First Trimester Screening bzw Nacken Ödem Messung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von danny1006 11.09.06 - 20:38 Uhr

Hoffe das mir hier jemand helfen wieder nen bisschen runterzukommen! Nachdem mein Mann und ich 1 Jahr lang versucht haben schwanger zu werden hat es jetzt endlich geklappt! Die große Überraschung kam dann direkt beim 2. Ultraschall- wir sollten Zwillinge bekommen und haben uns total drüber gefreut! 2 Wochen später war ich nochmal zur Untersuchung beim Arzt und wurde am gleichen Abend noch mit leichten Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert. Den Babys ging es aber zum Glück gut und es stellte sich heraus das die Blutung durch eine kleine Verletzung am Muttermund entstanden ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie erleichtert wir waren, so ne Blutung erschreckt einen ja doch ganz schön! Als ich gerade mal 2 Tage zuhause war hatte ich morgens plötzlich Schmierblutungen- wir also direkt wieder zum Arzt der dann leider nur feststellen konnte das eins unser Babys über Nacht gestorben ist! Wir waren natürlich total geschockt und am Boden zerstört. Unser Arzt war aber echt total nett und hat uns dann nochmal erklärt das viele Schwangerschften zunächst Mehrlingsschwangerschaften sind, es aber bei den meisten Frauen nicht festgestellt wird weil sie erst später zum Arzt gehen. In den ersten Tagen nach dem Tod unseres Babys war ich dann total verunsichert und hatte totale Panik aufs Klo zu gehen weil ich immer Anst vor ner neuen Blutung oä hatte. Ich soll halt möglichst viel liegen was natürlich auch nicht grad toll ist. Aber ich bin auf der andern Seite total glücklich und dankbar das uns ein Baby geblieben ist! Ich bin mittlerweile in der 11. SSW und laut heutigem Ultaschall gehts unserem Baby sehr gut, es hat heute sogar zum ersten Mal beim Ultraschall gestrampelt #freu!!! Jetzt kam unser Doc heute mit der Nacken Ödem Messung um die Ecke, ein Frühtest der feststellen kann ob unser Kind eventuell mit dem Down Syndrom oä auf die Welt kommt. Ich finde diesen Test ja auch wirklich absolut sinnvoll nur er sagte halt auch gleich dazu das es Quatsch ist diesen Test überhaupt anzugehen wenn für uns auf jeden Fall klar wäre- egal was passiert- das Baby zu behalten. Und wenn ich mir dann vorstelle das unsere Entscheidung für oder gegen den Test dann auch bedeuten könnte das wir unser Kind dann im schlimmsten Fall abtreiben würden- damit komm ich im Moment noch so gar nicht klar! Ich kann mir einfach absolut nicht vorstellen mein Baby wieder herzugeben nachdem ich doch sowiso soviel Anst um es hab! Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so das man sich überlegen sollte was für ein Leben man seinem Kind mit solch einer schweren Krankheit so zumutet! Im Moment hab ich echt so das Gefühl das ich von einer blöden Situation in die andere schlittere, dabei sollte ich mich doch eigentlich einfach nur total freuen auf den kleinen Pupser :-)! Es ist mein erstes Baby und ich bin einfach total verunsichert und hab Angst das meinem Baby irgendwas passiert! Wem geht/ging es vielleicht ähnlich und kann mich wieder nen bisschen runterholen? Denn eigentlich bin ich ja auch der Meinung das die Schwangerschaft ne ganz tolle Erfahrung ist die man genießen sollte!
Ich freu mich auf eure Antworten!
Liebe Grüße, Danny1006

Beitrag von _lasse 11.09.06 - 20:46 Uhr

Moin Danny,
ich kann Dir Eure Entscheidung nicht abnehmen #schmoll Ich werde diese Untersuchung auf jeden Fall machen lassen.
Ich weiß aber auch schon jetzt, egal was dabei herauskommt ich werde mein Baby nicht abtreiben.
Sollte festgestellt werden, dass das Risiko erhöht ist kann ich mich wärend der SS schon darauf einstellen und die im KH wissen auch, das mit evtl. Komplikationen gerechnet werden müssen (die bei Down-Syndrom wohl bekannt sind... so sagt mein FA).
Aus diesem Grund lasse ich auch nur eine Nackenfaltenmessung machen und keine Fruchtwasseruntersuchung ;-)
LG Karin #katze

PS: Versuch einfach davon auszugehen, dass Euer Baby gesund ist #pro

Beitrag von sara_75 11.09.06 - 20:49 Uhr

Liebe Danny!
Es geht mir ähnlich: Diese ganze pränatale Diagnostik macht mich völlig Banane in der Birne! Immer dieses "es besteht der Verdacht", "event. könnte dieses oder jenes sein"... Es nervt mich total an und verunsichert mich auch komplett! Dabei geht es mir grad total gut! Hatte auch Schmierblutungen- und bis heute weiß noch keiner warum- kann halt mal sein- aber ich hab mich verrückt gemacht. Hab jetzt beschlossen zu versuchen, die Schwangerschaft zu genießen und mich nicht mehr so kürre machen zu lassen. Es wird schon alles o.k. sein mit Deinem Baby! Das "Normale" ist immernoch, dass Babys gesund auf die Welt kommen und Risiken gibt es immer im Leben- damit müssen wir einfach leben. Du machst schon alles richtig und vor allem, lass es Dir und dem Baby gutgehen und versuche, Dir nicht so viele Gedanken zu machen.
Auf der anderen Seite ist es auch nicht unnormal, dass man sich auch Sorgen macht (das wird ab jetzt immer so bleiben, zukünftige Mama! ;-))
Vertrau auf die Fähigkeit der Natur und lass es Dir gutgehen!
Liebe Grüße, sara

Beitrag von juliane1977 11.09.06 - 20:58 Uhr

Hallo,

vor dieser NT-Screening-Frage steht wohl heutzutage jede Schwangere - und ich muss sagen ich fand das gar nicht so toll. Manchmal wäre mir ein bischen weniger Information lieber... Da kommt man erst auf so blöde Gedanken und Sorgen, von denen man eh schon genug hatte. :-(

Jetzt soll man sich kaum dass man schwanger ist überlegen ob man es haben will, wenn es behindert ist. Ich bin blos froh, dass wir diese Frage vor längerer Zeit schon mal geklärt hatten und uns auch einig waren, dass jedes Baby willkommen ist. Aber so in der FA Praxis fühlte ich mich schon überrumpelt.

Auch ansonsten finde ich das eine unsichere Geschichte, da ja nur ein prozentuales Risiko ausgerechnet wird. Da läuft man dann mit einem "hohen" Risiko durch die Gegend und macht sich fertig obwohl alles okay ist oder macht sich wegen einem "niedrigen" Risiko keine Gedanken mehr, lässt die FW-Untersuchung weg und bekommt doch ein behindertes Kind, obwohl man ansonsten anders entschieden hätte.

Übrigens hat sich mein FA bei der US-Untersuchung in der 12. Woche auch die Nackenfalte angeschaut - einfach so, weil das halt dazugehört beim US, zu schauen ob alles okay ist, sonst könnte man den ja auch gleich bleiben lassen.

Viel Kraft bei eurer Entscheidung,

LG Juliane 14. SSW

Beitrag von kati_n22 12.09.06 - 07:19 Uhr

Als erstes ist da die Frage, warum Du die Nackentransparenzmessung überhaupt machen lassen willst. Bist Du ein Risikofall?
Und wenn, dann hat es halt wirklich nur Sinn, wenn Du entsprechend darauf reagieren willst. Das bedeutet auch, das Du evtl. bei auffälligem Ergebnis eine Fruchtwasseruntersuchung machen lässt, denn diese Messung ist nur eine erste Suche nach Auffälligkeiten, die dann bestätigt werden müssen. Nicht selten kommt es hier zu auffälligen Ergebnissen bei einem völlig gesunden Kind(das Du dann mit einer Fruchtwasseruntersuchung gefährdest...), das muss Dir klar sein. Das ganze macht auch nur Sinn, wenn Du dein Kind dann abtreiben willst, falls es krank sein sollte.

Nur um festzustellen ob das Kind gesund ist, wenn Du es so oder so bekommen möchtest ist diese Untersuchung nicht nur völliger quatsch, sondern eher gefährdend, denn etwaige Ergebnisse da verlangen nach Aufklärung. Wenn Du nur wissen willst ob dein Baby gesund ist um ihm die bestmöglichen Startchancen im Falle einer Krankheit zu garantieren dann lass lieber in der 20-22.Woche eine Feindiagnostik machen, die ist viel aussagekräftiger.
Eine Nackentransparenzmessung der "Gewissheit" wegen ist - nach medizinischem Standpunkt - völliger Quatsch.

LG
Kati