Bin fix und fertig wegen meiner Arbeit, was soll ich nur tun????

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von celimini 12.09.06 - 09:04 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
damit Ihr meine Situation verstehen könnt, muss ich leider etwas ausholen....
Mein Mann, meine Tochter und ich sind vor knappen 3 Jahren von Berlin nach Bayern gezogen der Arbeit meines Mannes wegen. Ich war in Berlin als Arbeitsvermittlerin im Arbeitsamt tätig und hatte super nette Kollegen #freu.
Ich habe seit meinem 10 Lebensjahr Diabetes und trage eine Insulinpumpe und muss eben oft Blutzucker messen. Zu 95% geht es mir super, es gibt eben auch Tage da ist das nicht so und nun in der SS gehen meine Werte rauf und runter (mehr runter, bin dauernd unterzuckert) #schmoll.
Wenn dann noch Stress dazu kommt, ist es ganz aus.....
In Berlin waren wir ein super Team und trotzdem hat mich meine Diabetologin bei der SS mit meiner Tochter ab der 12.SSW mit einem Beschäftigungsverbot zu Hause gelassen, weil ich mich um gute Werte kümmern sollte (sonst drohen ja kindliche Schäden). Lief alles super und ich habe eine gesunde Tochter #freu.
Nun fahre ich zu meiner neuen Arbeit (wieder im Arbeitsamt) eine Stunde hin, weil ich in der Nähe nichts gefunden habe. Bin nun in der 7.SSW und meine Werte spielen verrückt. Bei der Fahrerei musste ich schon mal auf dem Standstriefen der A9 !!!!! stehenbleiben, weil ich so unterzuckert war #heul.
Dazu kommen meine Kollegen, die einfach ätzend sind. Sind so richtige Mobbin-Tanten. Sie wohnen alle an einem Ort und treffen sich privat jede Woche. Ich bin außerdem die einzige, die TZ arbeitet......
Auf mich haben sie sich eingeschossen, wenn ich mal was falsch mache (ist ein neuer Bereich für mich, da kommen Fehler auch mal vor), dann werde ich zur Sau gemacht :-(
Meine Chefin hängt in diesem tollen Clan mit drin, sie verhält sich zwar korrekt mir gegenüber, ich weiß aber, dass siie sich auch privat jede Woche mit den anderen trifft.....
Gestern war nun der Höhepunkt: Ich hatte eine inhaltlich korrekte Entscheidung getroffen und eine Kollegin kommt rein und brüllt mich derart an, dass ich hinterher 10 Minuten nur noch gezitter habe, weil mich diese Art so aufgeregt hat #schock. Wenn sie anderer Meinung ist, kann sie mir das auch anders sagen....
Eine andere Kollegin meinte sogar, dass meine Entscheidung richtig gewesen sei. ich fange jetzt noch an zu zittern, wenn ich an gestern denke.
Nun finde ich hier keinen Arzt, der mir ein Beschäftigungsverbot ausstellen will. Und dabei geht es ja hauptsächlich um meinen Diabetes, die Probleme mit den Kollegen kommen ja nur noch erschwerend hinzu.
Habe mich nun vom meiner Ärztin erstmal krankschreiben lassen, habe aber jetzt schon Panik wieder hinzumüssen.....
Was soll ich nur tun?
Ich bin am verzeifeln!

Eure celimini #heul

Beitrag von kimo135 12.09.06 - 09:12 Uhr

Hallo Celimini,

oh je das hört sich aber nach reinstem mogging an. hast du den keinen FA? also ich hab meinem auch schon mal sachen erzählt und er hat mich gleich krankgeschrieben...

bei einem BV geht das allerdings etwas anders, so hat er mir das erklärt. Es muss auch was vom Geschäft ausgefüllt werden ist antscheinend nicht so einfach.

Ich würde es noch mal beim Arzt probieren und alles genau erklären (auch etwas auf die Tränendrüse drücken;-)) den mit so netten Kolleginnen ist es einfach nicht zum aushalten!!!

wünsche dir viel Glück und ich glaub, ich würde nicht so ruhig bleiben...

wissen sie den schon das du Schwanger bist???

Gruß Carina 30 SSW

Beitrag von lisamarie 12.09.06 - 09:15 Uhr

Liebe celimini #liebdrueck

Erst einmal Glückwunsch zur Schwangerschaft #liebdrueck

Das das alles belastend für dich ist, kann ich verstehen. Aber so leicht wirst du ein Beschäftigungsverbot nicht bekommen denke ich.

Diese ständige Unterzuckerung ist ja auch nicht schön, merkst du die denn nicht schon vorher ? Sodass du was dagegen tun kannst ?

Wäre vielleicht eine Spritze anstatt die Pumpe in der Schwangerschaft nicht besser ? Anscheinend gibt deine Pumpe momentan einfach zuviel Insulin ab, was du momentan gar nicht mehr brauchst.
Bespreche dich da doch nochmal mit deinem Diabetologen.

Was deine Kollegen betrifft gibt es 3 Möglichkeiten.

1. Du gehst ihnen weitesgehend aus dem Weg und versuchst es irgendwie zu ertragen

2. du wendest dich an den Betriebsrat, der wird dir helfen, denn dafür ist er da.

3. Du bist offen und ehrlich und sprichst mit deinen Kolleginnen. Bring doch mal einen Kuchen mit, lade sie ein. Oft entspannt sich dann ein gespanntes Verhältnis. Vielleicht kann man damit vieles aus dem Weg räumen.

Ich persönlich finde die 3. Lösung die beste. Kopf hoch, alles ist regelbar.

Alles Gute für Dich

LG Lisamarie

Beitrag von pegasus080675 12.09.06 - 09:16 Uhr

Hallo Celimini,

ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht. In meiner Schwangerschaft hatte ich auch eine Menge Ärger in der Arbeit und Alina kam dann auch 19 Tage zu früh auf die Welt. Drei Wochen vor Ihrer Geburt ist mein Chef total ausgeflippt und hat mich niedergemacht. Wollte auch einmal nicht mehr, daß ich danach bei ihm arbeite. (Obwohl vorher alles schon geklärt war) Habe zwei Wochen lang fast nur geheut und eine Woche vor Ihrer Geburt habe ich mich nochmal mit meinem Chef gestritten.

Ich an deiner Stelle würde auf alle Fälle versuchen ein Beschäftigungsverbot zu kriegen. Wo wohnst du denn? Ich hätte nämlich einen guten FA.

Er hätte mir sofort ein Beschäftigungsverbot ausgestellt, aber ich wollte ja unbedingt dort weiterarbeiten. Heute find ich, ich war ganz schön dumm und wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würd ich es anders machen. Ich bin mir sicher, daß Alina den ganzen Stress im Bauch mitbekommen hat und deshalb die ersten Monate wirklich sehr anstrengend waren.

Liebe Grüße
Manu

Beitrag von meli_with_belly 12.09.06 - 09:19 Uhr

Hallo Celimini,

arbeitest du denn in München? Wenn du möchtest kann ich dir gerne einen netten Frauenarzt vermitteln, der dir unter diesen Umständen garantiert ein BV ausstellen würde. Wenn du möchtest, melde dich doch einfach über meine VK.

Alle Gute und Kopf hoch!
Mel

Beitrag von nemo17 12.09.06 - 09:29 Uhr

Hallo Du Arme!

Ich kann sehr gut mitfühlen....

Ich hatte auch solche Probleme am Arbeitsplatz (Hotel), allerdings waren es da die "Chefs" (Familienbetrieb) die mir das Leben zur Hölle machten sobald sie wussten das ich schwanger bin.
Ich habe meinem FA die ganze Situation damals unter Tränen geschildert, hatte morgens auch Probleme mit dem Kreislauf. (Wahrscheinlich nur deswegen, denn seitdem ich Zuhause bin geht es mir blendend!)#kratz
Mein Arzt hat mich dann erst mal 3 Wochen krank geschrieben und im Anschuß hat er mir ein Beschäftigungsverbot ausgestellt. D.h. ich gehe schon seit Mitte Juli nicht mehr arbeiten, bin jetzt in der 25. SSW. Er hat keinen moment gezögert, da dieser Streß eine Gefahr für Dein Kind bedeutet! Und jeder normale FA sieht so etwas! Ich würde an Deiner Stelle solange die FAs abklappern bis Du einen findest der Dir das BV ausstellt. Denn in Kombination mit Deiner Diabestes UND dem Streß auf der Arbeit muss der FA Dir ein BV geben.
Ich kann Dir nur raten Dich da nicht stressen zu lassen, mir geht es blendend und ich genieße jeden einzelnen Tag den ich Zuhause bin und meine Schwangerschaft geniesen kann!!!

Liebe Grüße!

Nemo

Beitrag von celimini 12.09.06 - 09:34 Uhr

Vielen Dank für Euren Zuspruch!
Ich werde übermorgen mal mit meinem FA darüber sprechen.
ich arbeite in Freising, wohne aber bei Ingolstadt.
Ich denke, ein Treffen mit meinen Kollegen hätte keinen Sinn, sie tun dann irre freundlich und hintenrum lästern sie über mich, ich habe das schon mitbekommen. Sie sitzen bei der Mittagspause zusammen und dann bin ich Thema Nr.1.
Es ärgert auch viele, dass ich eben schon um 12 Uhr heimfahre, aber ich arbeite auch nur TZ, weil ich eben eine große Tochter (heißt auch Alina!) habe, die 3 Jahre alt ist und die ich aus der Kita abholen muss.
Was mich gestern so irre geärger hat ist einfach, dass ich Recht hatte mit meiner Entscheidung und dass sie mich nicht so anschreien darf, ich bin doch nicht ihre Dienstmagd!
Nein, von meiner SS habe ich noch nichtts gesagt, ich wollte bis zur 12 SSW damit warten.
Über Tipps, was gute Ärzte anbelangt bin ich dankbar auch wenn ich nach München fahren müsste!
Und Spritzen ist nicht besser als meine Pumpe. Es ist normal, dass man am Anfang von einer SS sehr viel unterzuckert, dem Kind schadet das gar nicht, dem schaden hohe Werte sehr. Und hohe Werte bekomme ich, wenn ich solchen negativen Stress habe wie gestern.
#heul

Beitrag von celimini 12.09.06 - 09:38 Uhr

....wollte noch hinzufügen, dass ich natülich immer für Dinge offen bin, wenn ich was falsch oder nicht so gut gemacht habe, es der Ton macht doch die Musik. Die reden mit mir, als wenn ich ein Sklave bin, ich werde richtig angeschrieen oder blöd angemacht, nur eine Kolegin ist mir gegenüber nett und sagt auch, dass sie das Verhalten nicht richtig findet, gegenüber den Kollegen hält sie aber den Mund (ist ja auch verständlich). Außerdem bin ich eben nicht aus Bayern und die pflegen da ihren Standesdünkel ungemein #augen ......

Beitrag von pegasus080675 12.09.06 - 09:43 Uhr

Hallo nochmal,

also ich hätte einen guten Frauenarzt in Gröbenzell (ist zwischen München und Fürstenfeldbruck). Weiß aber leider nicht, ob das zu weit ist für dich. Kannst dich ja bei mir melden, wenn du seine Adresse haben möchtest.

Ich wünsch dir alles Gute für deine Schwangerschaft und laß dich nicht ärgern! ;-)

Liebe Grüße
Manu