SO halte ich das nicht noch 2 1/2 Monate durch!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kaeptnblaubaer 07.09.06 - 20:27 Uhr

HI IHR LIEBEN!

Ich habe hier schon 3, 4, 5 mal wegen dem gleichen Problem gepostet, aber bisher konnte mir leider noch niemand wirklich helfen.

Es geht um das Stillen. Luis ist 10 Wochen alt und beim Stillen gibts immer Theater: er trinkt mehrere Schlucke, dann lässt er die Warze aus unerklärlichen Gründen los und findet sie nicht wieder bzw. kriegt sie nicht zu packen, auch wenn ich ihm sie ordentlich hinhalte und sein Köpfchen ranhole. Er nimmt sie nicht in den Mund und fängt nicht an zu saugen! Muss ihm dann immer nen Schnulli geben, dann muss er da ne weile dran nuckeln bis er wieder ruhig geworden ist und dann ziehe ich den Schnulli raus und stecke ihm schnell wieder meine Brust in den Mund. Dann gehts wieder für 3 bis 4 Schlücke gut und das Spiel beginnt von neuem.

Nichts hilft, auch Päuschen und Bäuerchen nicht. Nur Geschrei, nur Theater - und das momentan alle zwei Stunden. Er macht das seit er etwa zwei Wochen alt ist und nen Tipp hatte bisher niemand für mich.

SO halte ich das nicht noch 2 1/2 Monate durch. Ich will ja stillen aber so macht es keinen Spaß, es ist der reinste Stress.

Wenn ich dagegen Milch abgepumpt habe und mein Mann oder ich ihm die Flasche geben ist es das einfachste und ruhigste auf der Welt, keine Probleme!

Kann es sein, dass mein Sohn einfach kein Still-Freund ist? Gefällt ihm das Trinken an der Brust nicht oder kann er es nicht? Gibt es sowas?

Hat noch jemand Ratschläge wie ich das durchhalten soll?

Liebe Grüße, Claudia & #baby Luis

Beitrag von babydream82 07.09.06 - 20:38 Uhr

Hallo,
kann dir leider nicht viel weiterhelfen,will dir aber vielleicht etwas Mut machen. Bei mir hat es mit dem Stillen leider auch nicht geklappt. Ich und meine Tochter wir haben uns 11 Wochen geplagt mit der Stillerei sie wollte alle Stunde an die Brust, hier im Forum habe ich dann immer die Antwort bekommen das das normal wäre aber wir beide waren einfach nicht zufrieden. Nach 11 Wochen habe ich zuerst auf Pre (inzwischen schon die 1er) umgestellt und seitdem ist sie wie ausgewechselt sie ist ein richtig glückliches zufriedenes Baby und wir haben einen tollen 3-4 Stunden Rhytmus.
Will dir damit einfach sagen das man auch ohne Stillen ein gute Mutter sein kann und die Kinder auch so zufrieden sind. Ich wollte auch unbedingt stillen aber so ist es echt bessser und hätte ich das früher gewußt hätte ich schon früher umgestellt.
Letzten Endes ist es jedem seine eigene Entscheidung aber du brauchst dir auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen zureden falls du das Fläschen gibst.
Hoffe ich konnte dir etwas helfen.
Liebe Grüße

Beitrag von frosti1977 07.09.06 - 20:38 Uhr

Hallo Claudia,

an deiner Stelle würde ich mich bei einer Stillberaterin melden. Kontaktiere doch mal die La leche Liga.

Françoise, Luis und Ramon

Beitrag von nikajade 07.09.06 - 20:41 Uhr

Hallo Claudia,

ehrlich gesagt, würde ich bei so einem Theater abpumpen und mit der Flasche füttern. ISt doch prima, wenn er das so mitmacht. So kann auch dein Mann an der Ernährung eures Süßen teilhaben. Viele Männer fühlen sich ja sonst eher etwas außen vor. Gut, es gibt angenehmeres als abzupumpen, aber wenn dafür wieder Frieden ist, ist das doch ein echter Grund sich zu motivieren. Kopf hoch alles wird gut. Du bist doch keine schlechte Mutter, wenn du deinem Jungen die Milch nicht direkt aus der Brust geben kannst. Das Wichtigste ist, dass er Muttermilch bekommt solange es möglich ist.

Liebe Grüße

Nika mit #sonne Yannick (schon fast 7 Monate alt)

Beitrag von mima09 07.09.06 - 20:41 Uhr

Hallo,

hat schon mal jemand geschaut ob dein kleiner ein verkürztes Zungenband hat? Dann klappt das Stillen nicht richtig. Bei meiner kleinen wars so kurz das garnichts ging bis es geschnitten wurde.

Wenns das nicht ist, weiss ich auch nicht weiter.

LG Mirjam + Lisa

Beitrag von malone78 07.09.06 - 20:48 Uhr

Hallo Claudia.

Ist vielleicht ein doofer Tip, aber probier es mal mit Stillhütchen. Dann hat er vielleicht ein ähnliches Gefühl wie wenn er an der Flasche saugt.
Ich "muss" seit Geburt meines Sohnes mit Hütchen stillen, da Luca meine Brustwarze nie richtig zu fassen bekam... Und ähnlich beschreibst Du es auch.
Bei uns klappt es immernoch super und ich bin froh, dass ich mit den Hütchen stillen kann statt gar nicht.
Also wie gesagt, nur ein Vorschlag, ich weiß nicht, ob es bei Euch funktioniert.
Du kannst auch bei der LaLecheLiga auf der Homepage eine Nachricht verfassen und bekommst dann in kurzer Zeit eine Antwort!

Alles Gute! #klee

Sandra und Luca *17.1.2006

Beitrag von elllly 07.09.06 - 20:58 Uhr

Hallo Claudia,

ich wollte nur mal zu bedenken geben, dass die Stillhütchen auch nicht nur ein Segen sind. Die Babys brauchen vier Mal soviel Kraft, um die Milch aus der Brust zu bekommen. Bei mir bekommt der Kleine leider so gut wie gar keine Milch aus der Brust (Stillprobe) und das liegt auch mit am Stillhütchen und sicherlich an ihm, weil er nicht genug Kraft beim Nuckeln aufbringt. Milch wäre vorhanden, denn nach dem Stillen pumpe ich ja noch Milch ab.

Falls Du meinst, dass Luis mit Stillhütchen besser trinkt, dann mach besser eine Stillprobe (Babywaage aus der Apotheke leihen für 2,50 Euro pro Woche), also das Kind vor dem Stillen und nach dem Stillen wiegen, mit der selben Kleidung und ohne die Windeln gewechselt zu haben. Dann siehst Du wieviel er getrunken hat.

LG

Elke

Beitrag von elllly 07.09.06 - 20:50 Uhr

Hallo Claudia,

mir geht es ganz ähnlich wie Dir. Siehe mein Beitrag von heute "Was tun? Versuchen zu stillen oder Fläschchen?".

Mein kleiner Eduard ist jetzt drei Wochen alt und er nimmt die Brust nur mit Stillhütchen und auch nicht immer ohne Protest, die Brustwarze nur mit Geschrei.

Da ich mir und ihm das Geschrei aber nicht antun möchte, versuchen wir jetzt das Stillen mit Brusternährungsset. Hierbei wird mit einem kleinen Schlauch, dem Baby beim Stillen noch zusätzlich Milch in den Mund gegeben, bzw. das Baby saugt sich die Milch sofort und leichter als aus der Brust aus dem Schlauch. Hiermit soll ein positiver Effekt auf das Trinken an der Brust ausgeübt werden und zugleich die Milchbildung aktiviert werden. Außerdem wird der Flaschensauger vermieden, der zu einer Saugverwirrung führen kann. Ich versuche es also damit gerade, aber ob es mir gelingt Eduard von den Vorteilen der Brust zu überzeugen? Meine Hebi meint, es gäbe eben Kinder, die nicht gerne an der Brust trinken und trinkfaul sind.

Wie gesagt mir geht es ganz ähnlich wie Dir! Wünsche Dir alles Gute.

Liebe Grüße

Elke

Beitrag von mico1414 07.09.06 - 21:51 Uhr

Hallo ich hatte mit Tyler das gleiche Problem, jedes stillen war ein echtes Drama. Und als ich dann anfing abzupumpen und die Milch aus der Flasche zu geben war mein Sohn das friedlichste Baby der Welt und mir ging es dann auch besser dabei. Eine Pumpe kannst du in der Apotheke auf Rezept holen die sind elektrisch und das ist super.

Hauptsache er bekommt Muttermilch, woher ist doch egal.

Gruß mico

Beitrag von sparrow1967 07.09.06 - 22:20 Uhr

Hast du schon mal verschieden Anlegetechniken probiert? Hier sind ein paar Anregungen:
http://www.eltern.de/mein_baby/baby_alltag/stillfilm.html

Vielleicht mag er auch nur die Haltung nicht. Körperliche Ursachen ( Kiss o. das erwähnte Zungenbändchen) schon ausgeschlossen worden?

sparrow

Beitrag von ayshe 07.09.06 - 22:33 Uhr

ich habe nur den tipp: frage mal bei einer echt kompetenten stillberaterin nach.

biggi welter bei http://rund-ums-baby.de

oder denise both bei http://rabeneltern.org


ich selber hatte so etwas nie.


lg
ayshe

Beitrag von lana7 08.09.06 - 09:54 Uhr

Hallo!

Hätte nur noch eine Idee:
Vielleicht kommt Dein Kleiner mit den unterschiedlichen Trinktechniken nicht klar. Brust trinkt sich ja schwerer als Flasche und bei Flasche muss er anders saugen als bei Brust. Mir hat man damals auch gesagt, dass meine Kleine eine Saugverwirrung hat, weil im KH mit Flasche gefüttert wurde. Sie wußte einfach nicht, wie sie von der Brust trinken sollte. Da kann Dir sicher eine Stillberaterin oder Deine Hebi am besten helfen.
Meine Kleine trank irgendwann problemlos von der Brust und wird nun mit 7 Monaten immernoch gestillt. Es ist echt praktisch, wenn man nicht ständig Fläschchen machen muss. Aber wenns nicht anders geht, ist doch Flasche auch o.k. Und mit viel Kuscheln bekommt Dein Kleiner auch viel Liebe.

Liebe Grüße
Ina

Beitrag von bw1975 10.09.06 - 20:38 Uhr

Hallo,

ich habe jetzt nicht alle Antworten durchgelesen und bestimmt hat es schon jemand gesagt, aber dadurch das er die Flasche kennt, will er sicher die Brust nicht mehr.

Flasche geht nämlich viiieeel leichter.

War bei uns auch so#schmoll

Gruß bw

Beitrag von sabine78 10.09.06 - 22:54 Uhr

wenn du ihn mit dem schnuller beruhigen musst, dann hat er vielleicht schon zuviel hunger wenn du ihn anlegst? versuch mal ihn früher anzulegen, wenn er noch nicht so hungrig ist.
dass er ein paar schlucke trinkt und dann weint, könnte entweder daran liegen, dass erstmal noch kein milchspendereflex da ist und er dann saugt und es kommt erstmal nichts und dadurch gleich wieder weint. das kannste dadurch verhindern, indem du vorm anlegen schon den milchfluss anregst indem du ein bisschen die brust massierst und die brust ausstreichst, so dass schon gleich milch kommt
oder aber du hast zuviel "druck" drauf und dein kleiner verschluckt sich gleich an den ersten schlücken die kommen. da hilft auch ausstreichen vor dem stillen
vielleicht helfen dir diese tipps...............würde mich echt freuen
ansonsten ist trinken aus der flasche, wie viele schreiben, wirklich einfacher und die kleinen gewöhnen sich teilweise schnell dran. also wenn du wirklich gerne stillst, sofort die finger davon. wenn es weiter nicht klappt wirklich ne stillberaterin ansprechen