Heikle Frage: Wie lange übt ihr und Hoffnung auf normalem Weg SS?

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Beitrag von jenny133 10.09.06 - 22:26 Uhr

Hallo!

Wie in der Überschrift schon steht. Wie lange übt ihr denn schon und gibts Mädels, die trotzdem den Weg zur KiWu-Klinik (noch) ablehnen?

Also eigentlich gehts darum, dass wir schon seit über drei Jahren erfolglos üben. Nicht den Hauch einer SS, aber eigentlich immer einen ES. Soweit es sich halt nachvollziehen lässt. Normale Untersuchungen wie Eileiter/Bauchspiegelung, Spermio usw. alle hinter uns. Bei mir wurde Schildrüsenunterfunktion diagnostiziert, ich nehme aber seit dem Tabletten und das dürfte kein Hinderungsgrund mehr sein!

Ich habe nach zwei Monaten Clomi die Behandlung abgebrochen, weil ich mich nicht wohl damit Gefühlt habe. Mein Frauenarzt vertritt aber die Ansicht, dass es nach so langer erfolgloser Zeit wohl nicht doch noch auf normalem Weg klappt! :-( Mein Hausarzt hingegen, den ich sehr lange genervt habe wegen der Schildrüsenwerte meint, es kann nicht klappen, weil ich viel zu viel Stress darum mache...

So, ein paar Meinungen von euch dazu?

LG
Melanie

Beitrag von projekt_schlumpf 10.09.06 - 23:02 Uhr

Hi Melanie,

wir üben seit Dezember 2005 und meine Frau ist jetzt das dritte Mal schwanger. Hoffen wir, dass es diesmal klappt und nicht wieder in einer Fehlgeburt endet. Sollte dies passieren, bekomme ich langsam Angst vor weiteren Versuchen.
Stress darum schwanger zu werden, haben wir uns bisher keinen gemacht. Wir machen uns Stress darum, schwanger zu bleiben.

Soweit die Unterschiede. Vielleicht kann ich Dir trotzdem ein paar Tipps geben, denn wir haben uns kundig gemacht, bevor meine Frau die Pille abgesetzt hat und bisher haben wir noch keinen Übungszyklus gebraucht.
Zum einen ist es wichtig, Sex etwa zwei Tage vor dem Eisprung zu haben. Das ist die Zeit, die die Spermien benötigen, um in den Eileiter zu gelangen, wo ja bekanntlich die Befruchtung stattfindet. Die Geschichte mit Sex am Tag des Eisprungs ist überholt. Bis die Samenzellen im Eileiter sind, ist das Ei schon nicht mehr befruchtungsfähig.
Dein Mann kann einiges tun, um die Spermien auf diesem Weg zu unterstützen.
1. Beckenbodenmuskulaturtraining - also bei jeder Gelegenheit "pumpen", sprich Harnröhre öffnen und zukneifen. Dadurch erhöht sich die Ejakulationgeschwindigkeit und -weite.
2. Die Hoden kühlen, das vervielfacht die Samenproduktion. Im Alltag helfen dabei Boxershort und Stoffhosen, anstatt Slips und enge Jeans. Außerdem gibt's noch kaltes Wasser (Wasserhahn oder Schwimmbad) und Kühlakkus.
3. 2-3 Tassen Kaffee am Tag trinken. Das erhöht nachweislich die Beweglichkeit der Spermien und ihre Ausdauer.
4. Kann er dafür sorgen, dass er stets frischen Samen für Dich bereit hält. Samen der länger als sieben Tage "zum Abschuss bereit gehalten wird", ist nicht mehr so Leistungsfähig, wie frisches Sperma.

Bei allen diesen Massnahmen gilt außerdem zu beachten, dass Spermien vier Monate benötigen, um heranzureifen.

Was Du tun kannst, ist Dich entspannen. Lass Dich von Deinem Mann verführen und geniesse den Sex, als das was er ist und nicht als simplen Fortpflanzungsakt. Ich kann mir vorstellen, dass dies nach drei Jahren schwierig ist, aber sicher nicht unmöglich.
Vielleicht solltet ihr es vor dem Sex auch mal mit Reki oder Joga versuchen, um in eine entspannte Ausgangslage zu kommen.
Außerdem zieht das Vorspiel in die Länge, bis es Euch fast zerreisst, das macht zum einen Spass und zum anderen den Kopf frei.

Ich glaube nicht an Gott, sondern nur an das Leben und die Evolution. Und nach meiner Erfahrung findet das Leben immer dann einen Weg, wenn man es am wenigsten erwartet. Sicher ist, dass hinter Eurem Versuch ein Baby zu machen eine Jahrmillionen alte Kraft steht, die selbst Bakterien in kochendheißem Wasser 10.000 Meter unter dem Meeresspiegel exisitieren lässt. Vertraut dieser Kraft (dem Leben), sie findet eigentlich immer einen Weg.

LG Schlumpf

Beitrag von frenze85 11.09.06 - 07:32 Uhr

Oh Gott hast du das schön gesagt und das von einem Mann wow ich bin begeister!Musst fast heulen das hast du wirklich super geschrieben!
Wünsche euch beiden ganz Viel Glück und vorallem jede Menge Kraft, das ihr den Vergangen Kinderwunsch ganz schnell hinter euch lasst, das ihr es diesmal schaffen tut!

Wow bin noch ganz... weiß auch nicht!

Wünsch euch eine wunderschöne Kugelzeit und mit eurer Positiven einstellung gelingt es auf jedenfall!

Liebe Grüße
Frenzy

Beitrag von minimal2006 11.09.06 - 08:15 Uhr

Lieber Schlumpf

Schön hast du das geschrieben....

Reiki ist was tolles. Ich habe den ersten Grad und es ist das beste, was mir und meinem Mann passieren konnte.
Es hilft mir in allen Situationen...


Wünsche euch viel Liebe, Licht und Energie

Mini

Beitrag von mira1978 11.09.06 - 08:53 Uhr

Guten Morgen Schlumpf,

war sehr beeindruckt von deinem Artikel. Mein mann und ich üben jetzt seit April 2005 und waren seither schon 2 Mal schwanger. Beide male endete leider auch in einer FG.
Wir haben also auch eher das Problem des #schwanger bleibens #schmoll .
Wir bastel gerade an #schwanger schaft nr. 3.
Hab aber leider ziemliche Angst davor das es wieder nicht klappt.
Mein Mann unterstützt mich wirklich sehr und wir haben auch sehr lange über alles gesprochen. Und er sagt auch das er verstehen kann, wenn ich es nicht noch mal versuchen wöllte.
Ich will, sogar sehr. Trotzdem hab ich furchtbare Angst, das alles nochmal durchstehen zu müssen. Nun meine eigentliche Frage (eigentlich ja an deine Frau), wie geht ihr mit der Angst um ?
Wurde bei euch festgestellt, warum ihr 2 FG hattet?

#danke

Lg und einen schönen Tag.

Mira

Beitrag von projekt_schlumpf 11.09.06 - 18:50 Uhr

Nein, die FA meinte, "erst" nach der dritten FG müsste man auf Gelbkörperhormonmangel oder Gendefekte untersuchen.
Also haben wir meiner Frau eine Erholungsphase gegöhnt und dann wieder mit Üben angefangen.
Diesmal wollten wir einen Zyklus zwischen Pille absetzen und Üben packen, was aber wieder nicht geklappt hat. Wir hatten einmal unverhütet (ohne Kondom) #sex und schon geht das Bibbern in die dritte Runde. Wer rechnet denn mit sowas?

Bei der ersten Fehlgeburt waren es Zwillinge. Der eine war nicht lebensfähig und ist abgegangen. Der zweite hat sich noch eine geschlagene Woche durch die Blutungen gerettet, bevor er auch aufgegeben hat.
Die zweite Schwangerschaft muss nur zwei Wochen nach der Fehlgeburt begonnen haben, zu einem Zeitpunkt, an dem die FA glaubte, Verhütung sei nicht nötig, da sowieso kein ES stattfinden würde. Das es das Sternenkindchen bis in die 10. SSW geschafft hat, grenzt an ein Wunder.

Falls Du immer noch mehr über die Ängste meiner Frau wissen willst, kannst Du sie auch gerne selbstmal fragen. Einfach nach anythink suchen. Das effektivste gegen die Angst ist übrigens unser Spiel. Wir spielen zur Zeit, eine Freundin ist schwanger und das klappt super. Wir freuen uns darüber, haben aber doch Abstand. Wenn wir die 12. SSW geschafft haben, ist meine Frau erst schwanger.

LG Klemens

Beitrag von fritzi. 11.09.06 - 09:29 Uhr

#danke, #danke und nochmals #danke !!!!!

Ich wünsch Dir und Deiner Frau alles erdenklich gute und das ihr heile beim Abenteuer #baby ankommt...

Fritzi (hab ich schon #danke gesagt? ;-))

Beitrag von lenja2006 11.09.06 - 20:06 Uhr

danke

Beitrag von dunki 11.09.06 - 08:12 Uhr

Hallo Melanie,
wir üben erst seit 8 Monaten, wissen jedoch leider schon, dass die Spermien meines Mannes nicht schwimmen. Daher wird es wohl leider zu 90% auf die künstliche Befruchtung hinaus laufen.
Daher habe ich mich auch schon etwas eingelesen. Dort gibt es auch Verfahren, wo Dir die Spermien, ich sag mal etwas laienhaft, zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden.
Die Kosten dafür sind sogar recht "angenehm", zumindest wenn man sie mit den Kosten für eine ICSF Behandlung vergleicht. Vielleicht kommt ja so etwas für Euch in Frage, wenn alle Wert ansonsten ok sind, könnte ich es mir vorstellen.

In Eurem Fall würde ich persönlich zumindest mal einen Gesprächstermin in einer KIWU-PRAXIS wahrnehmen, danach könnt ihr immer noch frei entscheiden.

LG
Dunki

Beitrag von biszummond 11.09.06 - 13:11 Uhr

Hey Melanie, faszinierend, Du hörst Dich genau an wie ich!! Bei uns sind es jetzt 2 Jahre und 4 Monate, Schilddrüse gleich und Clomi habe ich nur einen Monat gemacht aus dem gleichen Grund wie Du.
Und künstlich will ich auch nicht so recht. Dazu kommt dass ich auch manchmal glaube dass ich mich zu sehr stresse, dazu kommt noch der normale Alltagsstress bei uns der auch nicht zu knapp ist.
Auf jeden Fall bauen wir jetzt ein Haus und bis nächstes Jahr mache ich mal nichts mehr, ich bin es leid. Warst Du schon mal beim Homöopathen damit? Das ziehe ich noch in Erwägung...

Liebe Grüße
Carina

Beitrag von jenny133 13.09.06 - 09:32 Uhr

Hallo Carina,

vielen Dank für deine Antwort! Hausbau ist bei uns erst in zwei Jahren dran :-)
Die Hoffnung geben wir auf jeden Fall nicht auf! Ja?

Ich drücke dir auch ganz feste die Daumen- und es heisst ja oft, dass es ganz genau dann klappt, wenn man keine Zeit hat sich drum gedanken zu machen!

LG
Melanie

Ps: Beim Hömopaten war ich nicht. Gibts bei uns in der Nähe keinen.