Fruchtwasseruntersuchung - muss das sein?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sternchen_kerstin84 10.09.06 - 18:18 Uhr

Hallo an alle Kugelbäuche,

wisst ihr wie das mit der Fruchtwasseruntersuchung ist? Muss man die machen lassen? Ich hab da schon so viel negatives drüber gehört.

Und von der Vorstellung eine riesen Nadel durch die Bauchdecke gepickst zu kommen, bin ich ehrlich gesagt auch nicht gerade begeistert...

Was meint ihr so dazu?

LG Kerstin mit #ei17 SSW

Beitrag von koenigskerze 10.09.06 - 18:21 Uhr

Niemand muß etwas machen lassen, was er nicht will.

Beitrag von sandryves 10.09.06 - 18:23 Uhr

nein,muss es nicht.ausser wenn du probleme in der ss hast.
oder sicher gehen willst,das nichts schlimmes mit deinem kind ist.
gruss
sandryves

Beitrag von donna27 10.09.06 - 18:32 Uhr

Hallo Kerstin,

wenn Du keine Risiko#schwangerschaft hast oder schwerwiegende Gründe für eine Fruchtwasseruntersuchung vorliegen, würde ich an Deiner Stelle keine machen.

Es ist erwiesen, dass ein gewisses Risiko für eine Fehlgeburt nach solch einer Untersuchung besteht.

Eine Freundin hatte eine Woche nach der Fruchtwasseruntersuchung im 6. Monat eine Totgeburt.

Wünsche Dir eine schöne und gesunde #schwangerschaft!

Grüßle

Sonja + #ei (12+3)

Beitrag von at_me 10.09.06 - 18:38 Uhr

Die Frcuhtwasseruntersuchung, kann dir nur angeben zu wieviel Prozent dein Kind Behinderungen haben KÖNNTE

Ich kenne viele F#lle, wo das gemacht wurde und dadruch einen Fehlgeburt ausgelöst wurde, das Kind war Kern Gesund und hätte keinerlei Schäden gehabt.

Wir haben usn auf grund des Hohen Risikos und der schwachen aussagekraft eines solchen Testes dagegen entschieden. Was üwrde es für dich ändern wenn du wüsstest, das dein Kind Behindert sein könnte? Denn Auch eine Gewissheit kann dir dieser Test nicht geben.

Beitrag von christiane70 10.09.06 - 19:00 Uhr

Stimmt nicht ganz, damit meinst du bestimmt diese anderen Untersuchungen wie den TripleTest.

Bei der Fruchtwasseruntersuchung kann man z.B. Trisomie21 eindeutig feststellen, da anhand der angelegten Kultur aus der Fruchtwasseruntersuchung die Gene anlysiert werden und GenAnomalien (allerdings halt nur bestimmter Behinderungen wie die Trisomie) erkannt werden. Auch kann gezielt nach bestimmten Erbkrankheiten gesucht werden.

Das Ergebnis (was man halt testen kann, halt nicht alle Behinderungen) basiert aufgrund genetischer Untersuchungen und nicht anhand von "Spekulationen" oder statischischen Wahrscheinlichkeitsrechnungen wie bei anderen Tests (u.a. Nackenfaltenmessung).

Wir wurde von einem Professor für Genetik über das Thema Fruchtwasseruntersuchung in einem persönlichen Gespräch ausführlichst über diese Thematik aufgeklärt, auch über die Risiken während und nach der Untersuchung. Die Aussagekraft der FUW ist auf jeden Fall eindeutiger als bei nem' TrippleTest oder der Nackenfaltenmessung.

Natürlich muss man sich im klaren sein, wenn das Ergebnis vorliegt, dass man auch Konsequenzen ziehen muss. Ansonsten sollte man die Finger dieser Untersuchung lassen.

LG Christiane 27. SSW #blume

Beitrag von s_a_m 10.09.06 - 18:42 Uhr

Hallo Kerstin!

Nein, man MUSS keine Amniozentese machen lassen. Ebenso wie alle anderen pränataldiagnostischen Untersuchungen kann frau für sich selbst entscheiden, sie vornehmen zu lassen oder nicht. Eine Routineleistung ist sie nicht, sie muss allerdings Frauen ab 35 Jahren angeboten werden.

Hier kannst du einiges dazu nachlesen: http://www.regenbogenzeiten.de/amnio.html

Vielleicht auch interessant?

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=562065


Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von christiane70 10.09.06 - 19:13 Uhr

Hallo Kerstin!

Natürlich MUSS eine Fruchtwasseruntersuchung nicht sein (wenn nicht medizinische Gründe, was aber selten ist, dafür vorliegen).

Im normalfall werden Schwangere über 35 bzw. mit ner' Trisomie in der Familie über die Pränataldiagnostiken aufgeklärt. Machen muss man dann aber nichts, was man selbst nicht will.

Aufgrund meines Alter (u.a. Trisomie in der weiteren Verwandschaft) haben wir uns für die FUW entschieden. Im Vorfeld wurden wir sehr sehr gut aufgeklärt und haben die Untersuchung auch in der Uniklinik (die einen super Ruf hat, was steriles + sauberes Arbeiten anbelangt) machen lassen. Von dort wurden wir im Vorfeld über die Thematik auch noch mal von einem Professor für Humangenetik aufgeklärt.

Die Untersuchung selbst ist absolut nicht schlimm - es ist halt vor allem die Vorstellung.
Ein Zahnarztbesuch oder Blutabnahme vom Arm ist da wesentlich viel schlimmer.

Aber das muss echt jeder selbst entscheiden. Und KEINER hat das Recht anderen in dieser Hinsicht drein zu reden. Man muss sich halt klar darüber sein, dass wenn man sich zu so einer Untersuchung entschliesst, man dann auf bei negativen bzw. schlechten Ergebnissen die Konsequenzen ziehen sollte, ansonsten kann man doch ganz auf die Untersuchung verzichten.

Viele liebe Grüße, Christiane 27. SSW #blume

P.S. Ganz billig ist diese Untersuchung auch nicht gerade, falls du nicht über 35 bist und ansonsten zu einer Risikogruppe gehörst (denn da übernimmt die Kosten die Krankenkasse, so wie bei mir).