Arbeitgeber hat mir im Mutterschutz Urlaub abgerechnet. Darf er das?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von labelleisa 12.09.06 - 18:32 Uhr

Hallo,

gestern hab ich meinen Lohnzettel bekommen und war recht erschrocken das ich soviel bekommen soll. Da kann doch was nicht stimmen dachte ich mir direkt.

Augustdaten:
01.08. - 14.08. Krank geschrieben
15.08. Feiertag
16.08. - 31.08. Mutterschutz

Also müsste ich meiner Meinung nach Lohnfortzahlung für die Krankheitszeit bekommen (6 Wochen NICHT überschritten) und für den Rest bekommen Mutterschaftsgeld. Wieviel? Mein Lohn sollte mit dem Mutterschaftsgeld der Krankenkasse auf mein üblichen Netto-Lohn kommen.

Allerdings haben Sie mir Urlaub ausgezahl ohne mich zu fragen bzw. war klar das ich nach meinem Mutterschutz meinen Resturlaub von 29 Tagen nehmen wollte und dann in der 2ten Januar Woche mind. 30 Std in der Woche wieder Arbeiten gehen.

Nun ist die Frage ob Sie das so einfach dürfen ohne mich zu fragen. Es Schmeißt meine Planung absolut durcheinander, bei der Gedanken das ich im November schon wieder Arbeiten müsste schockiert mich, da ich nun meinen Urlaub mühevoll gespart hatte damit ich mehr von meinem Kind haben kann.

Sry das es solang wurde aber das ist wirklich wichtig für mich. Kann ich irgendetwas dageben tun?

LG labelleisa

Beitrag von eineve 12.09.06 - 19:08 Uhr

nein darf der arbeitgeber nicht - er macht sich sogar damit strafbar.

Beitrag von labelleisa 12.09.06 - 19:12 Uhr

Kann ich das irgendwo lesen. Bzw. woher weiß ich das er sich dami Strafbar macht?

LG Isabelle

Beitrag von eineve 12.09.06 - 19:15 Uhr

im gesetz - arbeitsrecht.

Beitrag von flocke123 13.09.06 - 10:32 Uhr

Und wo da genau? Würde mich auch mal interessieren...#kratz

Susi

Beitrag von flocke123 13.09.06 - 10:48 Uhr

Und wo macht sich der AG nun strafbar? Das sind alles arbeitsgerichtliche Urteile...#kratz

Beitrag von eineve 13.09.06 - 10:51 Uhr

du kannst doch lesen und bist ansonsten auch ganz fit in dingen finden - warum willst du dich absichtlich daneben stellen? keine lust auf mitten im leben oder was willst du damit bezwecken?

Beitrag von flocke123 13.09.06 - 11:37 Uhr

JDu weichst aus. Wo wo ist denn nun die strafbare Handlung?

*lach*

Beitrag von eineve 13.09.06 - 11:47 Uhr

nein ich weiche nicht aus - ich erkenne nur die, die zufaul zum selber lesen sind.

Beitrag von flocke123 13.09.06 - 14:22 Uhr

Na gut, wenn ich mal gaaaanz viel Zeit haben sollte, dann werde ich mal im "Arbeitsrechts-Gesetz" zur "Strafbarkeit" von Urlaubsabgeltung nachlesen. #freu #huepf








Beitrag von kerstinhb 12.09.06 - 20:02 Uhr

Hallo!

Ich kann dir raten bei www.werweißwas.de oder so ähnlich anzufragen. Dort kannst du für deine Frage Experten, also auch Juristen in Arbeitsrecht heraussuchen und direkt anschreiben. Du bekommst meist sehr verlässlich promt und kostenlos fachmännische Auskunft!

Alles Gute

Kerstin

Beitrag von klaus_ 12.09.06 - 20:19 Uhr

50% des Urlaubs kann der AG fix definieren.
Ist ja bei Automoblfirmen etc. eh Usus.


Klaus

Beitrag von smily2 12.09.06 - 20:34 Uhr

Das kann er, er darf ihn aber weder bei Krankheitstagen noch bei Mutterschutz anrechnen.

Beitrag von flocke123 13.09.06 - 10:35 Uhr

Hallo,

nein, das geht nicht. Urlaubsabgeltung ist nur möglich, wenn der Urlaub nicht in natura genommen werden kann (§ 7 IV BUrlG).

Wenn Du Deinen Urlaub noch nehmen möchtest und kannst, kann Dein AG Dich nicht einfach gegen Deinen Willen ausbezahlen.

VG
Susi