Vasektomie III

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von derimato 12.09.06 - 20:51 Uhr

Hallo!

So, ich lasse diesen Eingriff NICHT ohne das Wissen meiner
Verlobten machen. Lediglich ohne Ihr Einverständnis. Sie hat
auch niemals die Pille "vergessen" oder in irgendeiner Weise
damit gedroht. In dieser Hinsicht vertraue ich Ihr. Mein größtes
Problem ist schlicht Ihre permanente Präsens hinsichtlich Ihres
Kinderwunsches. Sie lässt mich in keiner Minute darüber im Unklaren
und schafft so eine Atmosphäre stetigen Druckes. Ich liebe Sie sehr.
Ihr Kinderwunsch ist so stark, dass Sie spürt wie die Milch einschiesst obgleich es keine gibt. Sie hat einen starken Druck
im Unterleib und macht jedesmal nach dem Sex zig Schwangerschaftstests. Das nervt. Stellt Euch doch mal vor Euer
Partner sieht ständig die zweite Linie beim Test die es gar nicht gibt.
Und erzählt immer und immer wieder "Ich glaube ich bin schwanger"


Carsten

Beitrag von lexa8102 12.09.06 - 20:58 Uhr

Hallo Carsten,

ich empfehle dir wirklich dringend, mit deiner Freundin über deine Gefühle - die du uns ja ganz toll schilderst - zu sprechen. Vielleicht kann sie es ja verstehen und verhält sich anders. Vielleicht hat sie ja eine gute Freundin, mit der sie das Hibbeln teilen kann.

Wie gesagt, ich wünsche euch beiden alles Gute.

Lexa.

Beitrag von sternchen1606 12.09.06 - 21:01 Uhr

Hey!

Hört sich alles ganz schön kompliziert an.Mein KiWu ist auch ziemlich groß,aber ich versuche das mit mir auszumachen.Bei uns ist's nur so, das mein Mann sich auch ein Baby wünscht.Ich denke,das Deine Verlobte Dich so"nervt" weil ihr so unterschiedlicher Meinung seit.Ist für ne Beziehung echt schwierig!

Wünsche Euch viel Glück

Vlg Sternchen#stern

Beitrag von cona 12.09.06 - 21:09 Uhr

Hi,

warum - wenn du ihr hinsichtlich der pilleneinnahme vertraust - benötigt es einer vasektomie.

ich habe den eindruck dass du es auch als "druckmittel" einsetzt, weil du dich vielleicht von ihr bezüglich kiwu unterdruck gesetzt fühlst.

im grunde kann es mir ja total egal sein, was du machst. ich denke nur, dass eine vasekktomie keine lösung ist, kein kompromiss, sonder du setzt deinen willen durch.
m.e. ist das nicht besser, als wenn sie dir ein kind anhängt.

und unklar ist mir noch, ob ihr momentan gar nicht verhütet? wenn deine frau jetzt schon wieder SST macht und denkt ss zu sein? welchen status habt ihr denn jetzt. "übt" ihr und dir ist das jetzt zu viel druck, oder verhütet ihr und sie denkt es war ein unfall.

wünsch dir glück dass du die richtige entscheidung triffst und dass eure beziehung diese "krise" übersteht, schon allein für diene tochter.

cona

Beitrag von sadako 12.09.06 - 21:30 Uhr

Hallo Carsten,

wenn ich deine Beiträge so lese bekomme ich folgende Eindrücke:
1. du und deine Verlobte führt einen regelrechten Krieg
und/oder 2. (vorausgesetzt deine Schilderungen sind nicht übertrieben) deine Verlobte ist fast schon krankhaft auf ein zweites Kind fixiert.

Dass man in einer Partnerschaft aufeinander zu- und eingehen muss ist klar, aber bei so entgegengesetzten Interessen und verhärteten Fronten wie bei euch scheint das so ohne Weiteres ja kaum möglich zu sein.

Daher würde ich dir ganz dringend empfehlen zuallererst einmal keine übereilten Schritte zu unternehmen und deinen Termin für die Vasektomie abzusagen. Wenn du den Hörer dann schonmal in der Hand hast, rufst du einen Paartherapeuten an, lässt dir einen Termin geben und ihr versucht dem Problem auf diese Weise auf den Grund zu gehen und beizukommen.
Eine dritte vermittelnde Person ist in eurer Situation bestimmt eine bessere Alternative als "vergessene Pillen" und der Griff zum Skalpell - zumal ich mir vorstellen könnte, dass zwischen eurer Uneinigkeit und diesen verhärteten Fronten vielleicht noch ganz andere Hintergründe und Probleme stecken.
Verhüten könnt ihr bis alles geklärt ist doch noch zusätzlich mit Kondom, das ist dann ja sogar in deinem Zuständigkeits- und Kontrollbereich ;-)

Ich hoffe, ich bin dir mit dem Vorschlag, einen Therapeuten zu Rate zu ziehen, nicht zu nahe getreten und wünsch euch beiden, dass ihr es schafft, eine Lösung zu finden, mit der beide leben können.

#herzlich Sada

Beitrag von estrela69 12.09.06 - 22:08 Uhr

Hallo Carsten,

ich habe Deine Story still verfolgt, auch Dein posting letzte Woche, und mir Gedanken gemacht über die andere Seite der Fortpflanzungspartner.

Letztendlich ist es Deine Entscheidung mit Deiner Zeugungsfähigkeit zu machen, was Du willst. Ich werde allerdings das Gefühl nicht los, daß der KiWu nur die Spitze eines Eisberges bei Euch ist, und das grundlegend in Eurer Beziehung was nicht stimmt?

Eure Tochter ist jetzt 15 Monate alt, ein Alter, was ziemlich schwierig und anstrengend ist. Ich habe selber ein Kind in dem Alter, das kann die Partnerschaft ziemlich belasten, sofern sie nicht im Grunde stabil ist. (Bei uns ist das zum Glück nicht der Fall, wir sind glücklich seit 10 Jahren verheiratet)

Deine Ansichten über die Riesen Verantwortung für das zweite Kind kann ich zwar verstehen, aber letzendlich ist es anders. Mein Mann wollte plötzlich nach dem ersten Kind auch kein zweites mehr, und zwar genau in der Zeit, als unser erstes Kind 15 Monate alt war!! Wir haben intensiv darüber geredet, und ich habe ihm erklärt, daß das Verantwortungsempfinden bei Männern zunächst wie ein Schlag eintrifft, denn sie haben leider nicht das Glück sich hormonell auf ein Kind einzustellen. Viele fühlen sich dadurch schlicht überfordert und blocken sicherheitshalber mit dem bekannten "kein-zweites-Kind-Gerede" ab. Dann haben wir unser zweites Kind verloren und der Schmerz der Trauer hat aus ihm einen anderen Menschen mit neuen Perspektiven gemacht...

Fakt ist aber, daß die zweiten Kinder längst nicht so einschneidend in einem Leben sind, wie die ersten, weder beim Mann noch bei der Frau. (Ich meine jetzt natürlich nicht, daß man sich weniger darüber freuen kann, o.ä) Und Liebe hat man genug übrig, glaub mir, auch für 5 oder unendlich viele Kinder, wenn sie gewollt waren.

Ich habe mit vielen Männer über die Beweggründe oder ein contra für ein zweites Kind gesprochen. Meist waren es finanzielle Gründe, dann das Thema Zeit, und egoistische Gründe, wie z.B.: "Dann können wir uns ja den Urlaub in den Herbstferien nicht mehr leisten."

Viele Geschwister zu haben kann genau wie ein Einzelkinddasein entweder die Hölle oder der Segen auf Erden sein. Ich glaube, da darf man einfach nicht zu sehr mit seinen eigenen Familienerfahrungen aufwarten, das wäre nicht fair. Ich hatte nur einen Bruder, aber es war die Hölle! Wir haben uns überhaupt nicht verstanden. Mein Mann hatte zwei Geschwister, sie vertragen sich noch heute. Ich denke, entscheidend für das Miteinander der Geschwister ist auch stark der elterliche Einfluß. Meine Eltern führen bis heute eine schreckliche Ehe, unter der ich teilweise ziemlich gelitten habe. Meine Ansichten waren bis ca. 26: Heiraten ist das Letzte, Kinder sind total ätzend und Zusammenziehen ist ja selbstgemachter Streß, den man sich ersparen kann. Glücklicherweise bin ich offen für viele Meinungen und wurde auch eines Besseren belehrt. Das Zusammenziehen klappte, obwohl ich echt deswegen wochenlang nicht schlafen konnte. Die Hochzeit war ein Traum, und die Ehe ist super und das seit 10 Jahren!! Und dann kamen auch die Kinder, die wir nie wieder hergeben würden, und sie verstehen sich super untereinander. Man sieht, es ist im Grunde ein ganz anderes Leben als ich es aus meinem Elternhaus kannte.

Zu der schnellen Vasektomie fiel mir auch noch folgende Einwand ein: Was wäre, wenn Du, der ja laut VK erst 34 Jahre alt ist, in 10 Jahren hormonell bedingt plötzlich merkst, Du möchtest doch noch ein Kind? Meinst Du nicht, daß Du durch das gernervt-sein wegen dem SS-Gelaber Deiner Verlobten zu schnell mit einem endgültigen Entschluß reagierst? Stell Dir vor, Ihr verliert Euch, wie auch immer. Du erhälst die berühmte zweite Chance im Leben? Was ich damit sagen will, ist, daß vielleicht Du die Verhütung in die Hand nehmen solltest, aber vielleicht nicht auf so brachiale Art und Weise?? Was spricht gegen Kondome, die DU verwaltest?

Wir haben unser zweites Kind verloren und wären danach sicher nochmal tausend Tode gestorben, hätte sich einer von uns der Endgültigkeit zu leichtfertig ausgeliefert. Das kann alles passieren und hat ein Recht mit bedacht zu werden?!

Allerdings glaube ich wirklich, daß die Hochzeit bei Euch vielleicht auch mal überdacht werden sollte. Wie kommt es, daß Deine Freundin ihren KiWu so extrem auslebt? Solltet Ihr vielleicht diesbezüglich nicht lieber zu einem therapeutischen Paargespräch gehen? Ich fände das zunächst die besser Lösung, wenn dann am Ende alles nichts hilft, denke ich, habt Ihr ein grundlegendes Problem in Eurer Beziehung, was ungelöst zu einer Trennung führen kann.....:-(

Ich wünsche Euch trotzdem das Beste und redet, redet, redet!! Das ist wirklich wichtig!!

Viele Grüße,

Chrissi#blume

Beitrag von aquagen 12.09.06 - 22:15 Uhr

Also das hört sich irgndwie auch für mich schon krankhaft an.

Ich muß ehrlich gestehen das ich in so einer Situation, immer vorausgestzt das alles so stimmt wie beschrieben von dir, wahrscheinlich auch ins zweifeln käme.

Andererseits muß ich den anderen aber auch recht geben wenn sie die Vasektomie in Frage stellen, zumal deine Partnerin laut deiner eigenen Aussage ja die Pille nimmt.

Du willst damit sicher erreichen das sie "aufwacht" und erkennt, nun kanns nicht mehr funktionieren mit dem Kinderwunsch und dann aufhört dich ständig damit unter Druck zu setzen.

Aber ich bin auch der Meinung das es so nicht funktioniert, deine Freundin braucht dringend ärztliche Hilfe, so wie sadako schon schreibt.

Paartherapeuten sind sicherlich als erste Anlaufadresse ein richtiger Schritt, er wird dir auch sicherlich sagen können wie ihr weiter vorgehen könnt.
Der Weg dorthin lohnt aber nur, wenn du auch weiter an eurer Beziehung festhalten willst, ist meine Meinung.

Ich wünsche euch das ihr noch einen gemeinsamen Weg findet und drücke euch fest die Daumen.
Und vielleicht kannst du uns auch hier mal auf dem laufenden halten, ich persönlich fände es gut.

Liebe Grüsse aqua

Beitrag von steffif 13.09.06 - 06:54 Uhr

hallo carsten,

diese situation kenne ich zu gut! ich war in fast hargenau der selben! ich bin vor 3,5 jahren meinen mann zusammen gekommen, habe ihm von anfang an gesagt das bei mir noch kinderwunsch besteht....
einfach so leise und klangheimlich hat er sich sterilisieren lassen!
ich war wütend, sauer, enttäuscht alles auf einmal ich habe mich getrennt von ihm!
ich konnte und wollte ihn nicht verstehen!
2 wochen später sind wir wieder zusammen gekommen, so ging das hin und her fast 1 jahr lang!
seine entscheidung diese steri machen zu lassen war ein derarter vertrauensbruch wie es schlimmer nicht geht!
inzwischen sind wir verheiratet...
im april diesen jahres hat er eine refertilisierung machen lassen, nun üben wir...
ob es jemals klappt steht in den sternen, der doc meinte nein die spermien sind zu unbeweglich....
ich kann dir aus eigener erfahrung ans herz legen sprech mit ihr!
und lass das nicht einfach so machen, weisst du ob du nicht auch irgendwann nochmal kinderwunsch hast?
du sagst jetzt nein, war bei meinem mann genauso!
und nun möchte er!
diese steri kann man rückgängig machen lassen, was aber mit emensen kosten verbunden ist! 1500-4500 euro!!!
ich bin in einem forum, wo es nur um so etwas geht, männer die es haben aus den verschiedensten gründen machen lassen und nun wollen sie doch nochmal papa werden....
wenn du möchtest kannst du mich über vk kontaktieren....

lg steffi

Beitrag von rieke79 13.09.06 - 09:30 Uhr

Na das war doch mal eindeutig.
So kam das irgendwie bei deinen vorigen Treads gar nicht rüber, war etwas missverständlich.

Aber mal ehrlich...setzt euch zusammen und redet.
Was ich nicht verstehe, wenn sie die Pille so regelmäßig nimmt, wie du das hier schilderst, warum macht sie dann Schwangerschaftstests?? Eine Schwangerschaft ist unter diesen Umständen so gut wie unmöglich (so gut wie!!).
Aber wenn du ihr so viel Vertrauen entgegenbringst und der festen Überzeugung bist, das sie dir nie ein Kind "unterjubeln" würde, warum willst du dann eine Vasektomie machen lassen?? #kratz

Redet...dringend!!!

LG Rieke#blume

Beitrag von maranoelle 13.09.06 - 12:57 Uhr

Hallo Carsten,

die Situation ist sicherlich schwierig, allerdings wäre mE z.B. ein Gespräch bei der Familienberatung erstmal angebrachter als eine Vasektomie!

Habt Ihr über diese Option schon einmal nachgedacht?

Du schreibst, Eure Tochter war geplant ... war sie als Einzelkind geplant? Wie standet Ihr beide vorher zu dem Thema?