17 Stunden bis zum Glück (Riesenbaby Johann)

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von mamajo 08.09.06 - 22:06 Uhr

Nachts um 2h wachte ich auf... ich hatte alle 6 Minuten Wehen! Ich dachte an die Worte meiner Hebamme und versuchte noch ein wenig zu schlafen (was natürlich nicht funktionierte)! Gegen 4h kamen sie dann alle 4 Minuten und ich weckte meinen Mann! Dafür dass wir unser erstes Kind erwarteten war er verdammt ruhig und gelassen (ich übrigens auch)! Um 5 h rief ich dann die Hebamme an und wir verabredeten uns für 6h im KKH!
Dort angekommen kam ich ans CTG. Es war alles i.O. und wir sollten noch etwas spazieren gehen. Gegen Mittag war die Geburt noch nicht wirklich vorangegangen (Muttermund von ca. 3 cm) #schmoll
Mir wurde dann ein Bad eingelassen. Nach 1,5 Std. in der Wanne war der Muttermund ca. 4 cm auf! Es ging einfach nicht voran!
Meine Hebamme veranlasste gegen 13h eine PDA (wollte ich eh haben) #freu und wehenfördernden Tropf . Das Legen der PDA war auch gar nicht so schlimm wie ich es mir immer vorgestellt hatte.
Nun ging es Schlag auf Schlag mit den Wehen... aber alles war super entspannt dank der PDA! Mir wurde 2 x Mittel nachgespritzt.
Gegen 17h war der Muttermund dann vollständig geöffnet. Ich wollte noch was nachgespritzt bekommen, aber ich bekam nichts mehr, damit ich merken konnte wo ich hindrücken musste.

Nun ging es mit den Schmerzen von Null auf Hundert!

Nachdem ich verschiedene Positionen ausprobiert hatte (Hocker gefiel mir besonders gut, aber die Stellung des Beckens war in der Position nicht gut), bin ich aufs Bett.

Die Hebamme konnte das Köpfchen bereits sehen, aber alles Pressen brachte gar nichts. #schwitz! Mein Frauenarzt wollte schon einen Kaiserschnitt machen, aber die Hebamme hat ihn zum Glück davon abhalten können (die Herztöne unserer Maus waren die ganze Zeit über nämlich top)!

Ich presste und presste, aber es tat sich nichts! Der Arzt setzte dann die Saugglocke an. Meine Hebamme drückte von oben auf den Bauch, ich war wie wild am pressen, mein Mann hielt meine Hand (übrigens seit 17 Stunden an meiner Seite)#danke, und der Arzt zog mit der Saugglocke... der Kopf war draussen! Nun fing unsere Maus wie wild in meinem Bauch an zu strampeln (es war unfassbar)! Ich war so geschockt und verpasste die nächste Wehen zum pressen! Bei der nächsten Wehe gaben wir dann nochmal alles und unsere Maus lag um 18.43h auf meinem Bauch!


Johann:
Unglaubliche 5200g
57 cm
und einen KU von 38 cm! #schock

Alle Anwesenden war der Schock ins Gesicht geschrieben, mit so einem Brocken hatte keiner gerechnet. Es war aber alles dran und er war gesund und munter. Er hatte auch kein Zucker, wie erst alle vermuteten. Ich hatte während der SS einfach zu viel gefuttert (hatte 29 kg zugenommen)!

Nun ist er seit 16 Wochen auf der Welt, sein Gewicht und die Größe haben sich relativiert, es geht uns allen gut und er ist unser absoluter Sonnenschein!
Und trotz der langen 17 Std. würden wir sofort wieder ein Baby bekommen (ist aber erstmal nicht geplant)!

Liebe Grüße!
mamajo

Beitrag von bluevision13 08.09.06 - 22:30 Uhr

Erstmal RESPEKT!!!!


Ich hab schon oft gehört, dass Frauen so ein "Brummer" auf die Welt bringen, aber habe mir immer die Frage gestellt, ob das überhaupt geht!!! Wirklich RESPEKT!!!!

Ich wünsche dir viel Spaß mit deinem süßen Baby und eine schöne Zeit bei urbia!!!


Liebe Grüße, Blue

Beitrag von bina20 09.09.06 - 18:37 Uhr

huhu


erstmal herzlichen glückwunsch

und ebenfalls respekt ich dachte schon das meiner gross war mit 55cm und 4250g aber der is ja noch klein im gegensatz zu deinem

aber ihr habt es ja alle gut überstanden
eine schöne zeit noch


glg bina

Beitrag von tagpfauenauge 09.09.06 - 21:04 Uhr

Super alles Gute für euch


Yvonne +
Kilian jetzt 5 1/2 Jahre, 36.SSW (Frühchen) ,3490g 51cm
Kendra jetzt 5 1/2 Monate 41. SSw (Einleitung) 5100g, 62 cm


Beitrag von mamajo 09.09.06 - 21:15 Uhr

Bitte??? Wie lang war Dein Kind????? 62 cm??? #schock Das habe ich ja noch nie gehört... Wahnsinn! Was hatte es denn für einen KU??? Hast Du spontan entbunden?

LG mamajo

Beitrag von tagpfauenauge 11.09.06 - 16:50 Uhr

Gebe dir Recht, sogar meine Kinderärztin hat gesagt, 62cm, dass hätte sie noch nie gehört *lach

KU 35,5cm und ja, normal "unten raus" *g

lg
Yvonne

Beitrag von rosasandy 09.09.06 - 22:45 Uhr

Wannsinn!!!!!!!!!!!!

So ein Wonneproppen!!!!
Von mir auch eine riesen Respekt!!!!!!!!!#klee

Meine kleine war gerademal 2480g ,48cm und 33 Kopfumfang!
Und es war leider ein Notkaiserschnitt nach 15Std. Schmerzen!
Hinterher gab es leider auch ein paar Probleme bei der kleinen und bei mir!:-(

Vonwegen kleines Kind, leichte Geburt und großes Kind "schwierige "Geburt!:-)

Alles Alles Gute euch 3en !!!!!!!!!#klee#sonne#stern#herzlich

#herzlichGrüße Sandy,Holger & Josephine:-)(*12.02.2004)

Beitrag von becca04 10.09.06 - 20:26 Uhr

Hallo mamajo!

Oh, ich kann Deine Geburt soooo gut nachvollziehen - meine verlief nämlich ähnlich: Insgesamt 16 Stunden, davon ca. 10 Stunden Eröffnungsphase und ca. 4-6 Stunden Austreibungsphase (was mir den Eintrag "protrahierte Austreibungsphase" in meinen Mutterpass eingebracht hat...!).

Meine Tochter war zwar gegen Deinen Sohn ein Leichtgewicht (4.340 g), der Rest (58 cm, KU 38 cm) war aber ähnlich. Und vermutlich ist es der KU, der zählt, und solche Kinder zu solchen Schwerenötern unter der Geburt macht.

Meine Frage an Dich: Wie lange hat man Dich pressen lassen?? Auch bei mir war es so wie bei Dir, dass der Kopf meine Scheide und den Geburtskanal insgesamt in Millimeter(!)-Abständen gedehnt hat. Also: Unter der Wehe war das Köpfchen zu sehen, sobald die Wehe weg war, war auch das Köpfchen wieder futsch. Und so ging das Stunden, die Hölle.
Bei mir waren die Herztöne des Kindes auch supergenial (von Anfang bis Ende!), allerdings war ich es, die nach ca. 2 Stunden die Saugglocke verlangte, da ich wirklich Sorge hatte und so einen Geburtsverlauf überhaupt nicht "auf dem Plan" hatte (war nie ein Thema in meinen "schlauen" Büchern oder im GVK gewesen!). Ich wurde dann eiskalt abserviert von Hebamme und Assistenzärztin: "Das ist ein ganz normaler Geburtsverlauf für ein so großes Kind - es ist hier nicht unsere Philosophie, die Saugglocke ohne Grund einzusetzen!" Das war's dann und das Pressen ging fröhlich (...) weiter.

Am Ende wurde ich dann auch kristellert (die Ärztin "strich" meinen Bauch aus - ca. 8 Mal!!!), wurde an einen Wehentropf angeschlossen und bekam noch einen klitzekleinen Dammschnitt verpasst - dann war sie draußen.

Ich habe die Vermutung, dass ich mich während der Austreibungsphase einfach in einer total falschen Geburtsposition befunden habe: Ich lag nämlich die meiste Zeit - auf Wunsch der Hebamme, ich hatte zu dieser Zeit schon nicht mehr den Willen zu eigenen Entscheidungen - obwohl ich vom Gefühl her am liebsten gestanden bzw. stehend im Seil gehangen hätte. Ich musste dann leider den Kreißsaal wechseln, da sie für mich ein verstellbares Entbindungsbett haben wollten, und in dem zweiten Raum gab es kein Seil mehr und mein Liebster, der sich tapfer als mein Gerüst erboten hatte, ist nach drei Wehen und meinen 80 ungebremsten Kilos fast zusammengebrochen.

Ach ja, ich habe in der SS auch ca. 20-23 Kilos zugenommen, das meiste war allerdings Wasser, das ich am dritten Tag nach der Geburt schon wieder verloren hatte...!

Das Thema brennt mir deswegen so auf den Nägeln, da ich in 29 Tagen ET mit meinem zweiten Kind haben werde - dieses Mal ist es ein Junge und die Hebi und ich bereiten uns mental schon auf einen ähnlichen Brummer vor, da finde ich Austausch mit "Leidensgenossinnen" sehr, sehr hilfreich.
Übrigens lagen zwischen der Geburt meiner Tochter und der zweiten Schwangerschaft nur 13 1/2 Monate, meine Geburtserfahrung hat mich also nicht im Geringsten davon abgehalten, wieder schwanger zu werden und wohl auch wieder zu gebären - ganz im Gegenteil, es war die absolut genialste Erfahrung und ich freue (!) mich schon total auf das nächste Mal!

Dir alles Liebe und alles Gute,
Sabi.

P.S: Das Gewicht meiner Tochter hatte sich auch nach ca. 4-6 Monaten total dem Durchschnitt angepasst - jetzt ist sie sogar relativ zierlich!

Beitrag von mamajo 10.09.06 - 23:43 Uhr

Hallo Sabi!

Also, das ging bei mir zum Schluß alles sehr schnell. Die Hebamme meinte, das ich jetzt pressen könnte, weil das Köpfchen zu sehen war, ich hatte aber gar nicht das Bedürfnis zu pressen (war ganz doof)! Naja, ich habe dann vielleicht 15 Minuten immer wieder gepresst und in der Zwischenzeit kam mein FA dann reingestürmt und hat sich das kurz angeschaut und mit nem Kaiserschnitt "gedroht" wenn sich nicht bald was tut! Meine Hebamme hatte ihn dann ja davon abgehalten und er ist dann beleidigt ins Bereitschaftszimmer! Nach vielleicht 5 Minuten stand er wieder im Raum und sagte: "Wir holen es jetzt mit der Saugglocke, dass ist mir hier alles zu riskant!" Ja, und dann gings los...! Letztlich bin ich auch verdammt froh dass er nicht lange gefackelt hat... was hätte alles passieren können!?! Mag ich gar nicht dran denken! Der FA sagte nach der Geburt zu mir: "Wenn ich gewusst hätte dass er soooo groß ist, dann hätten wir einen geplanten KS gemacht!" (ich muß dazu sagen, dass wir das Baby 4 Wochen vor dem ET das letzte Mal vermessen haben, und da hatte er bereits ca.4300g. Danach wollte er noch mal vermessen, aber ich wollte es nicht mehr wissen)!

Ich denke, dass die Geburtsposition (Stellung des Beckens und die Schwerkraft) sicher eine ganz große Bedeutung hat! Ich habe alles ausprobiert, mir gefiel es, wie schon gesagt, auf dem Hocker am besten, aber die Position war einfach nicht gut! Alles andere habe ich vor lauter Schmerzen gar nicht ertragen! Als ich am Seil stand, habe ich gedacht ich sterbe jede Sekunde und auf der Seite liegen ging auch überhaupt nicht! Die Rückenlage war von den Schmerzen her eine gute Alternative zum Hocker, aber das empfindet ja jede Frau auch anders!
Wenn ich die Schmerzen im Stehen besser ertragen hätte, wäre er vielleicht auch auf Grund der Schwerkraft von allein rausgekommen!?!? Wer weiß es schon?!

Ich wünsche Dir für Deine 2. Geburt alles erdenklich Gute, vor allem viel innere Ruhe und Kraft!

Ich kann Dir übrigens nur zu einer PDA raten! Ich werde es beim 2. Kind auch wieder machen lassen!

So, alles Liebe und Gute! Du wirst uns dann ja bestimmt von Deinem Prachtstück und der Geburt berichten!?! #blume

Beitrag von becca04 11.09.06 - 08:40 Uhr

Hallo Mamajo,

tja, es ist ganz schwer zu sagen, was bei dem Gewicht (5.200g) die richtige Entscheidung (im Voraus - also KS oder vaginal) gewesen wäre. Bei dem Gewicht meiner Tochter (es wurde im KH 3 Tage vor der Geburt - sie ist ja bei ET+10 geboren - noch auf 3.800-4.200 g geschätzt worden) habe ich mich vehement gegen den KS-Vorschlag meiner niedergelassenen FÄ gewehrt und dafür auch volle Unterstützung im KH gefunden. Ich wusste ja, dass im Notfall jederzeit ein KS möglich gewesen wäre, ganz abgesehen von Saugglocken- und Zangenentbindung. Aber ich weiß wirklich nicht, wie ich entschieden hätte (und die Ärzte im KH), wenn sich (beim ersten Kind!!!) ein Gewicht von 5.000g und mehr abgezeichnet hätte.

Aus meiner Geburtserfahrung heraus würde ich sagen, dass Deine Hebamme mit ihrer Geduld Recht gehabt hat und nicht der Arzt mit seinem (voreiligen KS-Wunsch). Es dauert einfach länger, bis sich solch große Kinder ihren Weg "gebahnt" haben und das wissen Hebammen irgendwie eher als Ärzte, die ganz andere "ideale" Geburtsabläufe im Kopf haben und alles, was dem nicht akkurat entspricht, gleich behandeln wollen. Ich hatte ja das Glück, dass in meinem KH auch die Ärzte auf der Geduldsschiene fuhren, solange die CTG-Werte eben im grünen Bereich waren und es uns beiden gut ging. Und das war bei mir wirklich der Fall: Ich bin gut mit den Wehen zurecht gekommen und ich hatte mich vorher ziemlich genau über PDA und die eventuellen Folgen für den Geburtsverlauf informiert und wusste daher, dass ich - solange es irgendwie geht - keine PDA wollte. Und es ging ja auch ganz gut: Ich persönlich fand das Kristellern am Allerallerschlimmsten, wenn die Ärztin schon wieder mit ihrem Handtuch auf mich zukam und ich den Schmerz schon erahnte, das war furchtbar.

Wie gesagt, ich hatte das Glück, dass es für mich immer noch eine Geburtsposition gab, die einigermaßen erträglich war, so dass ich diese ewig lange Austreibungsphase gut überstehen konnte. Mich hat nur danach immer bewegt, ob es nicht auch anders gegangen wäre, eben durch eine Entbindung im Stehen etc. Und ob vor allem diese ganzen geballten Eingriffe am Ende (ohne Notwendigkeit durch schlechte CTG-Werte) nicht hätten vermieden werden können. Naja, ich würde trotz allem jetzt immer noch sagen, dass es eine tolle Geburt war, einfach weil es gut verlaufen ist und mir ein KS erspart geblieben ist.

Für mein zweites Kind hoffe ich ja immer noch, dass er nicht so groß wird - ich werde am Freitag noch einmal zur FÄ gehen und ihn vermessen lassen. Da bin ich natürlich schon sehr gespannt, da meine FÄ bei meiner Tochter schon Anfang der 40. SSW ein aktuelles Gewicht von mindestens 4.000 g berechnet hatte - und sie kam dann 17 Tage später und hatte dementsprechend noch jede Menge Zeit zum Wachsen!!!

Ja, ich werde dann berichten - 1000 Dank für Deine guten Wünsche: Du hast in jedem Fall Recht - die innere Ruhe und (positive) Kraft sind das Allerallerwichtigste beim Gebären!

Liebe Grüße,
Sabi.

Beitrag von hellmi 11.09.06 - 12:58 Uhr

Boah RESPEKT.

Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs.

Das ist echt mal ein Brocken. Da war meiner mit 4520gr. ja ein Leicht gewicht. ;-)

Ich wünsch euch alles Liebe und Gute

lg Kerstin Und Lukas *24.03.04

PS: Das mit dem Gewicht relativiert sich. Lukas seine Kumpels waren alle gut 1kg leichte als Er, wiegen heute aber genauso viel wie Er. #freu

Beitrag von amy023 01.10.06 - 23:05 Uhr

Hallo,

ich kann das vollstens nachvollziehen, unser Sohn kam am 03.06.06 auf die Welt, er wog 4710 g und war ebenfalls 57 cm und KU 37,5 cm!

Ich habe auch wie wild gepresst, habs aber ohne Saugglocke geschafft! Der kleine war der Star auf der Säuglingstation!;-) Die Ärtzin und die Hebamme hatten sofort nach der Geburt Wetten abgeschloßen, wieviel er wohl wiegen wir, die waren auch geschockt, die hatten ihn mit ca. 3800 g geschätzt!

Alles Liebe Claudi und der kleine(große) Finn