Ich verstehe mich selbst nicht

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von soffie04 12.09.06 - 08:57 Uhr

In der letzten Woche ist der Vater des Erzeugers meiner Tochter gestorben.
Es war damals "nur" ein ONS, wir waren vorher lediglich Freunde, seither kein Kontakt mehr. Seine Eltern kannte ich, aber es gab keinen großartigen Kontakt - man kannte sich halt.
Nun verstehe ich die Welt nicht mehr.
Heute ist die Beerdigung des Vaters und mir ist es hundeelend, ja richtig schlecht. Ich trauer um diesen Menschen und verstehe es nicht, da ich ihn kaum kannte und sie alle mir eigentlich das Leben sehr schwer machten nach der Geburt. Obwohl, eigentlich war er immer derjenige, der fair blieb, der höflich grüßte und meiner Meinung nach sich auch gar nicht so arg in die Dinge einmischte.
Ich war hin und her gerissen, ob ich eine Beileidskarte schicken soll. Aber wozu? Dass sie wieder mit der Nase auf die Kleine gestoßen werden?
Ach, ich weiß auch nicht. Aber ich muss es halt los werden. Ich sitze hier, die Tränen in den Augen und bin irgendwie dabei, von ihm Abschied zu nehmen. Vielleicht auch mit dem Gedanken, dass er seine "Enkeltochter" nur einmal gesehen hat und dies zu einem Zeitpunkt, als er noch gar nicht wusste, dass sie seine Enkeltochter ist.
Nachher in einer Stunde ist die Beerdigung. Ich denke, ich werde mit den Kindern spazieren gehn und so Abschied von einem Menschen nehmen, der mir eigentlich eher fremd, aber doch wegen seiner Art so vertraut ist/war.
Danke, fürs runter schreiben.
Soffie