Erste Eifersuchtsattacke - wie geht Ihr damit um ??

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von tekelek 07.09.06 - 20:52 Uhr

Hallo !
Ich denke, meine Frage passt am besten in dieses Forum, da hier viele schon mehr als ein Kind haben ...
Heute ist es passiert - Emilia hatte ihre erste Eifersuchtsattacke seit Nevios Geburt ...
Dummerweise war ich alleine mit beiden Kindern, mein Mann meinte, er fahre mal schnell eine halbe Stunde in die Firma, leider wurden dann knapp 2 Stunden draus :-(
Während dieser zwei Stunden wachte Emilia vom Mittagsschlaf auf (mein Mann hatte sie hingelegt bevor er weggefahren ist), ich bin zu ihr hin, erstmal Baby abgelegt und wollte mir ihr kuscheln.
Dann fragte sie nach Papa, der war natürlich nicht da und sie fing an fürchterlich zu Schreien und zu Heulen.
Ihr Bruder machte dann natürlich auch mit, ganz solidarisch #augen und wollte an die Brust. Ich also Kind an die Brust, großes Kind versucht in den anderen Arm zu nehmen, sie hat aber ständig weitergeheult und meinen Arm weggehauen.
Irgendwann saß ich dann mit beiden Kindern auf dem Sofa, habe Emilia angeboten, sie in den Arm zu nehmen, sie heulte und meinte "Nein" und schob meinen Arm weg, Baby schrie und heulte, am Ende heulte ich mit #heul
Ich wußte echt nicht mehr, was ich machen soll. Ablenken kam mir falsch vor, denn sie darf ja ruhig traurig und wütend sein, Schimpfen wäre ebenfalls total daneben, am ehesten kam mir Abwarten geeignet vor, bis sie sich wieder beruhigt hat ...
Wie geht Ihr mit solchen Situationen um ?
Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (20 Monate) und Nevio (4 Tage)

Beitrag von kiki290976 07.09.06 - 21:08 Uhr

Hi Katrin,


da hilft manchmal wirklich nur abwarten. Ist bei Mika genauso, man kann es ihm manchmal einfach nicht recht machen wenn er bockt.

Er war ja damals auch so klein, als Colin geboren worden ist und manchmal bin ich zwischen beiden Kindern hin und hergesprungen, habe versucht, beide zu beruhigen, aber oft haben sie sich gegenseitig hochgeschaukelt.

Habe mich dann auch manchmal einfach mit beiden irgendwo hingesetzt und habe gewartet... und da liefen auch bei mir schonmal die Tränen.

Es werden noch mehr solche Situationen kommen, aber mit der Zeit lernst Du, sie zu meistern und zwar ganz souverän und ohne Tränen.

Viele Grüße und fühl Dich gedrückt

Kerstin mit Mika und Colin

Beitrag von sonni1980 07.09.06 - 21:14 Uhr

Hallo,
uns geht es ebenso. Mein Enno ist 19 Monate älter als Mariele, die jetzt 3,5 Monate ist. Enno hat es anfangs ganz gut weggesteckt. Dann ging es los... er zerrte an meinem Shirt, wenn ich stillte und niemand anderes da war, um ihn zu beschäftigen. Inzwischen ist er anders eifersüchtig. Er lässt mich stillen. Aber er ist oft wütend, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Oft sagt er Aua und haut mich dann oder er tut sich selber weg. Das ist schlimm. Außerdem träumt er nachts schlecht. Ich bin auch manchmal der Verzweiflung nahe. WIr haben jetzt eine Spielgruppe gefunden, in die er nach einer Eingewöhnung ohne Mariele und mich gehen kann. Der Kinderarzt hat das empfohlen. Allerdings würde ich das erst nach einigen Monaten machen, damit der Einzug des Babies und das Weggeben in den Kindergarten nicht miteinander verbunden wird. Es soll ja ein positives Erlebnis sein und nicht als Abschieben empfunden werden. Ansonsten muss man einfach ruhig bleiben und jede freie Minute ganz intensiv dem größeren Kind widmen. Ich merke, dass es an Tagen, an denen ich viel mit ihm im Kinderzimmer bin und für ihn da bin, besser ist. Ich habe anfangs auch noch große Probleme gehabt, weil ich ihn dank Kaiserschnitt nicht heben durfte. Da waren Papa und Oma aber viel da. Ich knuddel ihn dafür jetzt umso mehr, damit er meine Liebe wieder richtig spürt.

Es ist ein Auf und Ab, jeden Tag anders. Aber es wird sicher bald besser *hoff*

lg
Sonni

Beitrag von mamakind 07.09.06 - 21:40 Uhr

Hallo Katrin!

Erstmal #herzlichlichen Glückwunsch zur Geburt von Nevio!!!

Diese Eifersuchtsattaken kenne ich auch ganz gut von Leonie. Sie hat mich auch teilweise mit Liebesentzug bestraft. Ich mußte echt betteln, damit sie mal kommt und sich drücken oder küssen ließ. Da hat weh getan, zumal sie eigentlich ein absolutes Mamakind ist.

Ich habe anfangs immer versucht, sie auch bei der Pflege des Babys mit einzubeziehen und sie hat für die Zeit des Fütterns von uns eine Babypuppe mit Flasche bekommen. So hat es mir auch meine Hebamme geraten. Damit hat es ganz gut geklappt. Ich habe ihr auch immer wieder erklärt, warum Lars weint, dass er vieles nicht kann, weil er noch soo klein ist und dass sie die große Schwester ist und schon viel mehr kann. Das hat sie auch aufgebaut. Wir haben dann auch bewußt alleine etwas mit ihr unternommen, nur um ihr zu zeigen, dass sie uns genauso wichtig ist wie vorher.
Es ist nicht leicht für so einen kleinen Menschen, den sie wird zum ersten Mal "Schwester", aber wir zum zweiten mal Eltern. Vieles ist neu und verwirrend.
Mittlerweile hat sich bei uns das Thema Eifersucht so gut wie erledigt. Wir haben uns ganz gut eingespielt und Leonie hilft weiterhin super mit, kümmert sich rührend um Lars, will ihn füttern und küßt ihn täglich mehrfach. Wenn sie vom Mittagsschlaf aufwacht, muß Lars immer noch mal zu ihr ins Bett zum kuscheln und sogar er ist schon total fixiert auf sie und ihre Stimme und freut sich wie ein Honigkuchenpferd, wenn er sie sieht. Wenn er weint, weil´s mal wieder zu lange dauert mit #flasche oder so, dann schüttelt sie manchmal den Kopf und sagt :"Baby! OOOHH!", gerade so, als ob sie sich über seine "Ungeduld" lustig macht.

Es braucht seine Zeit, bis sich alles einspielt und Emilia merkt, dass der kleine Bruder ihr nicht Mama und Papa wegnimmt. Es ist manchmal nicht einfach und ich kann auch gut verstehen, wenn du mal weinst. Vorher tanzten ja alle nach ihrer Pfeife und nun muß sie lernen, dass es nicht immer nach dem kleinen Kopf geht. Wir haben auch noch Momente, an denen Leonie mal ausflippt,:-[ denn sie kommt auch so langsam ins Trotzalter und ihr Lieblingswort ist gerade "Nein". Ich versuche immer ruhig zu bleiben, doch manchmal ist Mama auch nur ein Mensch.#hicks Doch wie gesagt, die Moment, in denen es kritisch wird, haben wir weitestgehend überstanden. Braucht einfach seine Zeit.

LG Simone mit Leonie (23 Mon) & Lars (11 Wochen)

Beitrag von mariemum 07.09.06 - 23:16 Uhr

Hallo Katrin!

Erstmal noch #herzlichen Glückwunsch zu Nevios Landung auf deiser Welt!

Marie war (und ist) zwar schon ein Stück älter als Emilia (war 26 Monate als Silas geboren wurde), aber wir hatten und haben auch dieses Problem. Marie haut ihren Bruder außerdem - aber nur, wenn sie sich sicher ist, daß ich es mitbekomme :-( Vornehmlich beim Stillen...
Jetzt nach 7,5 Wochen wird es langsam besser - geholfen hat nur abwarten...
Ich erkläre ihr auch immer wieder, daß Silas eben nur bei Mama trinken kann (Papa soll ihn füttern...), daß er sich nicht wehren kann, daß er noch fast nichts alleine kann un dvor allem,daß ich sie trotz Silas sehr, sehr lieb habe. Wenn mein Mann da ist oder wenn der Kleine schläft, mache ich ganz bewußt nur was mit ihr und nur das, was sie will, da darf sie "Bestimmer" sein. Und ich laß dann auch mal den Wäscheberg Wäscheberg sein oder die Küche unaufgeräumt - sie soll merken, daß SIE wichtig ist - Taten helfen den Kleinen ja oft mehr als Worte. Außerdem bringe ich sie meistens auch ins Bett (wir hatten ganz massiv das Problem, daß sie nicht schlafen wollte oder konnte und wenn, dann nur bei uns, aber auch nur schlecht, weil sie immer aufwacht, wenn Silas Hunger hat - ich hab schon so manche Nacht mit Silas auf dem Sofa verbracht...#gaehn), da besteht sie mittlerweile darauf, daß Silas dabei ist.
Sag ihr, daß sie jederzeit zu Dir kommen kann, daß Du beim Stillen immer auch eine Seite für sie frei hast (meistens hat man ja eine Hand frei), wenn sie das will. Und daß es aber auch in Ordnung ist, wenn sie das nicht will. Und laß sie "helfen", wenn Du den Kleinen versorgst, ist schwierig bei so Kleinen, ich weiß, aber sie kann ja die Windel aufmachen oder Dir die neue Windel anreichen.

Kopf hoch, das kriegt Ihr hin - manchmal muß man abwarten und (Still-) Tee trinken... Ihr müßt ja schließlich alle erst lernen, wie das so ist mit 2 Kindern (das sag ich Marie übrigens auch immer!)!

Gruß,

Alex mit Marie (27,5 Monate) und Silas (7,5 Wochen)