Hat jemand Erfahrung mit Zurückstellung in Bayern?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von dimi 12.09.06 - 14:46 Uhr

Hallo,

unser Großer wird nächste Woche 5 Jahre alt und soll nun nächstes Schuljahr in die Schule.

Ich möchte das auf keinen Fall.
Er ist zwar sehr aufgeweckt (kennt seit über einem Jahr alle Buchstaben, schreibt sie auch, hat mit 2,5 Jahren alle Zahlen bis 100 gelesen, ist ein richtiger kleiner Professor...), aber meiner Meinung nach körperlich (102 cm, 14 kg) und psychisch weit von der Schulreife entfernt.

Die Erzieherin im Kiga und die KiÄ sind meiner Meinung, dass er eigentlich noch ein Jahr bräuchte.

Er wäre nächstes Jahr aber nun ein MUSS-Kind (Stichtag ist der 30.9., Geburtstag ist am 20.9.), ich muss ihn also zurückstellen lassen.

Wie läuft das denn ab?
Und wie sind die Chancen, dass die Zurückstellung durchgeht?

#danke

LG Ulrike

Beitrag von simone_2403 12.09.06 - 18:06 Uhr

Hallo Ulrike

Die Chancen sind gleich Null.Ich weiß es von meiner Freundin,deren kleiner auch "zierlich" ist.Sie hatte keine Chance.

Das blöde an der Sache ....es interessiert nicht was DU denkst,es zählt nur das was die Ärzte beim Einschulungscheck feststellen.

O-Ton Schulamt:Was wollen sie denn,ihr Sohn ist doch clever genug.Die größe ist für uns absolut unrelevant.

Vieleicht hilft dir die Einschätzung vom KIA und den Erzieherinnen weiter,ich glaubs aber kaum.Dein Sohn hat ja noch ein ganzes Jahr um eventuelle Defizite aufzuholen.


lg

Beitrag von dimi 12.09.06 - 18:13 Uhr

Oh je, hab´s schon irgendwie befürchtet.

Es ist ja nicht nur so, dass er klein ist - er verweigert alles, worauf er keine Lust hat. Und da ist dann nichts zu machen.

Die KiÄ meinte - kein Weg in die Schule.
Und was mich so ärgert ist, dass ein Septemberkind noch vor 2-3 Jahren absolut nicht zur Debatte stand - da war der Stichtag der 30.6. ...

#danke jedenfalls für deine Antwort, wir werden sehen.

LG Ulrike

Beitrag von simone_2403 12.09.06 - 18:18 Uhr

Du kannst es ja versuchen...aber ehrlich,ich hab wenig Hoffnung das du damit durchkommst.Die sind da ziemlich stur,sagen,einen Versuch ist es wert und man wird ja sehn....

lg

Beitrag von kampfameise 13.09.06 - 10:56 Uhr

Hallo,

also meine wurde heuer auch zurückgestellt, nur, das sie noch kein Mußkind war (heuer wars ja der 31,08,) und sie wird nächsten Dienstag 6. Also nächstes Jahr gibts kein Zurück mehr ;-)

Aber:
In unserer Gruppe im Kiga sind 2 Jungs, die beide schon 6 geworden sind (der eine grade im August und der andre schon im APril #schock !).
Beide wurden ohne Probleme zurückgestellt.
Der August-Geborene, weil er vom Kindergarten aus (also von den Erziehern) für nicht schulreif befunden wurde - denn die Schule muß sehr wohl auch die Meinungen der Kindergärtnerinnen einholen (hier bei uns wird das sehr stark gemacht!).
Und der große, der im April schon 6 wurde, hat starke motorische Schwierigkeiten, da war es von den ärzten her auch kein Problem.

Ich denke, das man am besten mit einem ärztlichen Attest was machen kann. Wenn er dann muß-Kind ist, muß sowieso eins her und er wird normalerweise zu einem Amts-arzt nochmal geschickt. Man kann sicher mit denen reden, warum und weshalb.

ameise + rudel :)

Beitrag von dimi 15.09.06 - 15:40 Uhr

Hallo,

danke, das beruhigt mich etwas.
Die Kinderärztin meinte auch, wenn die Schulärztin Augen im Kopf hat, merkt sie das schon selbst. Aber sie schreibt mir dann für alle Fälle ein Attest.
Mann, Mann - hätte der Knirps mal 11 Tage länger in mir ausgehalten, dann gäb´s keine Probleme...

Wir werden sehen.

LG Ulrike

Beitrag von blum7 14.09.06 - 15:14 Uhr

Hallo,

wir haben zwar noch viel, viel Zeit bis David in die Schule kommt (2010) aber dann wäre er mit nich nicht ganz 6 Jahren auch ein Musskind. Habe darum heute mal aus Neugierde meine KiÄ gefragt und sie meinte nur müssen gibt es bei ihr gar nicht. Wenn sie dann der Meinung ist er sei noch nicht zu weit dann schreibt sie das in das Rückstellungsattest und damit gab es bisher noch nie Probleme. Fertig.

LG

blum

Beitrag von dimi 15.09.06 - 15:43 Uhr

Hallo,

ich hoffe mal, dass deine KiÄ Recht hat.

Ich werde wahrscheinlich mit meinem dritten Racker wieder ähnliche Probleme haben.
Er soll eigentlich Anfang Januar kommen. Da aber beide Brüder schon vor ET kamen, stell ich mich eher mal auf Ende Dezember ein.
Und das gäbe dann im Jahr 2012 ein Kind, das mit 5 Jahren und 9 Monaten in die Schule soll... #schwitz

Ich drück uns allen mal die Daumen!

LG Ulrike

Beitrag von vier4fassls 14.09.06 - 20:57 Uhr

Hallo Ulrike,
wir haben im nächsten Jahr auch dieses Problem. Nur dass unsere Marie schon ziemlich groß für ihr Alter ist. Sie ist am 31.08.2001 geboren und muß somit nächstes Jahr in die Schule. Ich hoffe, dass ich das irgendwie verhindern kann. Sie wäre dann mit Kindern in einer Klasse, die teilweise bis zu einem Jahr älter sind als sie. Sie ist allerdings noch sooooo unkonzentriert, dass wir gute Chancen auf eine Rückstellung haben. Halt mich doch mal auf dem Laufenden, was sich so bei Euch tut.
Liebe Grüße aus Unterfranken!!
#bla Sandra und Co.

Beitrag von dimi 15.09.06 - 15:36 Uhr

Hallo,

wenn ich was weiß, meld ich mich.

Man hört so unterschiedliche Sachen - von "kannste vergessen" bis hin zu "der Elternwille zählt!"
Hab nun aber schon von zwei ehemaligen Kolleginnen (ich bin eigentlich Grundschullehrerin, aber schon seit 5 Jahren im Erziehungsurlaub...)gehört, dass eigentlich der Elternwille sehr ernst genommen wird.

Ich hoffe nun auch mal darauf, dass ich von Erzieherin und KiÄ ein Attest bekomme und selbst ja nun auch nicht gerade fachfremd bin - wenn auch schon einige Zeit aus dem Dienst.

Ich hab vor, die nächsten Wochen mal in der Schule anzurufen und da genauer nachzufragen. Die müssens ja schließlich wissen.

LG Ulrike

Beitrag von tipse66 17.09.06 - 00:36 Uhr

hallo,
ich komme zwar nicht aus bayern sondern aus bw, aber ich sage dir mal wie es bei uns gelaufen ist.
mein zweiter sohn wurde ende juli 6 jahr alt und ist somit ein mußkind.kennt auch die meisten buchstaben ,zahlen ,schreibt schon einige wörter. was für mich aber noch nichts über seine schulreife aussagt. die erzieherinnen sowie die kooperationslehrerin, die die vorschüler testet waren der meinung ,er braucht noch ein jahr. beim schultest gab es wie erwartet keine probleme. also habe ich mit der anmeldung auch gleich einen antrag auf zurückstellung gestellt. er wurde dann ende juni zu einem psychologischen test geladen. auch hier keine probleme. der psychologe und die lehrerin der förderklasse meinten er wäre so konzentriert ,man könne ihn nicht ablenken, er müsse einfach in die schule.
5 tage vor ferienbeginn bekam ich den bescheid, dass mein antrag abgelehnt wurde und er in dei schule muß. ich hab dann einen brief aufgesetzt, habe was von den erziehern schreiben lassen und drohte mit dem anwalt (das hilft;_) )
das argument war anscheinend , dass es in diesem jahr 34 anträge gab,was natürlich eine ganze klasse ausmacht.
da ich nicht locker ließ und jeden tag in der schule war, sei es um die briefe abzugeben oder nochmal um ein gespräch zu bitten gaben sie dann doch nach und stellten meinen sohn zurück :-p
ich verstehe es bis heute nicht, dass ein psychologe, der mein kind gerademal 10minuten kennt eine so lebenswichtige entscheidung treffen will. das konnten wir nicht akzeptieren. also lass nicht locker
gruß petra