Menningkokken

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von julia76 10.09.06 - 11:55 Uhr

Hallo zusammen.

Ich wollte meinen Sohn gegen Meninkokken impfen lassen, da in der schule wo er nun eingeschult wird, schon mehrer Fälle aufgetreten sind. Ich habe das rezept daheim, muss es nur hole und ihn stechen lassen. Jetzt wird aber dienstag eingeschult, und wenn ich ihn Montags impfen lasse wie siehts den damit nebenwirkungen aus???
Will ja nicht das er am 1 Tag flachliegt
lg julia

Beitrag von toxical_reaction 10.09.06 - 19:30 Uhr

Darüber sollte dich ein Kinderarzt am besten aufklären können.

Beitrag von eugenie 10.09.06 - 21:39 Uhr

Hallo Julia76,

ich und mein Mann lassen unsere Kinder nicht impfen und auch ich bin obwohl ich selbst im Gesundheitswesen tätig bin, gegen keine der Krankheiten geimpft.
Sicher dein Kinderarzt wird dich davon überzeugen wie wichtig es ist die Impfung aber wenn du dir die Zeilen darunter durchlesen willst, weißt du vielleicht warum es eigentlich unsinnig ist, dies zu tun, - aber bitte du mußt es dann für dich wissen-
Bei der Meningokokkenimpfung wird das Imunsystem genauso belastet wie bei jeder anderen auch - du kannst Glück haben bei deinem Kind und es wird alles Gut überstehen und auch die Krankheit nie bekommen oder es bekommt Fieber - Schüttelfrost - Lähmungen,... - was ich dir nicht wünschen täte.

Also überlege es dir Gut!!! Lass dich gut aufklären und bestätigen das es KEINERLEI Nebenwirkungen für DEIN KIND hat (schriftlich) wenn der Arzt dies nicht kann - täte ich die Fingern davon lassen, denn Meningokokken lassen sich auch mit Medikamente behandeln, sollte er sie wirklich mal bekommen und das ist dann nicht so risikoreich wie ein "kleiner Stich"

Genauere Antwort sie weiter ;)

Die Meningokokken-Impfung soll uns gegen Gehirnhautentzündungen, verursacht vom Erreger A, C, W135 und Y schützen.

In erster Linie tritt in unseren Breitengraden aber Meningokokken-Typ B auf, gegen den es keine Impfung gibt. Von Typ C gibt es nur wenige Fälle jährlich. In der Schweiz geht man von ca. 20-30 Fällen jährlich aus bei Typ C, bei Typ B dagegen von ca. 120-150 Fällen.

Nach der durchgestandenen Krankheit gibt es keine Immunität, d.h. die Krankheit kann sehr oft wieder den Menschen befallen. Wenn aber die Krankheit selber uns keine Immunität verleiht, wie sollte dann die Impfung uns einen Schutz verleihen?

Jeder zweite Säugling und jedes fünfte Kleinkind klagen über eine erhöhte Irritabilität nach der Impfung. In England sind im Jahr 2000 zwölf Kinder nach dieser Impfung gestorben.

In Saudi-Arabien treten zur Hadsch-Zeit (Pilgerzeit) immer viele Fälle auf, obwohl die Impfung für die Pilger eine Pflichtimpfung ist und keiner ungeimpft das Land betreten darf. Im Jahr 2000 sind mehr als 70 europäische Pilger in Saudi-Arabien an Meningokokken erkrankt.

Gegen Meningokokken Typ B gibt es deswegen keinen Impfstoff, weil das Polysaccharid des Serotyps B auch im Gehirn natürlich vorkommt und durch eine Impfung würden die Antikörper das Gehirn schwer schädigen.

Eine Meningitis (Gehirnhautentzündung) ist keine eigenständige Krankheit, sondern immer die Folge einer Immunschwäche, d.h. sie tritt als Komplikation einer bereits bestehenden Krankheit auf


Solltest du noch Fragen haben, wie es so ist, wenn der "kleine Stich" zur Krankheit wird,
ich antworte gerne aus erster Hand

Eugenie

Beitrag von julia76 11.09.06 - 09:14 Uhr

Ja aber mein Sohn hat sowieso ein sehr schwaches Immunsystem.Nimmt jede erkältung und Grippe mit. Und da es in der Schule schon zu Fällen kam, davon auch das Nachbarskind betroffen war. Wäre es dann nicht sinnvoller? Ihn gegen diese Krankheit impfen zu lassen. er ist im übrigen in soweit gegen alles geimpft wie meine anderen Kinder auch. Ich würde diese Impfung ´nicht in betracht ziehen wenn es nicht schon ansteckende fälle gab.Und er sich in dieser Umgebung die nächsten Jahre befindet.
Aber natürlich mache ich mir meine gedanken.

Beitrag von milka700 11.09.06 - 12:09 Uhr

Eugenie hat dahingehend recht, dass ein Impfstoff (gegen eine M.-virenart) hier in D gar nicht mehr erhältlich ist, sondern nur in der Schweiz.
Aber es sterben mehr Personen an der Krankheit, bzw. sind behindert, als durch die Impfung selbst.

Gruß, Ilka