja gestern beim FA und er hat uns auch einen Folder über Pränataldiagnostik mitgegeben. Wir sollten uns überlegen, ob wir zusätzliche Untersuchungen wollen oder nicht.

Meine Frage:

Wer von euch nimmt das in Anspruch und inwieweit kann denn der FA selbst feststellen, ob es Probleme gibt.

Ich denke mir, wenn bei ihm alles in Ordnung ist... wenn er meint es gibt Probleme, kann man ja immer noch so eine Untersuchung vornehmen, oder liege ich da falsch??

Würde mich über Antworten freuen, da ich auf diesem Gebiet noch sehr unerfahren bin.

lg manu - 7.SSW

Beitrag von keimchen 07.09.06 - 11:05 Uhr

Hallo, Manu...

hab grad in deine VK geschaut, demnach bist du 23... von alters wegen wäre bei dir also keine zusätzliche Diagnostik nötig... aber vielleicht gibt es ja andere Gründe für dich, eventuell Zusatzuntersuchuungen machen zu lassen, das weiss ich ja nicht...
Bei mir ist es so, dass es in meiner Familie einen Fall von Trisomie 21 gibt... ich hätte Untersuchungen machen lassen können, um ein Risiko diesbezüglich ausschließen zu können... aber ich habe mich von anfang an klar dagegen entschieden.
Grund: sollte bei einer solchen Untersuchung etwas festgestellt werden, dass ich schwanger mit einem behinderten Kind bin, möchte ich nicht vor die Wahl gestellt werden, ob ich es abtreibe oder nicht. Ich könnte- und wollte- so eine Entscheidung nicht treffen... und sollte mein Kind zur Welt kommen und vielleicht behindert sein, dann werde ich es trotzdem annehmen und lieben, es ist schließlich mein Kind.
Aber das ist nur meine Meinung dazu... wer am Ende wie entscheidet, ist jedem selbst überlassen (mir spukt immer noch der Thread von gestern im Kopf rum, sorry... #hicks)

Natürlich kann ein Arzt auch bei der normalen Vorsorge Probleme feststellen, und dann zur Feindiagnostik oder anderen, zusätzlichen Untersuchungen raten... dann kann man immer noch entscheiden, ob man die Tests machen lassen will oder nicht...

Liebe Grüße und eine schöne Schwangerschaft...

Susi mit #sonne Leon inside (34+1)

Beitrag von marion2 07.09.06 - 11:05 Uhr

Hallo,

ich glaube, du liegst genau richtig.

Wir haben uns gegen die Nackenfaltenmessung entschieden, da diese kein verlässliches Ergebnis liefert, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit. Und das auch nur im Bezug auf einige wenige Krankheiten. Im Anschluss würde die Fruchtwasseruntersuchung folgen - damit man "Gewissheit" hat. Eine nicht ganz harmlose Untersuchung. Auch hier wird nur festgestellt, wonach gesucht wird. Den Triple-Test hab ich aus den gleichen Gründen nicht machen lassen.

Du bist noch relativ jung, ein erhöhtes Risiko liegt also nur vor, wenn in deiner Familie bereits behinderte Kinder geboren wurden.

Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen finde ich toll - aber als Zwillingsschwanger bekomm ich die so.#freu

Du solltest den Feinultraschall im 5. Monat in Anspruch nehmen, da hier Entwicklungsverzögerungen etc. genauer erkannt werden.

Wichtig finde ich die Tests nach Toxoplasmose, Röteln etc. (bei bestehendem Impfschutz fallen einige davon wieder weg)

Den Glucosetoleranztest werde ich auch machen, da ich schon ein dickes Baby bekommen habe.:-(

Dann lass ich noch den Streptokokkentest machen, weil meine FÄ meinte, diese Bakterien könnten für die Babys gefährlich werden.

LG Marion mit #ei#ei

Beitrag von jane_31 07.09.06 - 11:18 Uhr

Hallo Manu,

Ich habe das meißte nicht gemacht.

Die erten drei Monate war ich nur einmal beim FA um abzuklären, das es sich nicht um eine Eileiterschwangerschaft handelt,
dann SS genossen und in der 14 SSW Organscreening um zu schauen ob es überlebensfähig ist (Nieren da , Rücken geschlossen) ... weil das die Punkte gewesen wären, die mich zu einer Abtreibung tendieren lassen hätten.

Jetzt im letzten Drittel gehe ich erst regeläßig, da man jetzt ja auch schon viel machen kann, wenn etwas nicht stimmt.

Die ganzen Sachen, die nur so-und-so viel % sein könnten, oder so oder so stark ausgeprägt usw. wollte ich gar nicht wissen.
Ich habe inzwischen von so viel Fällen gehört, in denen die Fruchtwasseruntersuchung dramatische Ergebnisse gebracht hat und am Ende ein kerngesundes Kind rauß gesprungen ist.
Außer bei den beiden oben genannten fällen die man ja eindeutig sehen kann, würde ich mich aber auch nie freiwillig für einen Abbruch entscheiden. Ich würde mein Kind auch lieben und versorgen wollen, wenn es schwer behindert wäre.

D.h. ich tendiere zu so wenig Untersuchungen wie möglich. Aber das muß jeder für sich entscheiden. Wenn man auf jeden Fall kein behindertes Kind haben möchte, sollte man wohl besser soviel Untersuchungen in Anspruch nehmen wie möglich.

Viele Grüße und eine schöne Schwangerschaft,

Iliane

Beitrag von manu73 07.09.06 - 13:25 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten.

Ich werd mir das ganze noch mal gemeinsam mit meinem Schatz anschauen und auch noch mal mit meinem FA darüber sprechen. Wir haben ja noch Zeit!

Schönen Tag noch

Lg manu - 7.SSW

Beitrag von jokerheed 07.09.06 - 18:28 Uhr

Hallo Manu,

die Nackenfaltenmessung habe ich in der 1. SS machen lassen, da ich eine Überweisung hierzu bekommen habe und sie mich nichts gekostet hat. Jetzt in der 2. SS habe ich darauf verzichtet, da es ja doch kein eindeutiges Ergebnis bringt, sondern nur in Verbindung mit einer Fruchtwasseruntersuchung (wenn man was auffälliges entdecken würde, um Klarheit zu kriegen, wie schlimm die Behinderung ist). Aber ich könnte mich nicht gegen das Kind entscheiden und die ganze SS über zu grübeln, wie es werden wird, das würde mich verrückt machen. Vor einer Fruchtwasseruntersuchung hätte ich zuviel Angst.

Dagegen werde ich den Organ-US machen lassen, der war in der 1. SS sehr schön. Ich fühl mich ganz wohl dabei, da evtl. Organfehler oder Entwicklungsverzögerungen gut entdeckt werden können und man so was dagegen machen kann. Sollten irgendwelche Missbildungen oder Organe nicht richtig ausgebildet sein, kann man in eine Spezialklinik zum Entbinden gehen und die Ärzte/Hebamme ist darauf vorbereitet. Und das US-Gerät in der Klinik ist einfach genauer als das beim FA.

LG Heidi

Beitrag von anne_loewe 07.09.06 - 20:08 Uhr

Liebe Manu,

wenn sich ein Paar absolut kein Leben mit einem behinderten Kind vorstellen kann, lohnt es sich ev. die Untersuchungen zu machen. Allerdings muss man natürlich bedenken, dass das Kind jederzeit während der Geburt oder im seinem Leben behindert werden kann.Zudem lassen sich nur ein Bruchteil der möglichen Behinderungen sicher diagnostizieren.
Wenn Du Dir sicher bist, dass Du das Kind nicht abtreiben möchtest, egal was ist, kannst Du Dir die Untersuchungen ruhig sparen.
Zudem gibt es das Risiko einer Fehlgeburt zu bedenken. Dein Risiko einer Trisomie21 beim Kind ist ungefähr 1:1000. Das Risiko Dein Kind durch die Untersuchung des Fruchtwassers zu verlieren ist 1:100.
Wir haben uns gegen die Untersuchungen entschieden und wollen das Kind so annehmen und lieben wie es ist.

Viel Glück!
Anne