Ich hab schiss davor.... Eure Meinung mal bitte!

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von sunny0804 09.09.06 - 11:16 Uhr

Morgen Ihr Lieben!

Jetzt brauche ich mal Euren Rat.
Mein Freun und ich sind nun 6 Jahre zusammen, im Juni diesen Jahres kam unsere kleine Prinzessin auf die Welt, was natürlich für und beide das schönste Erlebnis der Welt gewesen ist.

So, nun erzählt er mir schon seid Jahren, dass er ganz gerne mal Eigentum haben möchte, Ich war immer Gegnerin davon, weil mir das Ganze etwas Angst macht! Ich habe imer mit offenen Karten gespielt und gesagt, dass das nicht einer MEINER Träume ist, mal ein Haus zu haben ( außer natürlich, ich knacke mal den Jackpot )

Wir wohnen hier in NRW, die Grundstücke sind schon schweinemäßig teuer, will man jetzt noch ein Haus darauf bauen, kann man das gar nit bezahlen. Wir wohnen jetzt sehr günstig in einer Mietwohnung, 88qm, 5 Zimmer, alles neu renoviert und zahlen mal grade 630€ warm. Finde ich jetzt nicht wirklich teuer. Nachteil ist natürlich, dass wir keinen Garten haben aber gut, Abstriche muss mal wol machen.

Mein Freund ist jetzt der Meinung, dass man von 630€ auch ein Haus abbezahlen kann, türlich kann man das aber ich glaube nicht, dass ich dann in diesem Haus wohnen möchte, denn was tolles kann das nicht sein!

Ich versuche ihm immer klar zu machen, dass das alles nicht so einfach ist, wie er sich das so vorstellt. Liege ich da falsch???
Sicher MUSS man kein Neubau nehmen , wir hatten auch schon mal ein Haus angeschaut, was schon 20 Jahre alt ist aber bevor ich da hätte drin wohnen wollen, hätte so EINIGES gemacht werden müssen und für den Preis hätte man dann schon selber bauen können.

Ich möchte einfach nicht mein ganzes Leben arbeiten gehen, für ein Haus! Ich mache momentan auch Babypause, hieße also, ich müsste auch wieder voll mit ran, was nicht unbedingt falsch ist nur bin ich ein Gegner davob, meine kleine Tochter in eine Kita zu geben, was er auch weiß und wo er auch zustimmt.

Meine Gründe kein Haus zu wollen beziehen sich im Einzelnen darauf:

Nebenkosten werden immer teurer ,wenn man also Eigentum für´s Rentenalter haben will, kann ich mir kaum vorstellen, dass wir mal mit einer kleinen Rente Nebenkosten von ca 400-500€ bezahlen ( denn 120qm möchte man ja schon midestens an Wohnfläche haben, sonst brauch ich hier gar nicht ausziehen)

Für mich sind das ganz einfach SCHULDEN, auch wenn man das Haus ja wieder verkaufen kan und somit das Geld wiederbekommt, ( sollte man Glück haben und bekommt auch wirklich das ganze Geld wieder )

Ich gebe zu, ich habe auh Ansprüche, ich würde mir z.B. kein Reihenhaus zulegen wollen, denn da kan ich ebenfalls gut Theater mit den Nachbarn haben und kann in meinem eigenen Haus nicht das tun, wonach mir ist......

Och Mensch, ich mach das hier ganz schön kompliziert, ich weiß!, sagt ihr mir doch mal, wie ihr das Ganze seht. Hab ich irgendwo einen Denkfehler?? Überigens , Eigenkapital liegt nicht vor! Es müsste also ne Vollfinanzierung sein!

Also??
Liege ich soooo falsch?

LG
Sunny

Beitrag von noreia6281 09.09.06 - 12:28 Uhr

<<Nebenkosten werden immer teurer ,wenn man also Eigentum für´s Rentenalter haben will, kann ich mir kaum vorstellen, dass wir mal mit einer kleinen Rente Nebenkosten von ca 400-500€ bezahlen ( denn 120qm möchte man ja schon midestens an Wohnfläche haben, sonst brauch ich hier gar nicht ausziehen) >>

hallo!!

die nebenkosten werden aber auch in einer mietwohnung immer teurer!! das nimmt sich nix. nur dass ihr irgendwann mit dem abtrag fertig seid und nur noch die nebenkosten bezahlen müsst!

LG

Beitrag von sunny0804 09.09.06 - 14:40 Uhr

Türlich werden auch die Nebenkosten in einer Mietwohnung teurer ABER, wenn ich alt bin brauch ich auch keine 5 Zimmer-Wohnung, dann nehme ich mir ne kleinere und zahl auch dementsprechend weniger Nebenkosten, ist doch wohl irgendwie logisch oder??#kratz

LG
Sunny

Beitrag von smily2 09.09.06 - 12:33 Uhr

Es ist schon schön ein eigenes Haus mit Garten zu besitzen, dies vorweg.
Aber dein Freund macht einen entscheidenden Fehler: Die 630 €, die ihr zahlt, sind die Warmmiete, also einschließlich aller Nebenkosten! Das sind neben Heizung und Wasser auch die Gebäudeversicherung, Müllabfuhr, Grundsteuer, Schornsteinfeger usw. usw.
Wenn man nicht gerade auf dem Land bauen will, bekommt man in NRW kaum ein Haus unter 220.000 Euro, wenn man Glück hat sind da Notar und Grunderwerbssteuer schon drin.
Das wäre bei 4,5% Zinsen und 1% Abtragung eine monatliche Belastung von gut 1000 €. Hiinzu kämen die o. g. Nebenkosten, die umgerechnet sicher auch nochmal knapp 100 € ausmachen.
Am besten setzt du dich mit ihm mal hin, schaust in der Zeitung oder im net, was ein Haus, was ihr euch vorstellt, kostet und rechnet es so mal durch

Beitrag von vater_morgana 09.09.06 - 13:03 Uhr

Korrekt, nur was sind 600 bis 1000 Euro in 20 Jahre bzw.
der Kreditbetrag in 20 Jahren?

um mit der aktuellen Anuität runter zu kommen müssen eben die Ansprüche der möglichen Rate angepasst werden.

heute mögen 120 m² in Ordnung sein, wer putz und pflegt gerne 120 m² in 20 Jahren?

greats

Beitrag von sunny0804 09.09.06 - 14:44 Uhr

DANKE Smily2 !!

Du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen!!! Genau das meine ich ja!

Er verdient grade mal so 1400 netto, da kann er mir doch nicht erzählen, dass man davon sehr gut Eigentum abbezahlen kann.... Das Schlimme ist, es kommt noch nichtmal ganz von Ihm, sein Vater setzt ihm die Flöhe ins Ohr, dass das mit seinem Verdienst sehr gut klappt......#kratz Der hat selber ein Haus und müsste doch eigentlich wissen, dass das alles nicht so wirklich einfach ist!

Na ja, wie gesagt, es mag ein Lebenstraum bleiben und ich hätte auch gerne ein Häuschen mit Garten aber nicht um jeden Preis, wenn du verstehst....

LG
Sunny

Beitrag von manavgat 09.09.06 - 14:53 Uhr

Wie wäre es mit einer Etagenwohnung mit Garten?

Es muss nicht immer gleich ein ganzes Haus sein. Wenn Eure Beziehung stimmt und Du Dich rechtlich für den Fall einer Trennung vertraglich absicherst, dann würde ich ihm entgegenkommen und eine ETW kaufen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von shandor 09.09.06 - 15:21 Uhr

Ich denke genau wie du, Sunny.

Wir hatten als junges Ehepaar eine kleine,schnuckelige 2- Zimmer- Wohnung.
Als unser Sohn kam, haben wir uns was größeres gesucht. Weil wir einen großen Hund hatten, mit großem Garten.
Jetzt ist unser Sohn (27 J.) ausgezogen und wir möchten uns verkleinern.
Was soll ich mit so vielen Zimmern ? Was mit einem riesigen Garten?

Wir werden langsam alt und können nicht mehr so wie wir gerne möchten.

Ich finde es gut, frei zu sein. Ich kann hinziehen, wo und wann ich will.
Mein Bruder z.B. hat böse Nachbarn----------soll er verkaufen ?

Auch das Argument, im Alter keine Miete mehr zahlen zu müssen, zieht bei mir nicht.

Dann geht die Heizung kaputt------oder das Dach.

Ich rufe beim Vermieter an-------------und DER zahlt.


Lieben Gruß
Eva

Beitrag von sunny0804 09.09.06 - 16:29 Uhr

DANKE!!!!

Mesch, was bin ich froh, dass ich anscheinden doch nicht so spießig bin, wie es mir manchmal vorgeworfen wird, von der Familie meines Freundes.

Genau das ist es, geht die Heizung kapuut, lass ich den Vermieter antanzen, macht er sie nicht heile, bekommt er weniger Miete! Diesen Vorfall hatten wir schon einmal!!
Wir haben einen sehr netten Vermieter noch dazu! Kenne ihn schon, seitdem ich ein Zwerg bin und er macht echt alles, was wir ihm sagen! Wollten neue Türen haben und zack, hatten wir neue Türen!!!

Ich finde das einen großen Vorteil! Man fühlt sich einfach sicherer, so ist jedenfalls meine Meinung!

@manavgat

Bei ner ETW hab ich irgendwie schiss, dass man sich mit den Nachbarn nicht versteht, kann ja passieren, genau wie im Haus. Dann hat man in seinem eigenen Haus/Eigentumswohnung die Hölle und kan auch nicht machen was man möchte, verstehste, was ich meine?

LG
Sunny

Beitrag von schnuffinchen 09.09.06 - 19:29 Uhr

"Ich möchte einfach nicht mein ganzes Leben arbeiten gehen, für ein Haus! "


Nun ja, derzeit geht Ihr arbeiten, um Miete zahlen zu können, und von dieser Miete zahlt ein anderer SEIN Haus / SEINE Wohnung ab - wenn Dir dieser Gedanke lieber ist...

Und Miete zahlst Du ein Leben lang, die ein anderer später dann verwendet, um seinen Lebensabend finanziell aufzupolstern.

Mit Eigentum hast Du später nur noch die Nebenkosten (wie Du da auf 500€/mon. kommst, ist mir schleierhaft, oder verbraucht Ihr jetzt auch soviel?).

Im Übrigen müsst Ihr die steigenden NK ja auch in einer Wohnung zahlen, von daher ist dieses Argument Nonsens.


Euer wirkliches Problem ist das nicht vorhandene Eigenkapital, allerdings meine ich das nicht nur in Bezug auf Wohneigentum. Unter diesen Umständen würd ich auch kein Eigentum erwerben wollen.

Beitrag von juni26 09.09.06 - 21:43 Uhr

hallo sunny,
also ich kann dich verstehen. ich hatte auch große angst vor dieser verantwortung aber heute bin ich sehr glücklich. wir haben vor zwei jahren eine doppelhaushälfte mit großem grundstück gekauft. man kann machen was man will und seine vorstellungen verwirklichen.
wichtig ist, das man genau über seine finanzen im bilde ist und das ist nicht einfach.
setz dich hin schreibe auf welche ausgaben ihr genau habt, du wirst schnell feststellen, das viel geld für firlefanz weg geht.
wir haben das gemacht (ca für ein Jahr) und waren ganz erstaunt.
letzendlich muss man schon ein typ für eigenheim sein, aber für uns war es sinnvoll. ich konnte nicht mehr mit ansehen, wieviel kohle jeden monat an unsere vermieter ging und die kamen jedes jahr mit neuen komischen nebenkosten. man ist denen so ausgeliefert.
viel glück bei deiner entscheidung
viele grüße von einer glücklichen eigenheimbesitzerin.

Beitrag von katzeleonie 10.09.06 - 15:01 Uhr

Du liegst nicht falsch, ohne Eigenkapital zu starke Belastung.

lg
leonie

Beitrag von 123kathy 10.09.06 - 21:18 Uhr

Ohne Eigenkaptial würde ich das nicht tun. Aber vielleicht könnt Ihr ja ein kleines Haus (evl. auch Reihenhaus) mit Garten mieten. Wenn die Kinder groß sind oder die Nachbarn zu mies, könnt Ihr da auch einfach wieder ausziehen.
Kathy