Unterhaltsvorschuss. Gehört zwar nicht hier hin möchte aber anonym sei

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ohje 08.09.06 - 10:03 Uhr

Guten morgen!

Ich weiss, dass gehört eigentlich nicht hier hin aber mir ist das peinlich und ich wäre lieber anonym.#hicks

Vor knapp 3 Jahren trennte ich mich von meinem Mann, zog aus und ließ mich nach einem Trennungsjahr scheiden. Es gab viele Streitereien zwischen uns die es irgendwann nicht mehr zuließen eine glücklich und harmonische Ehe zu führen. Wir haben 3 Kinder zusammen. Als ich wegzog, wusste ich nicht das ich Unterhaltsvorschuss beantragen kann, eine Bekannte erzählte mir dann, dass sie dies auch tat als sie sich von ihrem Mann scheiden ließ. Zuerst wollte ich nicht, weil ich dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollte (wir bekommen sonst auch nichts vom Staat). Ich beantragte es dann nach einem Jahr doch, weil es einfach nicht mehr anders ging und das Geld ja für die Kinder ist. Mein Exmann ist auch nicht in der Lage Unterhalt zu zahlen, da er keine Arbeit hat (er hat auch immer gesagt, bevor einen Cent Unterhalt bezahlt geht er lieber ins Ausland). So ich stellte den Antrag und er wurde auch recht schnell bewilligt.
Dann lernte ich einen Mann kennen, wir verliebten uns, zogen zusammen und beschlossen dann zu heiraten. Wir haben dann im Mai geheiratet. Ich schrieb dann einen Brief mit meiner Nachnamensänderung an die Behörde, die das mit dem Unterhaltsvorschuss und auch mein Erziehungsgeld bearbeiten. Ich bekam darauf keine Meldung und der Unterhaltsvorschuss lief weiter. Bei meinem Mann arbeitet ein junger Mann, der ebenfalls in ähnlicher Situation ist wie wir und der erzählte ihm mal so beiläufig das seine Frau Unterhaltsvorschuss vom Amt für ihre 3 Kinder bekommt (die sind aber auch verheiratet!!). Nun deshalb machte ich mir nicht weiter Gedanken darüber.

Letzte Woche kam dann ein Brief von dieser Behörde, es ging um den Unterhaltsvorschuss. Das ist jetzt quasi wie ne Stichprobe ob sich was geändert hat, man muss den Namen der Kinder eintragen, ob sie noch im Haushalt mitleben usw. An diesem Schreiben ist hinten ein Merkblatt angetackert. Ich hab mir das dann auch durchgelesen und da stand es dann:

SOBALD MAN VERHEIRATET IST STEHT EINEM NICHTS MEHR ZU!!!

Ich habe doch an die Behörde einen Brief geschickt, leider hab ich es nicht per Einschreiben gemacht und habe auch keine Kopie davon.
Jetzt bin ich total geschockt#schock. Was soll ich denn jetzt mache? Ich hätte den Brief bis gestern beantworten müssen. Ich weiss aber nicht was ich schreiben soll. Wenn ich denen sage, das ich Ordnungsgemäß diese Änderung mitgeteilt habe, die aber nie einen Brief bekommen haben, glauben die mir doch nie! Es steht eben auch drin, dass man zuviel oder zu unrecht bezogene Leistungen zurück zahlen muss. Oh, ich bin total verzweifelt. Hatte noch nie mit Schulden zu tun, mach mir jetzt schon Gedanken wegen Vorstrafen oder Gefängnis, ich weiss ja nicht was da auf mich zu kommt immerhin ist das ja der Staat!!

Ich wäre Dankbar wenn ich ein paar Hilfreiche Antworten bekomme

Liebe Grüße

Beitrag von aggro 08.09.06 - 10:30 Uhr

Ja, ich glaube das ist so, da dein neuer Mann nun für die Kinder aufkommen muss, sofern er sie mitgeheiratet hat!

Ich würde schreiben, das du es mitgeteilt hast, einfach ganz normal: "Wie ich Ihnen bereits in meinem Schreiben vom #bla" ohne viel zu erklären...

Zuirückbezahlen wirst du den Betrag so oder so müssen, denke ich.....

Viel Glück


#liebdrueck

Beitrag von Frau 08.09.06 - 10:41 Uhr

Hallo!
Sie muß den Betrag nicht zurückbezahlen, warum auch?
Es ist egal ob sie verheiratet ist oder nicht, Unterhaltsvorschuß (für die Kinder) steht ihr zu.
ERST wenn ihr Mann ihre Kinder adoptiert bekommt sie keinen Unterhaltsvorschuß mehr, erst DANN muß er für die Kinder aufkommen. Vorher nicht!
lg

Beitrag von aggro 08.09.06 - 10:42 Uhr

das meine ich mit "mitgeheiratet"

Beitrag von Frau 08.09.06 - 10:48 Uhr

Von Adoption hat sie aber nichts geschrieben.
Und die geht auch eh nur, wenn der leibliche Vater einverstanden ist.
Und warum soll sie das Geld zurückzahlen?

Beitrag von aggro 08.09.06 - 10:55 Uhr

Ich sagte das meinte ich mit mitgeheiratet, also wenn/falls er sie adoptiert hat!!!!!! etc...

dann muss sie das Geld zurück zahlen, weil ja der neue Mann dafür aufkommen muss, oder immernoch falsch??????

Beitrag von scullyagent 08.09.06 - 10:48 Uhr

Es ist egal ob sie verheiratet ist oder nicht, Unterhaltsvorschuß (für die Kinder) steht ihr zu.
ERST wenn ihr Mann ihre Kinder adoptiert bekommt sie keinen Unterhaltsvorschuß mehr, erst DANN muß er für die Kinder aufkommen. Vorher nicht!


DAS IST KOMPLETT FALSCH !!!!!!!

Der Anspruch auf UVG erlischt sofort bei Wiederheirat der KM.
Eine Adoption durch den Ehemann muß nicht erfolgen!

Der Betrag ist zurückzuzahlen!

Scully

Beitrag von Frau 08.09.06 - 10:50 Uhr

Wieso sollte man keinen Unterhaltsvorschuß bekommen wenn man verheiratet ist?
Den Unterhalt vom Vater bekommt man doch auch weiter.
Erkläre mir das bitte, ich weiß es wirklich nicht.

Beitrag von spaceball6666 08.09.06 - 11:48 Uhr

Weil es so gesetzlich geregelt ist?
Und der neue Mann vepflichtet ist für dei frau und Familie zu sorgen...Dumm gelaufen.

Beitrag von Frau 08.09.06 - 12:01 Uhr

Aber Unterhalt (fürs Kind) bleibt doch Unterhalt. Das steht dem Kind doch zu. Egal ob vom Vater oder vom Jugendamt, so sehe ich das.

Beitrag von spaceball6666 08.09.06 - 12:08 Uhr

Nein, das JA springt nur ein wenn KEIN eventueller Versorger greifbar ist : Und das ist im Falle einer Heirat ja nicht mehr gegeben!

Beitrag von spaceball6666 08.09.06 - 11:47 Uhr

Scully, stop.

Sie hat Mitteilung an die Behörde gemacht und diese haben darauf nicht reagiert. Wenn sie jetzt schreibt: bezugnehmend auf emin Schreiben vom.... kann sie Glück haben und dei Behörde verzichtet weil es eigenverschulden war. Aber da muss sei sehr viel Glück haben!

Beitrag von mariella70 08.09.06 - 15:36 Uhr

Hi
Scully hat Recht!
Versuche auf das Schreiben hinweisend eine gütlich Lösung, evtl. nur die Hälfte zurückzahlen.
Viel Glück Mariella

Beitrag von wombelmama71 08.09.06 - 21:50 Uhr

habe mal gegoogelt und das gefunden. Ist nur ein kleiner Teil aber vielleicht hilft es Dir ja


Unterhaltsvorschuss

In welchen Fällen muss der Unterhaltsvorschuss zurückgezahlt werden?

Hat das Kind zu Unrecht Unterhaltsvorschuss erhalten,
müssen Sie den Betrag ersetzen, wenn und soweit Sie

. die Überzahlung verursacht haben durch

– vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche oder unvollständige Angaben oder
– nicht rechtzeitige Anzeige einer Veränderung in
den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich
sind (s. nächster Abschnitt), oder
. wussten oder zumindest wissen mussten, dass dem
Kind der Unterhaltsvorschuss nicht oder nicht in der
gezahlten Höhe zustand.

Das Kind muss den Unterhaltsvorschuss zurückzahlen,
wenn es nach Antragstellung
y von dem anderen Elternteil in einem Monat Unterhalt

erhalten hat, der auf den in demselben Monat gezahlten Unterhaltsvorschuss nicht angerechnet wurde, oder

. Waisenbezüge erhalten hat, die bei der Berechnung
der Höhe des Unterhaltsvorschusses hätten angerechnet werden müssen.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie
Unterhaltsvorschuss beantragt haben?


Schon ab Antragstellung und für die gesamte Zeit des
Leistungsbezugs müssen Sie der Unterhaltsvorschuss-
Stelle unverzüglich alle Änderungen in den
Verhältnissen mitteilen, die für den Anspruch von
Bedeutung sein können oder über die Sie im Zusammenhang mit dem Unterhaltsvorschussgesetz
Erklärungen abgegeben haben. Mitteilungen an andere
Behörden (z. B. an die Gemeindeverwaltung oder das
Einwohnermeldeamt) genügen nicht.


Unterhaltsvorschuss

Das Jugendamt müssen Sie insbesondere sofort benachrichtigen, wenn
y das Kind nicht mehr bei Ihnen lebt,
y Sie heiraten oder mit dem anderen Elternteil

zusammenziehen,
y Sie umziehen,
y Ihnen der bisher unbekannte Aufenthalt des

anderen Elternteils bekannt wird,
y der andere Elternteil regelmäßig Unterhalt für das
Kind zahlen will oder bereits zahlt,
y der andere Elternteil gestorben ist.

Wenn Sie dieser Anzeigepflicht nicht nachkommen, sind
Sie zum Ersatz der zu viel gezahlten Unterhaltsvorschussleistung verpflichtet. Daneben kann die vorsätzliche oder
fahrlässige Verletzung dieser Anzeigepflicht mit Bußgeld
geahndet werden.

Wann wird der Anspruch auf Unterhalts
vorschuss überprüft?


Die Unterhaltsvorschuss-Stelle muss in bestimmten Abständen prüfen, ob die Voraussetzungen für den Anspruch auf Unterhaltsvorschuss noch vorliegen.
So ist z.B. zu prüfen, ob
y Sie mit dem anderen Elternteil des Kindes

zusammenleben,
y Sie geheiratet haben,
y das Kind noch in Ihrem Haushalt lebt und
y Sie mit dem Kind in einen anderen Jugendamts

bezirk verzogen sind.

Um diese Überprüfungen zu ermöglichen, werden Sie
vom Jugendamt aufgefordert, entsprechende Fragen zu
beantworten und Unterlagen vorzulegen.


Hier ist der Link
http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/PRM-18396-Broschure-Unterhaltsvorschuss,property=pdf.pdf

LG Wom

Beitrag von Boletus satanas 09.09.06 - 09:28 Uhr

jeder, der unterhaltsvorschuß nach dem uvg bezieht, weiß, daß es nur alleinlebenden müttern mit kindern zusteht, denn sonst wäre es nicht bewilligt worden, bzw. auf grund dieser tatsache wurde ja der unterhaltsvorschuß von besagter mutter beantragt.
wenn man heiratet, weiß man also, daß dieser anspruch wegfällt.
eigentlich gibts da keine ausreden.

ohje, im ersten moment geht die behörde davon aus, daß du dir diese zu unrecht gezahlten leistungen "erschlichen" hast und das ist strafbar. wenn du glück hast verzichtete die behörde auf derartige maßnahmen.
was die rückzahlung betrifft, da wirst du sicherlich einig und ratenzahlung kann man ja auch anbieten.

(ein kurzer griff zum telefonhörer um sich der behörde mitzuteilen, damit alle weiteren zahlungen gestoppt werden, hätte vorerst genügt.
bei beantragung von leistungen geht man gerne sofort und persönlich zum amt, im umgekehrten falle wirds schön auf die lange bank geschoben oder so getan, als wäre man unwissend. unwissenheit schützt nicht vor strafe.)






Beitrag von nick71 09.09.06 - 18:54 Uhr

"jeder, der unterhaltsvorschuß nach dem uvg bezieht, weiß, daß es nur alleinlebenden müttern mit kindern zusteht..."

Das ist so nicht korrekt. Wenn man nur zusammenlebt hat man weiterhin Anspruch auf UHV...dieser entfällt erst bei Heirat bzw Wiederheirat. Und das vollkommen unabhängig davon, ob der (neue) Ehemann die Kinder adoptiert oder nicht.