Kurse für 'richtige' Kindererziehung...Hat jemand sowas mitgemacht ??

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von alextra 07.09.06 - 23:22 Uhr

Hallo Ihr Lieben #freu

Meine Frage steht ja schon oben...

Machen solche Kurse wie z.B. 'Starke Eltern - starke Kinder' Sinn ?? Eigentlich habe ich weder das Bedürfnis noch den Bedarf solche Kurse zu besuchen.

Vor der Pubertät reden wir dann nochmal drüber ;-), aber jetzt ...

Mich würde mal Eure Meinung interessieren...

Liebe Grüße
Alex & Lennart (28 Monate)

Beitrag von salem511 08.09.06 - 06:55 Uhr

Morgen Alex,

ich würde so einen Kurs nicht machen.
Kann mir auch nicht vorstellen, was das bringt.
Ein Beispiel:
Kind hat Wutanfall.
Wie reagiert man? Dazu muss man erstmal wissen: Warum flippt Kind aus? Müde ja oder nein, geht es nur um Willen durchsetzen oder hat man selber vorher etwas versprochen und erinnert man sich nicht mehr dran (im Gegensatz zum Kind)? Jede Situation erfordert eine andere Reaktion. Und ich wage zu bezweifeln, ob man das alles in einem Kurs lernen kann....#gruebel

LG
Salem

Beitrag von visilo 08.09.06 - 06:58 Uhr

Ich halte solche Kurse genauso unsinnig wie die unzähligen Erziehungsratgeber. Ich denke wenn ich mein Kind aus dem Bauch raus erziehe hat es mehr davon wie wenn ich mich nach Büchern oder Kursen richte, vor allem wenn ich garnicht richtig hinter dem stehe was ich nun an meinem Kind praktiziere.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von ximaer 08.09.06 - 07:56 Uhr

Hallo,
ich habe bisher keinen solchen Kurs besucht, finde sowas aber sehr sinnvoll. Ich persönlich lasse mich in meinen Erziehungsmethoden gerne mal hinterfragen und diskutiere auch gerne mit anderen Eltern diesbezüglich und lerne sehr gerne was dazu.

Ich bekomme regelmäßig einen Newsletter von einem Familiencoach, der nach Gordon ("Familienkonferenz") arbeitet - und wenn ich mal die Zeit finde, werde ich mit Freuden so einen Kurs/Workshop besuchen.

Grüße
Suse

Beitrag von athena2004 08.09.06 - 09:06 Uhr

Hi Alex,
ich fange am Montag mit "Starke Eltern - starke Kinder" an. Ich erhoffe mir davon, daß ich über Situationen sprechen kann, mir anhören kann, was andere ansprechen, einfach, um auch über unbewußte Aktionen/Reaktionen nachzudenken, die vielleicht bei meiner Tochter Frust oder ähnliches erzeugen. Natürlich kann man nicht über alles reden, aber wenn man prinzipiell weiß, daß gewisse Verhaltensweisen/Ausdrucksweisen vom Kind anders verstanden werden, kann man drauf reagieren.

Meine Kleine ist bisher anstrengend gewesen, aber irgendwann wird es richtig anstrengend, wenn sie trotzig wird. Eine Bekannte hat mich in dem Moment sehr geschockt, als ihre Kinder anfingen, nicht zu hören und eigene Wege zu gehen. Sie brüllte die Kinder an und schlug auf sie ein - ich hätte das nie von ihr gedacht. Lieber versuche ich vorher, mir diese Situationen klar zu machen und erst garnicht in diese Falle zu tappen.

Andere brauchen das vielleicht nicht, aber ich werde mich wohler fühlen, wenn ich diesen Kurs mache und über die Dinge nachdenke. Ich würde mich selbst hassen, wenn ich wie diese Bekannte würde!!!

Alles Gute,
Athena

Beitrag von ayshe 08.09.06 - 09:33 Uhr

gemacht habe ich bisher keinen.
wüßte auch echt nicht WANN.


ich lese einige bücher zu den themen (familienkonferenz, smart love, juul, gonzales).
mich persönlich interessiert es ganz ungemein,
was sich in meinem kind zb auch entwicklungsbedingt so abspielt.
als erwachsene verliere ich leicht die sichtweise aus den augen des kindes, rufe es gern immer wieder auf.




meine meinung:
wenn man sein kind, den grund seines verhaltens versteht,
ist man schon einen großen schritt weiter,
kann viel besser mit den schwierigen situationen umgehen,
ohne das kind einfach nur zu unterdrücken und zu pressen,
man kann mehr verständnis aufbringen.

ich will wissen,
warum sie "tobt" und weint,
warum sie so schlecht träumt,
warum sie dies und jenes tut.


lg
ayshe