Trennung - wie sag ichs meinem 3,5 Jahre alten Söhnchen

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von andreaxxx 12.09.06 - 13:29 Uhr

Hallo zusammen,

leider mussten wir uns auch trennen, mein Mann ist ausgezogen, arbeitet aber im Büro im Haus und kommt täglich.

Wie kann ich meinem Sohn die Wahrheit sagen. Schwierig ist, dass er gerade auch in den Kindergarten kommt und hier auch eine Umstellung erlebt.

Hat jemand Erfahrung?

Vielen Dank


Andrea

Beitrag von livia_bln 12.09.06 - 19:38 Uhr

hallo andrea...


das ist eine schwierige situation in der ihr euch da befindet...

ich habe meinen mann letzten november verlassen, da war meine tochter gerade drei geworden und kurz vorher in den kindergarten gekommen.

ich habe ihr von anfang an die wahrheit gesagt, nämlich das die mama und der papa sich nicht mehr so gut verstehen und deshalb nichtmehr zusammen wohnen können, dass sie da aber nichts dafür kann und dass sie ihren papa sehen kann so oft sie will, weil er sie noch immer genauso lieb hat wie bevor wir ausgezogen sind.

das war für sie sehr gut verständlich und sie hat die trennung recht gut verkraftet. sie ist regelmäßig bei meinem exmann und geht ganz souverän mit der situation um.

den erzieherinnen im kindergarten habe ich ebenfalls die besondere situation erklärt und die hatten auf grund dessen auch immer ein extra auge auf die kleine und machten mich auf veränderungen aufmerksam so es den welche gab.

außerdem habe ich von den erzieherinnen auch viele gute tipps zum umgang mit der trennung bekommen.

vertraue deinem kind einfach... die kleinen können auch in diesem "zarten" alter solche dinge verstehen und auch gut "überstehen" , wichtig ist, dass du und dein mann für den kleinen da sind... (in erster linie natürlich du, da er ja wohl bei dir lebt, dass der papa aber insbesondere wenn er im haus arbeitet sich auch zeit für den kleinen nimmt wenn er zu ihm kommt...) versucht bald eine regelmäßigkeit in in die besuchsregelung zu bekommen, denn kinder lieben ja regelmäßig wiederkehrende dinge auf die sie sich verlassen können...


ihr schafft das schon, mach dir einfach nicht zuviele gedanken und lebe jeden einzelnen tag ohne sorge für den nächsten, dann wirst du bald sehen, dass vieles überstanden ist, was du dir jetzt schlimm vorstellst, ohne dass es tatsächlich schlimm war...

ich wünsche euch allen viel glück

christine


Beitrag von andreaxxx 13.09.06 - 10:37 Uhr

Hallo Christine,

vielen Dank erstmal für Deine wertvolle und gute Antwort. Sie hilft mir weiter! Jetzt muss wirklich erstmal ein Schritt nach dem andern kommen und wenn ich dann endlich so weit bin wie Du, dann kann ich rückblickend hoffendlich auch sagen dass es tatsächlich alles nicht so schlimm war...

Alles wird gut!

VIELEN DANK

Andrea