Angst wegen Streptokokken B Infektion bei der Geburt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mh78 11.09.06 - 16:41 Uhr

Hallo Ihr!

Bei mir wurden bei einem Krankenhausaufenthalt vor 3 Wochen Streptokokken B festgestellt. Habe ca. 1 Woche Antibiotika oral und vaginal nehmen müssen. Letzte Woche hatte ich dann wieder Termin beim Gyn. Hab ihm das erzählt, er meinte aber nur, Antibiotia würde da garnichts nützen, man könne dagegen nichts tun.
Jetzt habe ich gerstern durch Zufall gelesen, das Streptokokken während der Geburt sehr gefährlich für das Baby sein kann (Sepsis, Meningitis, Tod), und mach mir jetzt total Sorgen. #schock Habe gehört, dass man während der Geburt an einen Antibiotikatropf gehängt und das Kind nach der Geburt speziell beobachtet wird.
Ich habe soooo Angst, dass was passiert.
Wer kann mich beruhigen, oder mir schreiben wie es bei ihm war?

#danke

Melanie (37.SSW)

Beitrag von keimchen 11.09.06 - 17:11 Uhr

Hi...

mach dir mal selber keine Panik #liebdrück
Das klingt zwar alles erstmal ganz schrecklich, abeer es wird zum Glück nix so heiss gegessen, wie es gekocht wird ;-)

Ich hatte eine B- Streptokokken- Infektion in meiner ersten Schwangerschaft, die während eines Klinikaufenthaltes festgestellt, aber während der Schwangerschaft nicht behandelt wurde.
Mein FA wurde zwar drüber informiert, aber ihm war's scheinbar egal...

Unter der Geburt wurde ich dann, wie du schon gesagt hast, an nen Tropf mit nem Antibiotikum gehängt... hat leider nichts genutzt, mein Sohn hat sich trotzdem angesteckt.
Da die Infektion bei mir bekannt war, wurde er beobachtet, und da sich Anzeichen einer Infektion bei ihm zeigten, wurde er am nächsten Tag (die erste Nacht durfte er noch bei mir bleiben) auf die Kinderstation verlegt, wo er mehrere Antibiotika bekam, per Dauerinfusion, wo seine Herztöne überwacht wurden, und er in einem speziellen Wärmebettchen lag, da er seine Temperatur nicht so gut selbst regulieren konnte.

Das war zwar für mich erstmal Weltuntergang... aber nach 10 Tagen konnte ich inen quietschvergnügten, kerngesunden kleinen Schreihals mit nach Hause nehmen.
Du siehst, wenn da von Anfang an drauf geachtet wird (und das wird es ja, da auch bei dir die Infektion bekannt ist), ist alles nur halb so schlimm #liebdrück
Und es ist auch nicht gesagt, DASS dein Baby sich ansteckt...

Ich wünsch dir alles Gute

LG Susi mit #sonne Leon inside (34+5), die am Donnerstag auch noch nen B- Streptokokken- Test vor sich hat

Beitrag von zenaluca 11.09.06 - 17:37 Uhr

Hallo Melanie!

Ich hatte bei einer ersten Schwangerschaft (in Italien) auch eine B-Streptokokken-Infektion. Die wurde aber erst bei der Einlieferung ins Krankenhaus festgestellt. Habe ich mir wohl erst kurz vorher geholt.

Bei mir konnte kein Antibiotikum mehr gegeben werden, da die Geburt so schnell verlief. Nachdem ich mal im Krankenhaus (mit Blaulicht) war, hat es nur noch knappe 2 Stunden gedauert, bis Eliano da war. Ich weiß aber nicht mehr, wie viele Stunden man zur Antibiotika-Gabe braucht. In der Regel reicht die Zeit aber dicke.

Die Babys müssen sich übrigens nicht zwangsläufig bei der Geburt anstecken. Meine Bettnachbarin war auch positiv und ihres hat sich nicht angesteckt.

Eliano wurde nach der Geburt genau beobachtet und als seine Blutwerte auffällig wurden (er sich also angesteckt hatte) bekam er ein Antibiotikum.
Eine Woche lang mußten wir im Krankenhaus bleiben (normal wären 3 Tage gewesen) - ansonsten ging es ihm allerdings gut. Wirklich gefährlich war die Situation nie.

Da ich jetzt wieder schwanger bin, habe ich meine Frauenärztin gefragt, wie man das hier in Deutschland gehandhabt wird und sie meinte, man gibt hier in der Tübinger Frauenklinik wohl kein Antibiotikum während der Geburt, sondern wartet, ob sich die Babys tatsächlich anstecken, weil einfach so viele Frauen die Infektion haben und meistens gar nichts passiert.

LG Larissa (32ssw) + Eliano (15.09.04)

Beitrag von eugenie 11.09.06 - 20:16 Uhr

hallo,
ich habe bei meiner letzten Schangerschaft auch einige "Viecher" in mir herumgeschleppt, bei mir waren die Streptokokken B im Blut, vaginal, auf der Haut und im Mund, außerdem hatte ich MRSA und das war nicht gerade ein Kindergeburtstag, denn man hat mir auch schon mit allen Chemischen Keulen gedroht, die die Medizin so hatte (Chemotherapie = stärkste Antibiotika) Dies hätte auch bedeutet, dass ich mein Baby verlieren könnte oder auch dies "nur " missgebildet zur Welt gekommen wäre - ich hab abgelehnt und mich mit Preiselbeersaft (4l/Tag) "zugeschüttet", ausserdem würzte ich manchmal noch mit Brennesseltee (Blutreinigend) und siehe da, meine "Viecher" sind verschwunden. Ich hatte danch eine normale Geburt und ein gesundes Kind.

Lass dich nicht fertig machen - kann dir nur sagen, es wird teilweise heißer gekocht als gegessen.
Sicher es ist kein Kindergeburtstag diese "Viecher" aber ich denke mal, du gehst ins Krankenhaus und da weiß mann sich ja sicher zu helfen bei so einer Infektion.

Ich war im Übrigen zu Hause und hatte trotz dieser "Komplikation" eine wunderschöne ruhige Geburt.

Versuche es mal mit Preiselbeer und sag es nicht umbedingt sofort deinem Arzt, denn die sind diesbezüglich nicht immer offen.

Ein versuch wird es dir wohl Wert sein ;)

für Fragen stehe ich dir gern zur Verfügung