gesetzliche Rente - Versicherungslücken

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von violinista 11.09.06 - 19:11 Uhr

Ich hab vor kurzem meinen vorläufigen Rentenbescheid bekommen mit dem Vermerk, ich hätte große Lücken.
Die Lücken sind: vom 11. bis zum 13. Schuljahr (also Abiturszeit)
dann das komplette Studium (ich dachte immer, das wird mit angerechnet)
Nach dem Studium war ich arbeitssuchend gemeldet, das ist auch bei dem Rentenbescheid vermerkt. Aber: ich wurde dann schwanger und die Zeit vom Mutterschutz hat mich das Arbeitsamt nicht mehr als arbeitssuchend geführt, also fehlt mir die Zeit auch.

Ist das normal? Was für Unterlagen soll ich denn jetzt dort einreichen? Abizeugnis? Unizeugnis/Diplom? Und wie belege ich den Mutterschutz? Mutterpass?

Ich versteh das gar nicht, ich dachte, die Uni/ Schule meldet das dort automatisch.... #kratz

Beitrag von chimera666 11.09.06 - 19:45 Uhr

Hallo!

Studium wird nicht mehr berücksichtigt für den Rentenanspruch. War früher mal anders, wurde aber geändert. Ich bin da leider auch von betroffen. :-(

Guckst du hier:

http://focus.msn.de/finanzen/versicherung/rente/kontostand/studierte-die-dummen_aid_19639.html

Also Ausbildungszeiten am besten nachmelden wegen der Anrechenzeit! Wie es mit der Zeit ab dem Mutterschutz aussieht weiß ich nicht.

LG Chrissie

Beitrag von anja1968bonn 11.09.06 - 21:08 Uhr

Also, der Focus-Artikel besagt, dass seit 2005 das Studium nicht mehr berücksichtigt wird, das gilt aber erst für die, die ab diesem Jahr studieren, Neuregelungen greifen nicht rückwirkend!

Also, eingereicht habe ich, immer schön beglaubigt:
Abiturzeugnis
Studienbuch (wegen der Studiendauer)
Diplomzeungis
Geburtsurkunde

Die Mutterschutzzeiten wurden bei mir damit anerkannt, außerdem kannst Du später auch Erziehungszeiten (für Elternzeit, aber auch darüber hinaus) in einem gewissen Umfang geltend machen.

LG

Anja

Beitrag von manavgat 11.09.06 - 21:34 Uhr

Leider stimmt das nicht.

Die Nichtanrechnungszeiten gelten für alle, die noch keine Rente beziehen.

Ich bin Jahrgang 64, mein Studium ist 20 Jahre her und ich kriegs auch nicht angerechnet. Beim Anwalt war ich deswegen schon: nichts zu machen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von violinista 12.09.06 - 08:09 Uhr

na super! Das sind keine guten Nachrichten!

Ich danke euch trotzdem!

liebe Grüße, Violinista

Beitrag von scullyagent 12.09.06 - 11:25 Uhr

Jau!! Auch ich gehöre zu denen, die um die Studienzeiten beschissen worden!

Scully

Beitrag von anja1968bonn 12.09.06 - 21:01 Uhr

Mmh, habe gerade noch mal in meinen Bescheid aus dem Jahr 2005 geguckt, in dem steht, dass Ausbildungszeiten als Anrechnungszeitstandbestände - tolles Wort! - vorgemerkt worden sind. Zitat: "Grundsätzlich können Ausbildungszeiten ab Vollendung des 17. Lebensjahres bis zur Höchstdauer von insgesamt acht Jahren als Anrechnungszeit berücksichtigt werden".

Klar, wer länger studiert oder promoviert hat, ist angeschmiert, aber für mich klingt das so, als würden zumindest acht Jahre angerechnet.

Korrigiere mich, wenn ich da ganz falsch liege ...

LG

Anja

Beitrag von nickis78 12.09.06 - 13:54 Uhr

Gehe zu einer Renteninformations- bzw. beratungsstelle in deiner Nähe, die helfen dir gerne weiter und es ist kostenlos. Am besten du lässt dir vorher einen Termin geben. Dann wird dir gesagt, was du alles mitzubringen hast.

Was die Zeit nach dem Mutterschutz betrifft ist es z. B. so, dass du für die Elternzeit (falls du welche genommen hast) dafür einen extra Antrag stellen musst. Ansonsten nimmst du deine Zeugnisse und sonstige Unterlagen mit, mit denen du deine Ausbildung/Studium belegen kannst.

Gruß nickis78