Baby und Karriere ????

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von rosa777 12.09.06 - 18:28 Uhr

Hallo ihr,

wie bringt ihr Beruf und kind unter einen Hut.
Ich möchte das mein kleines gut umsorgt ist und möchte es nicht gern mehr als 6 Std. täglich in betreuung geben und das auch frühstens wenn es 2 Jahre alt ist, wie steht ihr dazu?
Erst wollte ich mich nur aufs Mutter sein konzentrieren, jetzt macht mich der Gedanke unzufrieden oder vielleicht hab ich einfach auch nur Angst vor der großen Umstellung. Hab bis jetzt immer in 3 Schichten gearbeitet.

Ich habe vor der Schwangerschaft erst meine Weiterbildung als Meisterin beendet gehabt und hatte keine Chance bekommen mich zubeweisen, hatte die Hoffnung aber auch aufgegeben, deshalb hatte ich vor im Schwangerschaftsurlaub zu studieren, bin jetzt aber nicht mehr so davon überzeugt ob mir das nicht alles zuviel wird, ich werde auf jedenfall ein Jahr zu Hause bleiben, das zweite mein Partner oder ich. er kann leider keine Teilzeit machen, da er 60km weit weg zur Arbeit fahren muß und er dann keine Fahrgemeinschaft hätte.

Ich hatte soviel Pläne , möcht aber auch gern Zeit für mein Kind haben. Als teilzeitkraft kann ich mir meinen Meister leider an den Nagel hängen, aber vielleicht lass ich mir erstmal Zeit fürs Baby und mach dann in ein paar Jahren nochmal eine Weiterbildung, das ist alles so kompliziert.

Würd mich freuen wenn mir jemand über erfahrungen schreibt lieben Gruß Nadine

Beitrag von nadi.ha 12.09.06 - 18:39 Uhr

Hallo Namensvetterin ;-)

ich kann dir nur sagen, wie wir es machen werden und ich habe dabei wirklich absolut kein schlechtes Gewissen.
Ich habe vor ein paar Tagen einen Satz gelesen und der trifft meine Meinung total auf den Punkt.
Unzufriedene Mütter können keine zufriedenen Kinder erbringen....
Meine Kleine kommt nächste Woche am Montag zu Welt.
Bis Ende des Jahres habe ich Mutterschutz und noch alten Urlaub und Überstundenfrei.
Die Kleine ist dann 3,5 Monate alt.
die nächsten 3-4 Monate werden meine Mutter, mein Vater (wohnen direkt zwei Häuser weiter und sie soooooooo glücklich Oma und Opa zu werden) sowie mein Mann und ich noch mit Urlaub und dergleichen überbrücken bis die Maus etwa 7 Monate alt ist.
Glücklicherweise wohnen wir hier sehr ländlich und gerade zwei Orte weiter ist eine total süße Kinderkrippe die die Kleine dann bis mittag besuchen wird, dann wird meine Mutter sie betreuen bis ich von der Arbeit komme. Da mein Mann Schichten arbeitet, muss sie in manchen Wochen garnicht in die Krippe, aber je nach dem wie es ihr dort gefällt, werden wir sie vielleicht doch hinbringen.
Kinder lieben Gesellschaft, man darf sich da garnix einreden lassen.
Ich freue mich unbeschreiblich auf mein Kind, aber ich liebe auch meinen Job. Heute hat mich mein Chef zuhause angerufen und mir alles gute für die Geburt gewünscht und dass er sich freut mich bald mal wieder zu sehen, ich würde sehnsüchtig erwartet von allen. Ist das nicht toll??? Sowas macht mich total glücklich und ich glaube das überträgt sich auch auf meinen Wurm.
Wir haben uns vor zwei Jahren ein Haus gekauft und brauchen einfach zwei Gehälter um unseren Lebensstil zu halten und auch der Kleinen was bieten zu können...
Soo, jetzt hab ich dich genug zugelabert :-)

Denk dran..
nur glückliche und zufriedene Mütter erbringen glückliche und zufriedene Kinder...
Es gibt auch ganz viele Frauen die in ihrer Rolle als Mutti total aufgehen, ich gehöre nur einfach nicht dazu ;-)

Liebe Grüße
Nadi mit Julia im Bauch (noch 6 mal schlafen und ich bin da)

Beitrag von malibu69 12.09.06 - 19:35 Uhr

Huhu,

ich bin sozusagen "gezwungen", drei Jahre zu Hause zu bleiben. Bin Flugbegleiterin und fliege Kurz- und Langstrecke gemischt, habe oft Bereitschaftsdienste und das würde sich mit so einem Miniwurm nicht vereinbaren lassen. Da mein Mann als niedergelassener Arzt tätig ist, kann er das Kind natürlich auch nicht mitnehmen und da auch gerne unvorhergesehene Notfälle passieren , werde ich also drei Jahre pausieren und danach auf 50% Basis weiterfliegen (aufhören will ich nämlich nicht!!!!) . Müssen uns dann natürlich Gedanken um eine Tages/Nachtmutter machen.

Gruss, Nicole

Beitrag von suri76 12.09.06 - 19:44 Uhr

Hi, nun "Ich möchte das mein kleines gut umsorgt ist und möchte es nicht gern mehr als 6 Std. täglich in betreuung geben und das auch frühstens wenn es 2 Jahre alt ist, wie steht ihr dazu?" #gruebel

je nach Entbindungstermin werd ich ggf. gezwungen sein, nach 8 Wochen wieder arbeiten zu gehen. #schmoll Wie soll ich dazu stehen? #kratz

Ich möchte mein #baby auch sicher und gut betreut wissen. Klaro. Sind dabei, jetzt schon nach einer Tagesmutter Ausschau zu halten und viell. kann auch der Papa einige Tage übernehmen.
Haben uns auch schon in einer Tagesstätte angemeldet. Hoffen auf einen Platz, wenn #baby knapp 1 Jahr wird.

So stehen wir dazu. Hoffen natürlich auf eine Entbindung 2007, dann könnte ich mit dem Elterngeld daheim bleiben. Sonst nicht.

Übrigens, nur in Deutschland wird frau schief angesehen, wenn sie Karriere und Kinder unter einen Hut bringen möchte.

Bei unseren eu. Nachbarn ist es ganz normal, nach 12 Wochen wieder zu arbeiten. Da sind aber die Betreuungsmöglichkeiten auch gegeben.

Wünsch dir, dass du deinen Weg gehst und ihr alle glücklich sein könnt. Und uns eine Entbindung 2007.

lg: suri ( ET 04.01.2007 ) ;-)

Beitrag von bjanna 12.09.06 - 19:52 Uhr

Hi Nadine,
ich habe vor meinem BV als Erzieherin gearbeitet und hatte mit Kindern unter Dreijahren zu tun.
Meine Beobachtung war, dass Kinder, die schon früh bei einer Tagesmutter oder Oma und Opa waren, aber auch in einer Krippe, viel schneller selbständig werden. Die Dreijährigen hatten viel mehr Ablösungsschwierigkeiten. Aber man sollte wirklich genau prüfen, wo das Kind hinkommt und möglichst darauf achten, dass die Bezugspersonen nicht zu häufig wechseln. Da gerade Babys und kleine Kinder feste Bezugspersonen brauchen. Wenn das alles gegeben ist, braucht man kein schlechtes Gewissen haben denn wie meine Vorgängerin gesagt hat: Glückliche Mütter haben glückliche Kinder. So ähnlich war es glaube ich. Ich selber werde auch nach spätestens einem Jahr wieder arbeiten gehen, da ich es mir auch finanziell nicht leisten kann. Wenn das Kind dieses Jahr noch kommt, werde ich wahrscheinlich eher gehen, da das Erziehungsgeld nicht viel her macht.
Das war jetzt ein Erzieherrat, weil ich es eben auch schon anders gesehen habe und die kinder wirkten nicht glücklich.
Ich hoffe, das war ok.
Ach ja, ich denke auch, das jede Frau selber entscheiden soll, unabhängig vom Tenor der anderen, wann sie wieder arbeiten geht. Ich gebe es zu, dass ich auf Urlaub und andere Dinge auch nicht gerne verzichten möchte.

Lg, BJanna:-) (25. SSW)

Beitrag von missacarlet06 12.09.06 - 20:19 Uhr

Hallo

ich plane auch, Beruf und Mutter-sein unter einen Hut zu bringen.

Der Grund ist schlicht und einfach, dass ich meinen Beruf mag und gerne berufstätig bin. Ich finde, das der Job ein fester Bestandteil meiner Person ist. Arbeite jetzt sei 8 Jahre (vorher studiert) und habe seit 3 Jahren endlich eine Position gefunden, die zu mir passt und wo ich mich auch weiter entwickeln kann. Mein Mann ist auch voll berufstätig, von daher gehts mir nicht nur allein um die Kohle.

Ich bin allerdings mit berufstätigen (selbständigen) Eltern aufgewachsen, insofern sind working mums für mich nix Neues ;-)

Was wir konkret planen:
Nach MuSchu noch 4 Monate zuhause bleiben. Dann wieder in Teilzeit (Chef macht Gott sei Dank mit) und mit Telearbeitsanteilen soft wieder einsteigen. Wenn unsere Süße 1 Jahr alt ist werd ich schauen, ob ich über Teilzeit hinausgehen kann und Fulltime einsteige.

Betreuung ist natürlich nicht easy. Ich wohne in Süddeutschland, wo man davon ausgeht, dass aus Frauen mit Kinder automatisch Hausfrauen werden - ganz gleich, ob sie vorher z.B. Abteilungsleiterinnen waren, da frag ich mich natürlich, warum sie nicht gleich Frauen mit Kinderwunsch vom Studium ausschliessen *gemeinbin*.

Mein Plan ist daher, mich rechtzeitig um eine externe Kinderbetreuung zu kümmern. Omas und Opas leben nicht in unserer Nähe, also müssen wir das extern lösen. Wenn es keine Krippenplätze gibt, werde ich mir eine gute Kinderfrau suchen, die zu uns nach Hause kommt. Das wird dann zwar alles nicht billig, aber es ist es mir wert. Denn, wie ich hier schon zurecht gelesen habe "unzufriedene Mütter bringen keine zufriedenen Kinder", sehr wahr, das :-)

Also, plane wie es auch für dich gut passt, dass du zufrieden bist. Und lass dich nicht von so Sätze verunsichern wie "...ich hab mir doch kein Kind angeschafft, um wieder arbeiten zu gehen". Das ist in der Tat nur in Deutschland so, da beneide ich die Franzosen und Amis manchmal wirklich um ihren lockeren Umfang mit Familie und Kids.

Scarlett, 23 SSW