Spinalanästesie - wie schlimm isses?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von yriamusic 12.09.06 - 12:08 Uhr


Hallo ihr lieben,

Ich als kleiner Angsthase hab mal wieder ne Frage#hicks
Ich bekomme in knapp 2 Wochen einen Kaiserschnitt und freue mich auch darauf endlich mein Baby in den Armen zu haben.
Eine Vollnarkose möcht ich nicht denn ich will ja schon den ersten Schrei mitbekommen.
Was mir bleibt ist die Spinalanästesie und damit auch wieder meine Panik vor Spritzen.
Ich muss dazu sagen, bei einer Blutabnahme bin ich ganz gelassen und finde das überhaupt nich schlimm auch Infusionen lösen bei mir keine Angst aus.
Doch schlimm wirds wenn es eben Spritzen gibt - warum auch immer.#kratz Meist isses dann auch so, das meine Angst im endeffekt schlimmer war als der Schmerz...
Trotzdem wäre es klasse wenn ihr mir mal beschreibt wie das alles abläuft mit der Spinalen und vorallem wie sich das mit den Schmerzen verhält...
Danke schonmal im voraus...;-)

lg,Claudia plus Gina Maria im Bauch (36.ssw)

Beitrag von hanni2711 12.09.06 - 12:18 Uhr

HAllo Claudia,


also das ganze ist echt nicht schlimm. Ich hab gerde vor drei Wochen alles hinter mich gebracht.

Ich wollte normal entbinden, weil sich nach einem Blasensprung aber nichts tat, sollte eine PDA gelegt werden. Ich hatte furchtbare Angst davor, dass ich zucken könnte und dann gelehmt wäre! Der Arzt hat mich beruhigt und meinte, ich könnte höhstens Kopfschmerzen bekommen.

Es ist zwar nicht völlig schmerzfrei aber sehr gut auszuhalten und wirklich nicht schlimm. Es geht recht schnell und ist ehr ein Druckschmerz.

Bei mir musste dann doch der Kaiserschnitt mit Vollnarkose gemacht werden, aber das ist eine längere Geschichte.

Also, keine Angst, PDA ist nicht schlimm!!

Hanni und Charlotte (20.08.2006)

Beitrag von jbw 12.09.06 - 12:35 Uhr

Hi !

Meinst Du echt Spinal- oder vielleicht eher Periduralanästesie (PDA)? Beides sind Piekser in den den Rücken, aber in unterschiedliche Kanäle. Ich hatte mein Baby "ohne alles" geboren, hatte aber schon mal eine Spinalanästesie als mein gebrochener Knöchel zusammengeschraubt wurde. Kann sagen, dass das nicht weiter schlimm ist - die Stelle am Rücken wird erst lokal betäubt und dann kommt die eigentliche Anästesie. Du merkst kaum was. Ich nehme an, bei der PDA ist es ähnlich.

Beitrag von schmide 12.09.06 - 12:52 Uhr

Hi Claudia,

einerseits als Anästhesistin und andererseits als KS-Patientin kann ich dir "von beiden Seiten der Nadel" berichten ;-). Du hast ganz genau geschrieben, dass Angst meistens schlimmer ist als der Schmerz - absolut richtig. Als ich noch gearbeitet habe, hatte ich viele Patientinnen, die tierische Angst hatten, geweint, gezittert - und dann fragten sie: "Hä? Ist schon vorbei? Hab kaum was gemerkt!"
Du wirst noch vor der OP genau aufgeklärt. Was wird von dir verlangt : möglichst still und ruhig sitzen, sich entspannen (leicht gesagt ;-)), mit Händen nicht den Rücken anfassen (ist alles streril) - und falls du merkst, dass es dir schlecht wird, vor den Augen schwarz usw - sofort dem Arzt Bescheid sagen! Die Mitarbeit der Patientin ist sehr wichtig! Rücken wird steril abgewaschen, es wird die STichstelle getastet und eine Betäubungsspritze gesetzt - ein Pieks, genauso wie bei der Blutabnahme, kann ein kleines bisschen brennen - und mehr merkst du kaum was. Wenn das Mittel eingespritzt wird, kommt im Po das Wärmegefühl, die Beine fangen an zu kribbeln - und in 3-4 Minuten bis zum Brust wirst du abgeschaltet. Kannst zwar während der OP merken, dass etwas am Bauch gemacht wird, aber keinerlei Schmerzen.

gruß schmide

Beitrag von lanijala 12.09.06 - 14:59 Uhr

hallo,


wo ich das gerade lese dachte ich du könntest mir vielleicht sagen was damals bei miir passiert ist.

ich wurde damals auch ausführlich beraten, aber scheinbar haben sie mir trotzdem nicht alles gesagt.

ich bekam die spinale gesetzt und das war wie ein stromschlag der bis ins bein ging. fand ich nicht schlimm (war ja vorgewarnt). ich wurde dann hingelegt und die beine wurden warm, alles ok bis dahin. dann bekam ich keine luft mehr mir wurde schwindelig, ich konnte kaum noch was sehen und habe geschwitzt obwohl mir kalt war. ich dachte also sag das denen mal lieber...
daraufhin wurden alle ganz hecktisch, ich bekam einen sauerstoffschlauch in die nase, irgendwas gespritzt, alle rannten umher und der anästhesist und eine schwester beugten sich so dicht über mein gesicht das ich selbst wenn alles in ordnung gewesen wäre ihre gesichter nur verschwommen gesehen hätte und fragten immer wieder ob ich sie jetzt sehen könnte. am meisten geschockt hat mich das alle so hektisch wurden als ich sagte was los ist, ich war überzeugt das ich sterbe (warum sollten die sonst so panisch los stürmen). dann wars ganz plötzlich wieder in ordnung.
wie gesagt wusste ich vorher nicht das soetwas passieren kann und hintereher hab ich einfach vergessen zu fragen. der schock steckte mir noch tief in den knochen und die freude übers baby war so groß das ich einfach vergessen habe zu fragen was das war.

ich dachte vielleicht könntest du mir aufgrund deines berufes sagen was das war. werde zwar wieder im gleichen kh entbinden und dann bei der anmeldung nochmal nachfragen, aber irgendwie lässt mir das seit dem ich jetzt wieder schwanger bin keine ruhe mehr.


wäre toll wenn du eine idee hättest was das gewesen sein kann.


lg


dani

Beitrag von schmide 12.09.06 - 17:13 Uhr

Hi Dani,

ich weiß, was das ist - passiert häufig. Ursache davon ist, dass beim Einspritzen wurde das Betäubungsmittel entweder etwas überdosiert oder zu schnell gespritzt- das verursacht rasche Blutdrucksenkung und Atemschwierigkeiten, die üblicherweise nur kurz dauern und meistens nicht gefährlich sind. Scheinbar hat der Arzt dir ein Mittel gespritzt, um Blutdruck zu steigern, und du bist wieder sofort zu sich gekommen.
Ich würde dir raten, bei der Narkosegespräch das zu erzählen. Dieser Zustand lässt sich leicht vorzubeugen - unmittelbar vor der OP sollst du etwas Flüssigkeit in die Vene bekommen (Arzt weiß, welche), damit du etwas mehr Blutvolumen hast. Und keine Panik, wenn sowas wieder passiert - zuwenigst weißt du, dass du nicht stirbst ;-).

gruß schmide

Beitrag von liran 12.09.06 - 21:03 Uhr

hallo schmide!

jetzt muß ich dich auch mal was fragen, wäre ganz klasse, wenn du mir antworten würdest.
ich hatte letzten dez. einen KS wegen BEL, also geplant und mit spinalanästhesie. die anästhestistin gilt als nicht besonders fähig in der klinik und so habe ich das auch erlebt:
1. ich hab eigentlich die ganze zeit (also auch während der op) die fußzehen bewegen können
2. ich habe beim nähen hinterher auch jeden einzelnen stich gespürt, als piekser (nicht wirklich schmerzhaft)
3. hinterher konnte ich eine woche lang nur mit den schlimmsten kopfschmerzen der welt rumlaufen/überhaupt aufrecht sein
4. meine linke pobacke war über 6 monate taub
5. hab noch im krankenhaus die anästhesistin auf die furchtbaren kopfschmerzen angesprochen, die meinte, ich würde nur mein kind falsch halten und sei deshalb "verspannt".

meinst du auch, die hatte sozusagen schlampig gearbeitet?
ein anderer anästhesist, der mich danach noch unetrucht hat, meinte, ich hätte ein ziemliches patchwork auf dem rücken und sie hätte zu tief gespritzt.

und an claudia: wie gesagt, die ärztin hat einen miesen ruf und scheint echt schlecht zu sein. was ich geshcildert hab war unangenehm und ich ärgere mich, weil das alles echt nicht hätte sein müssen. aber das spritzen selbst hat überhaupt nicht wehgetan, ich hatte keine kreislaufprobleme und hab alles vollkommen wach+klar mitbekommen. würde jederzeit wieder ne spinale nehmen (nur nicht bei dieser ärztin)

gruß,
liran

Beitrag von foldigu 12.09.06 - 12:58 Uhr

hallo ,
erst haben sie die Stelle lokal mit ein paar kleinen pieksern betäubt und dann kam die richtige Anästesie.bei mir haben sie zweima pieksen müssen tat schon weh,aber ich war so aufgeregt das nun schon mein Sohn kommen sollte,dass ich das nicht wirklich mitbekommen habe.

Hatte vorher auch so eine Angst.war aber überflüssig.

doof fand ich nur,dass mein Freund mir nicht die hand dabei halten durfte,ich wäre bestimmt entspannter gewesen.

LG Anna und Mäxchen 24.06.04