2. Todestag meiner geliebten Omi ich weiss nicht weiter!!!

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sternchen20071982 08.09.06 - 19:43 Uhr

Am 11.11. ist meine geliebte Oma 2 Jahre tod. #heul

Meine Omi war für mich immer eine zweite Mama gewesen, als ich noch Kind war, haben wir im Haus meiner Großeltern gewohnt, sie hat mich in den Kindergarten geschafft, getröstet und war immer für mich da!!!
Uns hat ein so festes Band zusammengehalten, das kann ich gar nicht beschreiben!
Irgendwann ist sie krank geworden, konnte nicht mehr sprechen, irgendwann nicht mehr allein essen und musste künstlich ernährt werden. Es tat mir immer so weh sie so hilflos zu sehen. Sie war immer eine so starke Frau, war für alle da und hat sich um alles gekümmert! Und dann konnte sie nicht mal mehr ihre geliebten Menschen erkennen!

Sie ist im Kreise ihrer lieben am 11.11.04 im Krankenhaus an einer Lungenentzündung von ihrem Leiden erlöst worden!
Ich komme bis heute nicht damit klar, sie fehlt mir so sehr #heul
Wenn ich an sie denke und das hier schreibe stehen mir schon wieder die Tränen in den Augen.

Mein größter Wunsch war immer das sie ihr kleines Urenkelchen kennenlernt, ich bin jetzt in der 20. SSW und sie kann es nicht mehr erleben! #heul#heul#heul

Ich hatte immer gedacht das mit der Zeit der Schmerz nachlässt, aber er wird immer stärker und weiss nicht mehr weiter. Sie fehlt uns so sehr!

Meine liebe Omi, ich zünde dir ganz viele #kerze#kerze#kerze#kerze#kerze#kerze#kerze#kerze an!
Wir werden dich nie vergessen, wir lieben dich so sehr und denken immer an Dich! #kerze

Du bist so tief in unseren #herzlich

Bitte pass auf dein Urenkelchen immer schön auf, auch wenn du es nie kennenlernen durftest.

Beitrag von manavgat 08.09.06 - 21:30 Uhr

Nur wer vergessen wird, ist wirklich tot. #kerze

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von sylvie3 08.09.06 - 22:20 Uhr

#kerze

Beitrag von 400 09.09.06 - 10:21 Uhr

Hallo,

ich kenn das Gefühl. Mein Opa und mein Onkel sind letztes Jahr gestorben und beide fehlen mir immer noch wahnsinnig. Das Schlimmste war, daß ich bei meinem Opa nicht da sein konnte, auch nicht bei der Beerdigung. Meinen Onkel konnte ich dann auch nicht mehr sehen, weil er eine "Grippe" hatte. Ich bin nach "Hause" geflogen, weil ich dachte, wir sehen uns Weihnachten wieder. Tatsächlich war ich dann nur zwei Wochen später wieder in Deutschland, auf seiner Beerdigung. #heul#heul#heul#heul

Beide würde sich auch überschlagen vor Freude, ihr Urenkelchen/Großneffen (-nichte?) sehen zu können.

Weißt du, was mich tröstet? Mein Opi war jahrelang krank, bei meinem Onkel hat sich eine schwere Nierenkrankheit gebildet, die ihn an die Dialyse gezwungen hätte. Jetzt sind beide von ihren Schmerzen und Leiden erlöst. Ich stelle mir vor, wie die beiden gesund und munter auf ihrer Wolke hocken und auf die ganze Baggage hier "unten" aufpassen. Ich bin fest überzeugt, daß es ihnen gut geht, daß sie auf meinen kleinen Schatz aufpassen und sich mit mir freuen, daß ich so glücklich über das kleine Leben bin. (Ach Gotchen, jetzt heule ich wieder wie ein Schloßhund). Und so wird es auch mit deiner Omi sein. Ganz sicher!!

Und Trauer muß man auch zulassen und sich die schönen Erinnerungen ins Gedächtnis zurückrufen. Ich kann sogar wieder über kleine lustige Erlebnisse aus der Vergangenheit lachen.

Alles Gute, auch für deine SS

Gruß, Suzy + Rumpel (30. SSW)

Beitrag von projekt_schlumpf 09.09.06 - 18:51 Uhr

Es tut mir leid, dass Du so um Deine Oma trauerst. Ich habe in meinem Leben viele Verwandte verloren, darunter auch meine beiden Omas und meinen Opa.

Aus dieser Erfahrung heraus weiß ich, dass der Tod häufig eine Erlösung ist. Eine Erlösung aus Schmerz, Krankheit und Elend. Der einzige Weg nicht mehr schwach und krank zu sein.

Deine Oma durfte ihr Leben leben und alleine die Tatsache, das sie eine Enkeltochter hat, die noch nach zwei Jahren um sie weint, zeigt, dass sie ihr Leben richtig gelebt hat.

Nun liegt es an Dir nicht mehr um sie zu weinen. Lebe Dein Leben so, dass sie stolz auf Dich gewesen wäre (Ich bin sicher, sie wäre vor stolz geplatzt, wenn sie gehört hätte, dass sie Uroma wird). Denke sooft Du kannst an sie und freue Dich darüber, dass diese besondere Frau Deine Oma gewesen ist. Der Tod gehört zum Leben, irgendwann einmal müssen wir alle gehen. Ich möchte nach meinem Tod nicht vergessen werden, aber ich möchte auch nicht, dass man noch nach zwei Jahren um mich weint. Man soll lachen, wenn man an mich denkt. Ich möchte dann eine Sonne für meine Hinterbliebenen sein. Mach Deine Oma zu Deiner Sonne, dies liegt in Deiner Hand.

Diese Kerze ist für meine Großtante Tia, sie war mir die beste Oma der Welt #kerze

Und diese Kerze ist für Deine Oma, sie war Dein besonderer Schatz und das kann sie auch immer noch sein, in Deinem Herzen. #kerze

LG Schlumpf

Der Tod gehört zum Leben. Er ist nichts schlimmes, Du fühlst Dich ganz einfach wie vor Deiner Geburt. -Unbekannt-

Beitrag von sternchen20071982 09.09.06 - 19:00 Uhr

Ich danke euch für die lieben Worte, ich werde in Zukunft versuchen nicht mehr so viel zu weinen und an unsrere schönen Zeiten zu denken, auch wenn es schwer fallen wird!

#kerze