Depression und Angstzustände sind immer noch nicht ganz weg 10 Monate

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Beitrag von chila9 07.09.06 - 23:05 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
muß mir mal was von der Seele schreiben.:-(
Unser Kleiner ist nun 10 Monate und die ersten drei Monate waren für ihn und uns die Hölle, da er Blähungen hatte.:-[

Nach vielen Krankenhausaufenthalten, vielen durchweinten Tagen und Nächten und viel Streitt mit der Familie wegen der totalen Unverständnis, hatte ich am Anfang mit starken Depressionen zu kämpfen....weil ich einfach total überfordert war.

Nun ja, die Zeit ist ja nun vorbei ( Gott sei Dank ) und ich denke noch heute mit Schrecken an die schlimmste Zeit in meinem Leben. Ich wollte mir bzw. uns das Leben nehmen, so TIEF war ich. Ich habe teilweise nur noch neben meinem Kind gelegen und gewartet, daß er wach wird und wieder anfängt zu weinen etc.#schock

Die innere Angst ist nun aber leider immer noch nicht 100% weg.

Heute kann ich sagen, daß wir einen super lieben Jungen haben, der zwar sehr temperamentvoll ist, aber ich liebe dieses Kind mehr als mein Leben !!!!#herzlich

Die innere Angst bzw. die Sorgen sind aber leider nicht ganz verschwunden, noch heute bleibt mir das Herz stehen, wenn das Babyphone nur angeht.

Ich der Kleine Krank, fühle ich wieder diese Hilflosigkeit und diese Angst in mir.

Mein Mann muß den ganzen Tag arbeiten und ich bin meistens alleine mit dem Kleinen.

Da ich schon 35 Jahre bin, vermute ich manchmal, daß es an meinem Alter liegt.

Ich wollte einfach nur mal nachhören ob es bei Euch auch so ist / war ?

Danke fürs zuhören !!#danke

Gruß Tanja

Beitrag von lino2002 07.09.06 - 23:10 Uhr

Hallo,

kann ich völlig nachvollziehen. Ich habe einen Sohn, der ist fast vier und eine Tochter, die jetzt 3 Monate und 6 Tage alt ist.

Der Große war schon recht anstrengend. Die Kleine aber wa nur am Weinen. Seit drei Tagen ist sie nun mal etwas ruhiger und guckt auch mal. Ich denke aber bei jedem Pips, jetzt geht es wieder los.

Ganz schlimm finde ich allerdings das ganze Umfeld. Fast alle haben kaum Verständnis. Gerade die sogenannten besten Freunde haben mich soooooo böse enttäuscht. So nach dem Motte: Die stellen sich doch alle an,

Ich bin auch völlig fertig und denke, dieser Zustand wird noch einige Zeit anhalten.

Alles Gute und LG
lino2002

Beitrag von aprilmami 07.09.06 - 23:27 Uhr

Hallo Tanja,

bei mir hat sich die Angst etwa nach drei Monaten gelegt. Meine Kleine ist jetzt 5 Monate und ich bin froh keine Angst mehr vor dem Babyfon zu haben...

Am Anfang bin ich immer nur auf Zehenspitzen durch die Wohnung, am liebsten hätte ich gehabt dass meine Tochter immer nur schläft - erstaunlich was Angst aus einem Menschen machen kann...

Die Depressionen hatte ich auch, ich fand es fürchterlich, endlich habe ich meinen kleinen Wurm im Arm und ich kann mich NULL drüber freuen... Im Krankenhaus gings noch, aber als ich dann mit ihr zuhause war änderte sich alles.

Irgendwann habe ich beschlossen dass dieser Zustand enden muss. Ich habe mit meiner Tochter gesprochen (nein, ich bin nicht geisteskrank). Ich habe ihr gesagt dass ich bereit bin mich ihrem Leben anzupassen, dass sie aber bitteschön mir auch entgegenkommen soll! Ich sagte ihr dass sie viel Geduld mit mir haben muss, sie ist mein erstes Kind... Dass ich hoffe dass wir es gemeinsam schaffen.

Natürlich hat sich meine Tochter nicht verändert, meine Einstellung ihr gegenüber aber schon. Ich habe erkannt dass sie total hilflos und von mir abhängig ist. Ich bin die Grosse, Erfahrene! Und sie ist nicht die Fremde die nur da ist um mich zu terrorisieren...

Seitdem bin ich viel souveräner. Klar, manchmal bin ich überfordert, oder genervt, oder sauer. Aber ich habe dabei keine Angst mehr.


Ist etwas lang geworden, sorry, aber ich weiss wie schreklich das sein kann, deswegen wollte ich dir das alles schreiben. Bei dir ist es natürlich heftiger, wir hatten keine Krankenhausaufenthalte oder sonstige Komplikationen. Vielleicht hilft dir aber meine Antwort trotzdem.

Freu dich über deine Fortschritte, das letzte Bisschen Angst wird auch verschwinden!

Grüße,

Aprilmami.