Wunschkaiserschnitt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von fuemchen 12.09.06 - 12:42 Uhr

Hallo,
da ich Asthma habe und auch ziemliche Angst vor der Geburt haben wir uns entschieden einen Kaiserschnitt zu machen.
Ich habe noch nicht mit meinem Arzt darüber geredet.
Ich habe Angst das er sagen könnte das er nicht für einen Wunschkaiserschnitt ist, und ich normal Entbinden soll.
nun meine farge:
Könnte er das wirklich sagen??
Bitte helft mir.
LG sendet
Tina

Beitrag von sandryves 12.09.06 - 12:51 Uhr

also ich habe auch asthma und habe die letzte geburt eigentlich sehr gut überstanden.
aber was dagegen sagen,kann er eigentlich nicht.er wird dich höchstens versuchen umzustimmen.
gruss
sandryves

Sabrina+Yves Cedric(2)+#ei(30+5)

Beitrag von emeliza 12.09.06 - 12:58 Uhr

Hallo Tina,

es ist Deine Entscheidung. Er wird Dir sicher seine Meinung dazu sagen, aber letztendlich kannst nur Du wissen, was Du möchtest. Ich kann Deine Angst verstehen obwohl ich glaube, dass Du wahrscheinlich problemlos auch spontan entbinden könntest. Nur ich denke, wenn Du so viel Angst davor hast dann wirst Du sich Atemprobleme bei der Geburt bekommen (einfach weil Du nicht entspannen kannst). Wie auch immer Du dich entscheidest, es wird die richtige Entscheidung sein. Laß Dir bloß nicht reinreden. Um die Schmerzen der Geburt kommt man leider nicht herum (entweder bei der Geburt, oder halt hinterher, wenn man einen KS bekommen hat). Ich hab zwar den Vergleich noch nicht (die Geburt meiner Tochter war ein Not-KS) aber spätestens nach ein paar Tagen ist alles vergessen.

LG Sandra mit #baby Emeliza (7 Mon.) und #ei (16. SSW)

Beitrag von elllly 12.09.06 - 13:33 Uhr

Liebe Tina,

lass Dich mal von Deinem Arzt vielleicht auch besser noch von Deinem Hausarzt beraten! Habe keine Angst davor und auch nicht davor, dass sie vielleicht anderer Meinung sind als Du. Denk halt über die verschiedenen Aspekte (Vor- und Nachteile) in Ruhe nach.

Letztendlich triffst aber Du die Entscheidung und wenn Du unbedingt einen KS möchtest, dann musst Du Deine Postition hauptsächlich gegenüber dem verantwortlichen Oberarzt im Krankenhaus vertreten, der entscheidet letztlich über den Termin und die Planung der OP. So war es zumindest bei mir. Mein FA hatte mir einen primären KS geraten, weil er kein Risiko bei meinem kleinen Sohn eingehen wollte und ich aufgrund meines Alter (41 Jahre) als Risikoschwangere galt und dies mein erstes Kind ist. Ich war schon ein paar Tage über dem Termin und beim täglichen CTG waren die Herztöne beim Baby einmal nicht gut gewesen. Ich hatte keinerlei Wehen und die Geburt wollte spontan einfach nicht beginnen. Ich hatte dann in erster Linie Sorge, ob das Baby eine natürliche Geburt gut überstehen würde. Außerdem hatte ich Angst vor einer Einleitung, da dann die Wehen heftiger verlaufen sollen und Angst vor einem Dammriss oder Dammschnitt hatte ich außerdem.

Obwohl ich mir gewünscht hätte, dass ich spontan und auf natürlichem Wege gebären würde, kam es dann also anders. Im Krankenhaus war der Oberarzt nicht der gleichen Meinung, wie mein FA. Er meinte, das Alter würde überhaupt keine Rolle spielen. Gegenüber ihm vertrat ich dann aber meine Meinung klar und deutlich. Das hatte mir auch mein FA zuvor nochmals eingeschärft.

Letztendlich muss ich sagen, dass eine Kaiserschnittentbindung nicht unbedingt vorteilhaft ist. Zwar braucht man vor der OP keine Angst zu haben, weil alles geplant ist und daher relativ kontrollierbar bleibt. Die Schmerzen sind erträglich und man bekommt Medikamente. Nachteilig fand ich aber folgendes:
- nach der OP in Rückenmarksnarkose muss man bis zum nächsten Morgen auf dem Rücken liegen und auch dann kann man sich wegen der OP noch nicht so gut auf die Seite drehen. Daher kann man sich in den ersten beiden Tagen ganz schlecht um das Baby kümmern.
- das Stillen klappt aus diesen Gründen bei KS-Babys auch schlechter, man kann das Kind eben nicht so gut anlegen und benötigt dazu immer fremde Hilfe
- mir hat im Krankenhaus die Ruhe gefehlt, daher würde ich ein Einbettzimmer empfehlen, denn die Mitpatientinnen bekommen doch sehr viel Besuch.
- der Bauch ist noch lange Zeit nach der OP gefühllos und taub bzw. fühlt sich unangenehm an.
- die Rückbildung der Gebärmutter ist verzögert und man läuft länger mit einem dicken Bauch wie im 5. Monat schwanger herum als andere.

Ich hoffe, Dir ein paar Infos geben zu können, damit Dir die Entscheidung möglicherweise doch für eine natürliche Entbindung leichter fällt. Wie wäre es, eine Hebamme als Beleghebamme mit ins KH zu nehmen? Die kennst Du dann bereits vorher und das gibt Ruhe und Sicherheit, weil man vorab mir ihr besprechen kann, was man so wünscht und man kennt sie außerdem.

Bei einem Kaiserschnitt solltest Du sicherlich aufgrund Deines Asthmas keine Vollnarkose (ist auch für Mutter und Kind die schädlichere Variante) wünschen, sondern eine Rückenmarksnarkose. Dabei erlebst Du außerdem die Geburt mit und dein Mann kann auch im OP dabei sein und das Baby in den Arm nehmen.

Alles Gute für Euch

LG

Elke

Beitrag von winniethepooh 12.09.06 - 21:24 Uhr

Hallo Tina,
also für mich war schon vor der Geburt meiner 1.Tochter vor 2 Jahren (eigentlich schon vor der SS überhaupt) klar: Entbindung nur per KS. Habe keine gesundheitlichen Probleme gehabt nur eine Wahnsinnsangst vor dem Wehenschmerz. Und ich habe diese Entscheidung nie bereut. Klar ist ein KS auch keinZuckerschlecken, ist halt ´ne OP.
Nach 20 Minuten war aber alles vorbei, ich musste nur leider 2 Stunden im Aufwachraum bleiben aber mein Mann und meine kleine Tochter durften dabeisein.
Am Abend konnte ich schon wieder aufstehen.

Die Schmerzen sind so wie bei einem starken Muskelkater, habe mir ein Schmerzmittel geben lassen. Die Frauen mit Dammschnitt haben mehr gejammert. Vor allem beim Toilettengang. Am nächsten Tag bin ich schon wieder alleine herumgelaufen, habe mir meine Tochter aus dem Kinderzimmer geholt, usw. Nach 1 Woche bin ich nach Hause gegangen.

LG
Sylvia mit Martha (2 Jahre) und #baby (6.SSW, wird auch wieder KS !)