fand ich mal spannend zu lesen....

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von carmen7119 07.09.06 - 13:34 Uhr

28 Tage voll Veränderungen




Für die meisten Frauen ist die monatliche Blutung einfach nur lästig. Sieht frau allerdings hinter das Geschehen, wird klar, welcher Aufwand da von unserem Körper betrieben wird. Allein deshalb lohnt es sich, die Vorgänge im eigenen Körper einmal näher zu beobachten.



Ablauf des weiblichen Zyklus



Ein Zyklus dauert vom ersten Tag der Regelblutung bis zum Tag vor der nächsten Periode. In welchem Zeitraum sich dieser Prozess abspielt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei den meisten Frauen beträgt er etwa 25 bis 35 Tage. Auch bei ein und derselben Frau kann die Länge des Zyklus von Monat zu Monat schwanken. Aufregung, Stress, Krankheiten, Ernährung, Rauchen oder Alkoholkonsum spielen dabei eine Rolle.



Der Zyklus kann grob in zwei Hälften geteilt werden. Die erste Zyklushälfte erstreckt sich vom ersten Tag der Periode bis vor den Eisprung (Ovulation), die zweite Hälfte dauert vom Eisprung bis zum Tag vor der nächsten Regelblutung. Während die erste Hälfte starken zeitlichen Schwankungen unterliegen kann, dauert die zweite Hälfte in der Regel immer gleich lang; nämlich etwa 14 Tage.



Hormone als Weichensteller



Um ein Ei 'springen' zu lassen, ist ein Zusammenspiel verschiedener Zentren und Hormone nötig. Der Zyklus wird durch fünf Hormone bzw. Hormongruppen geregelt: Durch die Östrogene, die Gelbkörperhormone (auch Gestagene), durch das luteinisierende Hormon (LH), das folikelstimulierende Hormon (FSH) und das GnRH (Gonadotropin freisetzende Hormon). Produziert werden diese Botenstoffe hauptsächlich im Zwischenhirn (Hypothalamus), in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und/oder in den Eierstöcken.



Die erste Hälfte – Menstruationsphase (Blutungsphase) und Proliferationsphase (Aufbauphase)



Der erste Tag des Zyklus beginnt mit der Monatsblutung. Mit ihr wird die zuvor aufgebaute Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, pro Blutung verliert die Frau etwa 40 ml Blut (das sind etwas weniger als drei Esslöffel voll). Dabei zieht sich die Muskulatur der Gebärmutter zusammen, was zu den Schmerzen führt, die viele Frauen während der Regel begleiten. Durch die hormonelle Steuerung beginnen zum Ende der Blutung wieder die Aufbauprozesse im Eierstock, die Blutung wird gestoppt.



Nach der Periode beginnt die Proliferationsphase, in der die Schleimhaut wieder aufgebaut wird. Sie dauert bis zum Eisprung. Durch den Einfluss des GnRH werden das folikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH) freigesetzt. Das FSH führt zur Reifung einiger Eibläschen (Primärfollikel) in den Eierstöcken. Letztlich wird beim Eisprung jedoch nur eine Eizelle freigesetzt. Dieses Follikel schüttet Östrogene aus, die den Rest der ersten Zyklushälfte dominieren. Die Östrogene sind auch dafür verantwortlich, dass der Schleim am Gebärmutterhals (Zervixschleim) dünner und für Spermien leichter passierbar wird. Sie sorgen auch für den Heißhunger auf Süßes.



Am Ende dieser Phase erreicht der Östrogenspiegel im Blut eine bestimmte Konzentration, durch die die LH-Konzentration erhöht wird. Das LH löst den Eisprung aus, die nächste Phase beginnt.



Die zweite Hälfte – Sekretionsphase (Gelbkörperphase) und Ischämiephase (Sauerstoffmangelphase)



Nach dem Eisprung bleibt an der Stelle, an der zuvor die Eizelle war, der so genannte Gelbkörper zurück. Er produziert das Gelbkörperhormon Progesteron, das dominierende Sexualhormon der zweiten Zyklushälfte. Progesteron regt in den Drüsen der Gebärmutterschleimhaut die Produktion von Drüsensekret an. Gleichzeitig hemmt es die Hormonproduktion in der Hirnanhangdrüse, wodurch verhindert wird, dass im Eierstock weitere Eibläschen reifen.



Die Eizelle wandert von den Eierstöcken über die Eileiter in Richtung Gebärmutter. In den Eierleitern ist es etwa zwölf Stunden lang befruchtungsfähig. Da die Spermien etwa vier Tage befruchtungsfähig bleiben, wird die fruchtbare Zeit sicherheitshalber mit neun bis zehn Tagen angenommen.



Während die Eizelle zur Gebärmutter wandert, wird in der Gebärmutterschleimhaut vermehrt Glykogen eingelagert, die Speicherform von Glukose. Bei einer Befruchtung dient es dem Embryo in den ersten Wochen als Nahrung. Kommt es zu keiner Schwangerschaft, versiegt die Progesteron-Produktion, was zum Zusammenziehen der Arterien in der Gebärmutterschleimhaut führt. Dadurch entsteht ein Sauerstoffmangel, durch den die Schleimhaut abstirbt und mit der Menstruation abgestoßen wird.



Am Ende des Zyklus stehen niedrige Progesteron- und Östrogenwerte, die der Hypophyse signalisieren, wieder vermehrt FSH und LH zu produzieren und einen neuen Zyklus einzuleiten.



PMS: Verstimmt vor 'den Tagen'



Etwa jede dritte Frau im gebärfähigen Alter kennt das Prämenstruelle Syndrom (PMS); die leidigen 'Tage vor den Tagen'. Zwischen Eisprung und erstem Tag der Regelblutung macht es sich durch körperliche und psychische Beschwerden bemerkbar; beispielsweise durch Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Schmerzen in der Brust, Kopf- oder Rückenschmerzen. Mit dem ersten Tag der Regel sind die Beschwerden wie weggeblasen.



Viele Faktoren, die das Prämenstruelle Syndrom begünstigen, lassen sich von den betroffenen Frauen selbst beeinflussen. Der wichtigste ist sicherlich das emotionale Befinden. In den "schwierigen" Tagen sollte zusätzlicher Stress so weit es geht vermieden und für seelisches Wohlbefinden gesorgt werden. Ein heißes Bad zeigt oft schon erstaunliche Wirkung. Auch autogenes Training oder andere Entspannungstechniken helfen, mit den Beschwerden besser fertig zu werden. Ein überaus wirksames Antidepressivum ist Sport. Beim Joggen, Fahrradfahren, Schwimmen und selbst bei einem leichten Spaziergang schüttet das Gehirn Endorphine aus: "Glückshormone", die Stimmungsschwankungen entgegen wirken.



Studien haben gezeigt, dass auch die Ernährung das PMS günstig beeinflussen kann. Frauen, die den Konsum tierischer Fette reduziert und sich dafür kohlenhydratreich ernährt haben, litten unter deutlich weniger Beschwerden. Weniger Salz mildert die Wassereinlagerungen. Kurzfristige Erfolge sind allerdings nicht zu erwarten, den gewünschten Effekt bringt nur eine langfristige Ernährungsumstellung.






Versuchen Sie, stärkehaltige Lebensmittel zu essen, besonders in der Zeit vom Eisprung bis zum Einsetzen der Periode.



Vermeiden sie Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel. Sie führen zu einem raschen Anstieg und Fall des Blutzuckerspiegels. Besser ist es, ihn durch kohlenhydratreiche Kost langsam anzuheben und konstant zu halten.



Faserreiche Lebensmittel (Vollkornprodukte, Obst, Gemüse) können Verstopfung verhindern. Voraussetzung ist allerdings, dass zu Vollkornprodukten ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird, um Blähungen oder ähnliche Beschwerden zu verhindern





#herzlich
carmen die viel glück wünscht:-)

Beitrag von fritzi13 07.09.06 - 14:05 Uhr

Danke .. echt interessant - alles mal auf einen Blick ...

#liebdrueck

Beitrag von carmen7119 07.09.06 - 14:07 Uhr

;-)

#liebdrueck#herzlich#liebdrueck