Würdet ihr auf eine 480km entfernte Beerdigung fahren?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von dimi 12.09.06 - 13:24 Uhr

Hallo,

ich hab grad nen Anruf von meinem Onkel bekommen - der Mann meiner Cousine ist gestern gestorben.
Beerdigung ist am Donnerstag Nachmittag - aber ca. 480 km entfernt von hier.

Das hieße ca. 4,5 Stunden Autofahrt morgen hin und nochmal 4,5 Stunden am Freitag zurück, dazu dann noch die Belsatung, die eine Beerdigung so mit sich bringt.

Würde einerseits gerne fahren, aber ich hab leichte Bedenken, ob es letztendlich nicht doch ein bisschen viel ist.

Würdet ihr fahren?

LG Ulrike 24.SSW

Beitrag von sassy78 12.09.06 - 13:28 Uhr

Hallo Ulrike,

falls du dich entscheidest zu fahren was dir keiner abnehmen kann, dann solltest du jede Stunde ne Pause machen und dir die Beine vertreten.
Ich persönlich würde fahren (kann aber nur von mir aus gehen). Jetzt ist das stehen usw. noch kein so grosses Problem. Wer weiss ob du dich nicht im nachhinein ärgerst das du nicht gefahren bist.
Und wenn du merkst das es dir zu viel wird haben bestimmt alle Verständnis wenn du dich ein bisschen abseits auf eine Bank setzt. :-)
Mein Beileid für dich und deine Familie. Ist kein schöner Anlass:-(

Lg Sassy 36+3

Beitrag von emeliza 12.09.06 - 13:28 Uhr

Hallo Ulrike,

das kannst Du letztendlich nur selbst entscheiden. Ich denke, falls Du nicht irgend eine Besonderheit in der SS hast, spricht medizinisch nix dagegen. Die Trauer bei einer Beerdigung macht dem Baby nichts, meine Hebi meinte sogar mal, dass es gut für ein Baby ist verschiedene Gefühlssituationen bei der Mutter zu erlebeben. Aber wenn Dir das zu angstrengend ist, dann bleib lieber zu hause. Nur Du kannst wissen, wie es Dir geht.

LG und herzliches Beileid

Sandra mit Emeliza (7 Mon.) und Murmelchen (16. SSW)

Beitrag von peick 12.09.06 - 13:29 Uhr

Hey Ulrike...mir hat man mal gesagt, dass eine Schwangere nicht auf den Friedhof/ zur Beerdigung gehen soll...ist wohl so ein Abergalube!!!!
Ich habe es dann auch nicht gemacht...und es war der Opa von meinen Freund!...Kathleen 10.SSW

Beitrag von dido 12.09.06 - 13:32 Uhr

Hi Ulrike,

das tut mir leid :-( #liebdrueck

Also ich weiß ja nicht, wie nah Ihr euch so standet. Davon würde ich es wohl auch abhängig machen.

Aber prinzipiell würde ich so ne Strecke schon auf mich nehmen, wenn ich nur Beifahrer wär bzw. ich mich mit jemandem abwechseln könnte. War ja letztens erst im Urlaub (Schweiz) - das waren pro Strecke über 700 km.

LG
Diana

Beitrag von dimi 12.09.06 - 13:42 Uhr

Hallo Diana,

ich müsste die komplette Strecke alleine mit zwei Kindern fahren.
Mein Mann ist ja noch in Griechenland (und kommt natürlich gerade am Donnerstag wieder...).

Wir Cousinen haben eigentlich alle ein recht gutes, enges Verhältnis zueinander, ihren Mann hab ich sehr gemocht, aber nicht sooo gut gekannt. Er war ja immer bloß abends da, wenn ich sie besucht hab.

Ich werd wohl mal morgen ein Wörtchen mit meiner FÄ reden, was die meint.

#herzlich Ulrike

Beitrag von dido 12.09.06 - 14:01 Uhr

Oh, dann ist das natürlich schon sehr anstrengend....

Genau, sprich das mal mit Deiner FÄ ab - sicher ist sicher.

Und wenn nicht, dann ist Dir sicher auch niemand böse.

LG
Diana

Beitrag von torro06 12.09.06 - 13:32 Uhr

Hi Ulrike!

Ich denke, dass du selbst am besten wissen musst, ob du so eine lange Autofahrt noch gut ertragen kannst.
Wenn du ansonsten keine Probleme hast, ist dagegen bestimmt nichts einzuwenden. Man muss eben nur etwas häufiger Pausen machen, um sich die beine zu vertreten..
Ich bin letztes Wochenende in der 34. SSW auch noch 500 km gefahren. Allerdings mit einem positiveren Hintergrund...
Wenn man die Rückenlehne relativ weit nach hinten dreht, kann man das ganz gut aushalten denke ich..
Wenn dir viel daran liegt und du dich gut fühlst, würde ich ruhig fahren, denke ich..

Liebe Grüße
kathrin

Beitrag von mecy 12.09.06 - 13:38 Uhr

Hallo Ulrike.
Ich würde auf jedenfall hin fahren. mach es dir so gut wie möglich gemüdlich auf der Fahrt. Deine Cousine wird es dir bestimmt danken das du kommst. Und wegen der belastung. Trauern gehört dazu. Ich finde das es keine große belastung ist. Hauptsache du bist bei der Familie.

Liebe Grüße Melanie 27SSw#liebdrueck

Beitrag von elllly 12.09.06 - 13:48 Uhr

Hallo,

kann ich schwer sagen, was ich machen würde. Während der Schwangerschaft habe ich mich zumindest von meinem Gefühl leiten lassen und stressige Fahrten abgelent. Z.B. bin ich mit meinem Chef nicht auf eine Exkursion gefahren, weil ich ihn kenne und er dann Besichtigungstouren macht, bei denen ich als Schwangere nicht mithalten konnte. Andererseit sind wir an die Ostsee in den Urlaub gefahren und die Fahrt dahin dauerte auch mehrere Stunden.

Je nachdem, wie wichtig Dir die Familie bzw. die eventuell doch relativ entfernten Verwandten wie Deine Cousine sind, davon solltest Du Deine Entscheidung abhängig machen. Ich denke, dass eine Beerdigung an sich für eine Schwangere kein Problem darstellt, solange sie nicht zu sehr persönlich betroffen ist, von dem Todesfall. Ansonsten trifft sich doch hier in erster Linie die Verwandtschaft um Abschied zu nehmen und die Kulturwissenschaft geht davon aus, dass bei einer Beerdigung vor allem die Lebenden sich ihres Überlebens vergewissern, was auch im "Leichenschmaus" wiederum seinen Ausdruck findet. Meiner Meinung nach kann es für Dich und Deinen Mann gerade jetzt, wo ihr selbst eine Familie gründet, gerade gut sein, sich in familiäre und verwandtschaftliche Strukturen einzubinden und sich darum zu kümmern. Das wird Dir dann sicherlich zugutekommen, wenn Euer Baby dann da ist und sich die Verwandtschaft dann wiederum bei Euch meldet.

Also alles Gute noch weiterhin

LG

Elke

Beitrag von danilein78 12.09.06 - 13:48 Uhr

Hallo Ulrike,

#kerze
Die Entscheidung liegt allein bei Dir.
Wenn Du Dich nicht dazu in der Lage siehst, dann bleib zu Hause - hat bestimmt jeder verständnis für.

Ich würde wahrscheinlich fahren - aber nicht allein.
Vielleicht kannst Du ja auch mit dem Zug fahren, dann hast Du genügend Freiraum und kannst Dich bewegen.

LG
danilein78

Beitrag von tinti 12.09.06 - 13:50 Uhr

Hallo Ulrike,

kommt natürlich darauf an, wie nah Dir der Verstorbene bzw. die Angehörigen standen....

Wenn Du Dich aber nicht so gut fühlst und Dich eine Beerdigung samt langer Anreise belastet - klares NEIN.

Ich denke da hat jeder Verständnis.

LG Tinti

Beitrag von carinamaria 12.09.06 - 13:57 Uhr

Hallo Ulrike!
Diese Entscheidung fällt sicher nicht leicht. Es kommt natürlich auch drauf an, wie Du Dich momentan im Ganzen so fühlst und was wie gut Du den Verstorbenen gekannt hast und wie Euer Verhältnis war. Wenn Du Dich für das Fahren entscheidest, dann bitte nur mit stündlichen Pausen und genug Trinken dabei. Mir geht es soweit sehr gut für die 22. SSW, wenn ich der Person jedoch nicht sehr nahe gestanden wäre, würde ich diese Entferfnung und die damit verbundenen Strapazen jetzt in der Schwangerschaft nicht auf mich nehmen. Zudem ist es momentan wieder ziemlich warm draussen. Aber das entscheidet jeder ja anders; ich wünsch Dir eine für Dich persönlich richtige Entscheidung, und gebe auf jedenfalls auf Dich acht.
Sei lieb gegrüsst
von der Carinamaria

PS: Und danke für das mich Aufnehmen in die ET-Liste; glaub das machst doch Du hier oder?

Beitrag von jekyll 12.09.06 - 13:58 Uhr

also ich musste solange ich noch nicht im mutterschutz war jedes wochenende 600km rein beruflich pendeln. also ich würde fahren. aber wie schon gesagt, das musst du selbst entscheiden wie du dich fühlst. da kann keiner in dich rein sehen.

alles liebe

jekyll

ET -4

Beitrag von dimi 12.09.06 - 14:12 Uhr

Ich danke euch für eure Antworten.

Ich werd´s mir nochmal durch den Kopf gehen lassen und vielleicht morgen nochmal mit meiner FÄ reden.

Blöd ist halt nur, dass ich mit beiden Kindern alleine fahren müsste. Mein Mann ist im Moment noch in Griechenland und kommt natürlich ausgerechnet am Donnerstag Abend wieder.

Mal schauen.

#herzlich Ulrike

Beitrag von nicole1007 12.09.06 - 14:15 Uhr

Hallo Ulrike,

wir haben gestern erfahren, das der Opa von meinem Mann gestorben ist. Wir fahren also am Freitag zur Beerdigung, die auch ca. 300 km entfernt ist. Ich denke es ist normal, dass auch wir Schwangeren Abschied von einem geliebten MEnschen am Sarg nehmen wollen. Solange ich mich fit genung fühle sehe ich gar kein Problem darin. Das BAby bekommt die Traurigkeit auch so mit wenn man die NAchricht erhält...

Ich hoffe ich konnte dir Entscheidung etwas erleichtern...

LG
Nicole & Joshua 33+5 SSW

Beitrag von xxnadinexx25 12.09.06 - 16:24 Uhr

also ich bin am 25.9 zur beerdigung meiner oma gefahren 380km hin und danach auch gleich wieder zurück also insgesamt 720km ca. mitm auto. habs mir bequem gemacht so gut wie es eben ging und dann war gut.

klar eine beerdigung ist nie einfach gerade wie bei mir meine oma die mich mit grossgezogen hat.

ich würde fahren wenn dir der mensch wichtig war!

mir hat es nich geschadet trotz so einiger ss wehwehchen
(schambeinschmerzen, rückenschmerzen etc.)

lg nadine (et-51)

Beitrag von caro474 12.09.06 - 17:43 Uhr

Hallo Ulrike,

das kommt ganz darauf an, wie wichtig dir dieser Mensch und der Abschied von ihm ist!
Ich bin zur Beerdigung meiner Oma 8 Stunden mit dem Zug gefahren - und das war es mir auf jedem Fall wert. Ich hätte zu Hause sowieso keine Ruhe gehabt und hätte es mir nie verziehen, mich nicht von ihr zu verabschieden. Sie war schließlich auch immer für mich da!!!

Also, du siehst, es ist ganz individuell und mußt es selber entscheiden. Auf jedem Fall plane dir genügend Zeit ein, daß du Pausen auf der Fahrt machen kannst.

Alles Gute!