Stillunterbrechung?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von dine86 08.09.06 - 14:27 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich habe ein kleines Problem, über das ich schon die gesamte Schwangerschaft lang nachgedacht habe und mir eigentlich immer sicher war und jetzt doch Zweifel bekomme.

Ich studiere Chemie und musste durch die Schwangerschaft bereits ein jahr lang das Praktikum unterbrechen wegen zu hoher Schadstoffbelastung. Am 21. Juli ist meine Tochter geboren (genau in die Zeit der Semesterferien), im Ende Oktober bis Mitte November muss ich wieder ins Praktiukum, wenn ich nicht für ein weiteres Jahr unterbrechen möchte.
Bisher hatte ich geplant, dass ich immer fleißig Milch abpumpe bis ich wieder ins Labor muss, sie die Muttermilch mit der Flasche bekommt und ich nach spätestens drei Monaten (je nachdem, wie schnell ich die Aufgaben im Praktikum erledigt bekomme) sie wieder stille.

Zweifel daran kamen mir erst, als ich meine Tochter immer wieder angelegt habe und mir dabei einfiel, dass sie das Brust-Trinken verlernen kann innerhalb der drei Monate.

Jetzt bin ich am Überlegen, mit einem Brustergänzungsset ( die Milch kommt aus einer Flasche, wird mithilfe einer Kapillaren genau auf der Brustwarze positioniert, dass das Kind denkt, dass es aus der Brust trinkt) nachzuhelfen, dass mein mann sie sozusagen stillt. das Problem dabei ist ja nur, dass seine Brust eine ganz andere Form hat als meine, aber ich will meine Tochter auch nicht bei einer anderen Frau an der Brust nuckeln lassen (meine schwester um Hilfe bitten oder ähnliches).

Was denkt ihr? Ich will das Studium eigentlich nicht für ein weiteres Jahr unterbrechen, weil es ja auch den Kindern zugute kommt, wenn ich mit dem Studium endlich fertig bin. Aber mir ist es wichtig, dass ich meine Tochter stille, weil ich bei meinem ersten Kind durch eine Frühgeburt starke Stillprobleme hatte und Zufüttern musste, bis er nach 7 Monaten abgestillt werden wollte. Deshalb kommt industriell gefertigte Nahrung für mich nicht in Frage.

Dankeschön im Voraus für eure Antworten

Nadine

Beitrag von sonne_1975 08.09.06 - 15:36 Uhr

Immerhin wird deine Tochter 3 Monate alt sein, da gewöhnen sich die Babys schon zu sehr an die Brust, m.E.

Mal andere Frage, du weisst sicherlich, dass du in diesen 3 Monaten jeden Tag soviel abpumpen musst, wie deine Tochter trinkt, sonst ist die Milch sehr schnell weg?

Und zweitens, wie willst du es schaffen, in 1,5 Monaten soviel Milch abzupumpen, dass es für 3 Monate reicht? Mein Sohn hat z.B. ab 12 Wochen 200 ml pro Mahlzeit getrunken und er hat immer noch 6-7 Mahlzeiten am Tag...

Gruss. Alla und Juri, 18,5 Wochen