Wie soll ich mich verhalten?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von mg83 07.09.06 - 11:15 Uhr

Hallo!

Ich bin in einer schwierigen Situation und brauche eure Meinung oder Tipps, wie ich mich verhalten soll.

Kurz erklärt: Vor 3 Wochen hat mir mein Mann (wir sind 23 Jahre zusammen) erklärt, er überlegt, sich von mir zu trennen.
Schock für mich - war das letzte, womit ich gerechnet hätte.

Wir haben in den nächsten 2 Wochen viel gesprochen und bei ihm sind einige Punkte herausgekommen, die ihn seit Jahren immer mehr stören - die sich teilweise von einer Mücke zu einem Elefanten entwickelt haben - ohne dass er was gesagt, oder ich was bemerkt hätte.

Durch diese Situation habe ich natürlich auch viel über mich und mein Verhalten nachgedacht und er hat bei vielen Dingen recht, die sich eingeschlichen haben.

Ich habe nun schon einiges geändert und er hat das auch gesehen und anerkannt ( Zitat: ... ich hätt' schon früher was sagen sollen, ... ich seh' ja, dass du dich bemühst, ... so was machen wir jetzt jedes Jahr usw.)

Totzdem habe ich furchtbar angst, dass ich wieder irgend etwas falsch mache und er dann wirklich geht. Jedesmal, wenn er nicht so gut drauf ist, denke ich sofort - jetzt überlegt er wieder - ich geh' ihm wieder auf die Nerven.

Einige Punkte was ihn stört zum besseren Verständnis:
Wir haben kaum Besuch, Freunde
ich lebe mein eigenes Leben
wir leben nebeneinander her
wir lachen nicht miteinander
ich bin so starr bzw. denke so eng .....

Was ich schon bisher geändert habe, habe ich aus eigener Überzeugung gemacht - ich hab' mich also nicht für ihn verstellt!

Trotzdem ist das für mich im Moment wie ein Eiertanz - ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich will ihm ja auch nicht "hineinkriechen" oder mich erniedrigen, so dass er den Respekt vor mir verliert.
Es heißt auch immer, man soll auch Dinge ohne den Partner machen - das macht einen attraktiver: aber wenn er schon sagt, wir leben nebeneinander her - ist das doch auch der falsche Weg, oder?

Ich kann jetzt auch auf der Stelle keine Bekannten herzaubern, mit denen man mehr unternimmt.
Wir machen jetzt wieder mehr Spaziergänge - aber das ist ja auch nicht alles.

Er ist überhaupt ein Mensch, der wenig spricht und meint, ich müsse es ja so wissen. Daher hab' ich jetzt echt angst, dass das nochmals passiert - ich kann einfach seine Gedanken nicht lesen und weiß nicht, was in ihm vorgeht.

Und so genau nachzubohren traue ich mich auch nicht mehr ..... das letzte Mal hat das zum Eingeständnis seiner Trennungsabsichten geführt.

Ich weiß einfach nicht weiter - wie kann ich mir je wieder sicher sein und ein beruhigtes Leben führen? #kratz

Beitrag von cephir 07.09.06 - 11:25 Uhr

Und was hat er geändert?????

Beitrag von mg83 07.09.06 - 11:34 Uhr

Das Problem ist, dass mir ja weder etwas gefehlt noch genervt hat - was hätte ich also sagen sollen, dass er ändern soll?

Ich habe ihm gesagt, ich hätte mir gewünscht, er hätte vorher über seine Wünsche geredet bzw. mir gesagt, was nicht passt und dass er das im Zukunft sofort redet!

Beitrag von cephir 07.09.06 - 11:47 Uhr

hmmm mein spruch ist und bleibt :Ein #hundallein beisst sich nicht......

#gruebeldamit meine ich - es kann nicht ALLES an dir liegen#gruebel

Und er kann doch nicht mr perfekt sein#kratz

ist er dich evtl einfach satt???#gruebel

Beitrag von hm 07.09.06 - 11:49 Uhr

du hast nichts an ihm auszusetzen?

hört sich doof an, aber allein aus dem grund würde ich eure beziehung schon in frage stellen.

du scheinst ja sehr genügsam und langweilig zu sein...bitte, bitte versteh mich richtig, ich meine das nicht böse #liebdrueck

Beitrag von mg83 07.09.06 - 12:09 Uhr

Ja, hört sich doof an.

Ich meine damit aber nicht, dass ich nicht öfter auch anderer Meinung bin, aber alles toll finde, was er macht.
Nur sind das Kleinigkeiten, über die ich immer hinwegsehen konnte und kann.

Das mit langweilig stimmt wahrscheinlich auch - so nach den Erlebnissen der letzten Jahre war ich nur froh, wenn ich überhaupt schlafen konnte.

Doch das sind Dinge, die waren ja auch nicht immer so - daher bin ich der Meinung, das kann man auch wieder ändern, wenn es einem bewußt (gemacht) worden ist.

Ich fürchte einfach, jetzt in dieser instabilen Phase Fehler zu machen!

Beitrag von mili21 07.09.06 - 11:32 Uhr

Hallo!
Auf der einen seite ist es gut, dass ihr geredet habt, auf der anderen: Das stört ihn schon 23 Jahre???? Und was bitte unternimmt denn Dein Mann, damit es besser läuft? Wo sind seine Bekannten/ Freunde und wieso bringt er Dich nicht zum lachen? Du bist doch kein Animateur, sowas kommt doch von beiden Seiten. Mir scheint dein Gatte ziemlich bequem und selber eingefahren, und bestimmt viel zu faul um sich zu trennen. Forder Du ihn auch mal und vor allem bist Du kein Telepath, er muß sich schon äußern, und sag ihm mal, was Dich an ihm stört!
Ich verstehe Deine Unsicherheit, aber laß dich nicht so unter Druck setzen, zu einer gut funktionierenden Ehe gehören immer 2. Und sooo schlimm kanns ja nicht sein, wenn es 23 jahre gehalten hat? hat er vielleicht eine Midlifekrise?
Mili21

Beitrag von mg83 07.09.06 - 11:50 Uhr

Hi mili21!

Wir sind seit 23 Jahren zusammen, seit 9 Jahren verheiratet. Ich bin 40, er 48.

Das mit der Midlifecrises habe ich mir auch schon überlegt - es kamen ja auch Sätze wie ... so will ich nicht leben, das kann ja nicht alles sein ...

Du hast schon recht, dass sich das jetzt ziemlich einseitig anhört, aber ich hab' schon wirklich den großen Anteil an den eingeschlichenen Verhaltensweisen - ich war einfach zu bequem und zu müde. In den letzten 6 Jahren ist es meinen Eltern immer schlechter gegangen, mein Vater ist 2002, meine Mutter heuer verstorben und auch beruflich hatte ich einen Chef, der mich fertig gemacht hat - das hat mich schon alles ausgelaugt, so dass ich zu nichts mehr Lust hatte.

Ich weiß, ich setze mich unter Druck, aber ich fürchte, wenn er vielleicht irgendjemand kennen lernt, das Neue, Frische und Spannende ... dann wird er nicht zu bequem sein sich zu trennen. Wir haben auch keine Kinder.

Natürlich will ich mit ihm kommunizieren - aber es ist schwer. Über seine Arbeit redet er auch nicht so gern - dort ärgert ihn auch viel, was er nicht ändern kann. Ich kann von mir erzählen, oder über gemeinsame Erlebnisse reden - aber das ist irgendwie nicht so ausgiebig.
Eigentlich will ich ja wissen, was in IHM vorgeht.

Beitrag von mili21 07.09.06 - 12:13 Uhr

Schau Dir mal an, was Du geschrieben hast, mit deinen Eltern, deinem Job, Du hast durchaus eine Entschuldigung…Dein Partner sollte dich eigentlich aufbauen in so schweren Zeiten und sich etwas ausdenken, um Dich auf andere Gedanken zu bringen und Dich aus dem Trott zu reißen. das hat er auch nicht geschafft! Also ich finde, Du hast da auch was zu bemängeln. Mehr als das Gespräch suchen, kannst Du nicht tun…und ich finde Deine Situation ziemlich schlimm.
Und das mit der Midlifekrise finde ich nicht abwegig…
Liebst Du ihn noch? Willst Du mit ihm altwerden?

Beitrag von mg83 07.09.06 - 12:26 Uhr

Ja, ich liebe ihn wie am Anfang und will auf jeden Fall mit ihm alt werden.

Wie sehr, habe ich in den letzten Wochen sehr schmerzlich erfahren.

Wir haben recht viel zusammen durchgestanden, um so weit zu kommen und unsere Ziele zu erreichen.

So ist es ja auch nicht, er hat in dieser Zeit schon immer zu mir gestanden und mir geholfen. Was ich ihm halt ankreide ist, dass er nicht sofort gesagt hat, dass ihm was nicht passt - dass er das Gefühl hat was zu versäumen.

Auf die Frage warum nicht, hat er mir gesagt: Das hätte eh nichts genützt.
Und dann einmal in den letzten Tagen: ich hätte nicht gedacht, dass du so darüber nachdenkst.

Ich möchte einfach unsere Kommunikation verbessern und weiß nicht, wie ich das anfangen soll - ich will ihn ja auch nicht nerven #gruebel.

Beitrag von mili21 07.09.06 - 12:36 Uhr

Dann versuch doch mal ungewöhnliche Situationen zu schaffen, romantisch Essen gehen, Kurztrips in eine schöne Stadt, ect. Dann habt ihr neue Erfahrungen, über die ihr reden könnt und du kannst die Situation vielleicht nutzen über seine Wünsche, Ängste, etc. zu reden. Was sind eure weiteren gemeinsamen Ziele, usw.
Ich hoffe, ihr werdet glücklich miteinander alt!!!!!!!
Alles Liebe!
Mili21

Beitrag von mg83 07.09.06 - 13:16 Uhr

Danke für die Tipps!

Ich hab' mir das eh' so gedacht. Wir werden ja sehen, was die Zeit bringt.

Auf jeden Fall will ich es versuchen.
Es heißt ja so schön: Wenn du dich änderst, bewirkt das auch irgendeine Änderung bei deinem Gegenüber.

Es ist halt die momentane Unsicherheit nach diesem Schock, die mir zu schaffen macht.

Beitrag von cowflat 07.09.06 - 14:14 Uhr

*Es heißt ja so schön: Wenn du dich änderst, bewirkt das auch irgendeine Änderung bei deinem Gegenüber. *

Das hast Du schön gesagt!

Hallo erstmal!

Ich habe alle postings gelesen. Also ich finde es zwar schade, dass Dein Mann nach vielen Jahren aufeinmal kommt und sagt, was ihm schon sooo lange nicht (mehr) gefällt.
Aber: Er hat´s nun gesagt! Und Du hast drauf reagiert! Und: Er nimmt es wahr und an. Finde ich schonmal toll!
Dass Du nun noch unsicher in Deinem Verhalten bist, kann ich verstehen. Es ist ja auch eine neue Situation. Raus aus dem Alltagstrott, rein in Veränderungen... Schritt für Schritt.

Du schreibst irgendwo, dass es ja gut sein soll, wenn jeder sein Ding macht. Schon richtig. Aber es muß im ausgewogenen Anteil auch gemeinsame Unternehmungen geben. Keine Freunde...? Sucht Euch ein gemeinsames Hobby: Tanzen gehen in einer Tanzschule? Sport... Tennis? Bowling? Ach, es gibt so vieles. Dort lernt Ihr bestimmt schnell Leute kennen und entwickelt vielleicht Freundschaften. Durch solche Unternehmungen seid Ihr auch untereinander gelöster im Umgang. Habt Spass. Lacht zusammen.

Ach, ich finde, Ihr seid auf dem richtigen Weg! Das freut mich richtig! Ganz bestimmt. Nun müsst Ihr weiter dran arbeiten.

Alles Liebe #liebdrueck

Beitrag von mg83 07.09.06 - 14:32 Uhr

Hallo cowflat! #danke

Es tut echt gut, deinen Beitrag zu lesen.

Ich seh' das auch so, alles auf einmal geht nicht zu ändern - hat ja auch Jahre gebraucht so zu werden.

Dieser Schock war auch für mich wichtig! Ich habe mich selbst kritisch betrachtet und mir einmal überlegt, was ich eigentlich vom Leben will, was mir wirklich wichtig ist. Und ich musste feststellen, das das Leben an mir vorbeigeht.

Ich habe eine Liste geschrieben, für mich - aber auch mit der Bitte an ihn, aufzuschreiben was ihm noch einfällt - was mir derzeit an mir nicht gefällt und was ich für MICH (und in weiterer Folge natürlich auch für uns) ändern möchte.
Die lese ich mir immer wieder durch und versuche die Punkte langsam zu ändern. (Er will nichts mehr draufschreiben, weil die ist eh' schon so lang).

Es reichen ja schon kleine Gesten der Aufmerksamkeit - zB. hat er sich über eine kleine Rose ohne besonderen Grund sehr gefreut - um die Wertschätzung zu zeigen.

Aber ich hab' halt auch angst, es womöglich zu übertreiben. Ich will ja auch nicht ins andere Extrem fallen, ich will ihn auch nicht erdrücken.

Ich glaube, das wird noch ein dorniger Weg, bis ich innerlich wieder die Sicherheit und Geborgenheit spüre, die ich vorher hatte.

Liebe Grüße

Beitrag von cowflat 07.09.06 - 15:39 Uhr

An Euch sollten sich mal einige einen Beispiel nehmen, wirklich. Ich drücke Euch ganz, ganz feste die Daumen, dass Ihr die Kurve kriegt... und ich finde, Ihr seid schon halb durch ;-)

Durch so einen "Wachrüttler" wird einem oft selbst erst bewußt, dass man mit seinem Leben eigentlich selbst auch nicht zufrieden ist. Man lebt es eben irgendwie so vor sich hin. Also wird es es Zeit, etwas für sich zu tun... und somit auch gleichzeitig für die Partnerschaft.

Mit der Rose ist ein schönes Beispiel! Ich hoffe, solch´kleine Gesten kommen auch mal von Deinem Mann?

Du wirst ihn schon nicht erdrücken... Dir erscheint es vielleicht nun viel auf einmal, was an Veränderungen geschieht, weil es eben vorher nicht so war.
Ihr solltet auf jeden Fall weiterhin ganz offen zueinander sein und über Eure Gefühle sprechen! Über die Veränderungen! Wie Ihr Euch dabei fühlt.
Wichtig ist doch auch, dass Du selbst das Gefühl hast, Dich nicht für Deinen Mann zu verstellen, sondern dass Du Dich selbst gut dabei fühlst. Das wird auch Dein Mann bemerken.

Wäre schön, mal wieder von Dir zu hören, wie sich alles weiterentwickelt!

Ganz liebe Grüsse und Toi Toi Toi

Beitrag von mg83 07.09.06 - 15:57 Uhr

Werde auf jeden Fall erzählen, wie es weitergeht!

Übrigens hat er auch solche kleinen Gesten - ist zwar jetzt schon länger her, aber er kann es (aber prinzipiell nur dann, wenn es nicht von ihm verlangt wird! ;-) - also nix mit Valentinstag).

Ich fühle mich auch wie ausgewechselt. Voller Tatendrang - ich kann's nur noch nicht richtig umsetzen. Es ist einfach bei allen Situationen (ja.... auch da #hicks) eine ganz andere Qualität der Beziehung.

Jetzt brauch' ich ihn nur noch mehr zum Reden bringen - vielleicht ist es ja ein Ansporn, dass sein Ausbruch was genützt hat #kratz?

Übrigens werde ich jetzt stark darüber nachdenken, was wir gemeinsam unternehmen könnten (danke nochmals für den Tipp), was ihm Spaß machen würde. Vielleicht hilft ja "Kopf-schief-halten".

Ich werd' auf jeden Fall alles tun, was in meiner Macht steht.

Liebe Grüße #freu

Beitrag von cowflat 07.09.06 - 16:23 Uhr

Das ist auch am schönsten... mein Mann bringt mir auch mal einen Strauß Blumen mit, einfach so. Vielleicht 3-4x im Jahr. Aber zum Valentinstag, Ostern und so bekomme ich nix. Da denkt er einfach nicht dran... und ich find´s gar nicht schlimm. Dieses Zwischendurch ist viel ehrlicher.

Toll, dass sich die Qualität Eurer Beziehung schon in allen (!!!) Bereichen verbessert hat!
Du bist echt drollig. Muß ich mal so sagen. Wie wachgeküßt, kommst Du mir vor... soweit ich das durch die paar Zeilen beurteilen kann. Richtig schön!

Und Ihr findet bestimmt noch etwas, was Euch gemeinsam Spass macht!!

Also, ich freue mich, wenn Du mich ab und zu auf dem Laufenden hältst ;-)!

Beitrag von mg83 21.09.06 - 09:31 Uhr

Hallo cowflat!

Wollte mal einen kurzen Zwischenbericht geben.

Im Prinzip läuft es im Moment (meiner Meinung nach) recht gut.
Ich versuche wirklich auf ihn einzugehen, mit ihm über seine beruflichen Sorgen zu reden, ihm Mut zu machen.

Auch bei der Führerscheinprüfung seines Sohnes gestern haben wir vorher gemeinsam gezittert und versucht ihn zu unterstützen. Er hat es geschafft #freu.

Trotzdem habe ich immer wieder Panikattacken, ich fürchte etwas nicht richtig oder zu wenig zu machen. #schmoll
Er hat mir seit dem Crash 1x gesagt "ich liebe dich" - ich sage es ihm fast täglich. Seine Antwort darauf "hmmm - aha". Wenn ich sage "ich hab' dich gern" sagt er: "ich mich auch".
Das macht mich wahnsinnig. #heul
Ich muss aber dazu sagen, er hat das auch am Anfang unserer Beziehung von sich aus nicht (oft) gesagt, aber es kam dann zumindest "ich dich auch".

Natürlich ist die Situation im Moment schwierig, vielleicht habe ich auch zuwenig Geduld. Drängen wollte er sich, was diese Sätze angeht, noch nie lassen, dann macht er ganz zu - deshalb tu ich das auch nicht.
Trotzdem bin ich verunsichert und denke mir gleich wieder ... eh schon wissen. #gruebel

Ich würde auch gerne mit ihm über meine Ängste sprechen, aber ich fürchte mich davor. Einerseits, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist, andererseits, habe ich Angst vor der Antwort!#schwitz

Ich hab' echt keine Ahnung, was ich tun soll #kratz

Tja, soviel für den Moment
lg

Beitrag von cowflat 21.09.06 - 11:52 Uhr

Hey, das ist ja schön von Dir zu hören! Freue mich darüber!

Und noch mehr freue ich mich darüber, WAS ich lese! Hört sich doch gut an.
Aber Deine Unsicherheit ist immer noch da, was?
Naja, setze Dich damit nicht unter Druck. Überleg´ doch mal: Ihr fangt im Grunde ja wieder von vorn an... das Festgefahrene, das Auseinandergelebte, was sich all´ die Jahr unbemerkt eingeschlichen hat... Irgendwie entdeckt Ihr Euch doch nun ganz neu. Das braucht schon seine Zeit.

Und lege nicht zu viel Bedeutung in die Worte "Ich liebe Dich". Klar, sie sind wichtig. Aber sie müssen auch von Herzen kommen. Nicht so dahingesagt, weil´s der andere gern hören will.
Ich habe damals gut 6 Monate auf das erste Mal "Ich liebe Dich" von meinem Mann warten müssen #schmoll, aber als er es sagte, wußte ich, er meint es von ganzem Herzen so. Auch nun kommt es ganz selten. Meist ein "Ich hab Dich lieb", oder einfach nur Gesten. Wenn er es sagt, ist es etwas ganz besonderes für mich.

Trotzdem kann ich Dich verstehen, ich mußte direkt bisschen schmunzeln eben! Ein "Ich mich auch" würde mich auch kirre machen!

Aber Du sagst ja, er konnte das auch am Anfang Eurer Beziehung schon nicht so zum Ausdruck bringen.

Es hört sich aber wirklich so an, als wenn Ihr auf dem richtigen Weg seid.
Hat Dein Mann sich denn nochmal geäußert, dass er die bisherigen Veränderungen wahrnimmt und gut findet? Habt Ihr schon im Freizeitbereich etwas neues angefangen? Ok, das geht nicht so auf die Schnelle.... Ihr sollt ja auch was passendes finden.

Dir wird nichts anderes überig bleiben, als Deine Ängste anzusprechen. Es wäre das verkehrteste, wenn Du Deine Gefühle verschweigst. Auch wenn er nicht der grosse Redner ist, so nimmt es doch wahr, was Du sagst. Und wenn er erstmal nur für sich drüber nachdenkt...
Drängen solltest Du ihn nicht, und Ihn auch nicht zuoft damit konfrontieren. Und mache ihm keine Vorwürfe, sondern sag wirklich "Ich habe Angst, daß.... Ich habe das Gefühl, daß...., Mir geht es nicht gut bei dem Gedanken, daß..."

Angst vor dieser Art Gespräche und seiner Antwort darfst Du nicht haben, sonst kommt Ihr nie weiter.

Halt mich weiter auf dem Laufenden!! Würde mich freuen!! Kannst mir auch gern unter cowflat@gmx.com schreiben.

Alles Liebe!