Nackenfaltenmessung - muß das sein??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von som_ 12.09.06 - 10:48 Uhr

Hallöchen an alle,

war gestern beim FA. Bin jetzt 8.SSW+6. Alles ok soweit.
Er meinte ich müsse in 4 Wochen beim nächsten Termin unbedingt die Nackefaltenmessung wegen Behinderung machen.

Bin jetzt ziemlich unsicher, weil ich nicht weiß, was da gemacht wird und wie das gemacht wird. Hat das jemand von euch gemacht ??

Brauch dringend mal Hilfe :-[:-[

Mein FA tut immer so, als ob alles so ganz easy wäre, hatte mir auch mal zu ner Bauchspiegelung geraten.

#danke und liebe Grüße, Silke

Beitrag von slygirl77 12.09.06 - 10:52 Uhr

also ich habe mich gegen eine Nackenfaltenmessung entschieden. Da werden nur Wahrscheinlichkeiten ermittelt für bestimmte Krankheiten. Und ausserdem kostete es bei meinem Arzt 150Euro die ich selbst zahlen müsste. Das war mir dann auch zu viel um mich wegen einer Wahrscheinlichkeit evtl. verrückt machen zu lassen. Aber schau doch mal im Internet nach. Da gibt es mehrere Seiten die das alles ganz genau erklären.

Grüße

Slygirl77+#ei

Beitrag von cajabi 12.09.06 - 10:54 Uhr

Hallo Silke,

ich habe keine Nackenfaltenmessung machen lassen.

Die Ergebnisse sind häufig nicht eindeutig und unter Umständen muß dann zur Abklärung noch eine Frauchtwasseruntersuchung folgen, die weitere Risiken nach sich zieht.

Andererseits kann es auch sein, daß die Nackenfaltenmessung keine Auffälligkeiten ergibt und trotzdem hat das Kind dann Trisomie 21.

Die Krankenkasse bezahlt die Untersuchung übrigens nicht, da mußt Du in die eigene Tasche greifen. Vielleicht hat deshalb Dein Arzt so ein Interesse?

Die Hauptfrage die sich allerdings stellt, ist ob Du das Kind abtreiben würdest, wenn es Trisomie 21 (also Down-Syndrom) hat. Wenn das für Dich nicht in Frage kommt, dann ist die Untersuchung auch überflüssig.

Liebe Grüße

Birte mit Jarik 23 Monate und Baby im Bauch 14+2

Beitrag von yvi68 12.09.06 - 11:09 Uhr

Hi Silke,

vor der NT- Messung brauchst Du überhaupt keine Angst zu haben und Du solltest es unbedingt machen lassen. Die Nackenfalte Deines Babys wird mit hochauflösenden Ultraschallgeräten vermessen, das schadet weder Dir noch Deinem Wurm. Da Du ja auch nicht mehr ganz so jung bist, steigt mit dem Alter auch die Gefahr einer Trisomie an. Wenn Du die NT-Messung mit einer Laboruntersuchung Deiner Blutwerte kombinieren lässt, kann bei dieser Untersuchung bereits in bis zu 95 % der Fälle eine eventuelle Trisomie festgestellt werden.

Ich selbst bin jetzt nach dieser Untersuchung viel ruhiger, außerdem haben wir als schönen Nebeneffekt schon erfahren, dass wir einen Buben erwarten. Wir hatten uns das ganz sehr gewünscht, da wir bereits eine kleine Tochter haben.#freu

Wir haben auch lange "geübt" und auch ich musste vor dieser Schwangerschaft ebenso einen Frühabort verkraften. Und leider ist auch diesmal nicht alles ganz einfach, da ich vor 2 Wochen einen drohenden Abort hatte und nun vorerst liegen muss. Kann Dich also ganz gut verstehen, was Deine Sorgen angeht. Und bitte setze Dich möglichst wenig unter Stress, das ist überhaupt nicht gut.

So, ich hoffe, dass ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte und wenn Du noch Fragen an mich hast, ich beantworte sie gerne.
Für Deine Schwangerschaft weiterhin alles Gute wünscht Dir Yvi #klee

Beitrag von kati_n22 12.09.06 - 11:40 Uhr

Wieso soll sie die Nackenfaltenmessung "unbedingt" machen lassen? Dir ist schon klar, das es da auch viele falsche Ergebnisse gibt? Und dass das eigentlich keine Untersuchung zur reinen persönlichen Sicherheit ist, sondern nur Sinn macht, wenn man bei einem entsprechendem Ergebnis auch dementsprechend handelt?

Sprich: medizinisch gesehen ist eine Nackenfaltenmessung nur sinnvoll, wenn Du das Kind falles es krank ist abtreiben lassen möchtest. Das ist auch der Grund warum man das jetzt so früh macht: damit man das abklärt und evtl., bevor das Kind lebensfähig ist!

Wenn man einfach nur wissen möchte ob das Kind okay ist, ist eine Feindiagnostik wesentlich sinnvoller.
Eine Nackenfaltenmessung zieht nicht selten eine Fruchtwasseruntersuchung nach sich- auch dessen muss man sich bewusst sein.

Ich habe oft den Eindruck viele Frauen empfehlen das einfach, weil es ein guter Ultrashall ist und sie so nochmal sehen können dass das Baby okay ist. Das kann ich verstehen, denn viele haben kein medizinisches Hintergrundwissen, muss aber sagen das ein Feinultrashall ohne Berechnungen der Nackentransparenz, die eher zweifelhaft ist, da medizinisch sinnvoller ist.
Womit begründest Du nun deine Empfehlung eigentlich sachlich?

Beitrag von yvi68 12.09.06 - 12:17 Uhr

Hallo Kati,

sicherlich gibt die NT- Messung auch keine 100%-ige Sicherheit. Das habe ich auch nie behauptet. Jeder muss natürlich für sich entscheiden- soviel ist auch klar! Und wenn jemand von vornherein sagt, ich behalte mein Kind so oder so, dann braucht man eigentlich gar keine Diagnostik machen zu lassen.

Man sollte sich aber auch bewußt darüber sein, was mit einem behinderten Kind alles auf einen zukommt. Leider gehen auch die meisten Partnerschaften früher oder später daran zugrunde. Ich jedenfalls würde mich gegen das Austragen eines genetisch behinderten Kindes entscheiden- und dazu stehe ich. Was natürlich nicht heißt, dass ich ein solches Kind nicht lieben würde. Selbst bei der Geburt kann ja immer noch eine Menge schiefgehen.

Aber zurück zur NT-Messung. Ich habe bereits eine kleine Tochter. Auch die damalige SS war aufgrund meines Alters schon eine Risikoschwangerschaft. Von der NT- Messung hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nichts gehört. Habe aber nach der 20. SSW die Feindiagnostik machen lassen. Soweit war auch alles i.O. Bis auf einen "Hinweis"- das Golfballphänomen. Wir haben damals auf eine Nabelschnurpunktion verzichtet, eine vorherige NT- Messung hätte aber mein FA auch etwas genaueres sagen können.

Fest steht, dass auch eine breite Nackenfalte nicht krankhaft sein muss. Dann kann man sich aber immer noch für eine Amniozentese entscheiden. Mit einem günstigen Ergebnis der NT- Messung fällt mir jedenfalls die Entscheidung gegen eine Amniozentese viel leichter. Denn sachlich ist fakt und wissenschaftlich erwiesen: Fast 95 % der Trisomien werden bei der NT- Messung festgestellt! Und eine Amnio ist schließlich auch nicht so harmlos wie die NT-Messung, sondern ein Eingriff, bei dem ich auch mein Baby verlieren kann, ohne dass es zuvor krank war.(ca. 1%)

Übrigens sollte man unabhängig von der NT- Messung die Feindiagnostik meiner Meinung nach trotzdem machen lassen.

Liebe Grüße
Yvi

Beitrag von shippchen 12.09.06 - 11:14 Uhr

Hallo Silke,

ich hab die nicht machen lassen. Wie schon die anderen geschrieben haben, werden nur Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Krankheiten ermittelt. Ich denke du musst einfach für dich entscheiden, ob du das wissen möchtest. Würde es für dich eine Rolle spielen, wenn das Kind eventuell eine Behinderung hätte?

Viele Grüße,
Simone (heute ET und es tut sich nichts :-()

Beitrag von som_ 12.09.06 - 11:23 Uhr

danke für eure Tips,

wenn mein Würmchen behindert wäre, würde es mir auch nichts ausmachen. Deshalb ist es eigentlich nicht so wichtig. Aber ich finde toll, daß man dadurch auch schon sehen kann ob es ein Bubi oder ein Mädchen wird. Ich hätte ja gern ein Mädchen :-)
Einen Jungen nehm ich natürlich auch #freu

Ich glaube, ich werde es machen lassen, das Geld ist es wert. Ich hatte nur Angst, daß da im Bauch "Rumgepuhlt" wird und am Ende mein Würmchen gefährdet wird. Ich will nichts aufs Spiel setzen.

Vielen lieben Dank nochmal und laßt es euch allen so richtig schön gut gehen bei so einem tollen Wetter.
Und Dir liebe Yvi alles alles Gute #klee

Beitrag von yvi0279 12.09.06 - 11:33 Uhr

Nein!

Wir haben keine NFM machen lassen und mein Arzt hat mir auch absolut nicht dazu geraten.

Gefährlich ist es wohl nicht, weder für Dich noch fürs Kind, gefährlich zumindest nicht im Sinne von Krank machend. Aber was ist wenn bei der NFM nicht ein 100% tolles Ergebnis rauskommt? BIst Du dann auch bereit eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen? Ich nicht. Und deshalb hab ich auch keine NFM machen lassen.

LG Yvi 16. SSW

Beitrag von minimaus2004 12.09.06 - 11:43 Uhr

Hallo Silke,
also ich vermute jetzt einfach mal, daß dein Frauenarzt dich als Risikoschwangere wegen deines Alters eingestuft hat und daß er deswegen die Nackenfaltenmessung machen will und du sie dann auch nicht bezahlen musst wegen der Einstufung in Risikoschwangere. Also wenn das alles so ist, dann würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob du dieses Baby denn auch bekommen willst, wenn es behindert wäre. Denn genau das wird mit einer %-Wahrscheinlichkeit bei dieser Untersuchung festgestellt. Aber bei meiner Freundin (23 Jahre alt) z.B. sagte man dass es wahrscheinlich sei, daß ihr Kind Trisomie 21 habe und der Arzt schickte sie extra nach heidelberg zur Fruchtwasseruntersuchung und da kam heraus, daß der Kleine völlig gesund ist. Aber sie hat sich aufgeregt und würde so eine Untersuchung nicht mehr machen lassen, da sie sich selbst total verrückt gemacht hat aus Angst.
Ich persönlich habe diese Messung bei meiner 1. SS auch nicht machen lassen und werde sie jetzt auch nicht machen lassen, da ich mir selber sicher bin, daß ich auch ein behindertes Kind nicht so einfach abtreiben könnte.
Du hast doch schon ein gesundes Kind, da glaube ich kaum, daß dein Baby jetzt krank/behindert ist.

Denk positiv!

LG Nadine & Michelle & #baby inside (19.SSW)

Beitrag von kati_n22 12.09.06 - 11:49 Uhr

Okay und nochmal das leidige Thema....

Also eine Nackenfaltenmessung errechnet die Wahrscheinlichkeit für gewisse Gendefekte/Triosomien. Oft liefert diese Untersuchung Ergebnisse, die durch eine Fruchtwasseruntersuchung abgeklärt werden müssen. Oft führt dies zu einer Fruchtwasseruntersuchung bei gesundem Kind.

Eine Nackenfaltenmessung macht nur Sinn, wenn man dementsprechend handeln möchte - sprich abtreiben wenn das Kind behindert ist. Eine Nackenfaltenmessung ist gedacht für Risikopatienten, das hat dann den Vorteil das man nicht sofort invasiv eine Fruchtwasseruntersuchung an jeder 35 jährigen vornimmt. Für diese Gruppe ist das eine tolle Sache, wirklich!
Leider hat sichd as mittlerweile zur Modeuntersuchung gemausert, die viele Ärzte gerne machen, da es gut Geld bringt. Versteh mich nicht falsch- bei entsprechender Risikogruppe ist diese Untersuchung ein Segen, da sonst eh eine Fruchtwasseruntersuchung gemacht werden würde. Dummerweise gibt es aber halt oft falsch auffällige Ergebnisse, die dann mit einer Fruchwasseruntersuchung abgeklärt werden müssen, die wiederum nicht ganz risikolos ist. Oft machen auch Frauen diese Untersuchung die Ihre Baby`s in jedem Fall austragen wollen und nur ebruhiogt sein wollen.
Dann ist das ganze medizinisch gesehen sehr zweifelhaft.
Unsicheren Frauen, die nur einen guten Ultrashall wollen, empfehle ich einfach einen normalen hochauflösenden Schall.
Wer sein Kind eh bekommen möchte, und nur rechtzeitig Bescheid wissen will sollte später zwischen der 20-22. Woche eine Feindiagnostik machen lassen. Das ist risikolos und wesentlich aussagekräftiger!

In jedem Fall wünsche ich Dir eine problemarme SS und ein gesundes Kind.
LG
Kati