Berufstätige - wie lange sind eure Kinder in der Kita?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von maxi03 12.09.06 - 11:00 Uhr

Hallo,

seit meine Tochter (jetzt 29 Monate alt) 16 Monate ist, gehe ich wieder arbeiten. Ich muss nicht unbedingt, aber ich möchte.

Zuerst war sie bei einer Tamu, da gab es erhebliche Anfangsschwierigkeiten und viele Tränen. Seit dem 1.8. ist sie in der Kita.

Ich arbeite Teilzeit (Lehrerin) und habe leider auch viele Nachmittagstermine, so dass sie 3-4 Mal die Woche von 7.15 - 15.30 Uhr in der Kita ist, sonst hole ich sie um 12.00 Uhr.

Augenscheinlich fühlt sie sich in der Kita wohl, alles klappt wunderbar, keine Tränen, sie schläft über Mittag gut.

ABER mein schlechtes Gewissen wird immer größer. Irgendwie meine ich zu wenig Zeit mit ihr zu verbringen, obwohl der Nachmittag dem Kind gehört. Bei dem Wetter sind wir viel draußen, ansonsten wird gelesen, gebastelt, gemalt...

Wie lange sind eure in der Kita und wie nutzt ihr die wenige Zeit nachmittags und abends mit euren Kindern? Habt ihr auch ein schlechtes Gewissen?

LG Maxi

Beitrag von lady_chainsaw 12.09.06 - 11:05 Uhr

Hallo Maxi,

Luna geht seit sie 12 Monate alt ist in den KiGA - und das 10 Stunden täglich.

Wir arbeiten beide Vollzeit.

Schlechtes Gewissen?#gruebel Ja, doch ein bißchen schon - wenn ich könnte, würde ich lieber auf 30 Stunden runtergehen, ist aber finanziell nicht machbar.

Aber ansonsten habe ich ein gutes Gewissen - denn es geht ihr super gut dort, bis jetzt gab es noch nie Tränen, sie würde am liebsten auch am Wochenende und in den Ferien hingehen (klar, mit Mama und Papa allein ist ja auch total langweilig ;-))

Die wenige Zeit am Nachmittag/Abend nutzen wir mit Spielen (Drinen o. Draußen je nach Wetterlage), Kuscheln, Basteln, Lesen...also nur gemeinsage Dinge.#liebdrueck

Haushalt und Co. werden erst aktuell, wenn Luna schläft.:-)

Gruß

Karen + Luna (3 Jahre)

Beitrag von mausi1982051082 12.09.06 - 11:09 Uhr

Hallo Maxi,
Emil geht seit dem er 1 Jahr ist in die Kita. Ich gehe 30 Stunden die Wochen arbeiten. da ich aber einen langen Arbeitsweg habe geht er 8 Stunden am Tag dort hin. (von 07:15 - 15:15 Uhr) Das ist völlig okay für ihn, wenn es nach ihm gehen würde, würde er noch länger dort bleiben. AB 2008 gehe ich dann wieder voll arbeiten. Dann muss er für 10 Stunden dort hin.

Gruß
Steffi + Emil (21 Monate)

Beitrag von zaubertroll1972 12.09.06 - 11:13 Uhr

Hallo,
ich arbeite 80 Std. monatlich und habe das große Glück immer dann zu arbeiten, wenn mein Mann zuhause ist. Er ist im 24 Std. Dienst und daher viel zuhause.
Unser Sohn hat einen normalen Kiga Platz. Er kann morgens von 7.30 - 12.30 gehen ( in der Regel bringen wir ihn gegen 8.30 ) und nachmittags von 14.00 - 16.00 Uhr ( außer Freitag ).
Seit einer Woche geht er auch mal nachmittags in den Kiga und da habe ich auch schon manchmal das Gefühl daß es vielleicht zuviel Zeit ist, die er im Kiga verbringt. Wenn er mittags nach hause kommt ist fast nur Zeit um zu essen und Zähne putzen. Bissl spielen nur und dann wieder los.
Wiederum ist um 16.00 Uhr der Tag noch nicht zuende und wir haben noch bis 20.00 Uhr zusammen Zeit ( ich oder mein Mann oder wir beide zusammen ).
Und wir bringen ihn ja auch nur nachmittags wenn er gehen möchte.
Ich bin froh daß ich die Möglichkeit habe jetzt so arbeiten zu können daß unser Sohn nicht den ganzen Tag im Kiga bleiben muß. Das würde ich momentan auch noch etwas viel finden.
Leider ist das von Familie zu Familie unterschiedlich, wie Du schon schreibst. Da muß jeder schauen wie man selber und die Kinder damit zurecht kommen.

LG Z. mit Sohn 3 Jahre

Beitrag von .claudi. 12.09.06 - 11:24 Uhr

Hallo!

Als ich klein war, wollte ich immer den ganzen Tag in den Kiga gehen, durfte aber nur Vormittags (vom Kiga aus). Hin und wieder gabs mal Ausnahmen und ich konnte auch Nachmittags gehen. Ich glaube, meine Tochter (2 3/4 Jahre) kommt ganz nach mir :-D. Sie geht seit einer Woche super gerne Vormittags in den Kiga und will dann gar nicht heim. Bald werde ich wieder arbeiten und meine Tochter geht dann den ganzen Tag.

Solange Deine Tochter gerne hin geht, würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Oftmals ist es für die Kinder ja auch viel interessanter, lustiger mit anderen Kindern im Kiga zu spielen, als daheim "nur" mit Mama. Ich denke, gerade wenn das Wetter wieder schlechter wird, kann es daheim schneller mal langweilig werden und im Kiga ist immer was los.

LG Claudia

Beitrag von katzeleonie 12.09.06 - 11:34 Uhr

Hallo,

unsere Tochter kam mit 3 in den Kiga. Da ich von 8 - 12 gearbeitet habe, ging sie von 7.45-12.15 in den Kiga.
So hatte ich mittags genug freie Zeit um mit ihr was zu unternehmen, wenns gepaßt hat. Und das muß man auch nicht immer, einfach etwas daheim beschäftigen ist auch ok, muß nicht immer sonst was sein. Und sie können und sollen auch mal alleine spilen nict immer unterhalten werden und bespielt.

Lege Dein schlechtes Gewissen getrost ab, und mach Dich vom "Perfektgedanken" bezüglich Nachmittagsbeschäftigung frei.

lg
leonie

Beitrag von nuckelspucker 12.09.06 - 11:35 Uhr

hallo,

zuerst mal: ein schlechtes gewissen hab ich auch, zumal mein sohn erst 15 monate alt ist und seit etwa einem monat in die KITA geht.

er geht von 7.30 uhr bis 16.00 uhr, freitags bis 14.00 uhr (nach dem schlafen).

ich hole ihn zwei mal die woche ab, mein mann drei mal die woche, er schafft es auch oft eher als 16.00 uhr, ich leider nicht.

meinem sohn gefällt es sehr gut im KIGA, er lacht fast den ganzen tag und spiel immer vergnügt, wenn er abgeholt wird.

dennoch haben wir ein schlechtes gewissen und vermissen ihn den ganzen tag.

wir spielen und schmusen viel mit niclas, wenn wir dann mit ihm zu hause sind und am wochenende ist die ganze zeit "niclas-zeit". haushalt leidet, aber das ist egal, niclas steht an erster stelle.

lass dich nicht beirren. das schlechte gewissen aber kann dir wohl keiner nehmen.

lg claudia + niclas

Beitrag von eleven 12.09.06 - 11:46 Uhr

Mein Sohn (28 Monate) ist seit seinem 9. Lebensmonat bei unserer Tagesmama. Am Anfang 20 Stunden die Woche, seit letzten Monat 30 Stunden die Woche.

Er geniesst die Zeit dort sehr, hat viele Spielkameraden und freut sich jeden Morgen auf seine Freunde. An der Tür dreht er sich dann um und sagt: Tschüss Mama, viel Spass arbeiten!

Ein schlechtes Gewissen habe ich zeitweise schon, bin allerdings alleinerziehend und habe von daher finanziell keine Wahl. Auf der anderen Seite kann ich ihm die Abwechselung und sozialen Kontakte überhaupt nicht bieten, die er dort bekommt. Und ich freue mich jeden Mittag drauf, meinen Schatz abzuholen, ihn zu knuddeln, er "erzählt", was er gemacht hat, und wir verbringen die Stunden, bis er ins Bett geht, zusammen. Wir spielen, sind viel draussen, kneten, fahren Bobby-Car, turnen und bauen Türme. Ich glaube, wenn ich den ganzen Tag mit ihm zusammen wäre, dann würden wir "unsere Zeit" bestimmt nicht so intensiv geniessen können. Ich rede da nur für mich und möchte damit keine Mama angreifen, die den ganzen Tag für ihr Kind da sein möchte. Das ist und sollte auch jedem selber überlassen sein. Ich bin mit meiner Situation sehr zufrieden und bis jetzt hatte ich auch noch keine Schwierigkeiten mit meinem Arbeitgeber, wenn ich kurzfristig wegen meines Sohnes zuhause geblieben bin. Denn da liegt bei mir der Schwerpunkt. Egal was ist, mein Kind geht vor.

Diana und Joshua (12.5.04)

Beitrag von maxi03 12.09.06 - 13:35 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten #danke

Ich sehe, euch fällt der Spagat zwischen Beruf und Kind durchaus auch schwer.

Ich meine auch, dass die Kita ihr sehr viel mehr bieten kann als ich alleine. In den Ferien hat sie sich nach 2 Wochen mit mir alleine sehr gelangweilt. Sie wollte zur Tamu und mit anderen ihr bekannten Kindern zusammensein.

Ich sehe auch, wie viel sie dort lernt und wie positiv sich die "Fremdbetreuung" auf ihr Entwicklung ausgewirkt hat. Sie ist umheimlich weit und sehr viel offener anderen Kindern und Erwachsenen geworden. #freu

Aber dennoch ab und an kommt das Gewissen durch, vor allem wenn ich so viel zu tun habe. Durch eure lieben Antworten fühle ich mich schon besser, weil ich weiss, der Kleinen geht es gut. Sie scheint in ihrem Maße soziale Kontakte zu haben, denn sie erzählt immer mehr von anderen kindern und andere Kinder erzählen ihren Wltern von ihr, z. B., dass sie zusammen gespielt haben.

Nochmals #danke

Maxi

Beitrag von baby2008 12.09.06 - 15:16 Uhr

Meine Kleen geht seit Sie 20 Monate alt ist von 08.- 16.30h durchgehend in den Kindergarten! Sie hat ziemlich viel Spaß und möchte teilweise abends noch nicht nach HAuse!

LG Arijane ( 8SSW)

Beitrag von ayshe 12.09.06 - 15:25 Uhr

hallo,

meine tochter (29 monate) geht seit einem jahr in die kita,
meist von 8.30 - 15.30.

ich arbeite voll, mein mann selbständig von zuhause aus.


also ich weiß, daß meine tochter echt sehr gern hingeht,
freut sich nach dem We schon immer total auf die kinder und auch auf die betreuer.

also sie hat da echt viel spaß.

nachmittags holt mein mann sie ab und macht das, was ihr spaß bringt, baustellen abklappern, bagger gucken, von einem spieli zum anderen, baden waren sie oft, freundin besuchen usw.

ich komme leider erst um 17.30 nahc hause, dann spielen wir, essen, spielen, viel bleibt nicht :-(

Beitrag von hutzel_1 13.09.06 - 08:58 Uhr

Hallo Maxi!

DAchte mir ich gebe hier auch mal meinen Senf dazu, nicht als erfahrende Mutter (die bin ich nämlich leider noch nicht), sondern als Erzieherin ;-)

Ich erlebe das schlechte Gewissen vieler Mütter täglich und ich kann dazu nur sagen, dass es den Kindern wirklich nichts ausmacht ihren Tag in der KiTa zu verbringen! Im Gegenteil, sie lernen sehr früh Sozialverhalten (einfach shon durch die Tatsache, dass man in einer Gruppe von Kindern nicht immer sofort seine Rechte durchsetzen kann und lernen muss, auch mal einen Moment zu warten), nabeln sich einfacher ab und lernen viel schneller. Es sind schließlich immer Kinder da, die größer sind und von denen man sich etwas abgucken kann..... ;-)

Solange die Zeit mit den Eltern, also Spätnachmittag und Wochenende, gemeinsam genutzt wird, sehe ich überhaupt kein Problem darin, dass ein Kind tagsüber in der KiTa ist. Ich denke, so sind alle viel glücklicher, die Eltern, weil sie ihrem Job nachgehen können und so ihre Erfolge haben können und die Kinder, weil sie ihrem "Job" nachgehen dürfen: dem Spielen!!!!!!! #freu

Liebe Grüße,
Hutzel_1 #huepf