dieser kindergarten mach mich fertig

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jonagabi 11.09.06 - 13:46 Uhr

und wieder ein toller tag. in den zwei stunden, die mein sohn seinen kindergarten besuchen darf, hat er

in die hose gemacht - gut, kann passieren
andere kinder gehauen - er hat vorher noch nie andere kinder gehauen, selbst seinen kumpel nicht der ihm prinzipiell alles aus der hand reißt
und die erzieherin hat "geh weg" zu ihm gesagt. hat er mir zumindest erzählt.

das belohnungssystem, was ich für ihn vorbereitet habe (drei liebe gesichter = 1 besuch im indoor spielplatz) wurde mehr oder weniger komentarlos hingenommen.

ich kriege schon bauchschmerzen beim abholen und meine meinung wird immer definitiver. egal, an wem es liegt (meinem sohn oder dem kindergarten) die kombination scheint jedenfalls überhaupt nicht zu passen. ich telefonier schon rum, um einen anderen platz ausfindig zu machen. vielleicht in einer elterninitiative.

grrrrrr. gabi

Beitrag von marion2 11.09.06 - 13:57 Uhr

Hallo,

meinst du wirklich, dein Kind wäre in einer Elterninitiative besser aufgehoben?

Evtl. hilft ja ein schon ein Gruppenwechsel.

LG Marion

Beitrag von jonagabi 11.09.06 - 14:02 Uhr

ich denke, dass ein regelkindergarten generell für die -zugegeben- eigenarten meines sohnes zu unflexibel ist. hatte gestern schon gepostet, weil die meinen sohn nach vier wochen für entwicklungsverzögert halten, während mein kinderarzt ganz anderer meinung ist.

irgendwie stimmt die chemie überhaupt nicht mehr.

Beitrag von marion2 11.09.06 - 15:18 Uhr

Alle Kinder die in einen Regelkindergarten gehen, haben Eigenarten. Vielleicht bis DU zu unflexibel? Kindergarten ist nie wie zu Hause. Bei einer Elterninitiative ist ja nicht mal sicher gestellt, dass die Betreuung auch kompetent ist.

Vielleicht haben die Kindergärtnerinnen ja auch Recht und dein Kinderarzt hat Unrecht. Die Kindergärtnerinnen sind jeden Tag mit deinem Sohn zusammen - der Kinderarzt nicht.

Unsere Kindergärtnerinnen haben immer versucht, Entwicklungsverzögerungen gegenzusteuern und das frühzeitig. Also noch bevor der Kinderarzt eingreifen würde - mit gezielter Förderung, genau in den Bereichen, in denen das eine oder andere Kind ein wenig hinterhinkt - damit es nicht schlimmer wird.

Beitrag von jonagabi 11.09.06 - 15:31 Uhr

das problem an der sache ist, dass ich bei den kindergärtnerinnen einfach nicht das gefühl habe, dass sie sich besonders mühe geben. eher im gegenteil, habe ich das gefühl, dass er ihnen einfach zu anstrengend ist (aus zeitmangel, zu wenig personal, was weiß ich).
falls mein sohn probleme hat, bin ich dafür nicht blind. logopäde ist schon angelaufen, termin im spz (sozialpädagogischeszentrum) gibt es erst in einem halben jahr.
die gespräche sind nie konstruktiv, es wird nie versucht lösungen zu finden. vorschläge die ich mache werden eher untern tisch fallen gelassen. ich habe einfach ein schlechtes bauchgefühl.
er benimmt sich da wie ein derwisch und zuhause gibts keine probleme. ich sage ja nicht, das der kindergarten schlecht ist, aber mein sohn scheint einfah nicht reinzupassen.
z.b. wenn er beim stuhlkreis nicht sitzenbleiben will (er ist grade drei) wird er festgehalten und man wundert sich, das er dann ausflippt....

gabi

Beitrag von gitarre02 11.09.06 - 16:22 Uhr

Vieleicht war der Kindergarten eintritt einfahc zu früh für ihn?

Beitrag von jonagabi 11.09.06 - 18:55 Uhr

ich hatte gestern unter dem titel "ärger im kindergarten" schon mal gepostet. da steht eigentlich alles drin und habe auch ganz liebe und informative antworten bekommen.
freu mich jedenfalls morgen auf den besuch im integrativen kindergarten und hoffe, dass die vielleicht doch noch in absehbarer zeit ein plätzchen freihaben. wenn er jetzt noch weiterhin wieder anfängt in die hose zu machen und aggressiv gegen die kinder wird, nehme ich ihn lieber ganz raus und warte auf einen anderen platz. ich denke, er verkraftet den druck nicht, den die kindergärtnerinnen auf ihn ausübern, da sie ja unbedingt wollen, dass er das macht was auch die anderen kinder machen. er ist halt in manchen dingen ein wenig strange, aber ich habe das nie als krankhaft angesehen sondern eher als individuell verschieden. naja, mal sehen, was morgen bei m gespräch rauskommt.

gabi#stern

Beitrag von gitarre02 11.09.06 - 16:19 Uhr

klingt für mich jetzt nicht besonderes schlimm sonder nach der totlaen normalität.

Wo liegt dein problem denn genau?

Beitrag von ximaer 11.09.06 - 19:54 Uhr

Hallo,
ich hatte Deinen anderen Bericht schon gelesen - da hattest Du von der Erzieherin hier doch super Infos bekommen!
Vielleicht ist Dein Kind mit der Situation einfach überfordert, zuviel Neues, zuviele Kinder usw.

Man gibt sich dort in dem Kiga doch scheinbar Mühe mit Deinem Kind und macht sich Gedanken!
Ich glaube nicht, dass ein neuer Platz eine Besserung bringt - höchstens eine noch größere Belastung für Dein Kind. Wieder neue Erzieher, wieder neue Kinder...
Kannst Du Dein Kind nicht einfach noch eine Weile zu Hause behalten?

Das Belohnungssystem halte ich übrigens für gar keine gute Idee für ein so junges Kind - das ist viel zu langfristig geplant. Himmel, an was soll der Kleine denn alles denken "Wenn ich heute brav bin, darf ich in ein paar Tagen auf einen Indoor-Spielplatz". Viel zu viel, viel zu komplex - und nur noch zusätzlicher Druck, falls Dein Kind wirklich daran denkt.

Versuch lieber, mit den Erzieherinnen zusammen zu arbeiten - und versucht, Druck von Deinem Kind zu nehmen. Vielleicht wäre ja 1 Stunde pro Tag auch ein ausreichender Zeitraum?

Alles Gute!
Suse

Beitrag von eli1966 11.09.06 - 20:44 Uhr

Na Hallo,
nun hatte ich dir gerade nochmal auf deine ersten Beitrag geantwortet, und lag damit wohl ganz falsch.
Immer noch bin ich der Meinung, dass dein Sohn, aus welchen Gründen auch immer, mit einer großen Kindergartengruppe überfordert ist. Einnässen ist dafür oft ein Indiz, ich habe auch Kinder in der gruppe, die in "besonderen" Situationen einnässen, weil sie damit nicht klarkommen. Auch dass er haut, finde ich grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Hat er doch sprachliche Defizite und findet u.U. nicht die passenden Worte, um eine Situation in seinem Sinne zu klären.
Eine Elterninitiative muss nicht unbedingt besser sein. Die Gruppen sind dort oft ähnlich groß, hinzu kommt der Druck durch die anderen Eltern. Integrativer Kindergarten klingt gut, weil der Betreuungsschlüssel dort ein anderer und die Gruppen überhaupt kleiner sind. Doch was willst du machen, wenn es auch woanders nicht so läuft, wie du es dir vorstellst?
Ich mache meinen Job seit 17 Jahren und hatte schon oft Kinder, die 3 oder mehr Kindergärten "durch" hatten. Diese Kinder stehen dem Kindergartenalltag alles andere als aufgeschlossen gegenüber!
Wenn du meinst, du musst den Kindergarten wechseln, will ich dir nicht abraten. Aber du solltest dir darüber im Klaren sein, dass ein Kind, welches in 2 Stunden Kindergartenprogramm schon Probleme bekommt, nicht automatisch in einer anderen Einrichtung "geheilt" ist!

LG, Gabriele

Beitrag von jonagabi 11.09.06 - 21:09 Uhr

das es in einem anderen kindergarten problemlos geht glaube ich ja auch nicht, aber mein mann und ich fühlen uns dort einfach unwohl.
an eli1966: finde ich ja lustig, das wir beide gabriele und unsere söhne beide jonathan heißen!:-)

selbst wenn es sich da jetzt beruhigt, was ich nicht glaube, da es eher schlimmer wird, was ist denn beim nächsten unangepassten verhalten? wird dann direkt wieder scharf geschossen? ich glaube, ich habe in den ganzen wochen nicht einmal ein positives feedback bekommen und ich kann nicht glauben, dass meinkleiner nicht einmal irgendwas nettes oder schönes gemacht hat. das frustriert. ich mag schon gar nicht mehr mit ihnen reden....

gabi

Beitrag von .claudi. 11.09.06 - 21:19 Uhr

Hallo gabi!

Ich glaube Du bist mittlerweile so negativ zum Kindergarten eingestellt, daß es vielleicht wirklich das Beste ist, wenn Du deinen Sohn dort rausnimmst und wenn möglich in einen anderen Kindergarten gibst oder noch ein Jahr daheim läßt.

Für ein Kind ist es ganz wichtig, daß es sich im Kindergarten wohl fühlt, aber auch die Eltern müssen Vertrauen zu den Erzieherinnen fassen können. Ich denke, wenn das nicht da ist, kann es auf Dauer nicht gut gehen.

LG Claudia