Unser Bernersennenhund beißt Nachbarskind in den Kopf...

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von mama21lm 09.09.06 - 22:51 Uhr

Hallo erst einmal, ich hoffe mal ih kann hier etwas loswerden ohne gleich bös verurteilt zu werden....
Folgende Situation<.
Heut nchmittaq war unser nachbarsmädchen (2 1/2) bei uns im garten um mit unserer Tochter (13monate) zu spielen...
Unser berner war die ganze zeit in der nähe bei uns und hat ns wie immer geselschaft geleistet, dann fällt unser nachbarskind wirklich ausversehen über ihn, er beißt sie gleich in den kopf und ich habe ihn wegreißen müssen...
Schrecklich!
Ich habe die kleine gleich genommen am kopf nachgeschaut und da waren 3 kleinere bisswunden. ihre mam kam zum zaun ich hab ihr die kleine gegeben ihr erzählt und sie sind gleich ins KKH gefahren. Ist Gott sei dank nix "schlimmeres" der kleinen geh es gut wollte sogar gleich wieder zu dem Hund.
Aber ich bin schokiert was ging in dem hund vor, warm tut er sowas. die kinder haben ihn nicht , wirklich nicht geärgert, also das kanns nicht sein.
Habe gleich beim Tierarzt angerufen und für Donnertag einen Wesenstest "ansetzten" lassen.
Bin echt fix und fertig es hätte auch mein kind sein können!!!
Wir lieben unsere Tiere
Ich verstehe diese plötzliche Agressiviät nicht, wie soll ich mich jetzt verhalten?
Bitte versteht meine Angst kritisiert mich nicht von wegen Kind und Hund...

Liebe Grüße

Beitrag von babydollbell 09.09.06 - 23:42 Uhr

Hallo!

sorry, mag jetzt doof klingen, aber die gleiche Situation hatten wir mal bei unserem Hund und der Katze.. Wir schauten fern, der Hund lag in seinem Körbchen und die Katze sprang in den Korb rein und der Hund schnappte.. er schlief und hat sich einfach nur tierisch erschrocken.. Kann es bei euch vielleicht auch der Fall gewesen sein?

Ich denke, wenn der Hund hätte was böses gewollt, dann wäre der kleinen mehr passiert.

Lass die Situation nochmal Revue passieren und denk drüber nach, vielleicht ist es ja auch so gewesen.

Der kleinen gute Besserung und für den Wesenstest, den wird er bestehen.

#liebdrueck

nadine

Beitrag von mama21lm 10.09.06 - 00:00 Uhr

Danke erst mal für deine AW.
Er schlief nicht er lag mit erhobenem Kopf da und hat uns "beobachtet".
Auch unsere kleine hat ihn nicht geärgert, bei ihr ist er (bis jetzt) sehr lieb sie kusceln oft zusammen, wirklich ein herz und eine seele, aber jetzt seh ich das mit argwohn...

LG

Beitrag von toxical_reaction 10.09.06 - 19:28 Uhr

Es ist doch wohl ein himmelweiter Unterschied, ob ein Hund auf eine Katze losgeht, oder auf ein Kleinkind!

Was für ein hinkender Vergleich#augen

Beitrag von terrortoertchen 10.09.06 - 00:04 Uhr

hallo du!

habe 2 boxer und bekomme in 4 tagen mein erstes kind! meine 2 sind kindern gegenüber total friedlich, aber hund ist eben hund und man fragt sich, wird er immer friedlich bleiben?!

schwere frage, denke, der wesenstest kann nicht unbedingt eine aussage über das verhalten geben?! #kratz

man sollte vielleicht echt nochmal die situation revue passieren lassen, vielleicht wollte der hund auch "nur" eurer kind vor dem anderen beschützen??? oder er hat sich echt nur erschrocken?! wobei das dann schon eine echt heftige reaktion wäre?!

ich würde an deiner stelle mal nen profi befragen (ich persönlich halte ja sehr viel von der tier-nanny auf VOX) denn so kann man ja nicht in ruhe andere kinder zu besuch kommen lassen, das ist ja kein zustand...

lg und toi toi toi

TT + #baby inside und 2 X #hund

Beitrag von bienchensg 10.09.06 - 08:40 Uhr

Hallo.....


Ich habe mir deine beiden BEiträge hier mal durchgelesen. So wie du erzählst, hat der Hund nach seinem denken gehandelt.

du schreibst er lag mit erhobenem Kopf da und hat euch beobachtet. Er akzeptiert eure kleine und sei auch immer lieb.

Nun sieh das ganze Mal aus sicht des Hundes. Da kommt jemand neues, in dem fall die Kleine von eurem Nachbarn, das ist erstmal ein neues Rudelmitglied. Anscheinend ist euer Hund der Meinung er hat immer einen höheren Stand als neue "Rudelmitglieder" . Denn die kleine ist ja über ihn gefallen und er hat am Kopf zugepackt. Das erinnert mich an das Verhalten gegenüber Welpen, die mit Biss in den Nacken zurechtgestutzt werden, wenn sie etwas falsch machen.

Ich denke so hat der Hund gehandelt, also gilts dem klarzumachen, das er mit der Welpenerziehung nix zu tun hat, den Job macht ihr ;-)

LG

Dani

Beitrag von andreag1302 10.09.06 - 11:01 Uhr

Hi,

ich denke nicht das es Agresivität war...
Entweder dein Hund hat sich erschrocken,oder aber es tat ihm weh...oder es war wirklich Beschützerinstinkt...

Wenn der Hund böse wäre,dann würde das Kind anders aussehen...

Denk darüber nach und viel Glück beim Wesenstest der nichts aussagen wird....


LG Andrea mit Chrissi#hund und Sky#hund und 3 Kindern#niko

Beitrag von rala70 10.09.06 - 11:51 Uhr

Hallo,
meiner Meinung nach hat sich der Hund entweder erschrocken oder er hat sich in dem moment bedroht gefühlt. Hat er vielleicht gerade gedöst ? Oder in der Ferne etwas beobachtet ? Wie ist das Kind über ihn gefallen ? Es ist etwas schwierig mit diesen ungenauen Angaben etwas zu sagen. Warum mußtest Du ihn wegziehen ? Hat er immer wieder zugebissen oder nicht losgelassen ?
Ich denke nicht, daß Dein Hund wirklich aggressiv ist, wenn ein Berner richtig zubeißt sieht das nämlich anders aus. Für mich sieht das eher nach einen Schreck- oder Warnbiß aus. Aber wie gesagt, es ist mit diesen Aussagen schwierig die Situation zu beurteilen. Vielleicht möchtest Du die Situation ja etwas genauer beschreiben. Wie geht er denn sonst mit den Kindern um ?
Was soll das denn für ein Wesenstest werden ? Also ich stehe diesen Test recht skeptisch gegenüber. Vor allem verstehe ich nicht, warum Du in Deinem Hund jetzt eine reißende Bestie sieht, obwohl das Kind doch nicht wirklich verletzt war und der Hund somit auch nicht richtig zugebissen hat. Über eines sollte man sich immer im Klaren sein: Hunde haben Zähne, Hunde können beißen. Hunde sind keine Menschen, sie klären ihre Angelegenheiten nicht über Diskussionen sondern auf ihre hundetypische Art und Weise.
Ich hoffe sehr, daß Du jetzt nicht überreagierst. Bitte laß Dir die ganze Situation nochmal durch den Kopf gehen und überlege mal, warum der Hund so reagiert haben könnte. Wenn das Kind z. B. so gefallen ist, daß es über seinem Kopf lag, so ist das für den Hund eine Bedrohungssituation. Es wäre also völlig normal, daß er dann zuschnappt um sich zu schützen.

LG

Beitrag von mama21lm 10.09.06 - 12:54 Uhr

Hy,
danke erst mal für deine antwort...
zum wesenstest, habe gesertn abend noch mit unserem tierazt telefoniert, der hat mir gesagt, wenn dieser vorfall der gemeinde oder der stadt gemeldet wird, was man nie weiß, dann muss er zu dem test, also besser wir lassen es von uns aus machen. im schlimmsten fall, so sagte ns der trainer dann, falls er durchfällt, darf er nur noch mit leine und maulkorb ausgeführt werden. aber ich weiß dann bescheid, ob mein hund wirklich agressiv ist, mir geht es darum ich hab auch ein kind und hab jetzt wirklich angst.......
Also um noch mal zum geschehen zurück zu kommen, wir ich habe mit den mädels im sandkasten gesielt, er lag neben uns und hat halt zugeschaut. mein mann hat ca 3-4 meter von uns entfernt meiner tochter ihre neue schaukel einbeoniert die kleine wollte zu meinem mann und zugucken, der "weg" war eng und sie wollte am hund vorbei und ist über ihn, ja über den kopf gefallen... er hat sie dann gepackt und gebissen und dabei ein furchtbares geräusch gemacht, was ich bis jetzt erst einmal gehört habe als er sich mal bös mit einem rüden gebissen hatte (war aber der andere der ihn zuerst biss). ich habe ihn dann so schnell es ging gepackt und runter gezert... naja den rest kennst du ja....
also was sagst du????????
bitte bin über jeden dankbar!!!!

Beitrag von rala70 10.09.06 - 15:15 Uhr

Ich denke, Dein Hund hat sich einfach nur verhalten wie es ein Hund nunmal tut. Wenn etwas auf den Kopf eines Hundes fällt, ist es für ihn eine immense Bedrohung. Er handelt dann rein instinktiv und ein Hund kann nunmal nicht unterscheiden, ob das nun aus versehen oder absichtlich geschehen ist. Natürlich knurrt er, denn knurren ist warnen und er warnt in dem moment die "Gefahr". Versuch Dich mal in die Lage Deines Hundes zu versetzen. Stell Dir nur vor (oder probier es mal aus), wie es ist, wenn Du nichts ahnst und auf einmal wird es dunkel. Du wirst merken, daß es auch Du Dich erschreckst und Du das "Ding" loswerden willst. Bei einem Hund ist das nicht anders. Nur er ist nunmal ein Hund und kein Mensch und er handelt dann indem er seine Zähne und seine Stimme einsetzt. Er hat nunmal keine Hände um das Kind von seinem Kopf zu nehmen. Du schreibst selber, daß Du dieses böse knurren nur einmal gehört hast, als der Hund von einem anderen zuerst gebissen wurde, also als der Hund in Gefahr war. Knurren ist ein Warnzeichen, das man allerdings tunlichst beachten sollte, und insofern ist es ein Zeichen, daß der Hund ein ganz normales Verhalten hat und die Hundesprache beherrscht. Wir sagen ja auch: Laß das jetzt sein, sonst.... Der Hund spricht nunmal eine andere Sprache.
Geh mal von vorne auf Deinen Hund zu und streichel ihm über den Kopf. 99 % der Hunde mögen es absolut nicht. Sie ducken sofort etwas ab oder legen die Ohren an, obwohl sie hier sogar sehen was passieren wird.

Ich hoffe, ich habe das irgenwie verständlich rübergebracht. Dein Hund ist zwar nicht aggressiv, aber bei Hund und Kind sollte man immer etwas aufpassen, vor allem in dem Alter. Bei mir gibt es da ein ganz klares Gesetz: Neben dem Hund wird nicht gespielt. Wenn die Kinder spielen, liegt mein Hund im Kommando Platz neben mir. Wer an dem Hund vorbei möchte, geht langsam. Ist der Weg eng, nehme ich den Hund aus dem Weg. Gespielt wird mit dem Hund erst, wenn die Kinder standfest sind. Am Futternapf haben Kinder nichts zu suchen und Kind und Hund werden bei mir nicht alleine gelassen. Meine Hunde sind übrigens absolut kinderfreundlich. Ich bin auch mal mit meinem Großen in so eine Situation gekommen. Da bin ich mit ihm Spazieren gegangen und auf einmal hat sich ein Kind von Papa's Hand losgerissen und sich von Vorne über den Kopf meines Hundes geworfen. Gut, daß es meiner war, denn er ist einer der wenigen Hunde die gar nicht auf sowas reagieren. Das nimmt er gelassen. 99 % der Hunde schnappen in so einer Situation zu. Obwohl meine Hunde sehr zuverlässig sind, gelten bei mir die o. g. Regeln.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen. Vor allem aber hoffe ich, daß Du nicht ganz das Vertrauen in Deinen Hund verloren hast. Kinder und Hunde gehören einfach zusammen, man muß nur ein paar Dinge beachten und alle sind glücklich.

P.S.: Du kannst mit dem Hund solche Situationen trainieren, damit er nicht nochmal zuschnappt, wenn sowas nochmal passiert.

Beitrag von p.thomas 10.09.06 - 19:42 Uhr

nene es ist eher so 99 % der Hunde schnappen nicht in diesem Fall.

Auf dem Hundeplatz den ich besuchte gab es nicht einen der in solch einer Sitution gebissen hätt, deine Hunde sind nicht aussergewöhnlich sonder Normal

Beitrag von aggro 10.09.06 - 18:52 Uhr

Hallo..

Denke nicht dass das bei deinem Hund etwas mit agressivität zu tun hat, sondern es war ein ganz "normaler" Reflex, da er sich wahrschinlich einfach nur erschrocken hat.
Außerdem wächst er bei euch ja auch mit einem Kind auf, da wäre es dir aufgefallen, wenn er nicht so mit Kindern kann.

das selbe hätte mit eurem Kind passieren können.
Habe schon die liebsten Hund kennengelernt (bin Tierarzthelferin) die das gemacht haben , und solange er nicht wie wild drauf losgegangen ist, brauchst du dir denke ich keine Sorgen machen. Ich denke man sieht auch daran das es nicht böse gemeint war, das nur 3 kleine Bisspunkte am Kopf waren... hätte er richtig gebissen hätte das wohl anders ausgesehen...

#liebdrueck

Beitrag von p.thomas 10.09.06 - 19:38 Uhr

Ich les hier die ganze Zeit nur..."der Hund wollte sich schützen, das Kind des Besitzers, er hat gedöst, er hat geschlafen, er hat sich erschrocken etc. #kratz

ABER und so leid es mir tut dies zu sagen, NORMAL ist dies Verhalten nicht.
Die meisten Hund die ich kenne (ausser der von meinem Bruder, weil der hat nen Schaden, der Hund nicht mein Bruder) schnappen in solch einer Situation nicht. Wenn sie sich erschrecken weil ein Kind über sie fällt springen sie auf und bringen sich in Sicherheit. Gerade grosse Hunde wie Bernersennen haben eine hohe Toleranzschwelle in solchen Sachen und sind eher durch nichts aus der Ruhe zu bringen.

Meine RR Hündin, ist supersensibel, einmal hat meine Jüngste, sie konnt gerade laufen, ihr versucht einen Knoten in die Rute zu machen. Meine Hündin hat nur kurz geknurrt, ist aufgesprungen und weggelaufen. Ich habe danach besser darauf geachtet das die Kleine den Hund in Ruhe lässt wenn dieser auf seinen Platz ist.

Aber dieses "Der Hund hats doch nicht bös gemeint" finde ich sehr bedenklich. Der Hund hat eine Grenze überschritten und diese ist NIE nach Menschen zu schnappen....(ausser er ist ein Polizeihund). Wie schnell geht da was schief. Natürlich hätte das Kind viel schlimmer ausgesehen wenn der Hund es ernst gemeint hätte....Aber muss es erst soweit kommen?

Ich sage jetzt nicht das das Tier bös ist. Es gibt soviel Sachen die da im argen liegen können, angefangen bei mangelnder Sozialisierung bis hin zu einer Krankheit die ihm wirklich Beschwerden verursacht.
Einen Wesenstest halt ich auch nicht gerade für sinnvoll, die Dinger sind meiner Meinung nach fürn A...
Beobachte den Hund sehr konzentriert wenn Kinder in der Nähe sind, wenn du das nicht gewährleisten kannst sperr ihn für die kurze Zeit in der du dich nicht intensiv kümmern kannst, weg, aber pass auch auf das du ihn nicht nun ständig wegsperrst sonst fühlt er sich schnell vernachlässigst und besuche auf alle Fälle eine gute Hundeschule.

Aber um Himmelswillen tu nicht einfach nichts! Um der Kinder und deines Hundes Willen. Sonst geht da eines Tages, wenn auch nur vielleicht, schief.

gruss
Petra

Beitrag von juliocesar 11.09.06 - 08:28 Uhr

hallo

wir hatten die gleiche situation als ich kind war und zwar mit einem howawart, der sonst immer kinderfreundlich und zahm war. dann bin ich einestags mit meiner nachbarin (damals ca. 8 jährig) herumgerannt, z.t. auch vor dem hund her, der angebunden war. plötzlich sprang er auf und biss meine freundin in die wange. die musste genäht werden und die narbe sieht man heute noch.
dann brachten meine eltern den hund zum tierarzt und es wurde ein tumor im kopf entdeckt, der ihn wohl sehr schmerzte. er meinte, solange er nicht wachse, müssten wir ihn nicht einschläfern, also überkam er einen maulkorb zu unserer sicherheit und auch aus respekt zu den nachbarn. doch er hatte auch so immer mehr agressive phasen und schlussendlich mussten wir ihn einschläfern lassen, einerseits wegen seiner agressivität andererseits der schmerzen wegen.
an deiner stelle würde ich ihn mal gründlich beim tierarzt untersuchen lassen. seine plötzliche agressivität hat vielleicht medizinische gründe und muss nichts mit seinem charakter zu tun haben.

alles liebe gabriela

Beitrag von londongirl 11.09.06 - 09:15 Uhr

hallo,

dasselbe ist bei uns passiert, als ich noch ein kind war. meine kleine cousine ist auf unseren schäferhund zugerannt und er hat sie in den kopf gebissen. ist zum glück nix passiert (er war schon alt und die zähne schon stumpf).

ich kann nur vermuten, dass es daher kam, weil er schon alt war und schlecht gesehen hat. er hat da wohl nur was schnell auf sich zurennen sehen und so reagiert.

war schlimm damals, kann nachempfinden, wie es dir geht...

grüße londongirl

Beitrag von marion2 11.09.06 - 09:57 Uhr

Hallo,

Fakt ist doch: Der Hund hat gebissen. Und niemand - auch kein Wesenstest - kann ausschließen, dass es noch mal passiert!

Meiner Meinung nach hast du zwei Möglichkeiten:

1. Du sperrst den Hund weg, wenn Kinder kommen.
2. Du legst einen Maulkorb oder ähnliches an, wenn Kinder kommen.

Die Sicherheit der Kinder sollte höchste Priorität haben!

Du schreibst, die Kinder haben den Hund nicht geärgert. Leider können wir den Hund nicht fragen, ob er das genauso sieht. Wahrscheinlich ist das Nachbarskind einfach nur in den Bereich der Individualdistanz eingedrungen (gibts auch beim Menschen) - auch hier wirst du eine Wiederholung leider nicht ausschließen können.

http://www.sofawolf.de/Hundewelt/HTML/individualdistanz.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Individualdistanz

LG Marion

Beitrag von peffi 12.09.06 - 20:57 Uhr

3. Möglichkeit
Suche eine andere kinderlose Familie für den Hund.

Wegsperren kann den Hund eifersüchtig machen und er sieht dann jeden Kinderbesuch als schlecht an, weil er weiß, er wird weg gesperrt.
Das ist das gleiche wie: Man bekommt Besuch und jedesmal wenn der da ist, spielt man mit dem Hund Ball. Ist halt nur positiv für den Hund.

Kinder gehen vor, ich würde den Hund eher abgeben als etwas zu riskieren.

LEG
Peffi

Beitrag von kessy16 11.09.06 - 11:47 Uhr

Hallo,

und deshalb hasse ich Leute die sagen: oooch der tut nix, der will nur spielen!!! :-[

Man kann für ein Tier NIEMALS die Hand ins Feuer legen.

Euer Hund ist mit Sicherheit nicht aggressiv, sondern hat sich wahrscheinlich erschrocken und im Affekt zugebissen.

Um solche Situationen zu vermeiden würde ich den Hund entweder wegsperren wenn Kinder in der Nähe spielen bzw. ihn irgendwo anleinen o. wirklich sicher stellen daß er nicht in Kontakt mit ihnen kommen kann.

Aber was will man bei den eigenen Kindern machen, #kratz, eigentlich gar nichts. Aufpassen, aber man kann seine Augen ja auch nicht überall haben...

Alles Liebe und daß eine solch blöde Situation nicht nochmal passiert.

LG

Kerstin mit 4 Kids

Beitrag von finnya 11.09.06 - 22:23 Uhr

War es denn wirklich ein beissen, oder vielleicht doch eher ein "aufheben" mit der Schnauze?
Ich hatte und kenne viele große Hunde und die sind alle mit dem zupacken sehr vorschtig und können ganz genau einschätzen, wie fest sie zubeissen dürfen, ohne zu verletzen.
Mein letzter Neufundländer konnte z.B. ein rohes Ei im Maul tragen, ohne es kaputt zu machen und er trug die Meerschweinchen rum, ohne ihnen weh zu tun. Ebenso konnte er meine kleine Tochter am Ärmchen packen und wegziehen, wenn sie z.B. als sie gerade laufen lernte Richtung Straße torkelte. Und das alles, ohne bösartig zu sein oder gar Verletzungen zuzufügen.
Eigentlich sind alle großen Hunderassen extrem friedlich und Familienbezogen, ich denke also nicht, dass dein Hund wirklich aggressiv war.
Du kannst ja erstmal gucken, wie er sonst so reagiert, wenn das Nachbarskind da ist, also dich daneben setzen und die beiden spielen lassen und es den Hund auch ärgern lassen (denn natürlich darf er auch nicht beissen, wenn ein Kleinkind ihn ärgert) und ggf. eine Hundeschule besuchen, falls er irgendwie dem Kind gegenüber abgeneigt ist.

Beitrag von quiny 12.09.06 - 13:02 Uhr

"Du kannst ja erstmal gucken, wie er sonst so reagiert, wenn das Nachbarskind da ist, also dich daneben setzen und die beiden spielen lassen und es den Hund auch ärgern lassen"

Hab ich das richtig verstanden#kratz? Daneben sitzen und zugucken, wie die Kleinen den Hund ärgern#schock? Weißt du wie schnell ein Kind gebissen wurde, obwohl die Eltern direkt nebendran gesessen haben. So schnell wie das passiert, kannste gar nicht dazwischen gehen. Nicht umsonst passieren die meisten Bissunfälle innerhalb der eigenen Familie.

Weder unsere Tochter und schon gar nicht fremde Kinder dürfen unseren Hund ärgern. Sie darf auch nur zu ihm, wenn ich oder Papa dabei ist. Das hat sie von kleinauf gelernt. Auch weil ich weiß, dass ich auch für meinen Hund nicht die Hand ins Feuer lege, denn bei ihm können die Zähne auch recht locker sitzen. Er ist auch krank und hat ab und an Schmerzschübe, die er nicht immer direkt anzeigt.

LG
quiny

Beitrag von finnya 12.09.06 - 14:58 Uhr

Ein Familienhund muss es durchaus abkönnen, wenn er von Kleinkindern geärgert wird. Er darf in keinem Fall -nichtmal, wenn das Kleinkind ihn haut- zuschnappen. Das kann man mit dem Hund trainieren, indem man sich daneben setzt und das Kind den Hund ein bischen ärgern lässt und sofort, wenn der Hund knurrt oder den Kopf hebt eingreift, "Pfui" ruft und ihm die Schnauze zuhält.

Natürlich soll das nicht heissen, dass man seinen Kinder nicht beibringen muss, wie man mit einem Hund umgeht, aber gerade die ganz Kleinen können ja noch nicht wissen, dass ein aufgeregtes fuchteln mit den Ärmchen den Hund ärgern oder provozieren kann. Und einem Einjährigen kann man nicht so leicht beibringen, dass er das nicht machen darf, da trainiert man besser mit dem Hund, dass er das ab kann.

Wir haben seit ein paar Wochen einen neuen Neufundländer (Welpen) und üben mit ihm auch täglich. Meine zweijährige Tochter kann mittlerweile seelenruhig Sandkuchen auf ihm backen, wenn er im Garten liegt oder ihm Hüte anziehen, ohne das er auch nur mit der Wimper zuckt. Und wenn sie ihn haut (wenn er z.B. ein Stofftier von ihr gestohlen hat), lässt er das Tier nur los und geht ganz langsam in eine andere Ecke vom Zimmer und legt sich da hin. Parallel dazu (die beiden sind natürlich auch nie unbeaufsichtigt zusammen) gibt´s noch ein scharfes "Pfui" für das Stofftier wegnehmen und ein "Nicht den Hund hauen" und Ärmchen festhalten für das Kind.

Beitrag von quiny 12.09.06 - 21:11 Uhr

Hallo,

als meine Tochter ins Krabbelalter kam und anfing sich für den Hund zu interessieren, hab ich ihr immer wieder gezeigt, wie sie den Hund anfassen soll. Also nur "Ei" machen, ihre Hand genommen und übers Fell streichen lassen. Das hab ich immer wieder gemacht. Wenn sie ihn geschlagen hat, was durch aus auch schon mal vorgekommen ist, hab ich es direkt unterbunden. Immer die entsprechenden Worte halt dazu und das immer wieder. Jetzt ist sie 20 Monate und passt sogar auf, wenn er ihr im Weg liegt, dass sie nicht auf die Pfoten und auf den Schwanz tritt. Wenn er steht schiebt sie ihn auch einfach zur Seite, dass lässt er sich alles gefallen, auch wenn sie mal wieder ungestümer wird.

Der Sohn meines Mannes ist schon auf ihn gefallen und da hat er nur mal den Kopf gehoben, um zu gucken was das war. Aber aufgrund seiner Krankheit reagiert er da jetzt schon etwas empfindlicher.

Außerdem ist es schon ein Unterschied, ob du das mit einem Welpen übst oder mit einem ausgewachsenen Hund. Mein Hund ist 10 Jahre alt und ich würde es nie zu lassen, dass er auch nur von irgendwem geärgert wird. Bei einem Welpe würd ich es auch nicht so eng sehen, der muß ja den Umgang mit Kindern lernen. Aber auch der kann damit schlechte Erfahrungen machen, wenn er durch irgendwas stark erschrickt oder Schmerzen zugefügt bekommt.

Ich hatte mal eine 2-jährige Schäferhündin bekommen. Sie war als Welpe in eine Familie gekommen, mit 4 oder 5 Kindern. Ich dachte super, da kennt sie ja alles und kann bestimmt einiges ab. Als sie dann bei mir war, hab gesehen was sie ab kann..... Sie hat auf einer Party im Wald ein Kind regelrecht eingefangen. Zum Glück war nix großartiges passiert, außer dass man die Zahnabdrücke am Arm sah. Ich war fix und fertig und hab mich tausendmal entschuldigt. Für mich war die Party gegessen. Später, bei uns zuhause kam ich von meiner Tour mit Hund zurück und unterhielt mich seelenruhig mit meinem Nachbarn, der mit seinen Kindern draussen war. Plötzlich sagte er zu mir, "guck mal dein Hund,der ist ganz steif und starrt mein Kind an". Ich verabschiedete mich und ging rein und hab den Vorbesitzer angerufen und zur Minna gemacht,dass er mich belogen hat. Durch seinen Nachbarn hab ich dann auch erfahren, dass die Kinder den Hund von kleinauf nur geärgert und gepisakt hätten und er sich dann, als er größer war, gewehrt hätte und wohl ein Kind gebissen hat. Das gefährliche an der Sache war, dass man es ihr nicht sofort angesehen hatte, was sie vor hatte. Dann hatte ich eine Situation, da spielte sie mit Kindern Bällchen, ein anderes Mal war es wieder der Kinderschreck hoch 3. Ich hab nie rausgefunden, was in ihr vor ging. Lt. TA war sie topfit. Aber auch er konnte keinen Auslöser dafür finden.

Deshalb war ich auch erst erschrocken, als ich das von dir gelesen hatte. Wollte dich damit bestimmt nicht angreifen oder so. Aber ich wäre mit der Methode doch sehr vorsichtig.

LG
quiny;-)

Beitrag von danni70 11.09.06 - 22:39 Uhr

Hallo,
also ich muß mich jetzt auch mal zu der Angelegenheit äußern, obwohl ich jetzt bestimmt zerrissen werde. Aber ich finde die Angelegenheit wird hier einfach zu cool gesehen.
Ich habe selber auch zwei Hunde und eine kleine Tochter und habe immer Hund und Kind im Auge weil immer was passieren kann.
Ich finde das Verhalten des Hundes nicht so ganz normal, vor allem da er ja aufmerksam zugesehen hat, er hatte ja gar keinen Grund zu erschrecken. Es ist für mich auch kein ganz normales Verhalten, da Hunde normaler weise in so einer Situation eher aufschrecken, vielleicht noch knurren und dann gehen.

Aber mal eine andere Frage, wer würde denn hier noch so cool reagieren, wenn es nicht ein Berner sondern ein angeblicher "Kampfhund" gewesen wäre??????? Dann wäre die Sache doch hier für alle klar das es die Schuld des Hundes ist, oder???????
Ich kann das beurteilen, ich besitze einen Golden Retriever und einen American Bulldog (der wie ein Staff aussieht) wir haben eine Warnschild am Grundstück der vor "einem" gefährlichen Hund warnt. Welchem Hund würdet Ihr es denn zutrauen???????
Tja falsch gedacht, ich würde keinem raten den Arm über den Zaun zu strecken wenn unsere Goldiedame dort ist, könnte schmerzhaft sein, aber die Bulldogge macht nichts.

Ich finde es immer bedenklich wenn Hunde beissen vor allem wenn es Kinder sind.

Gruß
Danni