So viel Veränderung ... ich erkenne mein Kind nicht mehr!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von gelini78 11.09.06 - 14:40 Uhr

Hallo,

ich muss einfach mal mein Herz ausschütten.

Mein Sohn (fast 5) ist ein total lebendiger Wirbelwind! Kaum zu bändigen und ganz schön anstrengend. Aber ich liebe ihn so wie er ist - er ist ein ganz lieber. Manche Kinder haben Probleme mit seiner Art, weil er sehr laut und stürmisch ist. Er will immer bestimmen und besteht auf seine Meinung. Aber er beschützt kleinere Kinder und hilft total gerne bei allem und jedem.

Jetzt musste er in letzter Zeit so viel durch machen, dass er sich total verändert hat. Ich konnte es nicht aufhalten, dass es gleich so viel mit einem Mal war. Ich habe mich von seinem Vater getrennt, wir haben unser Haus (sein zu Hause) aufgeben, ich bin zu meinem neuen Lebenspartner gezogen - in eine andere Stadt. Er musste den Kindergarten wechseln. Meine Eltern haben mit mir gebrochen, weil ich meinen Mann verlassen habe. Dadurch sieht er Oma und Opa nicht mehr so oft. Sein Vater möchte ihn nur alle 4 Wochen sehen. Ich muss jetzt 9 Stunden am Tag arbeiten, vorher war ich ab 14:00 Uhr für ihn da. Jetzt geht er um 7:00 in den KiGa und ich kann ihn erst um 17:00 Uhr abholen. Das alles passierte in ca. 6 Monaten.

Er ist sehr ruhig geworden. Er hat keine Probleme damit, neue Kinder kennenzulernen und hat sich auf den neuen KiGa gefreut. Die Kinder da wollen nix mit ihm zu tun haben. Habe auch schon mit der Gruppenleiterin gesprochen, die meint es liegt an seiner stürmischen Art. Er sitzt jetzt den ganzen Tag allein in der Ecke und hört Kassette im KiGa. Zu Hause himmelt er mich an, ich soll mit ihm spielen, Kochen, Putzen, fernsehen. Mache ich auch alles. Habe ich mal keine Zeit, hört er Benjamin Blümchen. Er wirkt so traurig. Ich weiß nicht, wie ich ihn helfen soll. Ich würde ja zum Psychologen mit ihm, habe aber Angst, dass ich das alles überbewerte (habe soooo ein schlechtes Gewissen, weil ich so wenig Zeit habe) und alles schlimmer mache, wenn ich das Aufwühlen lasse. Mein Freund meint, er hat sich nicht verändert. Auch meine Freundin meint dass, und die kennt ihn seit Geburt an.

Ich weiß einfach nicht, was jetzt der richtige Weg ist. Ich weiß, ihr könnt mir auch nicht wirklich helfen, aber ich musste das jetzt hier irgendwie aufschreiben...

#heul

gelini78

Beitrag von herbstlos1976 11.09.06 - 14:58 Uhr

Ich #liebdrueck dich erst einmal...
... wie lange ist euer Umzug her? Ich denke, du und dein Schatz, ihr braucht beide erst einmal Zeit, das alles zu verkraften und zu verarbeiten. Ich würde ihm zeigen, dass du für ihn da bist und ich denke, dass machst du mit aller Kraft. Und wenn er zru Zeit ruhiger ist, heißt das noch lange nicht, dass es immer so bleibt. Für die Mäuse ist das Verhalten von uns Erwachsenen einfach zu hoch (für uns auch manchmal) und er muss das auch erst verstehen und annehmen.
Vielleicht ist ja mit deinen Eltern noch etwas zu kitten(nicht sofort, erst musst du dein neues Leben fest in den Händen haben).
Vielleicht hiflt es ja, mal das eine oder andere Kind auf dem KiGa nach Hause einzuladen? Versuch die Erziehinnen dazu zu bringen, dass sie ihn etwas in die neue Gruppe integrieren. Dafür sind sie da.
Vielleicht gibt es ja auch einen Sportverein, wo ihr Nachmittags hingehen könnt. Da ist toben "inn" und vielleicht kommt da eher ein Kontakt zu Stande?
Und wenn du dir zu unsicher bist, such dir einen neuen Kinderarzt (hast du bestimmt schon) und frag den mal, was er meint. Der kann besser beurteilen, ob ein Psychologe hinzugezogen werden sollte, als wir hier im Forum.
Und solltest du zu einer Psychologin o.ä. gehen, schäm dich bloß nicht dafür, ich finde es toll, wenn sich Mütter so um ihre Kinder kümmern.
Ich wünsche dir ganz viel Glück für den neuen Abschnitt und dass dein kleiner großer Mann bald wieder etwas labhafter wird...

Tanni mit Finja (3,5 Jahre) und Timo (7 Monate)

Beitrag von gelini78 12.09.06 - 11:29 Uhr

l

Beitrag von milumil 11.09.06 - 23:49 Uhr

Hallo Mareen,
lass dich erstmal #liebdrueck. Mensch, da habt ihr beide ja einiges hinter Euch :-(. Ich kann dich gut verstehen. Mein Neffe hat das alles leider auch mitmachen müßen #heul. Er hatte ganz schön zu knabbern dran !!!
Ich finde auch wie meine Vorrednerin, daß er von den Erzieherinnen im Kiga besser in die Gruppe integriert werden sollte. Die Kinder in dem Alter verstehen schon recht gut, was man ihnen so erklärt.

Ich denke mal, auch wenn deine Freundin ihn seit der Geburt kennt, die Gefühle einer Mutter kann sie auch nicht übertreffen. Ich hoffe du verstehst was ich meine !!!
Ich denke du hast da schon ein bisschen mehr Plan was mit deinem kleinen Schatz los ist. Das er sich nicht so wohl fühlt bzw. traurig ist. Er muß das alles auch erstmal richtig verkraften. War ja schließlich alles ein bisschen viel für ihn.

#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee
Ich drücke Dir ganz feste die Däumchen, daß es deinem kleinen Mann bald besser geht und es im Kiga auch besser funktioniert.
#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich#herzlich

LG und Kopf hoch, daß wird schon wieder #pro

Milumil mit Kitana ( 4 J. ) + #baby Keanu ( 10 Monate ) #blume

Beitrag von gelini78 12.09.06 - 11:17 Uhr

Vielen Dank für Eure Antworten.

Der Umzug ist 3 Monate her. In den neuen Kindergarten geht er erst 2 Wochen. Ist noch etwas zu früh, um Kinder nach Hause einzuladen, denke ich. Er kennt noch gar keinen mit Namen oder so. Ich werde noch etwas warten. Nächste Woche ist Elternversammlung, dann werde ich nochmal mit der Erzieherin sprechen. Ich habe gestern mit meinem Kleinen Kuchen für den KiGa gebacken. Er hat ihn heute morgen ganz stolz in die Gruppe getragen. Vielleicht wird es ja...

Im Sportverein (Voltigieren) sind wir schon lange. Sogar in dem Ort, wo wir jetzt hingezogen sind. Aber da sind keine Kinder aus seinem KiGa, jedenfalls ist es mir noch nicht aufgefallen.

Ich halte hartnäckig die Kontakte aus seinem altem KiGa, weil das doch seine Freunde sind. Nächste Woche wollen wir den alten KiGa besuchen, mein Sohn freut sich schon ganz, ganz doll.

Er hatte dort zum Abschied ein Poster bekommen mit Fotos von allen Kindern. Jetzt sitzt er jeden Abend im Bett und zählt die ganzen Namen der Kinder auf und zeigt mir die Bilder. Ich könnte heulen...

#heul

Vielleicht braucht er einfach nur mehr Zeit...

gelini78