Endometriose was nun?

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Beitrag von annabelli 11.09.06 - 21:05 Uhr

Hallo zusammen,
wir versuchen nun schon seit knapp 2 Jahren #schwanger zu werden.
Meine FA hat meine Hormone bzw. die Spermien meines Mannes geprüft sieht alles okay aus. Dann wurde eine Echovist-Untersuchung gemacht bei der sie festgestellt hat, dass meine Eileiter geschlossen sind.
Also habe ich vor 2 Wochen eine Bauchspiegelung machen lassen.
Ergebnis war beide Eileiter offen, aber Endometriose im 3.Stadium. Ich war erstmals total fertig, ich hätte mit allem gerechnet nur nicht damit#heul.
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Endometriose?
Kann man nach einer Hormontherapie schwanger werden (natürlich oder künstlich)?
Über Eure Antworten & Erfahrungen würde ich mich echt freuen.
Liebe Grüße Annabell

Beitrag von vergeslich 11.09.06 - 22:15 Uhr

Hallo!

Ich habe auch Endometriose. Bei mir wurde es vor ca. 3 Jahren festgestellt, aber man hat es mir nicht richtig erklärt. Meine Frauenärztin hat es als "harmlos" und es wäre nicht behandlungswürdig #augen abgestuft.
Ich habe ihr das geglaubt. War ja eine Ärztin. In dem 1 Jahr habe ich ziemliche Schmerzen gehabt, die mit jeder Blutung schlimmer wurden. Bis ich dann endlich das erste mal operiert wurde. Danach ist bei mir nicht wirklich weitergemacht worden. Ein halbes Jahr später haben die Schmerzen wieder angefangen, aber meine Frauenärztin hat es nicht ernst genommen und gesagt, es wäre eine normale Zyste. Das war im August 2005. Im Mai 2006 bin ich dann an der Zyste (von wegen eine normale Zyste:-[ ) wieder operiert worden, wobei mir der Eierstock und der Eileiter mitentfernt wurden. So wie es aussieht hätte es nicht sein müssen. Das war dann bei einer anderen Frauenärztin. :-(
Nach der OP habe ich angefangen mich mal wirklich mit der Krankheit auseinander zu setzten. Da ist mir dann einigse klar geworden und ich war auch erst einmal #schock
Zu den normalen Frauenärztne habe ich jetzt kein Vertrauen mehr. Ich bin jetzt bei einem Spezialisten und kann dir das auch nur empfehlen. Viele Frauenärzte kennen sich damit viel zu wenig aus. Was ich eigentlich nicht verstehen kann und nicht verstehen will #kratz
Ich möchte dir mit meinem Posting jetzt nicht noch mehr #schock er verbreiten, aber wollte dir auch mal sagen, wie man bei den FA´s abgespeist werden kann.
Wenn du mehr wissen möchtest (es gibt auch zwei sehr tolle Internetseiten darüber, die ein spezielles Forum haben) dann melde dich einfach über meine VK.

LG vergeslich

Beitrag von joya77 12.09.06 - 09:52 Uhr

Hallo Annabell,

ich habe auch Endometriose, wohl II. Grades.

Wir befinden uns mittlerweile im 48. ÜZ. :-[

Bei mir wurde es 2002 bei der Bauchspiegelung festgestellt. Meine FÄ meinte, es könnte die Ursache für die bisherige Kinderlosigkeit sein, muss aber nicht. Im Anschluss an die OP habe ich so eine Spritzentherapie gemacht, da wird man in die künstlichen Wechseljahre versetzt. Dadurch sollen die Endometrioseherde, die bei der OP noch nicht beseitigt wurden, ausgelöscht werden. Anschließend sollten die Chancen sehr gut stehen. Bei mir - nicht.

Anfang diesen Jahres begaben wir uns in eine KIWU-Praxis. Die FÄ dort sagte, dass die Endometriose zu 90 % nicht das Problem ist, dass es bislang nicht geklappt hat. Sie meinte, wir versuchen es mit Hormonen, ClomHexal. Ich habe dann im März damit begonnen. Vom 5. bis 9. ZT, je 2 Tabletten. Am 11. ZT wurde per Spritze der ES ausgelöst und zwei Tage später bis zum NMT noch ein Vaginalgel (auch irgendein Hormon).

Das Ergebnis war #schwanger.

Leider währte unser Glück nur knapp 2 Wochen, dann hatte ich in der 6. SSW eine FG. :-(

Dann haben wir 3 Monate gewartet und nun stecke ich wieder im 1. Clomizyklus. Am 17./18.09. ist mein NMT. Ich weiß nicht, aber ich habe das Gefühl, dass es diesmal nicht geklappt hat, denn ich habe schon seit gestern mensartige Bauchschmerzen, ich renne schon die ganze Zeit zur Toilette, um nachzusehen. Bis jetzt noch nichts, hoffentlich bleibt es so.

Du siehst also, man kann trotz Endometriose schwanger werden. Gib die Hoffnung nicht auf und begib Dich in professionelle Hände, vielleicht auch eine KIWU-Praxis.

Ich drücke Dir die Daumen.

#herzlich joya

Beitrag von annabelli 12.09.06 - 19:58 Uhr

Hallo joya,

ich drücke dir natürlich erstmal ganz doll die Daumen das es in der nächsten Zeit mit dem #schwanger werden klappt.

Von meiner FA habe ich mich schon nach den ersten Untersuchung getrennt, irgendwie fühlte ich mich da nicht richtig aufgehoben.
Bevor ich die BS machen ließ bin ich daher zu einer Kiwu-Klinik, um einfach auch mal eine zweite Meinung zu hören.
Die Ärztin hat sich meinen Zyklusverlauf angesehen und abenfalls für eine BS plädiert. Jetzt bin ich ganz froh, denn auf den ganzen U-Bildern und anderen Untersuchungen war von der Endo nichts zu sehen.
Dank der genauen Anforderungen der Arztin in der Kiwu wurde bei mir das ganze Programm untersucht und behandelt, d.h. die Endo wurde gleich verödet.
Heute habe mir meine erste Spritze für die Wechseljahre geben lassen, na mal sehen was mein Körper dazu sagt.

In diesem Sinne Kopf hoch und immer dran denken
" die Hoffnung stirbt zuletzt!"


#herzlich Annabell

Beitrag von karotte_72 12.09.06 - 10:51 Uhr

Hi Annabell,

wir haben auch 2 1/2 Jahre geübt - habe 2003 die Pille abgesetzt und nichts geschah. Im Laufe der Zeit bekam ich mit der Periode Magenkrämpfe, die ich überhaupt nicht kannte - hatte vorher nie Probleme damit. Mein damaliger Frauenarzt meinte nur ich solle mich nicht so anstellen und es mal mit einer Wärmflasche probieren - das zum Thema Frauenarzt!

Habe dann zu einer supernetten Frauenärztin gewechselt, die gleich den Verdacht auf Endometriose hatte. Im April 2005 hatte ich dann eine Bauchspiegelung mit Ergebnis Endometriose, aber komplett durchlässigen Eileitern. Nach einem weiteren halben Jahr fingen die Magenkrämpe leider langsam wieder an und ich hatte absolut keine Lust auf eine weitere OP. Also habe ich angefangen mit regelmäßigem Sport (3x die Woche joggen) und es wurde erstaunlich schnell besser.

Dann habe ich meinen Mann zum Spermiogramm erstellen geschickt und siehe da: schlechtes Ergebnis, zwar beweglich, aber eher ortsbeweglich also nicht allzu viele Chancen. Er bekam vom Urologen Zink-Tabletten verschrieben um das Ganze etwas in Bewegung zu bringen - beim 2. Spermiogramm kam ein deutlich besseres Ergebnis heraus und da war ich schon schwanger und bin nun in der 36. Woche. Achja, Schilddrüsenunterfunktion hatte ich auch noch, die dann eingestellt wurde. Kann also alles mögliche gewesen sein.

Drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es bald klappt.
Dicke Grüße,
Barbara

Beitrag von kirsten3108 12.09.06 - 11:43 Uhr

Hallo Annabell,

bei mir wurde Endometriose, Stadium 4 (also das höchste), 1999 festgestellt. Ich wurde endoskopisch operiert, anschliessend 6 Monate Hormontherapie mit Zoladex (Künstliche Wechseljahre) dann eine erneute baucheröffnende OP Anfang 2000.

Die Chancen auf natürlichem Wege schwanger zu werden waren gleich NULL. Ich fand mich damit ab niemals Kinder zu bekommen, was nicht wirklich leicht war, denn ich wollte schon als kleines Mädchen ein Familie mit mind. 2 Kindern.
Nach meinen Operationen wurde noch eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, die ich gut im Griff habe, d.h. ich bin gut eingestellt. Im Jahr 2003 wurde dann neben all dem ganzen Kram noch PCO festgestellt, also es kam nichtmal zu einem Eisprung. Nunja, hätte ja sowieso nicht schwanger werden können, aber ohne Eisprung blieb auch ständig die Periode aus, was mit der Zeit mächtig nervte.

Schlussendlich verhütete ich 7 Jahre nicht. Trotz der Arztvorhersagen probierten wir es vor über zwei Jahren gezielter ... ich wollte die Flinte nicht so schnell ins Korn werfen. Aber leider nix ... ! Kein Erfolg.

Nach der Einsicht - es klappt niemals - - die Ärzte haben Recht ... - - gingen wir mit neuem Datendrang an neue "Projekte" ;-) ... und siehe da, vollkommen überraschend und unvorhergesehen bin ich schwanger geworden.
Die Ärzte wissen nicht, wie dies nach meiner Vorgeschichte gehen konnte ... !

Wunder geschehn ... ich habs gesehn.

Dir Viel Glück und Alles Gute
Kirsten (23 SSW)