Meine Sachen - Deine Sachen!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mare88 11.09.06 - 18:23 Uhr

Hallo,

habe mich heute auf dem Spielplatz ein bischen geärgert. Aber vielleicht sehe ich das auch zu eng. Wie haltet Ihr das?

Als wir (mein 3-jähriger Sohn und ich) heute vom Eisessen und einkaufen wiederkamen, schauten wir noch auf dem Spielplatz vorbei. Mein Sohn findet das Spielzeug von anderen Kindern immer sehr interessant und ich lasse ihn auch damit spielen, solange er den anderen nicht grade was wegnimmt.
Nun gibt es solche Eltern, die ihre Kinder immer ganz deutlich und mehrmals darauf hinweisen, dass das Spielzeug ihnen gehört; das ist mir schon öfters aufgefallen. Aber das heute fand ich unmöglich. Mein Sohn schnappt sich einen Bagger, mit dem offensichtlich keiner spielt und plötzlich kommt der Vater von dem Kind, dem der Bagger gehört, an und sagt zu seinem Nachwuchs - das ist Dein Bagger, den holst Du Dir jetzt wieder!! Das Kind holt sich den Bagger , um ihn ein Stück weiter wieder irgendwo hin zu werfen.

Wollen sich solche Eltern kleine Egoisten heranziehen?

Das eine und noch ein zweites Kind, mit sich so verhaltenden Eltern, die regelmäßig den Spielplatz besuchen benehmen sich auch unmöglich , wenn ein anderes Kind mal etwas macht, was sie nicht wollen. Nämlich mit großem Geschrei und dem permanent, suchenden Blick nach Mama oder Papa, die dann natürlich auch gleich gelaufen kommen, um ihrem Kind den Puderzucker mit einem Strohhalm in den Hintern zu pusten.

So, nun habe ich mich etwas ausgek....!
Ist auch nicht das riesen Drama, aber ärgern tut es mich trotzdem.

Ciao

Beitrag von simnik 11.09.06 - 19:30 Uhr

also mein Sohn ist mit seinen fast 6 jetzt schon aus dem Alter raus, aber mich nerfte immer, wenn Eltern NIX mithatten und sich dann am Spielzeug des anderen bedienten.

wenn jemand was mit hat und somit TAUSCHEN kann, dann ist es was anderes

so kann man dem Kind klar machen, dass jeder was schönes hat

Aber es waren auch immer Kinder dabei, die ohne ne Schippe oder so kamen und sich selbverständlich alles unter den Nagel rissen.

Ich bin dann aber selber zu den Eltern hingegangen und habe gesagt, dass sie etwas mitbringen sollen, womit sich ihr Kind beschäftigen kann.

Simone

Beitrag von kleene0106 12.09.06 - 13:59 Uhr

Hallo Simone,

waren dass denn dann immer dieselben Kinder die nichts mithatten?
Mir ist es auch schon mal passiert dass ich kein Sandspielzeug dabei hatte, z.B. wenn wir einkaufen waren oder ähnliches und wir spontan einen Abstecher auf den Spielplatz gemacht haben. Ich schleppe ja nicht überall Sandspielzeug mit hin.;-)
Ist es dann den Kindern auch verboten sich mit einem anderen Spielzeug zu beschäftigen?
Ich frage dann immer ganz nett ob es okay ist, wenn sie mit den Sachen spielen. Bisher war das nie ein Problem, allerdings ist es auch nicht wirklich oft so.

LG
Kleene

Beitrag von zaubertroll1972 11.09.06 - 20:13 Uhr

Hallo,

also ich bin ganz Deiner Meinung und kann die Gedanken der anderen Userin gar nicht teilen.
Wenn wir auf dem Spielplatz sind darf jeder mit unseren Sachen spielen. Voraussetzung ist natürlich daß die Dinge bei uns in der Nähe bleiben, pfleglich behandelt werden und wieder zurückgegeben werden.
Oft finden die Kinder das Spielzeug anderer interessanter und was ist schon dabei wenn man mal etwas abgibt, teilt oder tauscht?
Manchmal ergibt es sich eben so daß man einen kleinen Abstecher auf den Spielplatz macht ohne Spielzeug von zuhause mitzunehmen. Na und? Ein anderes mal at man weder was dabei. Da gibt es doch keine Regelung.
Wenn sich manche so kleinlich anstellen kann man nix machen. Sie sind selber so und die Kinder werden vermutlich ähnlich.

LG Z.

Beitrag von .claudi. 11.09.06 - 20:52 Uhr

Hallo!

Ich habe überhaupt keine Problem damit, wenn andere Kinder mit den Sachen von meiner Tochter spielen oder wenn meine Tochter die Sachen von anderen nimmt aber ich finde es schon wichtig, daß gefragt wird oder eben das meine Tochter das andere Kind fragt, wenn sie was haben möchte.

Ich möchte ja auch nicht, daß irgendjemand an meine Tasche ran geht, nur weil sie neben der Bank steht und ich sie nicht um habe oder wenn die Kinder mal älter sind, daß z.B. ein Fahrrad unabgeschlossen wo steht und sich ein Kind draufsetzt um mal eine Testfahrt zu machen. Daher finde ich zu Fragen schon wichtig.

LG Claudia

Beitrag von bambolina 12.09.06 - 00:12 Uhr

Wir haben einen Spielplatz direkt vor dem Haus, da ist es Gang und Gebe dass jeder auch mit den Sachen des anderen spielt und es gab noch keine Probleme damit.

Auf "auswärtigen" Spielplätzen achte ich darauf, dass meine Kinder auch mit den eigenen Sachen spielen, es sei denn, die Eltern erlauben es, dass mein Kind mit dem Spielzeug des anderen spielt. Schnell ist etwas kaputt oder verschwunden, das bringt nur Ärger.

Sicher ist die Aussage des Vaters "das ist Dein Bagger, den holst Du Dir jetzt wieder!!" nicht richtig. Aber wenn mein Kind nur mit den eigenen Sachen spielt, muß ich mir so etwas auch nicht anhören. Kinder sollen auch lernen, dass man nicht über "Eigentum" des anderen einfach so verfügen kann.

lg bambolina

Beitrag von elofant 12.09.06 - 05:44 Uhr

Ich finde das unmöglich: Nix mit auf den Spielplatz mitnehmen und dann ganz selbstveständlich die Sachen anderer Kinder zu nehmen. Frechheit!
Wenn ich mit Stefan unterwegs bin, haben wir immer was dabei o. wenn doch mal nicht, sage ich immer zu ihm, er solle das Spielzeug liegen lassen, es ist nicht seins. Wenn die anderen Eltern dann sagen, dass ist OK, dass er damit spielen darf... Dann kann er was kriegen. Aber einfach so??? NEE!

Andersrum erwarte ich das auch von den anderen Eltern. Und das hat nix damit zu tun, dass die Eltern die Kleinen als Egoisten heran ziehen. Oder gehst Du einfach in der Stadt zu jemand u. nimmst sein Auto?? Ich glaube nicht. Und das fängt m.E. schon in dem Alter an!

Beitrag von zwillima 12.09.06 - 07:32 Uhr

Hallo,
seit meine Kinder sprechen können, lasse ich die anderen erst mal fragen, ob sie sich die Sachen nehmen dürfen. Mittlerweile ist es selbstverständlich, daß sie das tun.

Erstens ist es unhöflich, sich ungefragt zu bedienen und zweitens kommt es gerade dadurch oft zu unnötigen Streitereien.
Ich wünschte mir schon öfters, daß auch andere Eltern mehr wert darauf legen.

<Wollen sich solche Eltern kleine Egoisten heranziehen?>
Nein, genau das Gegentei möchte ich damit bewirken. Ich denke eher, daß ich mir einen Egoisten heranziehe, wenn ich meinem Kind nicht frühzeitig beibringe, das Eigentum anderer zu achten #aha

Gruß
zwillima

Beitrag von elofant 12.09.06 - 08:55 Uhr

Schön geschrieben!!!

Beitrag von mare88 12.09.06 - 13:42 Uhr

Hallo,

also, ich glaube schon, es ist ein Unterschied, ob ich meinem Kind sage: "das sind Deine Sachen; die holst Du Dir jetzt wieder!" oder ich gehe vielleicht mit meinem Kind zu dem anderen und sage, dass ich nicht möchte, dass es damit spielt. Das mit dem Fragen, ob man etwas haben kann ist grundsätzlich ja nicht verkehrt, aber ich finde 1. dass es schwierig ist, bei einem Dutzend Kindern das zu finden, dem es gehört und 2. muss man das in dem Alter doch noch nicht so eng sehen, solange es keinen Streit gibt. Wenn ich merke, dass das betreffende Kind plötzlich wieder mit seinem Spielzeug spielen will, sage ich meinem Sohn schon, er soll es ihm zurückgeben, weil es ja nicht seins ist.
Es muss doch auch stressig sein, ständig andere Kinder daraufhin zu weisen, sie mögen bitte fragen bzw. das Spielzeug gar nicht erst nehmen.

Ich finde, in dem Alter sollte man die Kleinen doch einfach mal machen lassen. Oft stört es die "Eigentümerkinder" gar nicht, dass da jemand mit ihrem Auto spielt. Dann spielen zusammen oder auch nicht, bauen was, sind völlig vertieft in ihr Spielen und entfalten sich. Aber nein, da muss plötzlich so ein Elternteil ankommen und seinem Kind oder einem Anderen Benimmregeln aufs Auge drücken. Ich denke, alles zu seiner Zeit. Bestimmte Anstandsregeln sind wichtig und die muss ein Kind auch früh lernen aber muss es ein kleiner Knigge sein? Meine Güte, Kinder schauen sich ziemlich viel von den Eltern ab, und zwar auch sowas.

Mein Sohn wird auch das mit dem Fragen lernen. Vorerst finde ich es eigentlich nur wichtig, dass er niemandem etwas wegnimmt (aus der Hand reisst) und dass er dem Kind sein Spielzeug wiedergibt wenn es das haben will. Alles zu seiner Zeit.

Ciao

Beitrag von zwillima 12.09.06 - 20:31 Uhr

Hallo,

<Es muss doch auch stressig sein, ständig andere Kinder daraufhin zu weisen, sie mögen bitte fragen bzw. das Spielzeug gar nicht erst nehmen.>

Ich habe nicht von anderen Kindern, sondern von meinen eigenen gesprochen.
Ja, ich muß Dir Recht geben. Es ist wirklich anstrengend MEINE Kinder darauf hinzuweisen. Auf jeden Fall anstrengender, als sich mit einm Buch auf eine Bank zurückzuziehen und die Kinder einfach wurschteln zu lassen.
Aber wie schon gesagt...früh übt sich und in meinen Augen müßte ein Kind von drei Jahren schon längst angefangen haben zu lernen, auf andere Rücksicht zu nehmen.

<Mein Sohn wird auch das mit dem Fragen lernen. Vorerst finde ich es eigentlich nur wichtig, dass er niemandem etwas wegnimmt (aus der Hand reisst) und dass er dem Kind sein Spielzeug wiedergibt wenn es das haben will. Alles zu seiner Zeit>

Die Zeit ist mit drei Jahren schon längst gekommen. Du legst lediglich Wert darauf, daß er anderen nichts aus der Hand reißt? Darauf habe ich mit 1,5 Jahren auch geachtet, aber von so einem großen Jungen sollte man doch schon etwas mehr erwarten können.

Glaub es mir, du überforderst Dein Kind in keinster Weise, wenn Du ihm einfachste Benimmregeln vermittelst. Im Gegenteil...Kinder, die das frühzeitig gelernt haben, kommen in einer Gruppe wesentlich besser zurecht.
Es gehört übrigens zu den einfachsten Anstandsregeln, daß man erst fragt, bevor man sich was nimmt.
Im Grunde genommen ist es doch die Bequemlichkeit der Eltern, die keine Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen. Ihr Kleinkind mal an der Hand zu nehmen und gemeinsam zu anderen Eltern oder Kindern gehen, um zu fragen, ob man nun etwas nehmen darf oder nicht.
Also schiebt es doch nicht immer auf die Kinder, die angeblich damit überfordert sind

zwillima

Beitrag von alpenbaby711 12.09.06 - 13:13 Uhr

Hi du!

Ich finde es zwar Ok wenn die Kids mit den Sachen der anderen spielen solange die Kinder das OK finden. Allerdings würde ich, wenn mein Sohn ein Spielzeug von jemand anderem möchte ihn fragen lassen ob er damit spielen darf. So lernen sie eben auch zu fragen bei Dingen die IHnen net gehören.

Ela

Beitrag von kleene0106 12.09.06 - 13:56 Uhr

Hallo,

ich kann dich schon verstehen. Mein Mann war neulich mit unseren Beiden auf dem Spielplatz und dort hat unser Sohn ein Dreirad entdeckt indem ein kleiner Teddy lag. Er ging wohl hin und wollte den Teddy streicheln (das macht er im Moment unheimlich gerne - egal ob Kind; Tier oder Stofftier). Plötzlich kam die Mutter angerannt und ermahnte unseren Sohn er solle die Finger von dem Teddy lassen.#augen
Im nächsten Augenblick hat Ramón im Sandkasten gespielt und ein Junge bekam eine Prise (muss wohl wirklich nur eine kleine Menge gewesen sein, laut meinem Mann) Sand von unserem Sohn ab. Er stand auf und versuchte sich den Sand vom Pulli zu machen, dann kam die Mutter von dem Kleinen und nahm ihn auf den Arm mit den Worten (nicht wortwörtlich, aber wohl so ungefähr) "Mein armer Kleiner, ist alles in Ordnung? Komm wir setzen uns hier her." Und den Ramón muss sie wohl ausgeschimpft haben, dass man das nicht macht etc. Die restliche Zeit hat der Junge dann bei seiner Mama auf dem Arm verbracht.#augen Er hat nicht mal geweint oder ähnliches, meiner Meinung nach hätte es gar keinen Grund gegeben den Kleinen so zu betüddeln. Und das sie sandig sind kann einem Kind auch passieren wenn es nicht den Sand von anderen abbekommt, oder?#gruebel
Man muss dazusagen, mein Sohn ist 21 Monate alt und der andere Junge war etwa in dem selben Alter.
Mir persönlich ist sowas Gott sei dank noch nicht passiert, aber ich finde sowas auch merkwürdig. Klar geht es nicht, dass ein Kind einem anderen was wegnimmt, aber was spricht dagegen wenn man sich etwas "ausleiht". Ich lege zum Beispiel unheimlichen Wert darauf, dass wenn sich meine Kinder etwas nehmen, dass sie dann dort spielen wo das Spielzeug lag und es auch anschließend wieder dorthinlegen, bzw. es abgeben wenn das Kind, dem das Spielzeug gehört, es wieder haben möchte.
Ich selber habe auch keine Probleme damit wenn sich ein anderes Kind Spielsachen von uns nimmt, ich achte dann halt immer darauf wo sich das Spielzeug aufhält, aber schlimm finde ich das auch nicht.

Naja, aber so sind alle Eltern verschieden.

LG
Kleene - und reg dich nicht zu sehr darüber auf.:-)

Beitrag von mare88 12.09.06 - 18:52 Uhr

Ja, furchtbar, wenn manche Eltern immer gleich angelaufen kommen, sobald ihr Kind einen Mucks macht. War ich vor ner Weile auf´m Spielplatz, wo auch grade eine Mutter mit ihrem 4 oder 5-jährigem war. Der hat Sandkuchen gebacken. Meiner war grade in so einer Phase, dass er gerne Sandhaufen platt gemacht hat und macht natürlich die Sandkuchen platt, bzw. versuchte es. Da kommt die Mutter angestürmt, verscheucht meinen, und kniet sich doch echt mit ausgebreiteten Armen vor die 3 Sandkuchen. War natürlich auch eine von der Sorte, wo kein anderes Kind das Spielzeug von ihrem Nachwuchs berühren darf.

Sind denn solche Kinder überhaupt in der Lage, sich zu behaupten?? Was machen die denn, wenn Mama mal nicht dabei ist.

Also meiner kräht auf jeden Fall nicht auf der Stelle nach Mama, wenn etwas nicht so läuft. Er versucht erstmal selbst zu regeln.


Ciao

Beitrag von kleene0106 13.09.06 - 09:11 Uhr

Hallo,

ja meine Kinder kommen auch nicht gleich bei jeder Kleinigkeit angerannt. Ich renne aber auch nicht gleich wie eine Löwin zu meinen Kleinen wenn mal was passiert. Meist sitze ich auf einer Bank und schaue den Kleinen zu oder ich baue irgendwelche Sandgebilde wenn die Kleinen es möchten. Spielen sie alleine, lass ich sie spielen. Kommt dann ein Kind und nimmt was weg oder macht Sandgebilde kaputt schaue ich erstmal was passiert. Mein Kleiner guckt meist etwas irritiert und schaut wohl fragend zu mir rüber - aber ich sage ihm meistens dass er einfach einen neuen Sandhaufen machen soll. Die Große sagt mittlerweile ganz direkt: "Das darf man nicht - das habe ich gebaut!" und baut einfach eine neue Burg oder sucht sich was anderes zum Spielen. Das finde ich total klasse. Denn sie brauchen mich nicht zur Konfliktbewältigung.#huepf

Was anderes ist es wenn meine Kinder durch andere absichtlich verletzt werden: vor einer kleinen Ewigkeit meinte ein Junge (etwa 5-6 Jahre alt) er müsse meine Tochter (damals ungefähr 2 Jahre alt) aus dem Spielhaus scheuchen und ihr eine Ohrfeige androhen - da bin ich dann auch hin, denn so eine Situation kennt sie nicht und wusste sie auch nicht zu bewältigen. Aber wirklich geschimpft habe ich mit ihm auch nicht - nur dass soetwas nicht in Ordnung ist und er durchaus SAGEN kann was er von ihr möchte, sie versteht Dinge auch ohne dass man sie hauen muss. Betüddelt und beschmust habe ich meine Tochter aber nicht deswegen, es ist ja nicht zu einer Ohrfeige gekommen, ich habe ihr lediglich eine Alternative zum Spielen im Häuschen angeboten und dann war gut.

LG
Kleene