Taschenrechner Gymnasium?

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von tinalein123 12.09.06 - 15:54 Uhr

Mich würd mal interessieren, welche Rechner bei Euch an den Schulen benutz werden und was die in der Anschaffung kosten?

Unser Sohn besucht die 7. Klasse vom Gymnasium. Es soll nun per Sammelbestellung ein Rechner angeschafft werden. Die Mathefachkonferenz hat sich, wie in den Vorjahren auch, für einen Texas Instruments voyage200 entschieden.

Das muß wohl der absolute Luxusrechner sein. Aber ein preisgünstigerere Rechner täte es einfach nicht und grafikfähig muß er unbedingt sein.

In der Sammelbestellung soll der immer noch 180 Euro kosten *puh*.

Was nutzen Eure Schulen?

Beitrag von smily2 12.09.06 - 17:04 Uhr

Weil ich mich über den Preis wunderte - ich habe vor 30 Jahren 450 DM für einen programmierbaren Rechner bezahlt und damals waren Rechner noch sündhaft teuer - habe ich mal gegoogelt.
Das ist ja nicht mal eben nur ein normaler Taschenrechner, sondern er hat wahnsinnig viele Funktionen, so dass er auch noch für die Oberstufe und selbst für die Uni geeignet ist. Für diejenigen, die auf dem Gymnasium bleiben, sicher eine sinnvolle Anschaffung, wenn sorgsam damit umgegangen wird. Sicher geht man bei dem Preis erst einmal in die Knie, aber wenn man ihn auf die Jahre verteilt, sieht es wieder anders aus und besser, als jetzt einen für 100 € anzuschaffen und später dann doch diesen oder einen ähnlich teuren zu kaufen.

Beitrag von traumwolke 12.09.06 - 17:50 Uhr

Mein Sohn ist ebenfalls in der 7. Klasse auf dem Gymnasium. Wir haben vor ein paar Wochen ebenfalls einen Zettel bekommen, dass wir über die Schule einen grafikfähigen Taschenrechner bestellen sollen. Ich habe schon bei dem Preis von 53 Euro, die wir bezahlen sollen geschluckt, doch wenn ich jetzt lese, dass eine Schule durchaus 180 Euro verlangen kann, dann bin ich ja froh, dass wir vergleichsweise günstig davongekommen sind. #schwitz Der Rechner, den mein Sohn bestellen musste ist von Casio, ich habe leider momentan die genaue Typbezeichnung nicht zur Hand. Ich weiß aber, dass er definitiv auch für die Oberstufe und für`s evtl. spätere Studium geeignet sein soll und von vielen Gymnasien bevorzugt wird.
Es scheint also auch billiger zu gehen.

Liebe Grüße,
Alexandra

Beitrag von traumwolke 12.09.06 - 18:47 Uhr


Nun weiß ich auch, um welches Modell es sich bei dem Taschenrechner, den wir bestellen sollten handelt:

CASIO CFX-9850GB PLUS

Nochmals liebe Grüße,
Alexandra

Beitrag von alpenbaby711 12.09.06 - 18:56 Uhr

Hi du!

Also mein Sohn ist zwar erst 16 Monate, aber ganz ehrlich wenn er später net gerade Uniprof werden will ( Scherz) würde ich der SChule was pfeifen für 180 Euro einen Taschenrechner. Sind die denn irre?? Das sind 350 DM nur für nen Rechner. Ne das ist zuviel!!!!!
Vor allem wer weiß ob die net mal kaputt gehen und ob man die liegen läßt oder sonst was. Schließlich sind die Kids ja "erst" in der 7. Klasse. Und ich meine wenn er später so ein Ding braucht und auf Jahre gesehen wirklich was davon hat OK dann wärs ja noch OK. ABer sonst ist mir kein Taschenrechner einen dermaßen hohen Preis wert

Ela

Beitrag von manavgat 12.09.06 - 20:02 Uhr

In unserem Institut haben wir auch Abi-Mathe-Kurse. Mein Lehrer ist der Meinung, dass es der Aldi Taschenrechner der immer zu Beginn des Schuljahres angeboten wird auch tut. Und wir haben 3 Stück davon gekauft und konnten alles rechnen.

Ich sehe das als eine ganz gefährliche Entwicklung und unter dem Aspekt einer politischen Frage. Es kann doch nicht sein, dass die Schule derart großzügig mit dem Geld von Familien umgeht.

und es liegt sicher nicht an fehlenden Taschenrechnern, wenn wir bei der jüngsten OECD-Studie betreffs Bildung mit der Türkei gleichauf liegen, was die Bildung unserer Nation anbelangt.

Ganz ehrlich?

Ich würde einen Aufstand im Elternbeirat anzetteln, der sich gewaschen hat.

Gruß

Manavgat

Beitrag von smily2 12.09.06 - 20:29 Uhr

Es ist natürlich kein Rechner, mit dem man nur die Winkelfunktionen ermittelt. Ich habe mal eine Beurteilung aus dem net kopiert, eine von vielen, die alle ähnlich sind.

Der TI Voyage 200 ist schon kein gewöhnlicher Taschenrechner mehr, er kann einfach mehr, viel mehr. Natürlich rechnen, aber auch auch zeichnen, Graphen erstellen, verschiedenste Variablenrechnungen, und, und,und.
Der Voyage hat eine robuste Aussenhülle und sieht auch ganz schick aus. Außerdem halten die Batterien überraschend lange. Ich benutze den Rechner in der Schule, weil er dort schon zum Lehrmittel geworden ist, den jeder Schüler besitzen muss. Einziger Nachteil:
Der Preis. Dafür auch einen Stern Abzug. Zwar kann der Voyage eine ganze Menge, aber wer nicht ihn nicht für die Uni oder den Matheleistungskurs braucht, kommt sicher mit einem günstigeren Modell aus.

Beitrag von schokobine 12.09.06 - 20:21 Uhr

180 Euro? #schock
Das ist ja heftig! Ich musste schon bei den 90 Euro schlucken, die wir berappen müssen für die Sammelbestellung..... Kann momentan leider nicht sagen, welcher Rechner angeschafft wird, aber einzeln gekauft würde er ca. 130 Euro kosten.

Schließe mich manavgat an. Das würde ich nicht einfach so hinnehmen. Was sagen denn die anderen Eltern dazu?

LG Sabine

Beitrag von klaus_ 12.09.06 - 20:37 Uhr

Der Rechner kostet in online Shops ohne Klassenrabatt 190 Euro
z.B. http://www.dynatech.de/index.php?prod=2314

wieviel Provision sackt hier der Lehrer ein ?


Klaus

Beitrag von tinalein123 12.09.06 - 20:54 Uhr

Die Schule hat schon immer mit TI gearbeitet, das war schon so, als mein Bruder vor 25 Jahren dort noch hinging.

Mit diesem Rechner, bzw. dem Vorgängermodell arbeitet sie jetzt schon seit 11 Jahren.

Die Fachlehrerkonferenz hat wohl nach Elternprotesten letztes Jahr einen vergleichsweise einfacheren und preiswerteren Rechner bestellt und getestet und für nicht gut genug gefunden.

Den letzten Elternabend in alten Schuljahr hatten wir irgendwann im Winter. Dort warnte der Elternvertreter uns schon mal vor, dass es dieser Rechner evtl. werden könne, aber sie würden als Elternvertretung alles dafür tun, dass es ein anderer würde.

Mich nervt eigentlich am meisten, dass die Schule offiziell gar nichts früh gesagt hat. Ich meine, 180 Euro sind kein Pappenstiel, immerhin mehr als 1 Monat Kindergeld fürs 1. Kind... Wenn die Schule nun im Januar schon mal gesagt hätte, dass der Rechner definitiv kommt, dann hätte man sich ja schon mal drauf einstellen und einen Schulspargroschen zurücklegen können.

Es heißt zwar, der Elternverein könne in einigen ECHTEN Bedarfsfällen die Zwischenfinanzierung übernehmen, dann bleiben aber immer noch drei Monatsraten von 62 Euro übrig. Für Familien, die wirklich rechnen müssen, wird das verdammt eng.

Erst kommt hier im Juni der Schock, Schulbücher KAUFEN zu müssen für über 100 Euro plus die Leihgebühr, für alles was man leihen kann und dann jetzt einfach dieses. Als ob die Eltern alle einen Goldesel im Keller haben.

Ich hab nur für den Großen schon 180 Euro für Bücher/Workbooks/spezielle Stifte bezahlt, normalen Heft- und Mappenverbrauch noch nicht mit eingerechnet. Bei den Kaufbüchern gibt es keinen "Karnickelbonus", nur bei den Leihgebühren gibts 20% Abzug.

Richtig benutzen werden sie diesen Superrechner sowieso erst ab der 8. oder 9. Klasse, allerdings fehle dann die Zeit, den Schülern den Umgang damit zu erklären, dann müssten sie schon sicher mit dem Rechner umgehen können. Und das soll eben in der 7. Klassenstufe geübt werden.

Aber mir kommt es immer mehr so vor, als ob wir bald wieder da sind, wo wir vor 100 Jahren schon waren. Die Leute, die es sich leisten können, bekommen Bildung ab, alle anderen gehen leer aus.

Beitrag von tokian 12.09.06 - 22:41 Uhr

Also tut das wirklich not? Nen TR für 180€?! Ich würd bei der Schule mal nachfragen, wozu diese Grafikfunktionen gebraucht werden? Ich habe dieses Jahr Abitur gemacht (technisches) und hatte in der Abiturprüfung Mathe und außerdem Physik LK und ich hatte nen relativ einfachen TR von Casio einen aus der FX-ES Serie und dieser reicht völlig.
Ich würde es nciht einsehen solch einen Preis zu zahlen

Beitrag von jappy 13.09.06 - 00:58 Uhr

Unsere Grafikfähigen Taschenrechner kosten anscheinend so um die 70-80 Euro.
Allerdings sind wir ein Berufskolleg und brauchen den Taschenrechner nur 2 Jahre. Und da wir noch andere Berufszweige auf der Schule haben, gibt es natürlich noch viel mehr Klassen die mit diesen Taschenrechnern arbeiten.

Bei uns ist das so, dass der Taschenrechner gestellt wird, jeder Taschenrechner hat ne Nr und die wird aufgeschrieben mit Namen. Und wer den Rechner verschlampt zahlt 70 Euro. Ansonsten gibt man ihn einfach wieder ab und gut ist.

Aber für Gymnasium wenn man den Taschenrechner 6 jahre braucht geht das natürlich nicht. Zwei aus unserer klasse ham den taschenrechner schon verschlampt. Eine hat dann aus ebay den Rechner nachgekauft.

Und meine kleine schwester geht nu auch gymi, aber die mussten sich auch selber um den Rechner kümmern, musste halt die anforderungen erfüllen... Sorum find ichs ehrlich gesagt besser.

Naja schule war ja noch nie billig, das wissen wir ja ^.^

LG, Jappy =)

Beitrag von jappy 13.09.06 - 01:04 Uhr

PS:
Ich mache "nur" Fachhochschulreife, und da nimmt man auch stoff durch wie im Gymi.

Und mir hilft dieser grafische taschenrechner sehr!! Also mir kann hier keiner erzählen dass man das nicht braucht.
Viele brauchen ihn nicht, weil man nicht weiß, wie man ihn richtig verwendet und was man alles mit ihm machen kann. die aus meiner klasse sagen auch sie brauchen ihn nicht und brauchen dann aber 10 minuten um z.B. die koordinaten von Parabelpunkten zu errechnen, ich mach 2 3 eingaben und hab alle werte.
Es stimmt das man nicht alles braucht, was dieser taschenrechner kann. Weil man es einfach nicht anwenden kann, dafür ist es viel zu viel! (Das handbuch ist 2 cm dick).
Also mein Taschenrechner aus der Realschule hilft mir nich mehr so viel und ich bin erst im 1. Jahr der Fachhochschulreife.

Wenn ich mir überleg dass die im Gymi noch schwerere sachen rechnen... find ich grafischen taschenrechner sinnvoll. Aber ob 180 Euro nötig sind, bezweifle ich (meine große schwester musste glaub auch einen für 180 euro kaufen für fachhochschulereife!).
Irgendwas muss man da doch machen können?

Beitrag von tinalein123 13.09.06 - 08:38 Uhr

Danke erstmal für Eure Antworten, die bestärken mich schon mal, dass ich diese 180 Euo nicht allein für überzogen halte.

Ich finds ok, wenn die Schule auf einem grafikfähigen Rechner besteht, wenn später auch genügend damit gearbeitet wird.

Ich finds auch ok, dass dieser einheitlich per Sammelbestellung angeschafft werden soll. Ich kann mich noch gut an meine Realschulzeit erinnern, als ich einen anderen Rechner hatte, als die anderen. Dort waren nur die Mindestfunktionen vorgegeben, die ein Rechner haben mußte. Mein Rechner war supermodern und hatte Solarzellen, es hat Wochen gedauert, bis meine Mathelehrerin, die auch Physik unterrrichtete, gefressen hatte, dass ich entweder elektrisches Licht oder einen Platz am Fenster benötigte...
Gleiche Rechner, gleiche Vorraussetzungen für alle erleichtern den Unterricht. Ist klar.

Aber es nervt mich wirklich, dass die Schule diese Anschaffung für die Eltern so unplanbar bekanntgibt und das werde ich garantiert auf der Elternversammlung für die ges. Jahrgangsstufe nächste Woche auch sagen.

Bei frühzeitiger Bekanntgabe wäre diese Ausgabe planbar gewesen. So reißt sie sicher in vielen Familien ein dickes Loch ins monatliche Budget und das muß in diesen Zeiten nicht sein, finde ich.

Beitrag von marion2 13.09.06 - 08:48 Uhr

Hallo,

ich hab mit nem einfachen TR Abitur gemacht.

Mit diesen Superrechenmaschinen verlernt man doch nur das Rechnen!

Das ist Grütze, ein günstiger tuts auch!

LG Marion

Beitrag von schnuffelschnute 13.09.06 - 12:38 Uhr

Hallo,

wir haben damals auch mit einem TI gearbeitet.
Der Lehrer hat darauf bestanden, das wir alle den gleichen Rechner haben, damit er nicht jedem sein Teil einzeln erklären muss. Das konnte ich noch verstehen.

Aber 180 Euro, herrje, die sind doch verrückt?

Selber rechnen braucht dann niemand mehr?

LG

Ariane

Beitrag von risala 13.09.06 - 12:50 Uhr

hi!

mein sohn ist zwar noch nicht so weit, aber ich erinnere mich an meine schulzeit:

da wurde von der gymnasial-konferenz auch der texas instruments "vorgeschrieben". da der damals auch schon sauteuer war und meine mutter nicht so viel geld übrgi hatte, hat sie sich geweigert dieses model zu kaufen. sie hat sich nur nach den erforderlichen funktionen erkundigt und dann einen gekauft, der in unserer preisklasse war (ist auch ein markenrechner aber weiss nicht mehr welcher).

ich habe nie probleme gehabt. auch die erklärungen der lehrer konnte ich sehr gut umsetzen.

das ganze ist mittlerweile 20 jahre her und mein taschenrechner ist aus der zeit der einzige (im vergleich mit meinen klassenkameraden) der heute noch einwandfrei funktioniert....

ich für mich bin der meinung, dass 180€ als vorgabe von der schule deutlich über die kompetenzen der schule hinausgehen. du musst wissen, ob du ihn bezahlen kannst - wenn nicht, dann kaufe einen, der die gleichen funktionen hat (lass dich ruhig beraten!) und für dich bezahlbar ist...

gruß
kim

Beitrag von kitcat 13.09.06 - 18:52 Uhr

Echt heftig der Preis.

Der bei uns verlangte Taschenrechner kostete 15,00€, die hochwertigen werden erst ab KLasse 10 benötigt und gibt es gegen Leihgebühr von der Schule.

Allerdings kann man den auch neu kaufen und nach Beendigung der Schule kauft bei Bedarf die Schule das Teil auf oder ein Zettel hängt am schwarzen Brett.

kitcat

Beitrag von mohmoh 14.09.06 - 07:58 Uhr

Hallo,

bei meinen beiden Töchtern war es ganz genau so in der 7.Klasse Gymnasium. Eine Sammelbestellung und ein Rechner für alle. Finde ich auch gut, da sich das im Alltag ganz gut macht, wenn alle den gleichen haben.
Ich kann jetzt nicht sagen welcher das genau ist (die Große hat auch ein anderes Modell als die Kleine, ähneln sich aber sehr).
Auf alle Fälle haben beide TR jeweils 10,- gekostet! Und damit konnte ich gut leben!
Ich weiß gar nicht, ob hier überhaupt im Unterricht gerechnet wird, wo ein grafikunterstützter TR gebraucht wird??!! Geht doch auch bestimmt ohne, oder??

Na gut, wie dem auch sei. Jedenfalls gibt es auch Schulen, die an den Verdienst der Eltern denken und auch Rücksicht nehmen.
Gruß, mohmoh