Wer ist eigentlich "man"?

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Beitrag von galeia 10.09.06 - 21:47 Uhr

Kennt ihr das und nervt euch das auch? Wenn ich mit Menschen spreche - egal ob Freunde, Verwandte, Kollegen oder wenn ich Interviews im Fernsehen sehe oder wenn ich hier mitlese: Kaum jemand sagt: "Ich" mache dies so und so, es heißt immer: "Man" macht das so und so... Viele Menschen sprechen oder schreiben immer in der Verallgemeinerungsform! Warum nur? Gutes Beispiel sind oftmals Interviews mit Nachbarn oder Anwohnern von Verbrechensopfern. Da wird dann gerne gesagt: "Man will sich ja nicht einmischen", "Man hat ja nicht geahnt, dass da was Schlimmes passiert ist". Warum sprechen diese Menschen nicht in der Ich-Form?

Heute ist es mir Extrem aufgefallen, als ich mit einer mir fremden Mutter eines gleichaltrigen Kindes auf dem Spielplatz gesprochen habe:"Man muss aufpassen, dass Kinder nicht weglaufen", "Man hat es schwer, als Paar was zu unternehmen mit zwei kleinen Kindern", "man muss sich an die kurzen Nächte gewöhnen".... Mich nervt das tierisch. Dieses "Man" soll doch immer nur assoziieren, es geht allen so, auch dir. Mir geht es aber oftmals nicht so. Ich hasse diese Verallgemeinerungen.

Bin ich damit alleine oder geht es noch anderen so???

LG H. #klee

Beitrag von bibabutzefrau 10.09.06 - 21:57 Uhr

Man ist so schön...naja wie soll man sagen.Ich trage bei man keine Verantwortung.
Man sollte wirklich mal hier aufräumen.
Ja sollte man.Wo wohnt man?Ich will ihn sogar abholen!
man sollte endlich was gegen die Umweltverschnmutzung tun.ja das sollte man wirklich.Los lass ihn uns abholen...nochmal die Frage-wo wohnt er denn?

Man sollte man sollte.
Man sollte wohl alles das machen worauf ich gerade keinen Bock habe!

Ich gebe zu das ich mich auch ab und an dabei erwische-mein Mann grinst dann immer und sagte dann:Mann soll aufräumen oder man sollte aufräumen?

Na gut wir sollten aufräumen.

LG Tina



Alles was man

Beitrag von edea 10.09.06 - 22:39 Uhr

Hallo!

Wenn "man" bei dir aufgeräumt hat... schickst du den dann auch mal bei uns vorbei? :-p

Wer immer das auch ist, wir warten schon ewig, denn man sollte auch längst schon die Fenster geputzt haben. #schein

LG
Edea

Beitrag von bambolina 10.09.06 - 22:08 Uhr

Ich finde man (äh Du) ;-) sollte das nicht so eng sehen... In vielen Dingen magst du recht haben, da ist dieses "man" unangebracht - aber sich daran stören....
Wenn MAN es als Paar schwer hat, mit kleinen Kindern etwas zu unternehmen, mag sie vielleicht von sich und anderen aus ihrem Bekanntenkreis reden. Desahlb das "man" - man bedeutet für mich aber nicht automatisch alle und deshalb finde ich auch nicht, dass es auch bei mir so sein muß.
Ich weiß zwar nicht wie andere darüber denken, aber mich kratzt das ehrlich gesagt wenig, da gibt es schlimmeres ;-)
lg bambolina

Beitrag von agostea 10.09.06 - 22:12 Uhr

Wenn du alles mit dem Wörtchen "man" umkleidest,brauchste dir - wenns brenzlig wird - nicht den Schuh anziehen.

Weil - "man" meint es ja nur mal so allgemein...;-)

Gruss
agostea

Beitrag von urmel1984 11.09.06 - 01:02 Uhr

Jetzt wo du es sagst. #kratz

Das fällt mir gar nicht so auf. Gut, es stört einem nicht. Aber es stimmt schon, dass man lieber in der Ich Form sprechen sollte.

Danke. Werd es mir merken :-D

Jasmin

Beitrag von edea 11.09.06 - 01:41 Uhr

<<Aber es stimmt schon, dass man lieber in der Ich Form sprechen sollte. >>

Ja, MAN sollte das! #schein

#huepf:-p#huepf

LG
Edea, die auch oft "man" hinzuzieht.. #hicks

Beitrag von urmel1984 11.09.06 - 02:31 Uhr

#hicks

Stimmt, aber das war so gewollt, das war Absicht ;-);-);-)

Das muss ICH mir abgewöhnen, eben hab ich mich schon wieder fast erwischt #schock;-)

Jasmin ( Frau ) ;-)

Hatte gehofft es merkt keiner #schein

Beitrag von eineve 11.09.06 - 08:09 Uhr

juhu - noch ein mensch der sich das fragt!


die wenigsten könne aus sich heraus argumentieren - das ist meine feststellung und immer wieder gekehrend gemachte/zumachende beobachtung :-D

für mich persönlich habe ich die erklärung:


die haben alle angst das sie wegen wahrheitsaussage und offenbarung von originalität "angegriffen" werden - wie sie es selber gerne tun.

ab und an stelle ich jedoch für mich selber fest - es gibt einfach mal aussagen von wortkombinationen - da ist es einfacher unter dem deckmäntelchen "man" eine gestellte frage zu beantworten - gerade weil sich alle gleicher als gleich fühlen wollen ;-)

Beitrag von cldsndr 11.09.06 - 14:53 Uhr

Meine Theorie:

Das "man" ist so eine Art Wortmarder, von verrückten Forschern in geheimen Sprachlaboren für Experimente in Sachen Grammatik und Rechtschreibung gezüchtet.

Leider gelang dem gentechnisch aufgerüstetem "man" die Flucht aus dem Labor. Gerüchten zu Folge wurde es in von Aktivisten der Gruppe ÄKSWD (ächt krass sprache weisdu) befreit.

In der freien Wildbahn vermehrt sich das "man" explosionsartig und befällt vornehmlich unschuldige Fürwörter. Besonders gefährdet sind das "ich" und das "wir", aber auch ein gelegentliches "ihr" verschmäht das umtriebige "man" nicht. Da das "man" kaum natürliche Feinde hat, ist mit einem schnellen Eindämmen der Plage nicht zu rechnen. An einem Impfstoff wird fieberhaft gearbeitet.

Gruß
Claudia

Beitrag von junimond.1969 11.09.06 - 20:58 Uhr

Erwischt. #hicks

Ich nehme das "man" leider zu gern für Kunden, mit denen es Heckmeck gibt:

Während ich zu "lieben" Kunden, die was verbaselt haben und deshalb in Nöten stecken, noch sage "Mensch, da hätten Sie doch mal viel früher zu uns kommen müssen, wir sind doch auch dafür da, um Ihnen zu helfen in solchen Sachen." sage ich zu solchen, die Mist gebaut haben, am Besten um fünf vor vier aufschlagen und auch noch frech werden, wenn ich z.B. nicht dafür sorgen kann, dass eine vor drei Wochen eingetretene Stromsperre noch am gleichen Nachmittag behoben wird oder nun nicht noch ellenlang bekakele, warum sie in eine 20 m² größere Wohnung umziehen möchten:

"Tja, da hätte 'man' ja auch mal vorher kommen können, bevor das Kind völlig in den Brunnen gefallen ist, nicht wahr?!"

oder

"Da muss 'man' sich eben mal ein bisschen früher auf die Socken machen, wenn es etwas so kompliziertes zu klären gibt."

oder:

"Da hätte 'man' ja nur mal bei mir anrufen brauchen und schon wäre das alles schnell zu klären gewesen und 'man' hätte hier nicht lange warten müssen."

Fazit: Genauso wie ich in Schreiben ausgesucht distanziert höflich werde ("Wir dürfen Sie daher bitten, uns umgehend dies und jenes vorzulegen..." statt "Bitte legen Sie uns baldmöglichst dies und das vor..." z.B.), wenn ich stinksauer bin, so nutze ich das 'man' mit Vorliebe in Situationen, in denen ich an der Grenze der Belastbarkeit bin und Gefahr laufe, etwas zu sagen, was mir vielleicht eine Beschwerde einbringen könnte. Das 'man' schafft wohl für mich dann die nötige Distanz, damit ich so manchem "Schätzchen" nicht ins Gesicht sage, was ich schon seit einiger Zeit über sein Verhalten denke. Ich denke, Du kennst solche Kunden auch - gibt einfach welche, die übertreiben es tatsächlich, belasten einen über die Maßen mit von ihnen verschuldeter unnötiger Mehrarbeit und das auch noch immer just dann, wenn sich die Akten stauen...

Wobei dieses "Das macht 'man' eben so und so..." noch nie zu meinem Sprachgebrauch gehörte, das habe ich schon als Kind gehasst, wenn man ;-) mir diese Erklärung lieferte, wenn ich nachfragte, wieso, weshalb, warum.

Lieben Gruß
Ch.
(pAp!!! #huepf :-) :-) :-))

Beitrag von edea 12.09.06 - 02:42 Uhr

Hallo Junimond!

Ich musste gerade grinsen, weil ich mich in deinem Beitrag ein bißchen wiedererkannt hab.

Ich war bis zum Mutterschutz im Einwohnermeldeamt.. und die gewissen "Schätzchen" gab es da auch. #schein

Am lustigsten war es immer, wenn wir untereinander unsere besonders "heiklen" Anschreiben gegenseitig zum Korrekturlesen ausgetauscht haben.. So nach dem Motto: "Guck mal, kann MAN das so schreiben..? :-p

LG
Edea